{"id":732377,"date":"2026-01-20T07:47:17","date_gmt":"2026-01-20T07:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/732377\/"},"modified":"2026-01-20T07:47:17","modified_gmt":"2026-01-20T07:47:17","slug":"fehler-schweigen-stress-was-wirklich-hinter-vielen-arbeitsunfaellen-steckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/732377\/","title":{"rendered":"Fehler, Schweigen, Stress \u2013 was wirklich hinter vielen Arbeitsunf\u00e4llen steckt"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">20.01.2026 \u2013 08:00<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von WandelWerker Consulting GmbH\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/161378\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WandelWerker Consulting GmbH<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/f4f6cb7f-e67a-4add-a8af-4e5c5d85d821\/24-03%20-%20Wandelwerker~uation-5548%20(2).jpg.jpg\" data-description=\"Stefan Ganzke \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/161378 \/ Die Verwendung dieses Bildes f\u00fcr redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zul\u00e4ssig und dann auch honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung ausschlie\u00dflich mit Bildrechte-Hinweis.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"695e0980270000fd2c622595\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/fehler-schweigen-stress-was-wirklich-hinter-vielen-arbeitsunf-llen-steckt.jpeg\"   alt=\"Fehler, Schweigen, Stress \u2013 was wirklich hinter vielen Arbeitsunf\u00e4llen steckt\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Wuppertal\" title=\"News aus Wuppertal \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wuppertal<\/a> (ots)<\/p>\n<p> Steigender Druck, enge Zeitfenster, fehlende Kommunikation. In vielen Unternehmen sind Arbeitsunf\u00e4lle nicht das Ergebnis fehlender pers\u00f6nlicher Schutzausr\u00fcstung oder unsicheren Maschinen. Die Ursachen liegen oft tiefer. Sie entstehen dort, wo Menschen Fehler verschweigen, weil sie Angst vor \u00c4rger, Spott oder Nachteilen haben. Und sie entstehen dort, wo Organisationen durch widerspr\u00fcchliche Signale unbewusst ein System beg\u00fcnstigen, das Schweigen belohnt und offenes Reden bestraft. <\/p>\n<p> Dabei zeigt sich immer wieder: Die meisten Unf\u00e4lle passieren nicht, weil jemand unachtsam ist, sondern weil aus kleinen unbeachteten Risiken gro\u00dfe Folgen werden. Echte Pr\u00e4vention beginnt deshalb mit einem offenen Umgang mit Fehlern. Und sie beginnt damit, zu verstehen, warum so viele kritische Situationen niemals ausgesprochen werden. <\/p>\n<p><b>Die untersch\u00e4tzte Dunkelziffer<\/b><\/p>\n<p> Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich sagen: Viele Arbeitsunf\u00e4lle k\u00f6nnten verhindert werden, wenn sie rechtzeitig angesprochen w\u00fcrden. In vielen Unternehmen gibt es eine erstaunlich hohe Dunkelziffer. Besonders dort, wo k\u00f6rperlich gearbeitet wird, etwa im Handwerk, beim Bedienen von Maschinen und Anlagen sowie in der Logistik. Wenn sich Unternehmen seit zwei oder drei Jahren unfallfrei feiern lassen, ist das oft weniger ein Zeichen perfekter Sicherheit als ein Hinweis darauf, dass Unf\u00e4lle gar nicht erst gemeldet werden. Die Frage lautet daher: Warum werden Bagatellunf\u00e4lle oder Beinaheunf\u00e4lle so selten gemeldet? <\/p>\n<p> Die Antwort liegt selten in Gleichg\u00fcltigkeit. Sie liegt in der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, das eine soziale Bedrohung \u00e4hnlich wahrnimmt wie k\u00f6rperliche Bedrohung. Wer einen Unfall meldet und anschlie\u00dfend von der F\u00fchrungskraft \u00c4rger bekommt oder sp\u00f6ttisches Feedback h\u00f6rt, der lernt schnell, dass Schweigen sicherer ist als Reden. Wer sich einmal blamiert hat, weil er eine Situation angesprochen hat und daf\u00fcr bel\u00e4chelt wurde, wird beim n\u00e4chsten Mal schweigen. <\/p>\n<p><b>Psychologische Sicherheit als Grundlage<\/b><\/p>\n<p> Um Risiken offen ansprechen zu k\u00f6nnen, brauchen Besch\u00e4ftigte ein angemessenes Ma\u00df an psychologischer Sicherheit. Der Begriff wird jedoch h\u00e4ufig missverstanden. Es geht nicht darum, dass niemand mehr Klartext reden darf. Psychologische Sicherheit bedeutet vielmehr, dass Menschen wissen, worauf sie sich verlassen k\u00f6nnen. Wer einen Beinaheunfall meldet, muss beispielsweise beim Schichtf\u00fchrer A dieselbe Reaktion bekommen wie beim Schichtf\u00fchrer B. Er muss wissen, dass er bei allen F\u00fchrungskr\u00e4ften auf ein offenen Geh\u00f6r trifft, wenn Ereignisse angesprochen werden. Diese Vorhersehbarkeit schafft Vertrauen und verhindert, dass Mitarbeiter aus Angst vor willk\u00fcrlichen Reaktionen lieber schweigen. <\/p>\n<p> Besonders kritisch wird es, wenn F\u00fchrungskr\u00e4fte selbst unter Druck stehen. In manchen Unternehmen m\u00fcssen sie nach einem Unfall innerhalb weniger Stunden vor Vorstand oder Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung erkl\u00e4ren, warum der Unfall passiert ist und welche L\u00f6sungen sie bereits entwickelt haben. Solche Druck aus\u00fcbenden und wenig fairen Situationen f\u00fchren dazu, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte versuchen, negative Ereignisse m\u00f6glichst zu vermeiden. Und diese Haltung wird an die Belegschaft weitergegeben. Die Folge: Unf\u00e4lle werden nicht gemeldet, die Zahlen bleiben auf dem Papier sch\u00f6n und die Risiken wachsen im Verborgenen. <\/p>\n<p><b>Wenn Schweigen belohnt wird<\/b><\/p>\n<p> Es ist nicht allein die Angst vor Reaktionen. Oft belohnt das System selbst das Verschweigen. Wenn ein Unternehmen Rekorde feiert, weil es unfallfrei ist, dann wird die Person, die einen Unfall meldet, schnell als St\u00f6rfaktor wahrgenommen. Hinzu kommen Pr\u00e4mienmodelle, die fast ausschlie\u00dflich auf Produktionsmenge ausgerichtet sind. Wenn sicheres Arbeiten in solchen Pr\u00e4mien keinen Stellenwert besitzt, steht f\u00fcr Mitarbeiter die Produktion im Vordergrund. Sicherheit wirkt wie eine Bremse. Steigt der Produktionsdruck, wird schnell unsicher gerarbeitet und die Wahrscheinlichkeit schwerer Arbeitsunf\u00e4lle nimmt zu. <\/p>\n<p> Sicherheit kann aber nur funktionieren, wenn sie im Leistungsprinzip verankert ist. Pr\u00e4mien sollten neben Produktionszielen auch Sicherheitsfaktoren enthalten. Zielvorgaben wie null Unf\u00e4lle erzeugen dagegen das Gegenteil von Pr\u00e4vention. Sie f\u00fchren dazu, dass jede Meldung als Scheitern gilt. Am Ende gibt es weniger Meldungen und alle glauben, das Sicherheitsniveau sei hoch, obwohl niemand mehr die Wahrheit ausspricht. <\/p>\n<p><b>Mehr Meldungen als Schl\u00fcssel zur Pr\u00e4vention<\/b><\/p>\n<p> Wirksamer Arbeitsschutz entsteht nur, wenn Unternehmen erreichen, dass unsichere Situationen angesprochen werden. Mitarbeiter und F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen das Gef\u00fchl haben, dass Reden m\u00f6glich ist und dass es nicht gef\u00e4hrlicher ist als Schweigen. <\/p>\n<p> Solange Meldungen als Angriff auf das System oder als pers\u00f6nliches Versagen gelten, helfen keine Poster, keine Unterweisungen und keine Trainings. Wenn die Unfallzahlen pl\u00f6tzlich steigen, ist das oft ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Fehlerkultur nicht funktioniert. <\/p>\n<p> Was es braucht, ist eine klare Erwartungshaltung. Von Management an F\u00fchrungskr\u00e4fte und von F\u00fchrungskr\u00e4ften an Mitarbeiter. Wir sprechen unsichere Situationen an. Wir melden alle Arbeits- und Beinaheunf\u00e4lle. Und wenn gemeldet wird, ist das ein positives Signal. Wer etwas anspricht, liefert wertvolles Feedback. F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen eher danken statt zu tadeln. Und F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen Mitarbeitern auch R\u00fcckhalt geben, falls Kollegen sich querstellen. <\/p>\n<p><b>Ein klarer Fahrplan statt Einzelma\u00dfnahmen<\/b><\/p>\n<p> Damit eine wirksame Sicherheitskultur entsteht, reicht es nicht, einzelne Ma\u00dfnahmen durchzuf\u00fchren. Kulturwandel braucht Zeit und Systematik. Es braucht eine Analyse, wo das Unternehmen heute steht. <\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li>Wo steht das Unternehmen heute kulturell?<\/li>\n<li>Was sind aktuelle Herausforderungen?<\/li>\n<li>Was sind die gr\u00f6\u00dften Hemmnisse derzeit?<\/li>\n<li>Wo m\u00fcssen Unternehmen organisatorisch und verhaltenstechnisch besser werden?<\/li>\n<\/ul>\n<p> Aus diesem Verst\u00e4ndnis heraus kann ein langfristiger Fahrplan entstehen. Ein Plan, der Sicherheit nicht als Pflichtprogramm betrachtet, sondern als Bestandteil der gesamten Unternehmenskultur. Nur wenn alle Ebenen eingebunden sind, kann Sicherheit nachhaltig verankert werden. <\/p>\n<p> Kulturwandel braucht Jahre, nicht Wochen. Doch er lohnt sich. Denn dort, wo Fehler offen angesprochen werden, sinken nicht nur die Unfallzahlen. Es entsteht ein Umfeld, das Vertrauen schafft und die Leistungsf\u00e4higkeit st\u00e4rkt. <\/p>\n<p><b>Fazit: Reden sch\u00fctzt Menschen<\/b><\/p>\n<p> Arbeitsunf\u00e4lle entstehen selten durch Unwissen. Sie entstehen, wenn das System Schweigen belohnt und Unsicherheiten im Verborgenen wachsen. Wer eine echte Pr\u00e4ventionskultur entwickeln will, muss psychologische Sicherheit schaffen und ein Umfeld gestalten, in dem Besch\u00e4ftigte sich trauen, Fehler anzusprechen. Nur wenn Reden sicherer wird als Schweigen, k\u00f6nnen Unternehmen Risiken fr\u00fch erkennen, daraus lernen und dauerhaft Unf\u00e4lle vermeiden. <\/p>\n<p><b>\u00dcber Stefan Ganzke und die WandelWerker Consulting GmbH:<\/b><\/p>\n<p> Stefan Ganzke ist zusammen mit Anna Ganzke Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der WandelWerker Consulting GmbH. Gemeinsam mit ihrem Team unterst\u00fctzen die beiden mittelst\u00e4ndische Unternehmen und Konzerne dabei, die Arbeitsunf\u00e4lle kontinuierlich und nachhaltig zu senken sowie eine gelebte Arbeitsschutzorganisation zu entwickeln. Weitere Informationen erhalten Sie unter:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.wandelwerker.com\">https:\/\/www.wandelwerker.com<\/a><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">WandelWerker Consulting GmbH<br \/>Anna Ganzke &amp; Stefan Ganzke<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/161378\/mailto: service@wandelwerker.com\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> service@wandelwerker.com<\/a><br \/>Webseite: <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.wandelwerker.com\">https:\/\/www.wandelwerker.com<\/a><\/p>\n<p>Ruben Sch\u00e4fer<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/161378\/mailto: redaktion@dcfverlag.de\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> redaktion@dcfverlag.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: WandelWerker Consulting GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.01.2026 \u2013 08:00 WandelWerker Consulting GmbH Wuppertal (ots) Steigender Druck, enge Zeitfenster, fehlende Kommunikation. 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