{"id":73309,"date":"2025-04-30T13:37:08","date_gmt":"2025-04-30T13:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/73309\/"},"modified":"2025-04-30T13:37:08","modified_gmt":"2025-04-30T13:37:08","slug":"pol-f-250430-0461-frankfurt-polizeipraesidium-ausstellung-der-recherche-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/73309\/","title":{"rendered":"POL-F: 250430 &#8211; 0461 Frankfurt &#8211; Polizeipr\u00e4sidium: Ausstellung der Recherche- und &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">30.04.2025 \u2013 15:28<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt am Main\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/nr\/4970\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt am Main<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Frankfurt\" title=\"News aus Frankfurt \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Am heutigen Mittwoch, 30.04.2025, wurde im Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt am Main die Ausstellung<\/p>\n<p>&#8222;Ja, DAS ist Antisemitismus!&#8220;- J\u00fcdische Erfahrungen in Hessen<\/p>\n<p>er\u00f6ffnet. Sie ist bis zum 25.06.2025 zu sehen. Es handelt sich um ein internes Angebot f\u00fcr alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipr\u00e4sidiums.<\/p>\n<p>Antisemitismus ist Alltag. Auf der Stra\u00dfe, in der Bahn oder auf dem Campus &#8211; er findet \u00fcberall statt. Nach dem 7. Oktober 2023 werden das Ausma\u00df und die Anschlussf\u00e4higkeit von Antisemitismus an alle Milieus \u00fcberdeutlich.<br \/>\nAuthentische antisemitische Vorf\u00e4lle &#8211; ob strafrechtlich relevant oder nicht &#8211; bilden die Grundlage f\u00fcr die Ausstellung von RIAS Hessen. Die Vorf\u00e4lle wurden in anonymisierter Weise verarbeitet. Sie sind geschehen. Es sind Vorf\u00e4lle, die J\u00fcdinnen und Juden widerfahren sind. Sie haben als betroffene Personen unterschiedlichste Reaktionen ihrer Umwelt erlebt: Ignoranz, Gel\u00e4chter, Bagatellisierung und Relativierung &#8211; aber auch Solidarit\u00e4t. Viele nehmen nach dem Kontakt mit RIAS Hessen professionelle Hilfe in Anspruch, vor allem von OFEK Hessen e.V., der Beratungsstelle f\u00fcr von Antisemitismus Betroffene.<br \/>\nDie Vorf\u00e4lle wurden von den Berliner Illustratorinnen Sophia Hirsch und B\u00fcke Schwarz in Bilder bzw. Bildgeschichten umgesetzt. Sie haben Schimpfworte und Gesten oft als Symbole gezeichnet und Reaktionen auf die antisemitischen Vorf\u00e4lle durch Mimik und Gestik der Betroffenen oder der in das Geschehen involvierten Personen dargestellt.<br \/>\nDie Ausstellung ist ein Ausgangspunkt, um sich mit der Betroffenenperspektive zu befassen. Es braucht die Anerkennung dessen, dass, wer Antisemitismus erlebt, dies nicht erst erkl\u00e4ren muss, sondern Solidarit\u00e4t und Empathie entgegengebracht bekommt. Daher auch der Ausstellungstitel: &#8222;Ja, DAS ist Antisemitismus!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es ber\u00fchrt die fundamentale Frage, ob unsere Freiheitsrechte von allen Menschen gleicherma\u00dfen angstfrei in Anspruch genommen werden k\u00f6nnen. Dazu m\u00fcssen wir den Betroffenen zuh\u00f6ren und ihre Perspektiven verstehen. Als Polizei stehen wir direkt an einem neuralgischen Punkt in der Gesellschaft: N\u00e4mlich dort, wo gesellschaftliche Konflikte den Rahmen legitimer Auseinandersetzung verlassen und in Hass, Einsch\u00fcchterung, Bedrohung und Gewalt umschlagen k\u00f6nnen. Die interne Auseinandersetzung mit der Ausstellung &#8222;Ja, DAS ist Antisemitismus!&#8220; dient dazu, unsere Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber Betroffenen weiter zu steigern. Nach innen ist es ein weiterer Baustein zur St\u00e4rkung unserer demokratischen Resilienz. Nach au\u00dfen senden wir ein klares Signal an alle von Antisemitismus Betroffenen: Beim Schutz des bl\u00fchenden j\u00fcdischen Lebens in Frankfurt am Main ist auf die Polizei Verlass. Ich danke Frau Dr. Urban und RIAS Hessen f\u00fcr die fruchtbare Zusammenarbeit sowie dem hessischen Antisemitismusbeauftragten, Uwe Becker, f\u00fcr die W\u00fcrdigung unseres Engagements.&#8220;<br \/>\n(Christian V\u00f6gele, Polizeivizepr\u00e4sident des Polizeipr\u00e4sidiums Frankfurt am Main)<\/p>\n<p>&#8222;Antisemitische Haltungen und \u00dcbergriffe nehmen sp\u00fcrbar zu &#8211; und das nicht erst seit dem 7. Oktober 2023.  J\u00fcdisches Leben in Deutschland und Europa ist so bedroht wie seit dem Ende der Shoah nicht mehr. Diese Entwicklung ist ersch\u00fctternd &#8211; und sie erfordert eine klare, entschlossene Haltung. Wir d\u00fcrfen nicht wegsehen, wenn J\u00fcdinnen und Juden beleidigt, ausgegrenzt oder bedroht werden. Aufkl\u00e4rung, Bildung und Sensibilisierung sind der Schl\u00fcssel im Kampf gegen Antisemitismus &#8211; insbesondere dort, wo das Wissen fehlt, um seine vielf\u00e4ltigen Erscheinungsformen zu erkennen. Gerade Polizei, Justiz und \u00f6ffentliche Institutionen m\u00fcssen daf\u00fcr gest\u00e4rkt und geschult werden. Und dar\u00fcber hinaus gilt: Es liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, Gesicht zu zeigen &#8211; f\u00fcr ein Hessen, in dem J\u00fcdinnen und Juden sicher und selbstverst\u00e4ndlich leben k\u00f6nnen. Die Ausstellung von RIAS Hessen macht deutlich, wie sich Antisemitismus im Alltag zeigt &#8211; leise, verletzend, oft bagatellisiert. Sie gibt Betroffenen eine Stimme und macht ihre Erfahrungen sichtbar. Genau das brauchen wir: ein genaues Hinsehen, ein offenes Zuh\u00f6ren &#8211; und den Mut, hinzustehen, wo andere schweigen. Haltung zu zeigen ist dabei keine Aufgabe einzelner Institutionen &#8211; sie ist eine Verantwortung, die uns alle betrifft. Jeder und jede Einzelne ist gefordert, antisemitischem Denken und Handeln entgegenzutreten &#8211; im Beruf, in der Schule, im Freundeskreis und im \u00f6ffentlichen Raum. Diese Ausstellung ist ein wichtiger Beitrag dazu.&#8220;<br \/>\n(Uwe Becker, Beauftragter der Hessischen Landesregierung f\u00fcr J\u00fcdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus)<\/p>\n<p>&#8222;Die Ausstellung wurde vor der Z\u00e4sur des 7. Oktober 2023 konzipiert. Wir haben sie 2024, zum ersten Jahrestag dieses Massakers, um Vorf\u00e4lle aus der Zeit danach erg\u00e4nzt. Es zeigt sich auch in der Ausstellung: die antisemitische Welle ist enorm und sie betrifft alle Lebensbereiche. Antisemitismus bedeutet f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden: R\u00e4ume verengen sich, das Sicherheitsgef\u00fchl schwindet. Manche verbergen ihre j\u00fcdische Identit\u00e4t, andere wieder entwickeln starke Resilienz. F\u00fcr Betroffene, die sich an RIAS Hessen wenden, stellen sich Fragen: Wo gibt es Solidarit\u00e4t, Unterst\u00fctzung, wie sich selbst empowern, welche Handlungsoptionen gibt es? Wir zeigen die Betroffenenperspektive. Wir m\u00f6chten die Zivilgesellschaft zu mehr Solidarit\u00e4t bewegen. Es ist ebenso wichtig, dass Betroffene den Sicherheitsbeh\u00f6rden vertrauen k\u00f6nnen. Dass das Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt die Ausstellung zeigt, freut uns deshalb sehr.&#8220;<br \/>\n(Dr. Susanne Urban, Projektleiterin RIAS Hessen)<\/p>\n<p>Informationen und Kontakt RIAS Hessen<\/p>\n<p>Susanne Urban<br \/>\nE-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/4970\/mailto: susanne.urban@rias-hessen.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> susanne.urban@rias-hessen.de<\/a><br \/>\nMobil: 0151 24003697<br \/>\n<a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.rias-hessen.de\">www.rias-hessen.de<\/a><br \/>\n<a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.instagram.com\/rias_hessen\/\">https:\/\/www.instagram.com\/rias_hessen\/<\/a><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">R\u00fcckfragen bitte an:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt am Main<br \/>Pressestelle<br \/>Adickesallee 70<br \/>60322 Frankfurt am Main<br \/>Telefon: 069 \/ 755-82110 (CvD)<br \/>Fax: 069 \/ 755-82009<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/4970\/mailto: pressestelle.ppffm@polizei.hessen.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> pressestelle.ppffm@polizei.hessen.de<\/a><br \/>Homepage Polizeipr\u00e4sidium Ffm.: <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"http:\/\/www.polizei.hessen.de\/ppffm\">http:\/\/www.polizei.hessen.de\/ppffm<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt am Main, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>                <script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30.04.2025 \u2013 15:28 Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt am Main Frankfurt (ots) Am heutigen Mittwoch, 30.04.2025, wurde im Polizeipr\u00e4sidium Frankfurt am&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":108,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,1087,2052,177,121,178,180,179,181],"class_list":{"0":"post-73309","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-he","13":"tag-hessen","14":"tag-kriminalitt","15":"tag-polizei","16":"tag-presse","17":"tag-pressemeldung","18":"tag-pressemitteilung","19":"tag-pressemitteilungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114427189282059710","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73309\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}