{"id":7361,"date":"2025-04-04T09:53:11","date_gmt":"2025-04-04T09:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/7361\/"},"modified":"2025-04-04T09:53:11","modified_gmt":"2025-04-04T09:53:11","slug":"europa-schottet-sich-nach-meinung-trumps-gegen-autoimporte-aus-den-usa-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/7361\/","title":{"rendered":"Europa schottet sich nach Meinung Trumps gegen Autoimporte aus den USA ab."},"content":{"rendered":"<p>Mit neuen Z\u00f6llen will US-Pr\u00e4sident Donald Trump die EU dazu bringen, sich f\u00fcr US-amerikanische Automarken zu \u00f6ffnen. Doch Experten widersprechen: Nicht Handelsschranken oder Z\u00f6lle seien schuld am schwachen Abschneiden der US-Autobauer in Europa, sondern deren Modelle.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDas ist das gro\u00dfe Problem der US-Hersteller, die Geschm\u00e4cker der europ\u00e4ischen Konsumenten einfach nicht zu treffen\u00bb, sagt Branchenexperte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach. \u00abDie haben eigentlich nichts anzubieten, was bei uns gr\u00f6\u00dfere Marktanteile gewinnen k\u00f6nnte.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Einzige Ausnahme sei Tesla, f\u00fcgt Bratzel hinzu. \u00abAber Tesla hat jetzt andere Probleme.\u00bb Im ersten Quartal war der Absatz des E-Auto-Herstellers um 13 Prozent abgesackt. Grund d\u00fcrfte auch wachsende Kritik an Tesla-Chef und Trump-Berater Elon Musk sein.\u00a0<\/p>\n<p>Trump wirft EU unfairen Wettbewerb vor<\/p>\n<p>Trump hatte die seit Donnerstag geltenden Zusatzz\u00f6lle von 25 Prozent auf Importautos damit begr\u00fcndet, dass Europa sich zu sehr abschotte. \u00abEiner der Gr\u00fcnde, warum ich Z\u00f6lle einf\u00fchre, ist der, dass wir Millionen ihrer Autos nehmen &#8211; BMW, Volkswagen, Mercedes-Benz\u00bb, sagte der 78-J\u00e4hrige. Gleichzeitig sei es \u00abfast unm\u00f6glich\u00bb, US-Autos in die EU auszuf\u00fchren.\u00a0<\/p>\n<p>Die Zahlen scheinen Trump zun\u00e4chst recht zu geben: W\u00e4hrend im vergangenen Jahr fast 450.000 Autos aus Deutschland in die USA gingen, waren es in umgekehrter Richtung nur 136.000, berichtet der Branchenverband VDA.\u00a0<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend die USA bisher &#8211; vor Einf\u00fchrung des 25-Prozent-Aufschlags &#8211; nur 2,5 Prozent Zoll auf Pkw aus Europa erhoben, liegt der Satz der EU f\u00fcr US-Fahrzeuge bei 10 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>US-Autos zu gro\u00df f\u00fcr Europa<\/p>\n<p>Doch das sei eben nicht der Grund f\u00fcr das Ungleichgewicht, sagt Branchenexperte Ferdinand Dudenh\u00f6ffer. \u00abDie Autos aus Amerika sind bei uns schlicht unverk\u00e4uflich.\u00bb F\u00fcr Europa seien sie zu gro\u00df, der Benzinverbrauch viel zu hoch angesichts der hiesigen Spritpreise. \u00abDu kannst hier kein Auto verkaufen mit acht Zylindern und 15 Litern Verbrauch.\u00bb In den USA sei das angesichts der dortigen Benzinpreise kein Problem, in Europa schon.\u00a0<\/p>\n<p>Das jahrelang meistverkaufte US-Modell, der Pick-up-Truck Ford F-150, wird in Europa daher gar nicht offiziell angeboten, ebenso wenig wie das Konkurrenzmodell der Stellantis-Marke Ram. Konkurrenzf\u00e4hige Klein- und Kompaktwagen h\u00e4tten die US-Hersteller dagegen gar nicht im Angebot.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abWenn man hier Autos verkaufen will, braucht man Modelle, die die Kunden auch wollen\u00bb, sagt Dudenh\u00f6ffer. Das gelinge den US-Herstellern bisher aber nicht. Daran, so Dudenh\u00f6ffer, k\u00f6nnten auch Z\u00f6lle nichts \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit neuen Z\u00f6llen will US-Pr\u00e4sident Donald Trump die EU dazu bringen, sich f\u00fcr US-amerikanische Automarken zu \u00f6ffnen. 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