{"id":731174,"date":"2026-01-19T20:37:15","date_gmt":"2026-01-19T20:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/731174\/"},"modified":"2026-01-19T20:37:15","modified_gmt":"2026-01-19T20:37:15","slug":"us-zolldrohung-deutsche-wirtschaft-fuer-besonnene-reaktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/731174\/","title":{"rendered":"US-Zolldrohung: Deutsche Wirtschaft f\u00fcr besonnene Reaktion"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/airbus-362.jpg\" alt=\"Airbus-Mitarbeiter arbeiten an einem Triebwerk f\u00fcr den A350 in einer Werkshalle.\" title=\"Airbus-Mitarbeiter arbeiten an einem Triebwerk f\u00fcr den A350 in einer Werkshalle. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.01.2026 20:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>In der deutschen Wirtschaft l\u00e4uten alle Alarmglocken &#8211; wieder einmal. Der Streit um Gr\u00f6nland und Trumps neue Zolldrohungen k\u00f6nnten die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung zunichtemachen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/hans-joachim-vieweger-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Hans-Joachim Vieweger\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/hans-joachim-vieweger-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Wirtschaft ist die Emp\u00f6rung \u00fcber die neuen Zolldrohungen von Donald Trump gro\u00df. &#8222;Die Zoll-Drohung des US-Pr\u00e4sidenten ist eine unangemessene und f\u00fcr alle Seiten sch\u00e4dliche Eskalation&#8220;, bringt es BDI-Pr\u00e4sident Peter Leibinger auf den Punkt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Freilich: Bei der Frage, wie Deutschland und Europa auf Trumps Drohungen reagieren sollten, zeigt sich ein altbekanntes Dilemma. Eine harte Reaktion w\u00e4re politisch verst\u00e4ndlich, m\u00f6glicherweise ein Mittel, um den US-Pr\u00e4sidenten in die Schranken zu weisen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zugleich ist da aber die Sorge, dass der Konflikt um Gr\u00f6nland zu einem regelrechten Handelskrieg ausarten k\u00f6nnte &#8211; mit massiven Folgen f\u00fcr die exportorientierte deutsche Wirtschaft: Immerhin zehn Prozent der deutschen Ausfuhren gehen in die USA. BDI-Pr\u00e4sident Leibinger mahnt daher: &#8222;Es ist gleichzeitig wichtig, dass die EU die Kan\u00e4le f\u00fcr Dialog offenh\u00e4lt und auf Deeskalation dr\u00e4ngt.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Im Rahmen der M\u00f6glichkeiten besonnen reagieren&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch nach Einsch\u00e4tzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer muss sich die Politik auf eine Gratwanderung begeben. Auch wenn Trumps Verkn\u00fcpfung von politischen Zielen mit handelspolitischen Drohungen die deutsche Wirtschaft schwer belaste, d\u00fcrfe die Politik in Europa jetzt nicht \u00fcberreagieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir pl\u00e4dieren nichtsdestotrotz seitens der deutschen Wirtschaft, weiterhin im Rahmen der M\u00f6glichkeiten besonnen zu reagieren und nicht andere Instrumente wie zum Beispiel die &#8218;Bazooka&#8216; aus der Schublade zu holen&#8220;, mahnt der DIHK-Au\u00dfenwirtschaftsexperte Volker Treier.<\/p>\n<p>    Die &#8222;Bazooka&#8220; als letztes Mittel?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/handelsbazooka-usa-eu-groenland-zoelle-100.html\" title=\"Greift die EU im Gr\u00f6nland-Streit mit den USA zur &quot;Handels-Bazooka&quot;?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Bazooka&#8220;<\/a>: Darunter wird das so genannte &#8222;Instrument gegen wirtschaftliche Erpressung&#8220; verstanden, das die EU 2023 vereinbart hat; damals vor allem, um sich gegen\u00fcber Drohungen aus China zu wappnen. Nun k\u00f6nnten Ma\u00dfnahmen aus dem Paket gegen\u00fcber den USA beschlossen werden, sollte Donald Trump seine Drohungen wahr machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es w\u00e4ren Ma\u00dfnahmen, die von den bereits l\u00e4nger diskutierten Abgaben auf US-Digitalkonzerne \u00fcber den Ausschluss amerikanischer Unternehmen von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen bis hin zu Einschr\u00e4nkungen des Kapitalverkehrs reichen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass \u00fcber solche gravierenden Ma\u00dfnahmen diskutiert wird, daf\u00fcr hat Industriepr\u00e4sident Leibinger sogar Verst\u00e4ndnis: &#8222;Auch die Erw\u00e4gungen zu Gegenz\u00f6llen oder einem Einsatz des Instruments zur Abwehr \u00f6konomischen Zwangs halten wir in der aktuellen Phase f\u00fcr plausibel.&#8220; Was zeigt: Bei aller Hoffnung, dass sich ein Handelskrieg vermeiden l\u00e4sst &#8211; innerhalb der Wirtschaft hat sich die Tonlage gegen\u00fcber Trump versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>    Handelsbeziehungen ausbauen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutschland m\u00fcsse daher den Weg der Diversifizierung seiner Handelspartner weltweit verst\u00e4rken, sagt DIHK-Experte Treier. &#8222;Das Abkommen der Europ\u00e4ischen Union mit dem Mercosur ist jetzt zur richtigen Zeit geschlossen worden. Andere Abkommen m\u00fcssen folgen, mit Indien, Indonesien&#8220;, fordert er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gebe viele Partner weltweit, die mit dem europ\u00e4ischen Binnenmarkt enger in Verbindung tr\u00e4ten und verl\u00e4ssliche Handelsbeziehungen aufbauten. Und was ebenso wichtig sei, so Treier weiter: &#8222;Die eigene Resilienz zu st\u00e4rken, indem die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer europ\u00e4ischen Standorte wieder erh\u00f6ht wird.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vielleicht merken auch die Amerikaner, welche wirtschaftlichen Folgen die unkalkulierbare Zollpolitik ihres Pr\u00e4sidenten hat. Einer <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/fileadmin\/user_upload\/Studien\/Kurzberichte\/PDF\/2026\/IW-Kurzbericht_2026-Ein-Jahr-Trump.pdf\" title=\"Ein Jahr Trump 2.0: Bittere Bilanz\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft<\/a> zufolge haben sich beispielsweise die Investitionen deutscher Unternehmen in den USA im vergangenen Jahr nahezu halbiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.01.2026 20:25 Uhr In der deutschen Wirtschaft l\u00e4uten alle Alarmglocken &#8211; wieder einmal. 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