{"id":732787,"date":"2026-01-20T11:33:15","date_gmt":"2026-01-20T11:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/732787\/"},"modified":"2026-01-20T11:33:15","modified_gmt":"2026-01-20T11:33:15","slug":"martin-werding-wirtschaftsweiser-haelt-erbschaftsteuer-fuer-verfassungswidrig-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/732787\/","title":{"rendered":"Martin Werding: Wirtschaftsweiser h\u00e4lt Erbschaftsteuer f\u00fcr verfassungswidrig"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der Wirtschaftsweise Martin Werding geht davon aus, dass die momentan g\u00fcltige Regelung zur <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/erbschaftsteuer\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erbschaftsteuer<\/a> vor dem <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/bundesverfassungsgericht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesverfassungsgericht<\/a> keinen Bestand haben wird. &#8222;Die gro\u00dfz\u00fcgige Verschonung von Betriebsverm\u00f6gen bei Schenkungen und Erbschaften verst\u00f6\u00dft gegen die Grundprinzipien einer gleichm\u00e4\u00dfigen Besteuerung&#8220;, sagte der Professor f\u00fcr Sozialpolitik und \u00f6ffentliche Finanzen an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum der Augsburger Allgemeinen.\u00a0&#8222;Wenn wir h\u00f6here Erbschaften h\u00f6her belasten, dann muss das f\u00fcr alle Verm\u00f6gensarten gelten&#8220;, f\u00fcgte er hinzu.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Werding ist Mitglied des Sachverst\u00e4ndigenrates der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/bundesregierung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesregierung<\/a> zur Begutachtung der<br \/>\ngesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Der 61-j\u00e4hrige Volkswirt hat unter<br \/>\nanderem f\u00fcr das M\u00fcnchner ifo Institut gearbeitet.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Beim Bundesverfassungsgericht sind derzeit mehrere Verfahren zur <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/erbschaftsteuer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erbschaftsteuer<\/a> anh\u00e4ngig. Das Gericht hat bereits 1995, 2006 und 2014 die damaligen Regelungen f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt.\u00a0Das Gesetz wurde daraufhin jeweils reformiert. Im aktuell wichtigsten Verfahren geht es um die Frage, ob die Bevorzugung von Betriebsverm\u00f6gen gegen\u00fcber Privatverm\u00f6gen gegen den Gleichheitsgrundsatz verst\u00f6\u00dft. Ein Urteil wird im Laufe des Jahres erwartet.\n<\/p>\n<p>        SPD-Fraktion folgt Vorschl\u00e4gen des Sachverst\u00e4ndigenrats        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die SPD-Fraktion im Bundestag hatte in der vergangenen Woche ein <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-01\/erbschaftsteuer-spd-reformkonzept-massnahmen-kritik-faq\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konzept zur Reform der Erbschaftsteuer<\/a> vorgestellt. Es sieht einen Lebensfreibetrag von einer Million Euro pro Person vor, zusammengesetzt aus 900.000 Euro f\u00fcr Erbschaften von Verwandten und 100.000 Euro von Dritten. Das selbst genutzte Wohnhaus soll steuerfrei bleiben. F\u00fcr Unternehmen ist ein Freibetrag von f\u00fcnf Millionen Euro geplant, die Steuerzahlung soll auf 20 Jahre gestreckt werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        ZEIT Geldkurs<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Tsch\u00fcss, Finanzchaos: In acht Wochen erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie bessere Geldroutinen aufbauen und das mit den ETFs endlich angehen. Anschlie\u00dfend erhalten Sie unseren Geld-Newsletter mit den besten Artikeln rund um Finanzen.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die SPD-Fraktion war mit ihrem Reformvorschlag in weiten Teilen einer Empfehlung des Sachverst\u00e4ndigenrats gefolgt. In seinem\u00a0Jahresgutachten 2025\/2026\u00a0hatte dieser mehrheitlich eine Reform der Erbschaftsteuer empfohlen (<a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg202526\/JG202526_Gesamtausgabe.pdf#page=315\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF<\/a>) und insbesondere beim &#8222;Umfang der Verschonungsregelungen f\u00fcr Betriebsverm\u00f6gen sowie bei der Ausgestaltung der pers\u00f6nlichen Freibetr\u00e4ge&#8220; einen\u00a0Reformbedarf\u00a0diagnostiziert. Dabei nannte auch der Sachverst\u00e4ndigenrat einen m\u00f6glichen Lebensfreibetrag von einer Million Euro sowie die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Unternehmen, die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/steuer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steuerlast<\/a> \u00fcber 20 Jahre zu strecken.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-01\/erbschaftsteuer-reform-spd-kritik-koalitionspartner-gxe\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Union<\/a> und Wirtschaftsverb\u00e4nde lehnen die Pl\u00e4ne ab. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann bezeichnete die Vorschl\u00e4ge als &#8222;leistungsfeindlich&#8220;. Nach geltendem Recht wird Betriebsverm\u00f6gen bei Erbschaften weitgehend steuerfrei \u00fcbertragen.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-01\/erbschaftsteuer-spd-reformkonzept-massnahmen-kritik-faq\" data-ct-label=\"SPD-Reformkonzept zur Erbschaftsteuer: Was hinter den SPD-Pl\u00e4nen zur Reform der Erbschaftsteuer steckt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        SPD-Reformkonzept zur Erbschaftsteuer:<br \/>\n                        Was hinter den SPD-Pl\u00e4nen zur Reform der Erbschaftsteuer steckt<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/52\/erbschaftsteuer-vermoegen-freibetraege-unternehmen-ungleichheit\" data-ct-label=\"Erbschaftssteuer: Die gro\u00dfe Bescherung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Erbschaftssteuer:<br \/>\n                        Die gro\u00dfe Bescherung<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/03\/erbschaftsteuer-spd-reform-freibetraege-unternehmen-millionenvermoegen\" data-ct-label=\"Erbschaftsteuer: Eine Million Euro, steuerfrei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Erbschaftsteuer:<br \/>\n                        Eine Million Euro, steuerfrei<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Wirtschaftsweise Martin Werding geht davon aus, dass die momentan g\u00fcltige Regelung zur Erbschaftsteuer vor dem Bundesverfassungsgericht keinen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":732348,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1173,5441,29,110704,30,13,78290,14,15,12,184,22637,10,8,9,11,55,20097],"class_list":{"0":"post-732787","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-bundesregierung","9":"tag-bundesverfassungsgericht","10":"tag-deutschland","11":"tag-erbschaftsteuer","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-martin-werding","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-spd","19":"tag-steuer","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews","24":"tag-wirtschaft","25":"tag-wirtschaftsweise"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115927213927231996","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/732787","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=732787"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/732787\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/732348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=732787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=732787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=732787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}