{"id":735704,"date":"2026-01-21T14:30:11","date_gmt":"2026-01-21T14:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735704\/"},"modified":"2026-01-21T14:30:11","modified_gmt":"2026-01-21T14:30:11","slug":"spionage-und-terror-unterstuetzung-doppel-razzia-gegen-mutmassliche-agenten-und-unterstuetzer-russlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735704\/","title":{"rendered":"Spionage und Terror-Unterst\u00fctzung: Doppel-Razzia gegen mutma\u00dfliche Agenten und Unterst\u00fctzer Russlands"},"content":{"rendered":"<p>Fahnder gehen gegen eine mutma\u00dfliche russische Agentin und zwei Unterst\u00fctzer prorussischer Milizen vor. Auch hochrangige Ex-Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums sollen kontaktiert worden sein. Diese stehen ebenfalls im Fokus der Ermittlungen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">In Berlin und Brandenburg hat der Generalbundesanwalt (GBA) zwei M\u00e4nner und eine Frau mit Russland-Bez\u00fcgen wegen verschiedener Vorw\u00fcrfe festnehmen lassen. Zu den Verhaftungen kam es nach WELT-Informationen in Berlin sowie in K\u00f6nigs Wusterhausen und im Kreis M\u00e4rkisch-Oderland.<\/p>\n<p>Bei der in Berlin festgenommen Frau soll es sich um die Deutsch-Ukrainerin Ilona W. handeln. Gegen W. besteht der Verdacht der geheimdienstlichen Agentent\u00e4tigkeit. Sie soll zu einem Geheimdienst-Mitarbeiter in der russischen Botschaft Kontakt gehabt haben. Sie sei an den Milit\u00e4rgeheimdienst GRU angebunden gewesen. W. soll f\u00fcr ihre Arbeit kein Geld erhalten, sondern aus \u00dcberzeugung gehandelt haben.<\/p>\n<p>Die 56-J\u00e4hrige habe Informationen zu deutschen Erkenntnissen \u00fcber den Ukraine-Krieg weitergegeben. Dabei sei sie auch an hochrangige Ex-Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums herangetreten, erfuhr WELT.<\/p>\n<p>Zwei von ihnen werden vom GBA ebenfalls als Beschuldigte wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agentent\u00e4tigkeit gef\u00fchrt, wurden aber nicht festgenommen. Ilona W. soll ihrem Kontaktmann in der russischen Botschaft erm\u00f6glicht haben, unter einem Aliasnamen an Veranstaltungen teilzunehmen, bei denen der Ukraine-Krieg Thema war.<\/p>\n<p>Nach WELT-Informationen war W. im politischen Berlin umtriebig, war immer wieder auf Veranstaltungen und Empf\u00e4ngen zu Gast. Foto zeigen sie in Gespr\u00e4chen mit Botschaftern und Wirtschaftsvertretern. <\/p>\n<p>W. engagierte sich zudem im Vorstand eines Vereins, in dem auch Politiker und ein ehemaliger Beamter des Verteidigungsministeriums aktiv gewesen sein sollen. Bei diesem soll es sich um Walter S. handeln, einen Direktor a.D. Er ist demnach einer der Verd\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Nach den aktuellen Informationen kamen die deutschen Geheimdienste den Beschuldigten auf die Spur. Einen Tipp aus dem Ausland soll es nicht gegeben haben.<\/p>\n<p>In Brandenburg lautet der Vorwurf Terror-Unterst\u00fctzung<\/p>\n<p>Bei den beiden in Brandenburg Festgenommenen handelt es sich nach Angaben des Generalbundesanwalts um den russischen Staatsangeh\u00f6rigen Suren A. und den deutschen Staatsangeh\u00f6rigen Falko H. Beide sollen  seit 2016 herausgehobene Stellungen in einem Verein eingenommen haben, der den Transport von Versorgungsg\u00fctern und Medizinprodukten, aber auch von Drohnen in den Donbass zugunsten von Milizion\u00e4ren der \u201eVolksrepubliken Donezk und Lugansk\u201c organisierte.  Bei den Profiteuren der Transporte handele es sich um terroristische Vereinigungen.<\/p>\n<p>Nach WELT-Informationen war Falko H. Vorstandsmitglied des Vereins \u201eFriedensbr\u00fccke \u2013 Kriegsopferhilfe\u201c. Bereits im vergangenen Mai waren Ermittler gegen zwei Funktion\u00e4re der Organisation, darunter die ehemalige Linken-Politikerin Liane K., vorgegangen. In den Ermittlungen ging es unter anderem um um illegale Warentransporte in die prorussischen Republiken Donezk und Luhansk. Auch bei H. gab es im Mai vergangenen Jahres eine Durchsuchung.<\/p>\n<p>WELT AM SONNTAG hatte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus238073763\/Dubiose-Vereine-Deutsche-Hilfe-fuer-Separatisten-in-der-Ukraine.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus238073763\/Dubiose-Vereine-Deutsche-Hilfe-fuer-Separatisten-in-der-Ukraine.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bereits im Jahre 2022<\/a> \u00fcber die Umtriebe der \u201eFriedensbr\u00fccke\u201c berichtet. Die Recherchen legten nahe, dass der Verein aus Wandlitz bei Berlin gegen die Sanktionsbestimmungen der Europ\u00e4ischen Union verst\u00f6\u00dft. Laut diesen d\u00fcrfen den Separatistenregionen Donezk und Luhansk \u201eweder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verf\u00fcgung gestellt werden oder zugutekommen\u201c.<\/p>\n<p>Bei den \u201eVolksrepubliken Donezk und Lugansk\u201c handelt es sich nach Angaben des GBA um prorussische Gruppierungen, die ab Fr\u00fchjahr 2014 die Kontrolle \u00fcber die ukrainischen Verwaltungsbezirke Donezk und Lugansk mit dem Ziel der Losl\u00f6sung von der Ukraine beanspruchten und sich intensive Auseinandersetzungen mit den ukrainischen Streitkr\u00e4ften lieferten. Suren A. soll Vereinsgelder von \u00fcber 14.000 Euro in die Gebiete weitergeleitet haben. Daneben soll er G\u00fctertransporte f\u00fcr die dortigen Milizen finanziert haben. <\/p>\n<p>In den sozialen Medien und \u00fcber den Messenger Telegram verbreitete die \u201eFriedensbr\u00fccke\u201c regelm\u00e4\u00dfig Aufnahmen von ihren Transporten in das umk\u00e4mpfte Gebiet. <\/p>\n<p><b>Wir sind das WELT-Investigativteam: Sie haben Hinweise f\u00fcr uns? Dann melden Sie sich gerne, auch vertraulich \u2013 <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6970ad75568b91954b0e9e08\/mailto:investigativ@welt.de\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;mailto:investigativ@welt.de&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>per E-Mail<\/b><\/a><b> oder \u00fcber den verschl\u00fcsselten Messenger Threema (X4YK57TU).<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fahnder gehen gegen eine mutma\u00dfliche russische Agentin und zwei Unterst\u00fctzer prorussischer Milizen vor. 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