{"id":729444,"date":"2026-01-19T04:17:09","date_gmt":"2026-01-19T04:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/729444\/"},"modified":"2026-01-19T04:17:09","modified_gmt":"2026-01-19T04:17:09","slug":"spanien-mindestens-21-tote-und-73-verletzte-bei-zugunglueck-in-andalusien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/729444\/","title":{"rendered":"Spanien: Mindestens 21 Tote und 73 Verletzte bei Zugungl\u00fcck in Andalusien"},"content":{"rendered":"<p>In Andalusien sind zwei Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge kollidiert. Mindestens 21 Menschen starben, 73 wurden teilweise schwer verletzt. Zahlreiche Fahrg\u00e4ste waren nach dem Unfall in den Z\u00fcgen eingeschlossen. Im Netz verbreiteten sich Videos aus den Waggons.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Mindestens 21 Menschen sind im S\u00fcden Spaniens bei einem schweren Eisenbahnungl\u00fcck ums Leben gekommen. Au\u00dferdem gebe es rund 30 Schwerverletzte, teilte Verkehrsminister \u00d3scar Puente mit. Es handele sich um eine vorl\u00e4ufige Bilanz, betonte er. Bei dem Unfall unweit der Gemeinde Adamuz in der Provinz C\u00f3rdoba kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge, nachdem einer von ihnen entgleist war.<\/p>\n<p>Antonio Sanz, der regionale Gesundheitsminister der Provinz Andalusien, erkl\u00e4rte, die Rettungsarbeiten dauerten noch an. 73 verletzte Fahrg\u00e4ste seien in sechs verschiedene Krankenh\u00e4user gebracht worden. Die Lage an der Ungl\u00fccksstelle sei \u201esehr ernst\u201c, sagte Sanz. \u201eWir haben eine sehr schwierige Nacht vor uns.\u201c<\/p>\n<p>Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokf\u00fchrer. Zahlreiche Fahrg\u00e4ste waren demnach noch Stunden nach dem Unfall in den Z\u00fcgen eingeschlossen. Die Rettungseins\u00e4tze seien aber kurz nach Mitternacht beendet worden, sagte einer der Helfer dem Sender RTVE.<\/p>\n<p>Die regionale Leiterin des Zivilschutzes, Mar\u00eda Bel\u00e9n Moya Rojas, sagte dem Sender Canal Sur, der Unfall habe sich in einem schwer zug\u00e4nglichen Gebiet ereignet. Anwohner h\u00e4tten Decken und Wasser zur Ungl\u00fccksstelle gebracht, um den Betroffenen zu helfen.<\/p>\n<p>Zug kracht in Waggons eines zuvor entgleisten Zuges<\/p>\n<p>Nach bisherigen Erkenntnissen entgleiste ein Hochgeschwindigkeitszug der Gesellschaft Iryo, mehrheitlich im Besitz der italienischen Trenitalia, gegen 19:40 Uhr auf dem Weg von M\u00e1laga nach Madrid. Dann kollidierte er mit einem Zug der spanischen Gesellschaft Renfe auf dem Weg von Madrid in Richtung Huelva.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Verkehrsminister \u00d3scar Puente entgleiste der hintere Teil des ersten Zuges und prallte gegen die vordere Spitze des zweiten Zuges, wodurch die ersten beiden Waggons aus den Schienen geschleudert wurden und eine vier Meter tiefe B\u00f6schung hinunterst\u00fcrzten. \u201eDer Aufprall war heftig und schleuderte die ersten beiden Waggons des Renfe-Zuges aus den Gleisen\u201c, schrieb Puente auf X.<\/p>\n<p>Puente sagte auf einer Pressekonferenz, die Ursachen des Unfalls seien noch unbekannt. Er bezeichnete den Vorfall als \u201ewirklich seltsam\u201c, da er sich auf einem ebenen Streckenabschnitt ereignet habe, der erst im Mai instand gesetzt worden war. Laut Puente war der entgleiste Zug weniger als vier Jahre alt. <\/p>\n<p>Zahlreiche Fahrg\u00e4ste waren nach dem Unfall in den Z\u00fcgen eingeschlossen, wie der Sender RTVE unter Berufung auf die Rettungsdienste berichtete. Einsatzkr\u00e4fte versuchten, die Passagiere so schnell wie m\u00f6glich aus den Waggons zu befreien. Medienberichten zufolge befanden sich in den beiden Z\u00fcgen insgesamt rund 500 Fahrg\u00e4ste.<\/p>\n<p>Fahrgast: \u201eEs f\u00fchlte sich wie ein Erdbeben an\u201c<\/p>\n<p>Salvador Jim\u00e9nez, Journalist des spanischen Senders RTVE, der in einem der Z\u00fcge unterwegs war, sagte der AP am Telefon: \u201eEs f\u00fchlte sich wie ein Erdbeben an, und der Zug war tats\u00e4chlich entgleist.\u201c Er erkl\u00e4rte, dass Fahrg\u00e4ste Notfallh\u00e4mmer genutzt h\u00e4tten, um Fenster einzuschlagen, und dass einige unverletzt entkommen konnten. Videos von der Ungl\u00fccksstelle zeigen Menschen, die aus Fenstern kletterten, w\u00e4hrend die Waggons schr\u00e4g lagen.<\/p>\n<p>In sozialen Medien verbreiteten Fahrg\u00e4ste Fotos und Videos aus einem der Ungl\u00fccksz\u00fcge. \u201eWir sind auf der R\u00fcckfahrt von C\u00f3rdoba, als der Zug entgleist ist. Uns in unserem Waggon geht es gut, aber wir wissen nicht, wie es den Fahrg\u00e4sten in den anderen Waggons geht. Es gibt Rauch, und sie rufen nach einem Arzt\u201c, schrieb ein Fahrgast auf X und teilte mehrere Videos.<\/p>\n<p>Zu sehen ist in einem weiteren Video auch, wie ein Iryo-Mitarbeiter die Fahrg\u00e4ste um Ruhe und Kooperation bittet und sie auffordert, ihren Platz einzunehmen und sich erkundigt, wer Hilfe ben\u00f6tigt. Nach Verlassen des Zuges filmte der Fahrgast auch, wie der letzte Waggon des Iryo-Zuges umgekippt auf der Seite liegt.<\/p>\n<p>\u201eWir sind im Iryo-Zug von C\u00f3rdoba nach Madrid. Ungef\u00e4hr zehn Minuten nach der Abfahrt fing der Zug heftig an zu r\u00fctteln und entgleiste ab Waggon 6 r\u00fcckw\u00e4rts. Der Strom fiel aus. Wir sind in Waggon 5. Zum Gl\u00fcck scheint es allen gut zu gehen\u201c, schrieb eine weitere Iryo-Kundin und teilte ein Foto, das den \u00dcbergang zu einem der entgleisten Waggons zeigt.<\/p>\n<p>Sanchez: \u201eLand steht an Ihrer Seite\u201c<\/p>\n<p>Spaniens Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez sprach von einem \u201eAbend tiefer Trauer aufgrund des tragischen Zugungl\u00fccks\u201c. Er sprach den Familien und Angeh\u00f6rigen sein Beileid aus. \u201eKeine Worte k\u00f6nnen solch gro\u00dfes Leid lindern, aber ich m\u00f6chte Ihnen versichern, dass das ganze Land in dieser schweren Zeit an Ihrer Seite steht\u201c, schrieb er auf X.<\/p>\n<p>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen erkl\u00e4rte in einem Beitrag auf X, sie verfolge \u201edie schrecklichen Nachrichten\u201c aus C\u00f3rdoba. \u201eHeute Abend seid ihr in meinen Gedanken\u201c, schrieb sie auf Spanisch.<\/p>\n<p>Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien ist unterbrochen und bleibt nach Angaben des Schienennetzbetreibers ADIF auch am Montag ausgesetzt.<\/p>\n<p>dpa\/AFP\/gub\/sebe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Andalusien sind zwei Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge kollidiert. Mindestens 21 Menschen starben, 73 wurden teilweise schwer verletzt. 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