{"id":731865,"date":"2026-01-20T02:53:09","date_gmt":"2026-01-20T02:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/731865\/"},"modified":"2026-01-20T02:53:09","modified_gmt":"2026-01-20T02:53:09","slug":"duesseldorf-einsteiger-welche-outdoor-kleidung-brauche-ich-wirklich-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/731865\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf | Einsteiger: Welche Outdoor-Kleidung brauche ich wirklich?"},"content":{"rendered":"<p>Wandern und Co.<\/p>\n<p>D\u00fcsseldorf (dpa\/tmn) &#8211; Sie wollen an die frische Luft, beim Wandern fitter werden oder einfach nur mehr sehen als Stra\u00dfenschluchten und Betonbauten? Gute Idee, raus in die Natur mit Ihnen. Doch Moment: Was zieht man eigentlich am besten an &#8211; fernab von festen Stra\u00dfen und U-Bahnstationen?\u00a0<\/p>\n<p>Wer drau\u00dfen unterwegs sein will, braucht nat\u00fcrlich keine teure High-End-Outdoor-Ausr\u00fcstung. \u00abF\u00fcr den Anfang reichen wenige Teile, die vor allem atmungsaktiv, bequem und praktisch sein sollten\u00bb, sagt Mark L\u00f6cker. Er ist freier Outdoorberater auf Messen und selbst Outdoorsportler.\u00a0<\/p>\n<p>Doch ganz ohne etwas Vorbereitung in die Vorstadt-Wildnis zu wandern oder gar l\u00e4ngere Touren zu unternehmen, ist auch keine wirklich gute Idee. Selbst f\u00fcr den Outdoor-Anfang braucht es ein Basis-Outfit &#8211; und laut L\u00f6cker am besten acht Teile: Funktionsshirt, Fleece, Windjacke, Regenjacke, Wanderhose, Wanderschuhe, Wandersocken und einen Tagesrucksack.<\/p>\n<p>Zwiebelprinzip ohne M\u00fcffeln<\/p>\n<p>Herk\u00f6mmliche Jeans, Pullover und Co. bleiben hingegen im Schrank. Baumwolle saugt sich schnell mit Schwei\u00df voll, isoliert kaum und liegt schwer im Rucksack. F\u00fcr ein leichtes und trockenes Tragegef\u00fchl setzt man stattdessen auf ein Layer- oder Zwiebelprinzip mit drei Lagen, die nach Bedarf an- und ausgezogen werden:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>\u00abDie erste ist ein Funktionsshirt aus Merinowolle, das locker, aber mit Hautkontakt anliegt\u00bb, sagt L\u00f6cker. Das Material leitet Feuchtigkeit nach au\u00dfen und m\u00fcffelt selbst nach einer Woche Dauertragen nicht. Alternativ empfiehlt der Outdoorsportler atmungsaktive Polyester-Shirts, die zwar \u00f6fter in die W\u00e4sche m\u00fcssen, aber schnell trocknen.<\/li>\n<li>Dar\u00fcber kommt ein Fleece, das \u2013 im Sommer d\u00fcnner, ab Herbst etwas dicker \u2013 eine isolierende Zwischenschicht bildet, ohne zu \u00fcberhitzen.<\/li>\n<li>Abschlie\u00dfend sch\u00fctzt eine leichte Wind- oder Regenjacke vor Wettereinfl\u00fcssen. \u00abDie so entstehenden, nicht zirkulierenden Luftschichten halten die W\u00e4rme perfekt, trotz vergleichsweise d\u00fcnner Lagen\u00bb, erkl\u00e4rt L\u00f6cker.<\/li>\n<li>Damit es auch an den Beinen nicht scheuert oder schrammt, empfiehlt er eine nachgiebige Wanderhose mit vorgeformtem Knie und Ges\u00e4\u00df.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von Modellen mit abzippbaren Beinteilen r\u00e4t L\u00f6cker ab: \u00abDie Rei\u00dfverschl\u00fcsse st\u00f6ren beim Bergaufgehen. Umkrempeln ist praktischer.\u00bb<\/p>\n<p>Auf Wassers\u00e4ule achten<\/p>\n<p>Und warum braucht man nun eine Wind- und eine zus\u00e4tzliche Regenjacke? \u00abNur eine Windjacke h\u00e4lt kalte Zugluft zuverl\u00e4ssig fern, ohne an Atmungsaktivit\u00e4t einzub\u00fc\u00dfen\u00bb, sagt der Outdoor-Experte. Er h\u00e4lt 2-in-1-L\u00f6sungen aus Wind- und Regenjacke f\u00fcr einen schlechten Kompromiss. Ihre Ultraleichtigkeit am K\u00f6rper wie im Gep\u00e4ck macht die Windjacke unverzichtbar. Sobald es l\u00e4nger nieselt, \u00fcbernimmt die Regenjacke.\u00a0<\/p>\n<p>Wie gut letztere\u00a0Wolkenbr\u00fcchen standh\u00e4lt, entscheidet \u00fcbrigens die Wassers\u00e4ule (WS). Angegeben wird ihr Wert in Millimetern (mm) &#8211; er zeigt, wie viel Wasserdruck ein Stoff \u00fcber 24 Stunden standh\u00e4lt. F\u00fcr Mark L\u00f6cker sollte der Wassers\u00e4ulen-Wert bei Regenjacken mindestens 8.000 mm, besser 10.000 mm betragen.\u00a0<\/p>\n<p>Um nicht ins Schwitzen zu geraten, empfiehlt er auf L\u00fcftungsm\u00f6glichkeiten im Achselbereich zu achten: \u00abPit Zips sorgen f\u00fcr den n\u00f6tigen Durchzug, ohne dass es reinregnet.\u00bb<\/p>\n<p>PFAS vermeiden<\/p>\n<p>Und dann beh\u00e4lt man am besten auch noch die Umwelt im Blick. Denn nicht immer ist Outdoor-Bedarf ganz im Sinne der Natur. \u00abViele Membranen und Pflegemittel enthalten schwer abbaubare PFAS\u00bb, sagt Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die sogenannten Ewigkeits-Chemikalien k\u00f6nnen sich in der Natur und im menschlichen Organismus anreichern. Einige stehen im Verdacht unter anderem Immunsystem und Fruchtbarkeit zu beeintr\u00e4chtigen.\u00a0<\/p>\n<p>Genaues Hinschauen bei Herstellerangaben ist also sinnvoll: Begriffe wie fleckgesch\u00fctzt, wasserabweisend, \u00f6labweisend, oleophobic oder Anti-Fingerprint deuten etwa auf die Verwendung von PFAS hin. Und: \u00abWerbeversprechen wie PFOA\/PFOS-frei oder GenX-frei sagen lediglich aus, dass einzelne der \u00fcber 10.000 bekannten PFAS nicht enthalten sind.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Stattdessen kann man auf Angaben wie \u00abFrei von PFAS\u00bb, \u00abFrei von PFC\u00bb und \u00abfluorfrei\u00bb achten. Au\u00dferdem auf Siegel wie Bluesign oder Oeko-Tex. \u00abSuchen Sie auch auf den Internetseiten der Outdoormarken nach dem Stichwort PFAS\u00bb, r\u00e4t Verbrauchersch\u00fctzerin Effers. \u00abFalls diese auf sch\u00e4dliche Chemikalien verzichten und sich f\u00fcr nachhaltige L\u00f6sungen einsetzen, finden sich entsprechende Informationen mit wenigen Klicks.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Outdoor-St\u00fccke auf links waschen<\/p>\n<p>Nicht nur allen mit knappem Budget empfiehlt Effers zudem, gezielt auf Second-Hand-Portalen nach Ausr\u00fcstung zu suchen oder nach Leihm\u00f6glichkeiten Ausschau zu halten. \u00abBeides ist g\u00fcnstiger und schont wertvolle Ressourcen.\u00bb<\/p>\n<p>Zudem sinnvoll: Die Outdoor-St\u00fccke richtig pflegen, damit man m\u00f6glichst lange etwas von ihnen hat. Einen entscheidenden Fehler machen laut L\u00f6cker dabei fast alle: \u00abRegenkleidung nicht oder nur selten waschen.\u00bb Augenscheinlich sauber, bricht die in den sich ansammelten Schwei\u00dfresten enthaltende S\u00e4ure \u00fcber kurz oder lang die stabilsten Nahtversiegelungen auf. \u00abEin regelm\u00e4\u00dfiger Schonwaschgang bei 30 Grad verhindert, dass sie undicht und damit nutzlos werden.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Drehen Sie Funktionskleidung vor dem Waschen auf links &#8211; und schlie\u00dfen Sie Verschl\u00fcsse. Schleudern Sie die St\u00fccke nicht &#8211; und lassen Sie sie an der Luft trocknen. Einige Outdoor-Hersteller bieten zudem PFAS-freie-Impr\u00e4gnier-Services an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wandern und Co. 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