{"id":735295,"date":"2026-01-21T10:40:11","date_gmt":"2026-01-21T10:40:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735295\/"},"modified":"2026-01-21T10:40:11","modified_gmt":"2026-01-21T10:40:11","slug":"trauer-um-professor-dr-med-dr-h-c-klaus-van-ackern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735295\/","title":{"rendered":"Trauer um Professor Dr. med. Dr. h.c. Klaus van Ackern"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/verstorben-van-Ackern.jpg\" alt=\"Verstorben van Ackern\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"alignnone size-full wp-image-619964\"  \/>Mannheim \/ Metropolregion Rhein-Neckar. Ehemaliger Ordinarius und Direktor der Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Operative Intensivmedizin sowie rund zwei Jahrzehnte Dekan der Medizinischen Fakult\u00e4t Mannheim der Universit\u00e4t Heidelberg verstorben.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4tsmedizin Mannheim trauert um Professor Dr. med. Dr. h.c. Klaus van Ackern, der am 18. Januar 2026 im Alter von 84 Jahren in der Klinik verstarb, die er selbst zwei Jahrzehnte als Klinikdirektor leitete. Professor van Ackern wurde im Jahr 1989 auf den Lehrstuhl f\u00fcr An\u00e4sthesiologie der Medizinischen Fakult\u00e4t Mannheim (damals noch Fakult\u00e4t f\u00fcr Klinische Medizin Mannheim) der Universit\u00e4t Heidelberg berufen und zum Direktor der Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Operative Intensivmedizin des damals noch St\u00e4dtischen Klinikums Mannheim ernannt. Im Jahr 2009 verabschiedete er sich im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand. Dies betraf allerdings nur die Leitung seiner Klinik und das Ordinariat. Gleichzeitig mit seinem Eintritt in den Ruhestand machte van Ackern seine Herzensangelegenheit, die F\u00fchrung der Medizinischen Fakult\u00e4t als Dekan, zum Hauptamt.<\/p>\n<p>Denn: In den zwei Jahrzehnten seines Wirkens innerhalb der Universit\u00e4tsmedizin Mannheim engagierte sich Klaus van Ackern au\u00dfer als Kliniker, Wissenschaftler und Hochschullehrer mit gro\u00dfer Tatkraft und au\u00dferordentlichem Geschick auch in den Gremien sowohl des Universit\u00e4tsklinikums als auch der Medizinischen Fakult\u00e4t \u2013 und erzielte dabei Gro\u00dfes.<\/p>\n<p>Gleichzeitig mit seinem Dienstantritt als Klinikdirektor wurde er 1989 zum Stellvertretendem \u00c4rztlichen Direktor des Universit\u00e4tsklinikums ernannt. Mit seiner Wahl zum Dekan der Mannheimer Medizinfakult\u00e4t im Jahr 1991 begann eine fast zwei Jahrzehnte w\u00e4hrende \u00c4ra an der Spitze der Medizinischen Fakult\u00e4t, unterbrochen nur durch eine zweij\u00e4hrige Pause von 1999 bis 2001, in der er wiederum als \u00c4rztlicher Direktor der Klinikum Mannheim gGmbH agierte.<\/p>\n<p>Als Professor van Ackern die F\u00fchrung der Medizinischen Fakult\u00e4t \u00fcbernahm, handelte es sich noch um eine rein auf die klinische Lehre ausgerichtete Fakult\u00e4t, die der Ausbildung eines Teils der Heidelberger Medizinstudierenden im klinischen Teil ihres Studiums diente. Als Professor van Ackern den Stab 2011 an seinen Nachfolger \u00fcbergab, hatte sich die Medizinische Fakult\u00e4t in Mannheim durch sein geschicktes Agieren und seine au\u00dfergew\u00f6hnliche \u00dcberzeugungskraft mit dem Aufbau einer Vorklinik l\u00e4ngst zur unabh\u00e4ngigen forschenden und lehrenden Vollfakult\u00e4t entwickelt.<\/p>\n<p>Der Weg war geebnet f\u00fcr den Aufbau eines eigenen, sehr innovativen Modellstudiengangs nach dem Mannheimer Reformierten Curriculum f\u00fcr Medizin (MaReCuM), in dem die Mannheimer Medizinstudierenden seit 2006\/2007 vom ersten Semester an mit gro\u00dfem Erfolg das gesamte Medizinstudium absolvieren, und der von Anfang an mit Spitzenwerten bei Rankings gekr\u00f6nt wurde.<\/p>\n<p>Auch die Einrichtung einer Fraunhofer-Projektgruppe f\u00fcr \u201eAutomatisierung in der Medizin und Biotechnologie\u201c in Mannheim, als Au\u00dfenstelle des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart, im Jahr 2011 geht auf ihn und seine \u00dcberzeugungskraft zur\u00fcck. <\/p>\n<p>\u201eMit Klaus van Ackern verlieren wir eine einzigartige Pers\u00f6nlichkeit und einen leidenschaftlichen K\u00e4mpfer f\u00fcr unsere Medizinische Fakult\u00e4t in Mannheim. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir hier in Mannheim mit unserem MaReCuM-Modellstudiengang einen sehr erfolgreichen Medizinstudiengang aufbauen konnten. Seinem Verhandlungsgeschick verdanken wir auch die Einwerbung einer gro\u00dfen Zahl von Stiftungsprofessuren, die f\u00fcr den Ausbau der Forschung damals notwendig waren. Der Name Klaus van Ackern ist mit dem Erfolg unserer Medizinfakult\u00e4t in Forschung und Lehre unverr\u00fcckbar verbunden\u201c sagt der amtierende Dekan der Medizinischen Fakult\u00e4t Mannheim der Universit\u00e4t Heidelberg, Professor Dr. Sergij Goerdt.<\/p>\n<p>In Essen geboren, mit einem Abitur von einem Altsprachlichen Gymnasium in der Tasche, verlie\u00df Klaus van Ackern das Ruhrgebiet in Richtung Kurpfalz, die er sp\u00e4ter zu seiner Wahlheimat machte, um an der Ruprecht-Karls-Universit\u00e4t Heidelberg das Studium der Medizin aufzunehmen. Hier promovierte er zum Doktor der Medizin und erhielt als DFG-Stipendiat eine erste wissenschaftliche Ausbildung am Institut f\u00fcr Experimentelle Chirurgie der Universit\u00e4t Heidelberg.<\/p>\n<p>Im Jahr 1972 f\u00fchrte ihn sein Weg erstmals nach Mannheim, wo er am damaligen Institut f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Reanimation seine Facharztausbildung absolvierte, die er 1975 abschloss. Im selben Jahr habilitierte er sich an der Universit\u00e4t Heidelberg im Fachgebiet An\u00e4sthesiologie und folgte seinem Mentor, Professor Klaus Peter, an das Institut f\u00fcr An\u00e4sthesiologie der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen. Dort wurde er 1980 zum C3-Professor f\u00fcr An\u00e4sthesiologie ernannt.<\/p>\n<p>Ein Ruf als Ordinarius f\u00fcr An\u00e4sthesie und Intensivmedizin f\u00fchrte ihn 1986 zun\u00e4chst nach L\u00fcbeck. Drei Jahre sp\u00e4ter kehrte er nach Mannheim zur\u00fcck, indem er dem Ruf auf den Lehrstuhl f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin an die Medizinische Fakult\u00e4t Mannheim der Universit\u00e4t Heidelberg folgte \u2013 als Nachfolger seines ersten Chefs, Professor Dr. Horst Lutz. Hier wirkte er bis zu seiner Emeritierung am 31. M\u00e4rz 2009 zwei Jahrzehnte als Direktor der Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Operative Intensivmedizin h\u00f6chst erfolgreich. Unter seiner F\u00fchrung gelang es in Mannheim, die Einheit von An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin nicht nur zu erhalten, sondern mit einer deutlichen Erweiterung des an\u00e4sthesiologischen Leistungsspektrums weiter auszubauen.<\/p>\n<p>Die Sch\u00e4rfung des Forschungsprofils der Klinik auf Sepsis, Muskelrestrukturierung, Lungenversagen und Schmerz ist Ausdruck seiner Vision, dass Medizin an einer Universit\u00e4tsklinik nicht ohne wissenschaftliches Denken betrieben werden kann. Dabei legte er ein besonderes Gewicht auf die Entwicklung der Schmerzmedizin, mit der Einwerbung einer Stiftungsprofessur und dem Aufbau einer Schmerzambulanz. Zum Ausbau der operativen Intensivmedizin trugen die Einf\u00fchrung innovativer Schwerpunkte wie die ECMO-Therapie, die F\u00f6rderung eines innovativen OP-Managements sowie die Erweiterung des Spektrums der \u00e4rztlichen Notfallversorgung und der Intensivtransporte bei.<\/p>\n<p>Professor van Ackern pr\u00e4gte zudem als Verbandspolitiker die deutsche An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin. Er war 1996 Pr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin und direkt im Anschluss an die Pr\u00e4sidentschaft f\u00fcr 13 Jahre Generalsekret\u00e4r der Fachgesellschaft. Zahlreiche Auszeichnungen \u2013 darunter die Ehrendoktorw\u00fcrde der Universit\u00e4t Cluj-Napoca und der Mannheimer Bloomaul-Orden \u2013 w\u00fcrdigten sein Lebenswerk.<\/p>\n<p>Mit Professor Dr. Klaus van Ackern verliert die Universit\u00e4tsmedizin Mannheim eine ganz au\u00dfergew\u00f6hnliche Pers\u00f6nlichkeit. Wir werden ihn stets in bester Erinnerung behalten. Unser Mitgef\u00fchl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.<\/p>\n<p>Quelle: Universit\u00e4tsmedizin Mannheim<\/p>\n<p class=\"post-modified-info\">Zuletzt aktualisiert am 21. Januar 2026, 11:11<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mannheim \/ Metropolregion Rhein-Neckar. 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