{"id":735822,"date":"2026-01-21T15:33:12","date_gmt":"2026-01-21T15:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735822\/"},"modified":"2026-01-21T15:33:12","modified_gmt":"2026-01-21T15:33:12","slug":"mutmassliche-russland-spionin-in-berlin-gefasst-nachrichten-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735822\/","title":{"rendered":"Mutma\u00dfliche Russland-Spionin in Berlin gefasst | Nachrichten Aktuell"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Der Vorwurf wiegt schwer: Eine Deutsch-Ukrainerin soll f\u00fcr einen Mitarbeiter eines russischen Geheimdienstes in der russischen Botschaft in Berlin Informationen beschafft und ihm beim Kontaktaufbau geholfen haben. Die Frau wurde am Mittwoch festgenommen, in mehreren Bundesl\u00e4ndern fanden Durchsuchungen statt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr geheimdienstliche Agentent\u00e4tigkeit vor. Auch zwei ehemalige Bundeswehrangeh\u00f6rige stehen im Visier der Ermittler.<\/p>\n<p>Wer ist die mutma\u00dfliche Spionin?<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Die Deutsch-Ukrainerin lebt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schon seit einigen Jahrzehnten in Deutschland. In der Vergangenheit soll sie Sozialleistungen bezogen haben. Zuletzt bot sie unter anderem Marketing-Dienstleistungen an. Aus Sicherheitskreisen hei\u00dft es, als prorussische Netzwerkerin sei sie schon l\u00e4nger bekannt.<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Sp\u00e4testens seit November 2023 sei die Frau mit ihrem Kontaktmann bei der russischen Botschaft im Austausch gewesen sein, so der Vorwurf der Bundesanwaltschaft. Sie soll Hintergrundinformationen \u00fcber Teilnehmer bei \u00abhochkar\u00e4tigen politischen Veranstaltungen\u00bb gesammelt und sich \u00fcber Standorte der R\u00fcstungsindustrie, Drohnentests und geplante Drohnenlieferungen an die Ukraine erkundigt haben. Dabei habe sich die Beschuldigte auch an ehemalige Mitarbeiter aus dem Bereich des Verteidigungsministeriums gewandt, die sie pers\u00f6nlich kannte, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Spur f\u00fchrt auch zu Ex-Bundeswehrleuten<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Nach dpa-Informationen wird in dem Fall auch gegen zwei ehemalige Angeh\u00f6rige der Bundeswehr ermittelt. Dabei handele es sich um einen erst k\u00fcrzlich in Pension gegangenen Stabsoffizier sowie einen Beamten des h\u00f6heren Dienstes, der die Bundeswehr vor mehr als 15 Jahren verlassen habe, hie\u00df es aus Milit\u00e4rkreisen. Mit Bekanntwerden des Verdachts gegen den damals noch im aktiven Dienst befindlichen Stabsoffizier habe der Milit\u00e4rische Abschirmdienst umfassende nachrichtendienstliche Ermittlungen zur Aufkl\u00e4rung der Sache aufgenommen.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Die beiden M\u00e4nner st\u00fcnden im Verdacht, \u00abgegen\u00fcber einer beschuldigten Mittelsperson, die mutma\u00dflich im Auftrag des russischen Nachrichtendienstes handelte und heute aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs festgenommen wurde, dienstliche Informationen preisgegeben zu haben\u00bb, so die Milit\u00e4rkreise. Daf\u00fcr sollen sie ihre Kontakte in die Bundeswehr genutzt haben. Ob sie Informationen wissentlich an einen ausl\u00e4ndischen Nachrichtendienst weitergaben, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Bei der \u00abMittelsperson\u00bb d\u00fcrfte es sich um die Deutsch-Ukrainerin handeln.<\/p>\n<p>Durchsuchungen in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und M\u00fcnchen<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">\u00dcber relevante Zahlungen an die Beschuldigte ist bislang nichts bekannt. Fr\u00fchere \u00c4u\u00dferungen der Frau deuten dem Vernehmen nach darauf hin, dass sie aus \u00dcberzeugung handelte. Die Deutsch-Ukrainerin soll ihrem Kontaktmann aus der Botschaft auch geholfen haben, unter Aliassen selbst an politischen Veranstaltungen in Berlin teilzunehmen, damit er dort f\u00fcr den Geheimdienst relevante Kontakte aufbauen konnte.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Die Durchsuchungen im rheinland-pf\u00e4lzischen Landkreis Ahrweiler, im Brandenburger Havelland und in M\u00fcnchen betrafen nach Angaben der Bundesanwaltschaft auch R\u00e4umlichkeiten von zwei Beschuldigten, die auf freiem Fu\u00df sind. Ob es sich hierbei um die beiden ehemaligen Bundeswehrangeh\u00f6rigen handelt, blieb zun\u00e4chst offen. Die festgenommene Frau soll nun dem Ermittlungsrichter in Karlsruhe vorgef\u00fchrt werden, der ihr den Haftbefehl er\u00f6ffnen und \u00fcber die Untersuchungshaft entscheiden wird.<\/p>\n<p>Was wird aus dem mutma\u00dflichen Kontaktmann?<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Der mutma\u00dfliche Kontaktmann der Beschuldigten in der russischen Botschaft soll sich noch in Deutschland aufhalten. Das Ausw\u00e4rtige Amt teilte auf Nachfrage mit, der Fall werde gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Wie schwerwiegend ist der Fall?<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">\u00abWenn sich die Vorw\u00fcrfe erh\u00e4rten, dann haben wir es mit einem besonders schweren Fall geheimdienstlicher Agentent\u00e4tigkeit zu tun, der einmal mehr best\u00e4tigt: Deutschland steht weiterhin im Visier des russischen Geheimdienstes\u00bb, sagt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD).<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hatten europ\u00e4ische Staaten kurz nach Kriegsbeginn mutma\u00dfliche russische Agenten ausgewiesen. Die deutsche Regierung erkl\u00e4rte damals 40 Angeh\u00f6rige der russischen Botschaft in Berlin zu unerw\u00fcnschten Personen. Seither bem\u00fchen sich russische Nachrichtendienste nach Einsch\u00e4tzung des Bundesamts f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) auch um neue Wege f\u00fcr Spionage, Sabotage und Desinformation in Deutschland \u2013 etwa durch die Anwerbung sogenannter \u00abWegwerf-Agenten\u00bb f\u00fcr bestimmte Operationen.<\/p>\n<p>Weitere Festnahmen gegen Russland-Unterst\u00fctzer<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Das Spionage-Verfahren der Bundesanwaltschaft geht nach Angaben der Beh\u00f6rde auf Erkenntnisse des Bundesamts f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) und des Bundesamts f\u00fcr den Milit\u00e4rischen Abschirmdienst zur\u00fcck. Die polizeilichen Ermittlungen liegen beim Bundeskriminalamt.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Der Generalbundesanwalt lie\u00df am Mittwoch in Brandenburg au\u00dferdem zwei mutma\u00dfliche Unterst\u00fctzer der prorussischen \u00abVolksrepubliken\u00bb Donezk und Lugansk festnehmen. Sie sollen f\u00fchrende Mitglieder eines Vereins gewesen sein, der den Transport von Versorgungsg\u00fctern und Drohnen in den ukrainischen Donbass zugunsten der dortigen prorussischen Milizen organisierte. Die Bundesanwaltschaft stuft die \u00abVolksrepubliken\u00bb als terroristische Vereinigungen ein. Einen Zusammenhang zwischen diesen Ermittlungen und dem Spionage-Verfahren soll es aber nicht geben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Vorwurf wiegt schwer: Eine Deutsch-Ukrainerin soll f\u00fcr einen Mitarbeiter eines russischen Geheimdienstes in der russischen Botschaft in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":735823,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[12953,1941,1939,296,1937,11696,1890,18330,685,2520,29,1478,325,30,11306,308,1940,1938,307,3555,317],"class_list":{"0":"post-735822","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-rstungsindustrie","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-botschaft","14":"tag-brandenburg","15":"tag-bundesanwaltschaft","16":"tag-bundeswehr","17":"tag-deutsche-presse-agentur","18":"tag-deutschland","19":"tag-drohne","20":"tag-geheimdienst","21":"tag-germany","22":"tag-mnchen","23":"tag-moskau","24":"tag-nachrichten-aus-berlin","25":"tag-news-aus-berlin","26":"tag-russland","27":"tag-spionage","28":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115933819984391904","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/735822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=735822"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/735822\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/735823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=735822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=735822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=735822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}