{"id":736008,"date":"2026-01-21T17:15:10","date_gmt":"2026-01-21T17:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/736008\/"},"modified":"2026-01-21T17:15:10","modified_gmt":"2026-01-21T17:15:10","slug":"chemnitz-industriemuseum-will-virtuelle-besuche-von-zu-hause-ermoeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/736008\/","title":{"rendered":"Chemnitz: Industriemuseum will virtuelle Besuche von zu Hause erm\u00f6glichen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nVon zu Hause aus durch das <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/ausflug-tipps\/chemnitz-kulturhauptstadt-moderne-industrie-fakten-106.html\" title=\"Kulturhauptstadt: 9 Fakten \u00fcber Chemnitz als Stadt der Moderne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Industriemuseum Chemnitz<\/a> spazieren? Das Forschungsprojekt TeleVeRbundenheit der TU Chemnitz m\u00f6chte das nun m\u00f6glich machen. Mittels VR-Brille und einem mit einer 360-Grad-Kamera ausgestatteten Telepr\u00e4senzroboter soll man in Zukunft das Industriemuseum Chemnitz ortsunabh\u00e4ngig besuchen k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf diese Weise sollen auch Menschen gemeinsame Erlebnisse teilen k\u00f6nnen, die nicht die M\u00f6glichkeit haben, das <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/chemnitz-museen-ueberblick-kulturhauptstadt-114.html\" title=\"Chemnitz: Die besten 10 Museen in der Kulturhauptstadt 2025\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Museum<\/a> physisch zu besuchen, so Projektleiterin Lena Franzkowiak.\n<\/p>\n<p><a name=\"Die\">Die<\/a> Anwendung in der Testphase<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie beiden Chemnitzer Rentner Kerstin und Lutz Pannasch haben sich an diesem Nachmittag als Probanden f\u00fcr die Studie gemeldet. Ihre Aufgabe wird es heute sein, einen 15-min\u00fctigen Rundgang durch die Museumsausstellung zu erleben. Kerstin Pannasch l\u00e4uft dabei gemeinsam mit dem Telepr\u00e4senzroboter durch die Ausstellung.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDieser besteht aus R\u00e4dern und einer Halterungsstange, auf der ein Bildschirm und eine 3D-Kamera montiert sind. Lutz Pannasch bleibt in einem separaten Raum, um die Distanz zu simulieren und wird per WLAN auf den Telepr\u00e4senzroboter zugeschaltet. Er tr\u00e4gt eine Virtual-Reality-Brille und folgt damit dem Blick des Roboters in der Ausstellungshalle des <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/chemnitz\/chemnitz-stollberg\/tales-of-transformation-ausstellung-industriemuseum-kultur-news-100.html\" title=\"Chemnitz als Stadt des Wandels: Ausstellung &quot;Tales of Transformation&quot; \u00fcberrascht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Industriemuseums Chemnitz<\/a>, in der neben vielen weiteren Objekten zahlreiche Eisenbahnen, Zeppeline, Bagger und Autos aus verschiedenen Epochen zu sehen sind.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nPer Controller kann er die Bewegungen des Roboters steuern und durch die Ausstellung f\u00fchren. Kerstin Pannasch kommuniziert mit ihrem Mann per Headset. In kurzer Zeit entwickeln die beiden ein Ratespiel zu den Baujahren verschiedener Eisenbahnmodelle, die Lutz Pannasch erst durch n\u00e4heres Heranzoomen erkennen kann.\n<\/p>\n<p>N\u00e4he trotz r\u00e4umlicher <a name=\"Distanz\">Distanz<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr Lena Franzkowiak von der TU Chemnitz besteht die besondere Herausforderung darin, einen Eindruck von r\u00e4umlicher N\u00e4he \u00fcber Distanz hinweg zu schaffen, denn das w\u00fcrden herk\u00f6mmliche Kommunikationstechnologien nicht erm\u00f6glichen. Verbundenheit und ein Gef\u00fchl der N\u00e4he herzustellen, seien f\u00fcr gemeinsame Erlebnisse essentiell, so die Projektleiterin.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Verbundenheit und ein Gef\u00fchl der N\u00e4he herzustellen, sind f\u00fcr gemeinsame Erlebnisse essentiell.<\/p>\n<p>Projektleiterin Lena Franzkowiak<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Wir erinnern uns ja gerne daran zur\u00fcck, was wir mit einer Freundin oder einem Ehepartner vielleicht zusammen mal erlebt haben \u2013 und solche Erlebnisse verbinden&#8220;, sagt Franzkowiak.\n<\/p>\n<p><a name=\"Wie\">Wie<\/a> ist das Projekt entstanden?<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Idee f\u00fcr das Projekt entstand mit der Corona-Pandemie, die den Bewegungsspielraum vieler Menschen drastisch einschr\u00e4nkte. So begannen Franzkowiak und ihr Team nach Wegen zu suchen, Menschen trotz r\u00e4umlicher Distanz zusammenzubringen. Vor allem \u00e4lteren Menschen oder Personen, die aufgrund anderer gesundheitlicher Einschr\u00e4nkungen nicht in der Lage sind, ein Museum selbst zu besuchen, k\u00f6nne diese Technologie erm\u00f6glichen, wieder mehr am sozialen Leben und an kulturellen Angeboten teilzunehmen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach einigen Minuten hat sich Lutz Pannasch mit den Controllern eingegroovt und die Steuerung des Roboters l\u00e4uft fast unfallfrei. Die Technik hakt noch an einigen Stellen, aber auch diese Fehler sind schnell behoben. Kerstin und Lutz Pannasch sind von der neuen Anwendung begeistert.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Es war wirklich klasse! Diese Technologie wird sicherlich in vielen Bereichen Einzug erhalten. Klar, sie ist noch verbesserungsf\u00e4hig, aber jede neue Technik hat ja mal mit Reibereien und Problemen begonnen&#8220;, sagt Lutz Pannasch.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Projekt startete im Juni 2023 und wurde mit rund zwei Millionen Euro gef\u00f6rdert. Die VR-Brillen f\u00e4nden in vielen Haushalten immer mehr Verbreitung, so Franzkowiak. Um die neue Technologie in der Praxis wirklich anwenden zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten Museen mit den Telepr\u00e4senzrobotern ausgestattet werden. Im M\u00e4rz l\u00e4uft das Forschungsprojekt TeleVeRbundenheit aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von zu Hause aus durch das Industriemuseum Chemnitz spazieren? 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