{"id":730476,"date":"2026-01-19T14:15:12","date_gmt":"2026-01-19T14:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/730476\/"},"modified":"2026-01-19T14:15:12","modified_gmt":"2026-01-19T14:15:12","slug":"vereinigung-aus-angst-vor-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/730476\/","title":{"rendered":"Vereinigung aus Angst vor Putin?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17\">Dar\u00fcber hinaus, so Hett, habe sich seit der Unabh\u00e4ngigkeit Moldaus Anfang der 1990er-Jahre eine moldauische Identit\u00e4t in dem Land konsolidiert. &#8222;In der Volksz\u00e4hlung von 2024 haben sich \u00fcber drei Viertel der Befragten als Moldauer identifiziert, nur acht Prozent als Rum\u00e4nen.&#8220; Kleinere Anteile machten zudem Ukrainer, Gagausen, Russen, Bulgaren und Roma aus. Insgesamt wurden in der Z\u00e4hlung 185 Ethnien angegeben. Obwohl Moldau eine Bev\u00f6lkerung von nur rund 2,4 Millionen hat, ist ihre Zusammensetzung sehr heterogen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Idee einer Wiedervereinigung mit Rum\u00e4nien ist indes nicht neu. Verschiedene politische Kr\u00e4fte verfolgten bereits w\u00e4hrend der Unabh\u00e4ngigkeit dieses Ziel. In dieser Zeit kam es laut Felix Hett zu einer regelrechten &#8222;Vereinigungseuphorie&#8220;, die jedoch &#8222;mit der Abspaltung Transnistriens und einem kurzen, aber dennoch blutigen Krieg 1992 endete&#8220;. Etwa 1.000 Menschen wurden in dem Konflikt get\u00f6tet, bei dem die moldauische Armee mit rum\u00e4nischen Freiwilligen transnistrischen Kr\u00e4ften mit Unterst\u00fctzung aus Russland und der Ukraine gegen\u00fcberstand.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Region Transnistrien liegt im Osten Moldaus. Der schmale Landstrich wird seit seiner Abspaltung von Russland unterst\u00fctzt, aber international nicht als Staat anerkannt \u2013 auch nicht von Moskau. Rund 1.500 sogenannte Friedenstruppen aus Russland sind dort stationiert. Die Abspaltung der Region verkompliziert f\u00fcr die Regierung in der moldauischen Hauptstadt Chi\u0219in\u0103u nicht nur die t\u00e4gliche Arbeit, sondern stellt auch ein gro\u00dfes Problem f\u00fcr Maia Sandus ambitionierte politische Ziele dar.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Jetzt das Fass einer m\u00f6glichen Vereinigung mit Rum\u00e4nien wieder aufzumachen, birgt f\u00fcr viele das Risiko weiterer Instabilit\u00e4t \u2013 und r\u00fcckt die Reintegration Transnistriens in weite Ferne&#8220;, erkl\u00e4rt Felix Hett. &#8222;Dabei ist Letzteres die eigentlich anstehende Frage, denn mit einem ungel\u00f6sten Territorialkonflikt wird Moldau der EU nicht beitreten k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Moldau hat sich inzwischen energiepolitisch st\u00e4rker an Rum\u00e4nien und die EU angebunden und ist weniger auf Transnistrien angewiesen, von wo es fr\u00fcher fast vollst\u00e4ndig mit Strom beliefert worden war. Russland verliert damit zwar an Einfluss, versucht aber weiterhin, eine Ann\u00e4herung Moldaus an Europa zu verhindern. Pr\u00e4sidentin Sandu ist sich dieser Problematik bewusst \u2013 warum sie nun dennoch eine Wiedervereinigung mit Rum\u00e4nien anspricht, ist nicht vollends klar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dar\u00fcber hinaus, so Hett, habe sich seit der Unabh\u00e4ngigkeit Moldaus Anfang der 1990er-Jahre eine moldauische Identit\u00e4t in dem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":730477,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[326,331,332,916,296,548,167798,167800,13,3659,4045,71,847,167799,11171,845,308,14,15,12024,4043,4044,850,307,12,4958,184,226,846,317,7097,52806,66524,306,2657],"class_list":{"0":"post-730476","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-326","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-belarus","12":"tag-berlin","13":"tag-eu","14":"tag-felix-hett","15":"tag-friedrich-ebert-stiftung","16":"tag-headlines","17":"tag-integration","18":"tag-konflikt","19":"tag-leipzig","20":"tag-maia-sandu","21":"tag-maia-sandus","22":"tag-minsk","23":"tag-moldau","24":"tag-moskau","25":"tag-nachrichten","26":"tag-news","27":"tag-rumaenien","28":"tag-russia","29":"tag-russian-federation","30":"tag-russische-foederation","31":"tag-russland","32":"tag-schlagzeilen","33":"tag-sowjetunion","34":"tag-spd","35":"tag-t-online","36":"tag-transnistrien","37":"tag-ukraine","38":"tag-unabhaengigkeit","39":"tag-vilnius","40":"tag-wiedervereinigung","41":"tag-wladimir-putin","42":"tag-zweiter-weltkrieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115922188683019762","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/730476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=730476"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/730476\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/730477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=730476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=730476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=730476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}