{"id":730088,"date":"2026-01-19T10:39:13","date_gmt":"2026-01-19T10:39:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/730088\/"},"modified":"2026-01-19T10:39:13","modified_gmt":"2026-01-19T10:39:13","slug":"start-up-mit-geschmack-und-mission","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/730088\/","title":{"rendered":"Start-up mit Geschmack und Mission"},"content":{"rendered":"<p>Ben Aziabou, Informatik-Student an der TU Dortmund, kennt Bissap noch aus seiner Kindheit. Damals hat seine Mutter das Getr\u00e4nk selbst in ihrer K\u00fcche zubereitet. \u201eIch lebe schon sehr lange in Deutschland und hatte Bissap daher schon lange nicht mehr getrunken\u201c, sagt er. Im Fr\u00fchjahr 2022 erinnerte er sich daran, konnte das Getr\u00e4nk in Deutschland aber in keinem Supermarkt finden. Kurzerhand entwickelte er sein eigenes Bissap-Rezept. Als seine Freundin Marya Kapenda, Management and Economics-Studentin an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, das fertige Getr\u00e4nk zum ersten Mal probierte, war sie \u00fcberzeugt. \u201eMehr Menschen m\u00fcssen Bissap kennenlernen\u201c, sagte sie. \u201eHibiskus ist au\u00dferdem ein echtes Superfood. Er ist reich an Antioxidantien und enth\u00e4lt viel Eisen und Vitamin C.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erste Schritte auf dem Weihnachtsmarkt<\/strong><\/p>\n<p>Noch im selben Jahr ergab sich die erste Gelegenheit, zu testen, ob den Menschen hierzulande das Getr\u00e4nk schmeckt. Auf einem K\u00f6lner Weihnachtsmarkt boten die Gr\u00fcnder*innen ihre ersten hundert Flaschen an. \u201eDen ganzen Tag standen wir in unsere K\u00fcche, um genug Bissap zuzubereiten\u201c, erz\u00e4hlt Ben Aziabou. Auch das Logo hatte Marya Kapenda zu diesem Zeitpunkt bereits entworfen. Gleich am ersten Tag wurden alle hundert Flaschen verkauft. \u201eViele Menschen kannten Bissap von eigenen Afrika-Reisen oder haben die Flaschen als Geschenk gekauft\u201c, erz\u00e4hlt Marya Kapenda. Ben Aziabou erg\u00e4nzt: \u201eWir hatten Sorge, dass die Menschen voreingenommen auf ein afrikanisches Getr\u00e4nk reagieren k\u00f6nnten, aber bisher schmeckt es jedem.\u201c Gerade weil afrikanische Produkte in Deutschland oft unterrepr\u00e4sentiert oder mit Stereotypen behaftet seien, wollen die beiden mit ihrem Start-up ein positives Bild der afrikanischen Kultur vermitteln.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr ein Jugendhaus in Togo<\/strong><\/p>\n<p>Etwa zur selben Zeit entstand ein weiterer Traum, den sich die beiden Gr\u00fcnder*innen mit dem Verkauf der Getr\u00e4nke erf\u00fcllen wollen. Auf einer Reise nach Togo stellten sie fest, dass es dort kaum Orte gibt, an denen sich Kinder und Jugendliche treffen und austauschen k\u00f6nnen. Mit den Einnahmen ihres Start-ups wollen sie deshalb ein Jugendhaus in Togo errichten. \u201eDie Idee kam uns auch, weil wir in Dortmund mehrere Jahre lang ein Kinder- und Jugendprogramm mitorganisiert haben\u201c, erz\u00e4hlt Marya Kapenda. \u201eWir wissen, wie wichtig solche R\u00e4ume f\u00fcr Entwicklung und Austausch sind.\u201c<\/p>\n<p><strong>Von der Idee zum eigenen Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem sie den ersten Erfolg erzielt hatten, wollten beide weitermachen. Aus Bissap sollte ein Unternehmen entstehen. Ihre erste Anlaufstelle war dabei das Start-up-Center der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, die WORLDFACFACTORY. Hier fanden sie eine professionelle Gr\u00fcndungsberatung und kn\u00fcpften erste Kontakte in die Gr\u00fcndungsszene. Ein Jahr lang arbeiteten sie an ihrer Idee, bis sie schlie\u00dflich im Jahr 2023 die \u201eafro drinks by bam GmbH\u201c gr\u00fcndeten. Durch die Beratung des Centrums f\u00fcr Entrepreneurship &amp; Transfer (CET) der TU Dortmund wurde das Team auf das Gr\u00fcndungsstipendium NRW aufmerksam. \u201eWir haben uns daraufhin beworben und konnten die Jury mit unserem Pitch \u00fcberzeugen, sodass wir das Gr\u00fcndungsstipendium f\u00fcr ein ganzes Jahr erhalten haben\u201c, berichtet Ben Aziabou.<\/p>\n<p>Aktuell arbeiten sie daran, Bio-Superm\u00e4rkte und Feinkostl\u00e4den als Vertriebspartner zu gewinnen. Ab Ende Januar wird Bissap in der Hauptmensa der TU Dortmund und bald auch in einem Ladenlokal mitten in der Bochumer Innenstadt erh\u00e4ltlich sein. In den kommenden Jahren sollen weitere afrikanische Erfrischungsgetr\u00e4nke den Weg auf den deutschen Markt finden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.afrodrinksbybam.de\/\" title=\"Zur afro drinks by bam GmbH                                                                        \" target=\"_blank\" class=\"deviant btn icon-btn btn-external\" rel=\"noreferrer noopener\">Zum Start-up<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ben Aziabou, Informatik-Student an der TU Dortmund, kennt Bissap noch aus seiner Kindheit. 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