{"id":734712,"date":"2026-01-21T05:17:11","date_gmt":"2026-01-21T05:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/734712\/"},"modified":"2026-01-21T05:17:11","modified_gmt":"2026-01-21T05:17:11","slug":"sparkassenverband-sieht-digitalen-euro-kritisch-suedwest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/734712\/","title":{"rendered":"Sparkassenverband sieht digitalen Euro kritisch &#8211; S\u00fcdwest"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Verbandspr\u00e4sident Hirsch sieht hohe Kosten und keinen Nutzen f\u00fcr Kunden. Au\u00dferdem wirft er Fragen zu m\u00f6glichen Rollenkonflikten bei der Europ\u00e4ischen Zentralbank auf.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Mainz\" data-rtr-id=\"e3ec7426bbabd4c2629b469564eb0c8ee33bc951\" data-rtr-score=\"14.982718894009217\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"14\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/mainz?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mainz<\/a> (dpa\/lrs) &#8211; Der rheinland-pf\u00e4lzische Sparkassenverband sieht die von der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"EZB\" data-rtr-id=\"336282934f8e902b1bd5c2564a1a9376f25c66fb\" data-rtr-score=\"443.65867120140086\" data-rtr-etype=\"organisation\" data-rtr-index=\"0\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/ezb?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/a> (EZB) geplante Einf\u00fchrung eines digitalen Euro als Erg\u00e4nzung zum Bargeld kritisch. Die Europ\u00e4ische Zentralbank wolle ein Projekt durchboxen, bei dem noch viele wichtige Fragen ungekl\u00e4rt seien, sagte Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Thomas Hirsch\" data-rtr-id=\"aef999d361764725393b99c5e4d3f242f801c305\" data-rtr-score=\"156.35887096774195\" data-rtr-etype=\"person\" data-rtr-index=\"4\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/thomas-hirsch?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Thomas Hirsch<\/a> der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Das sei mit immensen Kosten verbunden, der Mehrwert f\u00fcr Kundinnen und Kunden sei nicht erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die EZB peilt j\u00fcngsten Aussagen zufolge einen Start eines digitalen Euro im Jahr 2029 an. Auch wenn bislang eine Einigung auf politischer Ebene in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Europa\" data-rtr-id=\"39e7f7fa764abfffb19d8f1651d69023170e7664\" data-rtr-score=\"11.440092165898617\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"6\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/europa?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> noch aussteht, hatte der Rat der Zentralbank im Oktober 2025 beschlossen, die Vorbereitungen fortzusetzen. Die EZB selbst sch\u00e4tzt die Kosten f\u00fcr das gesamte Projekt bis 2029 auf rund 1,3 Milliarden Euro f\u00fcr das Eurosystem. Andere Sch\u00e4tzungen liegen Hirsch zufolge deutlich h\u00f6her, hinzu komme der Aufwand f\u00fcr die Integration bei den einzelnen Banken. <\/p>\n<p>Antwort auf Paypal, Mastercard, Visa und Co.?<\/p>\n<p>Verbraucher bek\u00e4men einen digitalen Euro in einer digitalen Geldb\u00f6rse, einer Wallet, gutgeschrieben und k\u00f6nnten in Sekundenschnelle rund um die Uhr zum Beispiel per Smartphone bezahlen. Die Euro-Notenbanken wollen mit einem digitalen Euro privaten Anbietern vor allem aus den USA wie Paypal, Mastercard und Visa, die den Markt f\u00fcr digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europ\u00e4isches Angebot entgegensetzen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6928488_1_articledetail_Die_EZB_selbst_schaetzt_die_Kosten_fuer_das_gesamte_Projekt_digitaler_Euro_b.webp\" alt=\"EZB\" title=\"EZB\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Die EZB selbst sch\u00e4tzt die Kosten f\u00fcr das gesamte Projekt digitaler Euro bis 2029 auf rund 1,3 Milliarden Euro. (Archivbild)Foto: Boris Roessler\/dpa<\/p>\n<p>Hirsch sagte, ein solches europ\u00e4isches Bezahlsystem habe ein Zusammenschluss europ\u00e4ischer Banken, darunter die Sparkassen, mit \u00abWero\u00bb bereits realisiert. Der Verbandspr\u00e4sident findet es dar\u00fcber hinaus fraglich, ob ein digitaler Euro problemlos funktionieren w\u00fcrde. \u00abWenn alle sich bis zu 3.000 Euro von ihrem Girokonto in die Wallet laden, dann ist dieses Geld dem Kreislauf entzogen, wie als wenn sie es als Bargeld in der Hosentasche haben\u00bb, sagte Hirsch. \u00abDas hei\u00dft, das steht auch f\u00fcr den Bankkreislauf nicht mehr zur Verf\u00fcgung.\u00bb Vorab m\u00fcsse sichergestellt werden, dass das Finanzsystem weiter stabil laufe.<\/p>\n<p>Wird der Kontrolleur zum Mitanbieter?<\/p>\n<p>Es gebe auch \u00dcberlegungen, die komplette Abwicklung \u00fcber die EZB laufen zu lassen. \u00abDas hei\u00dft, am Ende w\u00e4re die EZB nicht mehr nur Zentralbank und Bankaufsichtsbeh\u00f6rde, sondern auch eine Art Retailbank f\u00fcr den digitalen Euro\u00bb, betonte Hirsch. Man m\u00fcsse sich fragen, wie jemand den Bankbereich beaufsichtigen soll und gleichzeitig Mitanbieter ist. \u00abWie machen die das dann mit den unterschiedlichen H\u00fcten, die sie bei der EZB gleichzeitig aufhaben sollen?\u00bb, fragte Hirsch.<\/p>\n<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Verbandspr\u00e4sident Hirsch sieht hohe Kosten und keinen Nutzen f\u00fcr Kunden. 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Andere Sch\u00e4tzungen liegen Hirsch zufolge deutlich h\u00f6her, hinzu komme der Aufwand f\u00fcr die Integration bei den einzelnen Banken. <\/p>\n<p>Antwort auf Paypal, Mastercard, Visa und Co.?<\/p>\n<p>Verbraucher bek\u00e4men einen digitalen Euro in einer digitalen Geldb\u00f6rse, einer Wallet, gutgeschrieben und k\u00f6nnten in Sekundenschnelle rund um die Uhr zum Beispiel per Smartphone bezahlen. Die Euro-Notenbanken wollen mit einem digitalen Euro privaten Anbietern vor allem aus den USA wie Paypal, Mastercard und Visa, die den Markt f\u00fcr digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europ\u00e4isches Angebot entgegensetzen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6928488_1_articledetail_Die_EZB_selbst_schaetzt_die_Kosten_fuer_das_gesamte_Projekt_digitaler_Euro_b.webp\" alt=\"EZB\" title=\"EZB\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Die EZB selbst sch\u00e4tzt die Kosten f\u00fcr das gesamte Projekt digitaler Euro bis 2029 auf rund 1,3 Milliarden Euro. (Archivbild)Foto: Boris Roessler\/dpa<\/p>\n<p>Hirsch sagte, ein solches europ\u00e4isches Bezahlsystem habe ein Zusammenschluss europ\u00e4ischer Banken, darunter die Sparkassen, mit \u00abWero\u00bb bereits realisiert. Der Verbandspr\u00e4sident findet es dar\u00fcber hinaus fraglich, ob ein digitaler Euro problemlos funktionieren w\u00fcrde. \u00abWenn alle sich bis zu 3.000 Euro von ihrem Girokonto in die Wallet laden, dann ist dieses Geld dem Kreislauf entzogen, wie als wenn sie es als Bargeld in der Hosentasche haben\u00bb, sagte Hirsch. \u00abDas hei\u00dft, das steht auch f\u00fcr den Bankkreislauf nicht mehr zur Verf\u00fcgung.\u00bb Vorab m\u00fcsse sichergestellt werden, dass das Finanzsystem weiter stabil laufe.<\/p>\n<p>Wird der Kontrolleur zum Mitanbieter?<\/p>\n<p>Es gebe auch \u00dcberlegungen, die komplette Abwicklung \u00fcber die EZB laufen zu lassen. \u00abDas hei\u00dft, am Ende w\u00e4re die EZB nicht mehr nur Zentralbank und Bankaufsichtsbeh\u00f6rde, sondern auch eine Art Retailbank f\u00fcr den digitalen Euro\u00bb, betonte Hirsch. 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