{"id":731376,"date":"2026-01-19T22:25:17","date_gmt":"2026-01-19T22:25:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/731376\/"},"modified":"2026-01-19T22:25:17","modified_gmt":"2026-01-19T22:25:17","slug":"ein-handelskrieg-oder-sogar-mehr-wie-europa-auf-trumps-neue-drohungen-reagiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/731376\/","title":{"rendered":"Ein Handelskrieg \u2013 oder sogar mehr? Wie Europa auf Trumps neue Drohungen reagiert"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Jonas Gahr St\u00f8re d\u00fcrfte die Kinnlade heruntergeklappt sein, als er Donald Trumps Depesche las. \u201eDa Ihr Land beschlossen hat, mir nicht den Friedensnobelpreis zu verleihen, obwohl ich acht Kriege PLUS beendet habe, f\u00fchle ich mich nicht mehr verpflichtet, nur noch an Frieden zu denken\u201c, lie\u00df der US-Pr\u00e4sident den norwegischen Ministerpr\u00e4sidenten wissen.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Er droht jetzt nicht nur mit der v\u00f6lkerrechtswidrigen Einnahme der zu D\u00e4nemark geh\u00f6renden autonomen Insel Gr\u00f6nland. Trump z\u00fcndelt sogar mit Gedanken an Unfrieden in der Welt, weil er \u2013 anders als Barack Obama \u2013 bisher nicht den Friedensnobelpreis erhalten hat.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Der Republikaner bereitet erneut einen Handelskrieg vor. Er droht Staaten wie Deutschland, die durch die Entsendung einer Handvoll Soldaten nach Gr\u00f6nland eine \u201esehr gef\u00e4hrliche Situation f\u00fcr die Sicherheit und das \u00dcberleben unseres Planeten\u201c geschaffen h\u00e4tten, mit zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen von zehn Prozent. Dabei handelte es sich um eine innerhalb der Nato abgesprochene Erkundungsmission, nachdem die USA sicherheitspolitische Bedenken in der Region formuliert hatten.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Best\u00e4tigung Ihrer Anmeldung.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht best\u00e4tigt.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Es ist einen Fehler aufgetreten\n        <\/p>\n<p>Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support<\/p>\n<p> Newsletter<\/p>\n<p> Update zum Mittag<\/p>\n<p>Top-News, t\u00e4glich aus der Chefredaktion zusammengestellt.<\/p>\n<p>                Jetzt anmelden<\/p>\n<p>Merz f\u00fcr \u201egemeinsame L\u00f6sung\u201c<\/p>\n<p class=\"em_text\">Friedrich Merz steht am Montag in seiner CDU-Zentrale in Berlin und kramt in seinem Erfahrungsschatz. An diesem Dienstag sei das erste Jahr von Trumps zweiter Amtszeit vorbei, sagt der Bundeskanzler. Aus Erfahrung k\u00f6nne er sagen: Trump drohe mit Z\u00f6llen und nehme nach Verhandlungen wieder Abstand davon. Die Verbraucher in den USA merkten auch gerade, dass Z\u00f6lle am Ende in der Regel diejenigen bezahlen m\u00fcssten, in deren Land die Waren exportiert w\u00fcrden.<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">In dieser Stimmung treffen sich mehr als 60 Staats- und Regierungschefs in dieser Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Trump reist mit einer riesigen Delegation von Topmanagern an. Er will \u201eDeals\u201c. Ob quasi nebenbei mit ihm \u00fcber den Weltfrieden zu sprechen ist? Merz hatte bis Montagnachmittag keinen Termin mit ihm. Dennoch: Der Kanzler gab sich \u201ezuversichtlich, dass wir eine gemeinsame L\u00f6sung hinbekommen\u201c. Die USA vertr\u00e4ten ihre Interessen. \u201eWir aber auch.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz6\"><b class=\"bold\">Mehr dazu:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/wirtschaft\/24253122_Rettet-Trump-das-WEF-Spannendstes-Davos-Treffen-seit-Jahren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rettet Trump das WEF? Spannendstes Davos-Treffen seit Jahren <\/a><\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Die Bundesregierung formulierte drei Positionen. Erstens: Die EU-Staaten teilen die sicherheitspolitischen Bedenken der USA in der Arktis und sind bereit, ihren Beitrag in der Region zu leisten. Zweitens: Sie solidarisieren sich mit D\u00e4nemark und halten Trumps Drohungen gegen die territoriale Integrit\u00e4t f\u00fcr inakzeptabel und pochen weiter auf das V\u00f6lkerrecht. Und drittens: Trumps Androhungen zus\u00e4tzlicher Z\u00f6lle bergen die Gefahr einer Eskalation, bei der alle nur verlieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p> EU-Staaten verst\u00e4ndigen sich auf Doppelstrategie<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Die EU-Staaten wollen am Donnerstagabend bei einem kurzfristig anberaumten Sondergipfel \u00fcber Schritte gegen die von Trump angedrohten Z\u00f6lle beraten. Die Mitglieder seien sich einig, dass \u201eZ\u00f6lle die transatlantischen Beziehungen untergraben w\u00fcrden und mit dem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA unvereinbar sind\u201c, sagte EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa. Die EU werde sich \u201egegen jede Form von Zwang verteidigen\u201c. Von Erpressung ist gar die Rede.<\/p>\n<p id=\"absatz9\"><b class=\"bold\">Mehr zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/wirtschaft\/24254202_Zollstreit-verunsichert-OWL-Wirtschaft-doch-vor-Trump-einknicken-will-sie-nicht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zollstreit verunsichert OWL-Wirtschaft \u2013 doch vor Trump einknicken will sie nicht<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">In einer dreist\u00fcndigen Krisensitzung am Sonntagabend hatten sich die Botschafter der EU-Staaten nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) auf eine Doppelstrategie verst\u00e4ndigt. Bis zum Inkrafttreten der Z\u00f6lle am 1. Februar wollen die Staats- und Regierungschefs demnach auf Dialog und Deeskalation setzen \u2013 etwa in Davos.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Parallel dazu bereiten EU-Beamte konkrete Gegenma\u00dfnahmen f\u00fcr den Fall vor, dass Trump nicht einlenkt. Sp\u00e4testens bis zum Donnerstag soll Klarheit herrschen \u2013 dar\u00fcber, ob Trump sich noch von den Z\u00f6llen abbringen l\u00e4sst und f\u00fcr welche Gegenschritte es eine Mehrheit unter den EU-Staaten gibt.<\/p>\n<p id=\"absatz12\"><b class=\"bold\">Kommentar zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/meinung\/24254059_Keine-Angst-vor-Trump-Europa-ist-stark-genug-fuer-eine-Antwort-im-Zollstreit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keine Angst vor Trump: Europa ist stark genug f\u00fcr eine Antwort im Zollstreit<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Am wahrscheinlichsten gilt Diplomaten zufolge, dass die EU ein 93 Milliarden Euro umfassendes Zollpaket auf US-Produkte wieder aktiviert. Es wurde im Sommer als Reaktion auf Trumps Handelsz\u00f6lle zusammengestellt, nach einer Einigung wenige Wochen sp\u00e4ter jedoch noch vor dem Inkrafttreten ausgesetzt. Ein weiteres Druckmittel ist das sogenannte Anti-Zwangsinstrument, auch als Handels-Bazooka bekannt. Damit lassen sich zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle sowie Ein- und Ausfuhrverbote verh\u00e4ngen und US-Unternehmen von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen in der EU ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Konsequenzen f\u00fcr Techgiganten gefordert<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Frankreich will die EU-Kommission um einen entsprechenden Bazooka-Vorschlag bitten, der bereits mit einer qualifizierten Mehrheit der Staaten verabschiedet werden kann. Die EU k\u00f6nnte mit diesem Instrument gezielt den Dienstleistungssektor ins Visier nehmen und etwa US-Tech-Giganten wie Microsoft oder Amazon ausschlie\u00dfen. \u201eDies k\u00f6nnte aber zu einer Eskalation mit gegenseitigen Vergeltungsma\u00dfnahmen f\u00fchren\u201c, warnt Ian Lesser, der das Br\u00fcsseler B\u00fcro des US-Thinktanks German Marshall Fund leitet. Eine solche EU-Reaktion w\u00fcrde zwar den USA schaden. Letztlich w\u00fcrden jedoch alle verlieren, sagte Lesser dem RND.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Merz erlaubte sich immerhin einen kleinen Seitenhieb gegen Trump. Die USA h\u00e4tten einmal 30.000 Soldaten auf Gr\u00f6nland stationiert, derzeit seien es weniger als 200. Das lasse eher darauf schlie\u00dfen, dass sie die Bedrohungslage gar nicht so dramatisch s\u00e4hen. Die russische Bedrohung bestehe vielmehr im Osten, wo Moskau unvermindert einen brutalen Krieg gegen die Ukraine f\u00fchre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jonas Gahr St\u00f8re d\u00fcrfte die Kinnlade heruntergeklappt sein, als er Donald Trumps Depesche las. \u201eDa Ihr Land beschlossen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":731377,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[73222,331,332,7102,296,31,166445,29,106,548,663,158,3934,3935,72170,775,151475,945,13,167958,732,1611,9310,2377,1608,734,4282,164252,22596,1613,14,1159,15,15735,12,64,615],"class_list":{"0":"post-731376","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-dnemark","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-barack-obama","12":"tag-berlin","13":"tag-cdu","14":"tag-davos","15":"tag-deutschland","16":"tag-donald-trump","17":"tag-eu","18":"tag-europa","19":"tag-europaeische-union","20":"tag-europe","21":"tag-european-union","22":"tag-friedensnobelpreis","23":"tag-friedrich-merz","24":"tag-grnland","25":"tag-handelskrieg","26":"tag-headlines","27":"tag-jonas-gahr-stre","28":"tag-label_frei","29":"tag-label_informiere-mich","30":"tag-label_social","31":"tag-label_startseite","32":"tag-label_top-news","33":"tag-meta_artikelklasse_nachricht","34":"tag-meta_copyrights_dpa","35":"tag-meta_eo_zusammenfassung","36":"tag-meta_themen_politik","37":"tag-meta_userneeds_informieremich","38":"tag-nachrichten","39":"tag-nato","40":"tag-news","41":"tag-plus","42":"tag-schlagzeilen","43":"tag-usa","44":"tag-zoll"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/731376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=731376"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/731376\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/731377"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=731376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=731376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=731376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}