{"id":728596,"date":"2026-01-18T19:53:10","date_gmt":"2026-01-18T19:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/728596\/"},"modified":"2026-01-18T19:53:10","modified_gmt":"2026-01-18T19:53:10","slug":"austria-first-das-beste-der-80er-90er-und-von-ganz-rechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/728596\/","title":{"rendered":"Austria First: Das Beste der 80er, 90er und von ganz rechts"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2026-01\/radio-austria-first-fpoe-patriotismus\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Das Beste der 80er, 90er und von ganz rechts<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2026-01\/radio-austria-first-fpoe-patriotismus\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Seite 2<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es dauert \u2013 wir wollen hier ehrlich sein \u2013 keine Viertelstunde, bis man mitsummt beim &#8222;Patriotenradio&#8220;. Was soll man auch tun, wenn sie ein Brett nach dem anderen spielen: erst der breite Groove von Don&#8217;t Bring Me Down von Electric Light Orchestra, dann All That She Wants von Ace of Base. Musikalische Allzweckwaffen seit 30 Jahren, Widerstand dagegen ist zwecklos. Egal auf welchem Sender.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es ist eine \u2013 besonders f\u00fcr deutsche H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer \u2013 aufschlussreiche Erfahrung, sich fast ein ganzes Wochenende lang Austria First anzuh\u00f6ren, den neuen Partei-Radiosender der stramm rechten, \u00f6sterreichischen <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/fpoe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FP\u00d6<\/a>. Es tut n\u00e4mlich (fast) gar nicht weh. Gerade deshalb bleibt man zur\u00fcck mit einem starken Gef\u00fchl der Beklemmung.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Jahr 2026 zu parteipolitischen Propagandazwecken ausgerechnet einen Radiosender zu gr\u00fcnden, scheint zun\u00e4chst anachronistisch. Kriecht man seinen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern nicht l\u00e4ngst effektiver \u00fcber TikTok und Signal ins Hirn, \u00fcber Insta und \u2013 f\u00fcr die vielen \u00e4lteren W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler \u2013 vielleicht noch \u00fcber <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/facebook\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook<\/a> und Fernsehen? Ja, schon. Aber all das macht die FP\u00d6 bereits erfolgreich.\n<\/p>\n<p>Mehr aus dem Ressort<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2026-01\/digitale-auszeit-entschleunigung-alltag-natur-schweden\" data-ct-label=\"Digitale Auszeit: Tsch\u00fcss, Wahnsinn. Hallo, Wildnis! \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Digitale Auszeit:<br \/>\n                        Tsch\u00fcss, Wahnsinn. Hallo, Wildnis! <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2026-01\/wirtschaftswachstum-deutschland-oekonomie-marktwirtschaft-erfolg\" data-ct-label=\"Wirtschaftswachstum: Was wir brauchen? Eine wehrhafte Marktwirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Wirtschaftswachstum:<br \/>\n                        Was wir brauchen? Eine wehrhafte Marktwirtschaft<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2026-01\/westliche-narrative-iran-afghanistan\" data-ct-label=\"Westliche Narrative: Wie viel Hoffnung hat der Westen noch im Budget? \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Westliche Narrative:<br \/>\n                        Wie viel Hoffnung hat der Westen noch im Budget? <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00dcber die Jahre haben sich die Freiheitlichen ein eigenes Medienuniversum aufgebaut. Die ersten gro\u00dfen Erfolge kamen mit der Facebook-Seite von Heinz-Christian Strache. Die war einst so m\u00e4chtig, dass im Jahr 2016 <a href=\"https:\/\/www.fleischmagazin.at\/index.php\/2-magazin\/24-richard-schmitt-unsere-politiker-sind-viel-zu-weit-weg-von-der-bevoelkerung\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der damalige Onlinechef der gr\u00f6\u00dften Boulevardzeitung des Landes, der Kronen Zeitung, sagte<\/a>: &#8222;Wenn Strache einen normalen Bericht von uns auf Facebook teilt, dann merken wir, das haut die Quote auf das 1,5-Fache hoch.&#8220;\n<\/p>\n<p>        ORF-Interviews nicht mehr n\u00f6tig        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dazu kam bald FP\u00d6-TV, ein Onlinesender, der in seinen Beitr\u00e4gen ungefiltert die blaue Sicht auf \u00d6sterreich darstellt. &#8222;Sterben wir Europ\u00e4er aus&#8220;, hei\u00dft ein aktueller Beitrag, &#8222;Das wird dir verheimlicht&#8220; ein anderer. FP\u00d6-TV ist ein Angstsender f\u00fcr Angstb\u00fcrger. Dazu kommen die TikTok-Accounts von Abgeordneten wie Christoph Steiner mit Zehntausenden Followern. So gut funktionieren die FP\u00d6-Medien und weitere sympathisierende Sender und rechte Portale, dass der Parteivorsitzende <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/herbert-kickl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herbert Kickl<\/a> vergangene Woche sogar den wichtigsten Interviewplatz des Landes \u2013 im ORF-Nachrichtenmagazin ZiB2 \u2013 ausschlug. Er scheint das nicht mehr n\u00f6tig zu haben.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was wir lesen \u2013 Der ZEIT-Literaturnewsletter<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Im Literaturnewsletter erz\u00e4hlen ZEIT-Journalistinnen, Schauspieler, Politikerinnen und andere Leser \u00fcber die B\u00fccher, die sie gerade begeistern. 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Sp\u00e4ter sendeten Radio Free Europe und Rias westliche Musik und Gedanken in den Ostblock.\n<\/p>\n<p>        Das Korsett des Politischen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wenn man nun die Play-Taste dr\u00fcckt bei Austria First (das \u00fcber das Internet und eine eigene App funktioniert, nicht \u00fcber die alten Radiowellen), erkl\u00e4rt einem Kickl zum Sendestart selbst, was das Radio soll: Es gehe nicht etwa nur darum, eine L\u00fccke zu schlie\u00dfen, sagt er, sondern um einen &#8222;Tagesbegleiter f\u00fcr patriotisch gesinnte Menschen&#8220;. Man gehe damit &#8222;weit \u00fcber das enge Korsett des Politischen hinaus&#8220;. Dann w\u00fcnscht Kickl sich Don\u2019t Stop Believing von Journey, und man hat vier Minuten und acht Sekunden Zeit, um \u00fcber diesen f\u00fcr einen Politiker doch bemerkenswerten Satz nachzudenken.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das &#8222;Korsett des Politischen&#8220; ist der Neuen Rechten ja tats\u00e4chlich zu eng. Ihr Erfolg speiste und speist sich in vielen L\u00e4ndern auch daraus, dass es ihr gelingt, eine ganze\u00a0 Alltagskultur zu schaffen. Mit eigenen Medien, eigenen Lieblingsfilmen, eigener \u00c4sthetik. &#8222;Politics is downstream from culture&#8220;, nannte das einst Andrew Breitbart, einer der Pioniere der Neurechten Medienwelt in den USA. Wer Politik machen will, muss zuerst kulturell wirken, der muss an die Leben der Menschen gerade da ran, wo es vermeintlich nicht um Politik geht.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Das Beste der 80er, 90er und von ganz rechts Seite 2Seite&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":728597,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[19833,167335,167337,29,79846,214,27770,30,167336,167338,66937,80,167339,1779,810,1433,6856,215],"class_list":{"0":"post-728596","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-austria","9":"tag-austria-first","10":"tag-christoph-steiner","11":"tag-deutschland","12":"tag-electric-light-orchestra","13":"tag-entertainment","14":"tag-fpoe","15":"tag-germany","16":"tag-heinz-christian-strache","17":"tag-herbert-kickl","18":"tag-joseph-goebbels","19":"tag-kultur","20":"tag-marie-christine-giuliani","21":"tag-music","22":"tag-musik","23":"tag-oesterreich","24":"tag-taylor-swift","25":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115917855288622036","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/728596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=728596"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/728596\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/728597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=728596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=728596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=728596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}