{"id":73057,"date":"2025-04-30T11:17:09","date_gmt":"2025-04-30T11:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/73057\/"},"modified":"2025-04-30T11:17:09","modified_gmt":"2025-04-30T11:17:09","slug":"schwere-folter-vorwuerfe-gegen-russland-im-fall-von-toter-journalistin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/73057\/","title":{"rendered":"Schwere Folter-Vorw\u00fcrfe gegen Russland im Fall von toter Journalistin"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 30.04.2025 12:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die ukrainische Journalistin Roschtschyna kehrte tot aus russischer Gefangenschaft in ihre Heimat zur\u00fcck. Ihre Leiche weist Recherchen zufolge Spuren schwerer Folter auf. Die Todesursache sollte offenbar vertuscht werden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIst die in russischer Haft gestorbene ukrainische Journalistin Viktoria Roschtschyna gefoltert worden? Das sollen Medienberichten zufolge ukrainische Ermittler bei der Untersuchung der Leiche der 27-J\u00e4hrigen festgestellt haben. Wie aus einer gemeinsamen Recherche von Medien wie der Washington Post, des britischen Guardian, Ukrainska Prawda und des unabh\u00e4ngigen russischen Portals istories hervorgeht, wies die Leiche bei der R\u00fcckgabe Spuren von Folter auf. Auch seien Organe entnommen worden, was darauf hindeute, dass die Todesursache vertuscht werden sollte.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Journalistin war im Juli 2023 aus Kiew \u00fcber Polen und das Baltikum nach Russland gereist und von dort wiederum in die von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine. In der Region Saporischschja recherchierte sie zu mutma\u00dflichen russischen Foltergef\u00e4ngnissen. Dort wurde sie den Berichten zufolge Ende August festgenommen und zun\u00e4chst in Melitopol gefangengehalten. Im Dezember wurde Roschtschyna nach Augenzeugenberichten bereits v\u00f6llig ausgemergelt ins russische Taganrog \u00fcberf\u00fchrt. Mehrfach kam sie ins Krankenhaus. Russland best\u00e4tigte erst im August 2024 ihre Festnahme.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm September 2024 sollte die Journalistin im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freikommen, wurde jedoch im letzten Moment von der Liste gestrichen. Einen Monat sp\u00e4ter teilte die russische Gef\u00e4ngnisbeh\u00f6rde den Angeh\u00f6rigen auf Anfrage mit, Roschtschyna sei gestorben. Ihre Leiche wurde im Februar 2025 \u00fcbergeben &#8211; als \u00dcberreste eines angeblich unbekannten Mannes. Die Identifizierung gelang nur durch einen DNA-Test.<\/p>\n<p>    Gebrochene Rippe, Elektroschockspuren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei einer Obduktion von Roschtschynas Leiche fanden Mediziner &#8222;zahlreiche Zeichen von Folter und Misshandlung&#8220;, zitierten die Medien nun in ihrer Recherche die Staatsanwaltschaft. Dazu geh\u00f6rten eine gebrochene Rippe, Nackenverletzungen und mutma\u00dfliche Spuren von Elektroschocks an den F\u00fc\u00dfen, erkl\u00e4rte der Leiter der Abteilung f\u00fcr die Untersuchung von Kriegsverbrechen bei der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft, Juri Belussow.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem fehlten der Leiche nach Angaben aus Ermittlungskreisen mehrere Organe, darunter die Augen, der Kehlkopf und Teile des Gehirns. M\u00f6glicherweise sollten mit ihrer Entfernung Folterspuren vertuscht werden. Die genaue Todesursache habe wegen des Zustands der Leiche bislang jedoch nicht ermittelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Kiew appelliert an internationale Gemeinschaft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKiew rief die internationale Gemeinschaft zu einer Reaktion auf den Bericht auf. Das Problem der von Russland verschleppten und gefangen gehaltenen Zivilisten erfordere eine &#8222;sofortige und entschlossene Reaktion&#8220;, erkl\u00e4rte Au\u00dfenministeriumssprecher Georgiy Tychy.\u00a0 Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev schrieb auf X: &#8222;So sieht russische Besatzung aus.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTausende ukrainische Zivilisten werden in russischen Gef\u00e4ngnissen oder in besetzten ukrainischen Gebieten festgehalten. Laut NGOs und Medienberichten werden viele der Gefangenen gefoltert.<\/p>\n<p>Konfliktparteien als Quelle<\/p>\n<p>            Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien k\u00f6nnen in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabh\u00e4ngiger Stelle \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.04.2025 12:24 Uhr Die ukrainische Journalistin Roschtschyna kehrte tot aus russischer Gefangenschaft in ihre Heimat zur\u00fcck. Ihre&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":73058,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2803,13,14,15,31469,307,12,10,8,9,11,11575,103,104],"class_list":{"0":"post-73057","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-folter","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-roschtschyna","13":"tag-russland","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-vorwurf","20":"tag-welt","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114426638782788786","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73057"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73057\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73058"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}