{"id":735941,"date":"2026-01-21T16:38:09","date_gmt":"2026-01-21T16:38:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735941\/"},"modified":"2026-01-21T16:38:09","modified_gmt":"2026-01-21T16:38:09","slug":"leipziger-uniklinik-erhaelt-75-millionen-euro-fuer-deutschlandweites-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/735941\/","title":{"rendered":"Leipziger Uniklinik erh\u00e4lt 7,5 Millionen Euro f\u00fcr deutschlandweites Projekt"},"content":{"rendered":"<p>Ein Insektenstich entz\u00fcndet sich, eine Lungenentz\u00fcndung wird nicht rechtzeitig erkannt, nach einer Operation dringen Keime in den K\u00f6rper ein: Was harmlos beginnt, kann zur Sepsis werden \u2013 einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung. J\u00e4hrlich sterben in Deutschland etwa 75.000 Menschen daran. Viele dieser Todesf\u00e4lle w\u00e4ren vermeidbar. Das Universit\u00e4tsklinikum Leipzig startet nun ein Gro\u00dfprojekt, das die Behandlung bundesweit verbessern soll.<br \/>Das Vorhaben tr\u00e4gt den Namen optiSEP und erh\u00e4lt 7,5 Millionen Euro F\u00f6rderung vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss. Die Leipziger Uniklinik \u00fcbernimmt die Leitung des Forschungsverbunds. Partner sind Universit\u00e4tskliniken aus Essen, G\u00f6ttingen, Magdeburg und Aachen. Die Arbeit beginnt im September 2026 und l\u00e4uft \u00fcber dreieinhalb Jahre.<\/p>\n<p>Digitale Daten sollen helfen, Leben zu retten<\/p>\n<p>Das Problem liegt oft nicht nur in der Medizin selbst, sondern in den \u00dcberg\u00e4ngen zwischen verschiedenen Stationen. Der Rettungsdienst bringt einen Patienten in die Notaufnahme, von dort geht es auf die Intensivstation, sp\u00e4ter in die Reha. Bei jedem Wechsel k\u00f6nnen wichtige Informationen verloren gehen. \u201eMit optiSEP schaffen wir die Voraussetzungen, moderne Diagnostik, digitale Datenstr\u00f6me und strukturierte Behandlungspfade so zu verbinden, dass Patientinnen und Patienten schneller und zielgerichteter profitieren&#8220;, sagt Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer vom Universit\u00e4tsklinikum Leipzig. Sie hat das Projekt initiiert und leitet es.<\/p>\n<p>Die Forschenden wollen alle Behandlungsdaten digital verkn\u00fcpfen und nutzbar machen. Auf dieser Basis sollen Computerprogramme entstehen, die gef\u00e4hrliche Verl\u00e4ufe fr\u00fcher erkennen und \u00c4rzte bei Entscheidungen unterst\u00fctzen. Au\u00dferdem werden einheitliche Behandlungsschritte erarbeitet, damit die Therapie \u00fcberall nach den neuesten medizinischen Standards erfolgt. Ramshorn-Zimmer erkl\u00e4rt, dass der Anspruch sei, die Versorgungskette nicht nur zu analysieren, sondern konkret so zu verbessern, dass an den Schnittstellen weniger Information verloren geht und die Behandlungsqualit\u00e4t messbar steigt.<\/p>\n<p>Neue Methode sp\u00fcrt Erreger schneller auf<\/p>\n<p>Ein wichtiger Baustein ist eine moderne Untersuchungsmethode namens Next-Generation Sequencing. Sie kann Krankheitserreger direkt \u00fcber ihr Erbgut identifizieren. Herk\u00f6mmliche Labortests brauchen oft mehrere Tage, weil Bakterien erst in Kulturen angez\u00fcchtet werden m\u00fcssen. Manche Erreger lassen sich so gar nicht nachweisen. Die neue Methode ist schneller und findet auch schwierige Keime. Das hilft, die Behandlung mit Antibiotika fr\u00fcher anzupassen.<\/p>\n<p>\u201eSepsis kennt keine Sektorengrenzen. F\u00fcr eine erfolgreiche Behandlung m\u00fcssen Rettungsdienst, Notaufnahme, Intensivstation und Rehabilitation nahtlos ineinandergreifen&#8220;, sagt Prof. Felix Walcher von der Universit\u00e4tsmedizin Magdeburg. OptiSEP verbindet moderne Computerhilfen, neue Untersuchungsmethoden und klare Behandlungsschritte, um die Patientenversorgung vom Rettungswagen bis zur Reha zu verbessern. Das Projekt baut auf Erfahrungen des Vorg\u00e4ngerprojekts DigiSep auf und k\u00f6nnte sp\u00e4ter auch f\u00fcr andere Krankheiten als Vorbild dienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Insektenstich entz\u00fcndet sich, eine Lungenentz\u00fcndung wird nicht rechtzeitig erkannt, nach einer Operation dringen Keime in den K\u00f6rper&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":735942,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[60802,3364,29,597,52736,30,71,168835,859,60804,20953,4715,39444],"class_list":{"0":"post-735941","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-blutvergiftung","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-forschung","12":"tag-forschungsprojekt","13":"tag-germany","14":"tag-leipzig","15":"tag-optisep","16":"tag-sachsen","17":"tag-sepsis","18":"tag-uniklinik","19":"tag-universitt-leipzig","20":"tag-vorsorge"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115934075726611982","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/735941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=735941"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/735941\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/735942"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=735941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=735941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=735941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}