{"id":728302,"date":"2026-01-18T17:11:14","date_gmt":"2026-01-18T17:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/728302\/"},"modified":"2026-01-18T17:11:14","modified_gmt":"2026-01-18T17:11:14","slug":"schlaf-ist-der-einzige-faktor-der-sich-auf-die-kognitive-leistungsfaehigkeit-auswirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/728302\/","title":{"rendered":"\u201eSchlaf ist der einzige Faktor, der sich auf die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit auswirkt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>N\u00e4chtliche Wachphasen vermindern unsere Denkleistung am n\u00e4chsten Tag \u2013 Arbeitsged\u00e4chtnis, Vorstellungsverm\u00f6gen, Informationsverarbeitung. Besonders eine geistige Funktion wird dadurch beeintr\u00e4chtigt, wie Forscher jetzt nachwiesen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Unruhige N\u00e4chte mit wachen Phasen zwischendurch scheinen bei \u00e4lteren Erwachsenen die geistigen F\u00e4higkeiten am n\u00e4chsten Tag deutlich st\u00e4rker zu beeintr\u00e4chtigen als etwa eine k\u00fcrzere Schlafdauer. Das ist das Ergebnis einer Studie eines Teams von Forschern der Pennsylvania University und des Albert Einstein College of Medicine in New York.<\/p>\n<p>\u201eJeder, der schon einmal zu lange aufgeblieben ist, wei\u00df, dass Schlaf die kognitiven F\u00e4higkeiten am n\u00e4chsten Tag beeintr\u00e4chtigen kann\u201c, sagt der Verhaltensbiologe und Erstautor Orfeu Buxton. \u201eIn dieser Studie wollten wir herausfinden, welche Aspekte der Schlafgesundheit sich auf die kognitiven Funktionen am Tag auswirken, damit Menschen wissen, wie sie ihren Schlaf verbessern k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Bei kurzen Denkaufgaben schnitten in einem Experiment jene Teilnehmer deutlich schlechter ab, die in der vorherigen Nacht l\u00e4ngere Wachphasen in der Nacht als \u00fcblich hatten, wie die Gruppe im <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2352721825002657\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2352721825002657&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Fachjournal \u201eSleep Health\u201c<\/a> berichtet. Im Schnitt schliefen die Teilnehmer pro Nacht 7,2 Stunden und verbrachten eine gute Stunde wach.<\/p>\n<p>\u201eWenn man nach dem Einschlafen wiederholt aufwacht, verschlechtert sich die Gesamtqualit\u00e4t des Schlafes\u201c, erkl\u00e4rt Buxton. \u201eWir haben verschiedene Aspekte des Schlafes untersucht, und die Schlafqualit\u00e4t ist der einzige Faktor, der sich t\u00e4glich auf die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit auswirkt.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Studie trugen 261 Probanden im Alter von \u00fcber 70 Jahren, in New York 16 Tage lang digitale Armb\u00e4nder, \u00e4hnlich wie Smartwatches, mit denen ihre Schlaf- und Wachphasen getrackt wurden. Zudem wurden ihnen sechsmal am Tag auf dem Smartphone kleine Denkaufgaben in spielerischer Form gestellt, die jeweils rund vier Minuten dauerten und auf verschiedene geistige F\u00e4higkeiten abzielten \u2013 etwa das visuelle Arbeitsged\u00e4chtnis, das r\u00e4umliche Ged\u00e4chtnis oder die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen.<\/p>\n<p>Jene Teilnehmer, die in der vorherigen Nacht mehr als 30 Minuten l\u00e4nger zwischendurch wach waren als \u00fcblich, zeigten eine deutlich verlangsamte Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen. Erstaunlicherweise hatten sowohl die Schlafdauer als auch Nickerchen am Vortag keinen solchen messbaren Effekt darauf wie die Schlafqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das Team verglich die Ergebnisse der Senioren nicht nur mit Blick auf bessere und schlechtere N\u00e4chte der einzelnen Probanden, sondern auch hinsichtlich der Unterschiede zwischen verschiedenen Personen. Hierbei stellte sich heraus: Wer generell schlechter schlief, also mehr Zeit nachts wach verbrachte, schnitt bei drei von vier kognitiven Tests schlechter ab \u2013 neben den Aufgaben zur Verarbeitung von Informationen n\u00e4mlich auch bei zwei Aufgaben, die das visuelle Arbeitsged\u00e4chtnis forderten.<\/p>\n<p>Hinweise auf erh\u00f6htes Demenzrisiko<\/p>\n<p>Mitautorin und Neurologin Carol Derby betonte, die Erkenntnisse k\u00f6nnten Hinweise darauf geben, welche Menschen erh\u00f6hte Risiken etwa f\u00fcr Demenz-Erkrankungen h\u00e4tten. \u00dcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume hinweg k\u00f6nnen Schlafprobleme den Autoren zufolge mit der Verringerung geistiger F\u00e4higkeiten und mit der Entwicklung von Demenzkrankheiten wie Alzheimer zusammenh\u00e4ngen. Die Schlafqualit\u00e4t zu verbessern, k\u00f6nne daher Demenz verz\u00f6gern, so Derby.<\/p>\n<p>Doch das ist f\u00fcr Betroffene oft leichter gesagt als getan. Wie l\u00e4sst sich Schlafqualit\u00e4t verbessern? Die Studienautoren haben einige Empfehlungen: So solle man sich m\u00f6glichst zur gleichen Zeit in einer ruhigen, dunklen Umgebung schlafenlegen und Bildschirmzeit direkt vor dem Einschlafen vermeiden. <\/p>\n<p>Bei anhaltenden Schlafproblemen k\u00f6nne eine kognitive Verhaltenstherapie helfen. Von Medikamenten raten die Forscher hingegen eher ab. Und Buxton hat noch einen ganz simplen Rat: \u201eMein wichtigster Ratschlag lautet, sich keine Sorgen \u00fcber Schlafprobleme zu machen. Sorgen verursachen nur Stress, der den Schlaf weiter st\u00f6ren kann.\u201c<\/p>\n<p>Larissa Schwedes, dpa\/lpi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"N\u00e4chtliche Wachphasen vermindern unsere Denkleistung am n\u00e4chsten Tag \u2013 Arbeitsged\u00e4chtnis, Vorstellungsverm\u00f6gen, Informationsverarbeitung. 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