{"id":735181,"date":"2026-01-21T09:39:11","date_gmt":"2026-01-21T09:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735181\/"},"modified":"2026-01-21T09:39:11","modified_gmt":"2026-01-21T09:39:11","slug":"maischberger-habe-lange-spd-gewaehlt-und-inzwischen-schwierigkeiten-das-weiterhin-zu-tun-sagt-peter-maffay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735181\/","title":{"rendered":"Maischberger: \u201eHabe lange SPD gew\u00e4hlt und inzwischen Schwierigkeiten, das weiterhin zu tun\u201c, sagt Peter Maffay"},"content":{"rendered":"<p>Bei \u201eMaischberger\u201c geht es um Trump, Nato, Gr\u00f6nland und was Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg dazu sagt. Weniger tagespolitisch, aber nicht weniger politisch geht es dann in ein Einzelgespr\u00e4ch mit Peter Maffay.  Zur politischen Lage sagt er: \u201eMich frustriert die Unf\u00e4higkeit\u201c.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Donald Trump, Gr\u00f6nland und die Zukunft der Nato: In der Dienstagnacht bei \u201eMaischberger\u201c wurde deutlich, wie tief das Misstrauen zwischen Europa und den USA inzwischen reicht. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Trumps imperiale Rhetorik, die wahrgenommene Schw\u00e4che Europas \u2013 und die Frage, ob eine milit\u00e4rische Eskalation tats\u00e4chlich noch ausgeschlossen werden kann. Neben Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg war auch Musiker Peter Maffay zu Gast, den Maischberger dann zu dessen Verh\u00e4ltnis zu Sahra Wagenknecht befragte. <\/p>\n<p>Vor dem Musiker war Guttenberg dran: \u201eEs bed\u00fcrfte \u00fcberhaupt nicht dieses unglaubliche Theater\u201c, sagte er, und: Trump m\u00fcsse Gr\u00f6nland gar nicht \u201ebesitzen\u201c. Die USA k\u00f6nnten auch ohne Annektierung Soldaten und St\u00fctzpunkte in Gr\u00f6nland haben. Guttenberg nannte das Sicherheitsargument der USA \u201evalide\u201c, der \u201eeigentlicher Grund\u201c aber seien gr\u00f6nl\u00e4ndische Bodensch\u00e4tze \u2013 \u201eund das unfassbare Ego von Trump\u201c. <\/p>\n<p>Sandra Maischberger selbst nannte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article696dc157cb02badbe0a0e94e\/groenland-das-ist-ein-witz-sie-haben-ihr-ansehen-verloren-trump-attackiert-erneut-norwegen-liveticker.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article696dc157cb02badbe0a0e94e\/groenland-das-ist-ein-witz-sie-haben-ihr-ansehen-verloren-trump-attackiert-erneut-norwegen-liveticker.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Trump<\/a> einen \u201eNarzissten\u201c. Der Moderatorin widersprach dann der ebenfalls anwesende Gast Andrew Langer, ein US-Politikberater: \u201eDonald Trump will nicht, dass sie (die Gr\u00f6nl\u00e4nder, d. Red) Amerikaner werden, er will nur den besten Deal machen. Keiner erwartet, dass Gr\u00f6nland der 51. Staat wird.\u201c Das Auftreten des Pr\u00e4sidenten sei aus seiner Sicht vor allem Provokation.<\/p>\n<p>Der ehemalige CSU-Verteidigungsminister Guttenberg hielt diese Form der Gelassenheit f\u00fcr gef\u00e4hrlich. \u201eIn dem Moment, wo man durchatmet bei Donald Trump, fliegt einem die n\u00e4chste Faust ins Gesicht\u201c, warnte er. Trumps Politik habe \u201eeine H\u00e4rte, eine Unerbittlichkeit\u201c. Sein Rat: \u201eIch w\u00fcrde mich nicht zur\u00fccklehnen und durchatmen.\u201c<\/p>\n<p>Mit der Entsendung von Soldaten aus acht Nato-L\u00e4ndern nach Gr\u00f6nland war Guttenberg aber auch nicht zufrieden: Ein \u201ekommunikatives Desaster\u201c nannte er die Aktion. Die B\u00fcndnispartner h\u00e4tten \u201eklar und deutlich sagen sollen, was der Grund war\u201c. Stattdessen sei Europa uneinig aufgetreten. Der Deutungskonflikt dahinter: In der Trump-Administration haben manche die Entsendung der Europ\u00e4er als Geste der Verteidigung gegen\u00fcber amerikanischen Besitzanspr\u00fcchen und somit als Affront gegen die USA gedeutet. EU-Spitzenleute wollen die Aktion aber verstanden wissen als Antwort auf angebliche Bedenken Trumps, wonach die Insel zu schlecht vor Chinesen und Russen gesch\u00fctzt sei \u2013 also Trump entgegenkommen. <\/p>\n<p>\u201eIch bin \u00fcberzeugt, dass in den letzten Tagen ein europ\u00e4isches <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article696fb46a568b91954b0e931a\/davos-wie-erbaermlich-us-gouverneur-newsom-wirft-europas-regierungen-kniefall-vor-trump-vor.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article696fb46a568b91954b0e931a\/davos-wie-erbaermlich-us-gouverneur-newsom-wirft-europas-regierungen-kniefall-vor-trump-vor.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Good Cop<\/a>, Bad Cop stattgefunden hat\u201c, meinte Guttenberg. <\/p>\n<p>Diese Uneinigkeit habe Folgen. \u201eDas macht unsere Situation verdammt schwach\u201c, er meinte auch: auch mit Blick auf die Ukraine. Denn Trump, warnte Guttenberg, k\u00f6nne jederzeit reagieren und \u201edie US-Armee aus der Ukraine zur\u00fcckziehen\u201c.<\/p>\n<p>Auf die zugespitzte Frage Maischbergers, ob ein milit\u00e4risches Eingreifen der USA denkbar sei, sagte Guttenberg: \u201eIch w\u00fcrde es nicht ausschlie\u00dfen.\u201c Der amerikanische Politikberater Langer widersprach entschieden. Trump werde kein milit\u00e4risches Eingreifen nutzen. Er habe schlie\u00dflich \u201enicht den 3. Weltkrieg angefangen\u201c. <\/p>\n<p>In leichterem Ton sprach Maischberger Guttenberg darauf an, dass es in den letzten Tagen mehr oder weniger ernste Vorschl\u00e4ge des bayerischen CSU-Ministerpr\u00e4sidenten Markus S\u00f6der gegeben hatte, Bundesl\u00e4nder zu fusionieren. Guttenberg reagierte mit Humor: \u201eHamburg f\u00fchlt sich dann irgendwann wie Gr\u00f6nland.\u201c <\/p>\n<p>Maffay \u201efrustriert die Unf\u00e4higkeit\u201c<\/p>\n<p>Zum Sendungsschluss f\u00fchrte Maischberger dann noch ein Einzelinterview mit dem Musiker Peter Maffay, Sch\u00f6pfer von \u201eSonne in der Nacht\u201c und der Zeichentrickfigur \u201eTabaluga\u201c. <\/p>\n<p>\u201eMich frustriert die Unf\u00e4higkeit\u201c, sagte Maffay mit Blick auf politische und gesellschaftliche Herausforderungen. Maischberger, die Maffay duzte, sprach mit ihm \u00fcber Klimaziele, politische Verantwortung und lie\u00df Stationen seines Lebens Revue passieren. R\u00fcckblickend auf seine Zeit in Kanada sagte Maffay: \u201eIch habe die N\u00e4he zu den USA als bedrohlich empfunden.\u201c <\/p>\n<p>Maffay positionierte sich zudem klar auf der Seite der Jugendlichen, wenn es um die Debatte \u00fcber eine Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht geht. \u201eMan h\u00e4tte die Jugendlichen viel mehr einbeziehen m\u00fcssen\u201c, sagte er. Maischberger hakte au\u00dferdem wegen einer gemeinsamen Aktion bei Maffays Verh\u00e4ltnis zum B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht nach. Der Musiker stellte klar: \u201eMit Oskar (Lafontaine) bin ich lange befreundet, mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article695e4bdaaf760025de95d3e5\/abrechnung-mit-dem-bsw-mir-gefaellt-frau-wagenknechts-wortwahl-nicht-sagt-der-vizeministerpraesident.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article695e4bdaaf760025de95d3e5\/abrechnung-mit-dem-bsw-mir-gefaellt-frau-wagenknechts-wortwahl-nicht-sagt-der-vizeministerpraesident.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Sahra<\/a> sp\u00e4ter.\u201c<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob er nach wie vor der SPD nahestehe, entgegnete Maffay: \u201eIch habe lange die SPD gew\u00e4hlt, und habe inzwischen Schwierigkeiten, das weiterhin zu tun.\u201c Ihn erstaune die Entwicklung, die diese Partei genommen habe, f\u00fchrte der 76-J\u00e4hrige dann weiter aus. Diese sei noch vor Jahrzehnten eine wirkliche \u201eVolkspartei\u201c gewesen, sich inzwischen aber \u201emit jedem Jahr verj\u00fcngt in Form von Prozentzahlen\u201c.  Sein Fazit: \u201eIch unterstelle einfach mal, dass die Partei (also die SPD, d. Red) den Menschen auf der Stra\u00dfe nicht mehr wirklich nahe steht.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei \u201eMaischberger\u201c geht es um Trump, Nato, Gr\u00f6nland und was Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg dazu sagt. 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