{"id":735667,"date":"2026-01-21T14:09:11","date_gmt":"2026-01-21T14:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735667\/"},"modified":"2026-01-21T14:09:11","modified_gmt":"2026-01-21T14:09:11","slug":"die-abgruende-zwischen-mutter-und-sohn-das-radikale-spielfilmdebuet-scham-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735667\/","title":{"rendered":"Die Abgr\u00fcnde zwischen Mutter und Sohn: das radikale Spielfilmdeb\u00fct \u201eScham\u201c &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Er h\u00e4lt ihr vor, dass sie weggeschaut h\u00e4tte, als er ihre Hilfe brauchte. Zudem habe sie ihn geschlagen und all ihre Wut an ihm ausgelassen. Sie beschimpft ihn als Perversen, dessen Anwesenheit sie krank mache und der besser verschwinden solle. Er und sie: Das sind in diesem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Film\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Film<\/a> ein junger Mann und seine Mutter. Die beiden haben sich seit Jahren nicht gesehen, bei einem Besuch will er die Vergangenheit aufarbeiten und Unausgesprochenes aussprechen. Daf\u00fcr z\u00fcckt er sein Handy wie eine Waffe und filmt das Gespr\u00e4ch. Sie filmt zur\u00fcck und konfrontiert ihn mit noch viel heftigeren Vorw\u00fcrfen. Immer hitziger wird das Gespr\u00e4ch, immer tiefer die Abgr\u00fcnde, in die beide blicken lassen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eScham\u201c ist ein filmisches Zweipersonenst\u00fcck, es thematisiert h\u00e4usliche Gewalt, Mobbing und sexuellen Missbrauch. Inszeniert und geschrieben wurde es vom M\u00fcnchner Nachwuchsfilmer Lukas R\u00f6der, dessen Studentenfilm \u201eGehirntattoo\u201c vor vier Jahren <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-hofer-filmtage-hofer-goldpreis-film-kino-1.5512386\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei den Hofer Filmtagen mit dem hoch dotierten Hofer Goldpreis ausgezeichnet wurde<\/a>. \u201eScham\u201c ist R\u00f6ders Abschlussfilm an der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hochschule_f%C3%BCr_Fernsehen_und_Film\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HFF M\u00fcnchen<\/a>, das sieht man dem Film auch an: Er nutzt die Freir\u00e4ume, die Filmemachern bei Deb\u00fcts gew\u00e4hrt werden, er lotet Grenzen aus, ist inhaltlich und k\u00fcnstlerisch radikal.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Rolle der Mutter hat die erfahrene Berliner Schauspielerin Heike Hanold-Lynch \u00fcbernommen, ihren Sohn spielt Til Schindler. Der geb\u00fcrtige M\u00fcnchner sammelte bereits als Jugendlicher erste Schauspielerfahrungen, er steht auf der Theaterb\u00fchne und spielt in Kurzfilmen oder Serien mit. Die Rolle in \u201eScham\u201c d\u00fcrfte seine bisher gr\u00f6\u00dfte und intensivste sein. Bundesweit in den Kinos l\u00e4uft der Film am 29. Januar an, vorher stellen ihn der Regisseur und sein Team noch pers\u00f6nlich in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> vor.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><strong>Scham, D 2025, Regie: Lukas R\u00f6der, Premiere und Filmgespr\u00e4ch am Sonntag, 25. Januar, 20.15 Uhr, Monopol Kino, Schlei\u00dfheimer Stra\u00dfe 127<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er h\u00e4lt ihr vor, dass sie weggeschaut h\u00e4tte, als er ihre Hilfe brauchte. 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