{"id":73101,"date":"2025-04-30T11:41:08","date_gmt":"2025-04-30T11:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/73101\/"},"modified":"2025-04-30T11:41:08","modified_gmt":"2025-04-30T11:41:08","slug":"ukraine-krieg-russlands-armee-sei-ein-reiner-witz-sagt-der-chinesische-soldat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/73101\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Russlands Armee sei \u201eein reiner Witz\u201c, sagt der chinesische Soldat"},"content":{"rendered":"<p>In der Ukraine k\u00e4mpfen chinesische Staatsb\u00fcrger an Moskaus Seite. Einer von ihnen erz\u00e4hlt in einem Interview von seiner Motivation und seinen Erfahrungen \u2013 und warnt seine Landsleute, es ihm gleichzutun.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Seine Motivation sei gewesen, einen \u201eGeschmack des milit\u00e4rischen Lebens im Ausland\u201c zu erhalten: Ein chinesischer Staatsb\u00fcrger, der in der Ukraine f\u00fcr Russland gek\u00e4mpft haben soll, hat dem <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/04\/29\/europe\/chinese-fighters-russia-ukraine-dst-intl-hnk\/index.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/04\/29\/europe\/chinese-fighters-russia-ukraine-dst-intl-hnk\/index.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">amerikanischen Sender CNN<\/a> von seinen Erfahrungen berichtet. Und die waren offenbar in weiten Teilen ern\u00fcchternd. CNN sprach mit mehreren Chinesen, laut eigenen Angaben konnte der Sender teilweise P\u00e4sse und Vertr\u00e4ge einsehen.<\/p>\n<p>Der 29-J\u00e4hrige, den CNN \u201eMichael\u201c nennt, was nicht seinem echten Namen entspreche, will 2023 auf der App Douyin, der chinesischen Version der Social-Media-Plattform TikTok, Werbefilme der russischen Armee gesehen haben. Diese Clips h\u00e4tten ihn, der zuvor in der chinesischen Armee gedient habe, auf die Idee gebracht, sich der russischen Armee anzuschlie\u00dfen. CNN zeigt in dem Beitrag russische Propagandavideos, in denen auf Mandarin um ausl\u00e4ndische Rekruten geworben wird.<\/p>\n<p>Nach eigenen Angaben kam Michael Ende 2023 mit einem Touristenvisum nach Moskau. Nachdem er wegen fehlender Russischkenntnisse zun\u00e4chst vom Milit\u00e4r abgelehnt worden sei, habe er sich den Wagner-S\u00f6ldnern angeschlossen. Nach einem Einsatz in der Donbass-Region habe er im Mai 2024 schlie\u00dflich einen Einjahres-Vertrag mit den regul\u00e4ren russischen Streitkr\u00e4ften unterzeichnet und sei in die lange umk\u00e4mpfte Stadt Bachmut geschickt worden.<\/p>\n<p>Die inzwischen von Russland eroberte und v\u00f6llig zerst\u00f6rte Stadt in der Ost-Ukraine wurde wegen hoher Verluste auf beiden Seiten als t\u00f6dlicher \u201eFleischwolf\u201c bekannt. Auch Michael hat dort offenbar brutale Erfahrungen gemacht. Heute sei er \u00fcberzeugt, die Entscheidung, nach Russland und von dort weiter in die Ukraine zu gehen, sei ein \u201eFehler\u201c gewesen.<\/p>\n<p>Allerdings nicht nur wegen der Fronterfahrung an sich: \u201eDas zweitbeste Milit\u00e4r der Welt ist ein reiner Witz\u201c, sagt er \u00fcber die russische Armee. Die individuelle Kampff\u00e4higkeit sei zwar st\u00e4rker als in der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Aber die Ausr\u00fcstung sei schlecht, die Logistik nicht effizient, zudem werde man schlecht behandelt und es gebe \u201eernsthafte Korruption\u201c. Wegen eines Disputs mit seinem Kommandeur sei er f\u00fcr drei Wochen in eine vergitterte Grube gesperrt worden, in der er kaum ausreichend Platz zum Stehen gehabt habe.<\/p>\n<p>An der Front sei er zudem verwundet worden, derzeit erhole er sich von seinen Verletzungen. \u201eIch muss mich mit ein paar Wahrheiten zu Wort melden und irrationale Chinesen warnen: Kommt nicht hierher.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten Chinesen sei Geld die Motivation, sagt Michael<\/p>\n<p>Die Entscheidung, f\u00fcr Russland in den Krieg zu ziehen, habe keinen politischen Hintergrund gehabt, er habe schlicht k\u00e4mpfen wollen \u2013 \u201eIch bin einfach Soldat\u201c, wird Michael zitiert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten Chinesen sei vor allem das Geld ein Grund f\u00fcr die Kriegsbeteiligung. Er habe einen Vertrag \u00fcber 200.000 Rubel im Monat erhalten (rund 2150 Euro). F\u00fcr bestimmte Leistungen seien zudem Boni vereinbart gewesen. So habe er f\u00fcr jeden an der Front vorgesto\u00dfenen Kilometer weitere 50.000 Rubel bekommen (rund 540 Euro). Er selbst und viele andere Chinesen in Moskaus Reihen geh\u00f6rten in ihrer Heimat gesellschaftlich zum \u201eunteren Ende des Spektrums\u201c.<\/p>\n<p>Aus Russland hatte es zun\u00e4chst gehei\u00dfen, die Aussage, chinesische Staatsb\u00fcrger k\u00e4mpften auf russischer Seite, seien eine \u201ev\u00f6llige Unwahrheit\u201c. Inzwischen hat Kiew mehrere gefangengenommene Chinesen \u00f6ffentlich vorgef\u00fchrt und behauptet, mehr als 150 chinesische Staatsb\u00fcrger seien auf russischer Seite im Einsatz. CNN sprach auch mit Chinesen, die aufseiten der Ukraine k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Ukraine k\u00e4mpfen chinesische Staatsb\u00fcrger an Moskaus Seite. 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