{"id":729036,"date":"2026-01-19T00:08:17","date_gmt":"2026-01-19T00:08:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/729036\/"},"modified":"2026-01-19T00:08:17","modified_gmt":"2026-01-19T00:08:17","slug":"syrischer-praesident-verschiebt-kurzfristig-deutschland-besuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/729036\/","title":{"rendered":"Syrischer Pr\u00e4sident verschiebt kurzfristig Deutschland-Besuch"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der syrische \u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmed al-Scharaa hat seinen f\u00fcr Montag und Dienstag geplanten Deutschland-Besuch verschoben. Das best\u00e4tigte ein Sprecher der Bundesregierung. Grund sei die innenpolitische Situation in Syrien.<\/p>\n<p>Al-Scharaa sollte eigentlich am Dienstag Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), mehrere Bundesminister und Wirtschaftsvertreter treffen. Zu den Hauptthemen sollten die R\u00fcckf\u00fchrung syrischer Fl\u00fcchtlinge in ihre Heimat und der Wiederaufbau des arabischen Landes nach fast 14 Jahren B\u00fcrgerkrieg z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Merz hatte al-Scharaa bereits im November <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6967a072587b0b1176afbb26\/vor-staatsbesuch-bundesregierung-ist-offen-fuer-vertiefung-und-neustart-mit-der-neuen-syrischen-regierung.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6967a072587b0b1176afbb26\/vor-staatsbesuch-bundesregierung-ist-offen-fuer-vertiefung-und-neustart-mit-der-neuen-syrischen-regierung.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach Deutschland eingeladen<\/a>. Kritik an dem Besuch gab es etwa von den kurdischen und alawitischen Gemeinden in Deutschland, die der syrischen Regierung gewaltsame Unterdr\u00fcckung ethnischer und religi\u00f6ser Minderheiten vorwerfen. Es waren f\u00fcr Montag und Dienstag mehrere Demonstrationen gegen den Besuch geplant.<\/p>\n<p>In dem arabischen Land wurde Ende 2024 der langj\u00e4hrige Machthaber Baschar al-Assad durch die von al-Scharaa angef\u00fchrte Islamistenmiliz HTS gest\u00fcrzt. Al-Scharaa wurde im Januar vergangenen Jahres zum \u00dcbergangspr\u00e4sidenten ernannt und steuert das Land seitdem hin zu einer \u00d6ffnung und Ann\u00e4herung an den Westen.<\/p>\n<p>In Syrien hatte die Gewalt in den vergangenen Tagen wieder zugenommen, es war zu neuen milit\u00e4rischen Konfrontationen gekommen. Am Sonntag einigte sich dann die Regierung von al-Scharaa nach eigener Darstellung mit den kurdisch angef\u00fchrten Milizen im Norden auf eine Waffenruhe. Eine \u201esofortige und umfassende Waffenruhe\u201c gelte \u201ean allen Fronten\u201c zwischen den Syrischen Demokratischen Kr\u00e4ften (SDF) und den Regierungstruppen, zitiert die Staatsagentur Sana aus der Einigung. Von den SDF gibt es bisher keine Best\u00e4tigung und auch keine Reaktion.<\/p>\n<p>Der US-Sondergesandte f\u00fcr Syrien, Tom Barrack, begr\u00fc\u00dfte die Waffenruhe und sprach von einem \u201eentscheidenden Wendepunkt, bei dem fr\u00fchere Gegenspieler ihre Zusammenarbeit \u00fcber Spaltung\u201c stellten. Die SDF sind ein wichtiger Verb\u00fcndeter der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Land. Barrack trat in den Verhandlungen als Vermittler auf. Auch kurdische Medien berichteten von der Einigung. <\/p>\n<p>Mehrere Gefechte im Norden und Osten des Landes<\/p>\n<p>Zuvor war der Konflikt zwischen Damaskus und den SDF zunehmend eskaliert. Regierungstruppen brachten in den vergangenen Tagen strategisch wichtige Gebiete im Norden und Osten Syriens <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article696cb8b44bea5ecfebee9cef\/machtkampf-nach-assad-sturz-syrische-regierung-rueckt-in-kurdische-gebiete-vor-streit-um-abzugsabkommen-eskaliert.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article696cb8b44bea5ecfebee9cef\/machtkampf-nach-assad-sturz-syrische-regierung-rueckt-in-kurdische-gebiete-vor-streit-um-abzugsabkommen-eskaliert.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unter ihre Kontrolle<\/a>. Beim R\u00fcckzug der SDF aus mehreren Gebieten kam es auch zu Gefechten.<\/p>\n<p>Der Konflikt mit den Kurden im Nordosten Syriens d\u00fcrfte al-Scharaa trotz der von Damaskus verk\u00fcndeten Waffenruhe weiter intensiv besch\u00e4ftigen. Schon nach der Einigung beider Seiten im M\u00e4rz 2025 gab es Probleme bei der Umsetzung und offene Streitpunkte, die sich schlie\u00dflich in neuer Gewalt entluden. <\/p>\n<p>Es ist unklar, wann und wie umfassend die Details der Einigung umgesetzt werden und ob es auch hier Widerstand geben k\u00f6nnte, etwa von K\u00e4mpfern in den Reihen der SDF, die die Zusagen an Damaskus als Niederlage empfinden. Der Konflikt ist gepr\u00e4gt von Vorw\u00fcrfen beider Seiten und gegenseitigem Misstrauen, das auch nach dem Waffenstillstand bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der syrische \u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmed al-Scharaa hat seinen f\u00fcr Montag und Dienstag geplanten Deutschland-Besuch verschoben. 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