{"id":736242,"date":"2026-01-21T19:21:16","date_gmt":"2026-01-21T19:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/736242\/"},"modified":"2026-01-21T19:21:16","modified_gmt":"2026-01-21T19:21:16","slug":"duesseldorf-kunstakademie-proteste-gegen-basma-al-sharif","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/736242\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf Kunstakademie: Proteste gegen Basma al-Sharif"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Mit Plakaten, Reden und wehenden Israel-Flaggen haben am Mittwochabend rund 100 Menschen vor der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie gegen den umstrittenen Auftritt der pal\u00e4stinensischen K\u00fcnstlerin Basma al-Sharif protestiert. Unter dem Titel \u201eKein Podium f\u00fcr Terrorverherrlichung \u2013 nicht mit unseren Steuergeldern\u201c hatte die J\u00fcdische Gemeinde die Kundgebung organisiert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu Beginn der Veranstaltung positionierten sich die Demonstranten mit Plakaten vor dem Geb\u00e4ude in der D\u00fcsseldorfer Altstadt. Zu lesen war darauf etwa: \u201eQuo vadis, Kunstakademie?\u201c \u2013 aus dem Lateinischen \u00fcbersetzt also \u201eWohin gehst du?\u201c Erinnert wurde an ehemalige Studierende und Mitarbeitende der Akademie, die von den Nationalsozialisten ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. \u201eWurzeln oder Wut? Hass oder Hoffnung?\u201c stand auf einem der Pappschilder.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Veranstaltung mit Basma al-Sharif hatte bereits vor Tagen Emp\u00f6rung in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duesseldorf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">D\u00fcsseldorf<\/a> ausgel\u00f6st. J\u00fcdische Verb\u00e4nde kritisierten den Auftritt scharf und forderten eine Absage. Sie werfen der K\u00fcnstlerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/antisemitismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antisemitismus<\/a>, Israel-Hass und Terrorverherrlichung vor und verweisen dabei auf \u00f6ffentliche Instagram-Postings. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An dem Protest nahmen auch NRW-Wirtschaftsministerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mona-neubaur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mona Neubaur<\/a> (Gr\u00fcne) und der Antisemitismusbeauftragte der Stadt D\u00fcsseldorf, Wolfgang Rolshoven, teil. In ihrer Rede verurteilte die stellvertretende Ministerpr\u00e4sidentin zum einen die Veranstaltung an sich. Zum anderen kritisierte sie, dass die \u00d6ffentlichkeit ausgeschlossen worden war. Teilnehmen durften ausschlie\u00dflich Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Kunstakademie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u00dcber die Akademie sagte Neubaur: \u201eJunge Menschen erhalten hier die Gelegenheit einer exzellenten Ausbildung.\u201c Umso unverst\u00e4ndlicher sei es, dass der K\u00fcnstlerin vor Ort eine B\u00fchne geboten werde. Die Kunstakademie sei eine Hochschule f\u00fcr alle, sagte Neubaur im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Rolshoven betonte, dass es nicht sein k\u00f6nne, dass dem Antisemitismus mit solch einer Veranstaltung in einer Institution des Landes Raum gegeben werde. Darum war es ihm wichtig, am Mittwochabend an der Demo teilzunehmen und mit seinem Erscheinen ein Zeichen zu setzen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das dachten nicht wenige \u2013 denn angemeldet waren laut Polizei nur zehn Teilnehmer, fast das Zehnfache war es dann am Ende. Eine j\u00fcdische Studentin der Hochschule D\u00fcsseldorf hatte spontan zum Mikrofon gegriffen und eine emotionale Rede gehalten: \u201eKunst darf provozieren\u201c, sagte sie, aber nicht entmenschlichen. Und \u201eWer einl\u00e4dt, tr\u00e4gt Verantwortung.\u201c Vor allem kritisierte sie, dass die Kunstakademie von Steuergeldern finanziert werde, auch von ihren. Sie k\u00f6nne sich nicht vorstellen, dass man sie mit ihrer Israel-Flagge in den Vortragsraum lie\u00dfe. Mehrere Demonstranten bem\u00e4ngelten zudem, dass sich niemand Verantwortliches aus der Kunstakademie bei ihnen sehen lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Inneren des Geb\u00e4udes waren hinter den Eingangst\u00fcren Mitarbeiter eines Wachschutzes zu sehen. Eine Studentin erkl\u00e4rte unserer Reporterin vor Ort, dass eine solche Sicherheitsma\u00dfnahme bei Veranstaltungen zwar \u00fcblich sei. An dem Abend sei diese aber verst\u00e4rkt worden. Sie und ihre beiden Mitstudenten hatten sich f\u00fcr den Vortrag nicht akkreditiert, sondern noch f\u00fcr den Rundgang im Februar an ihren Arbeiten gearbeitet. Diskutiert sei \u00fcber die Einladung der K\u00fcnstlerin nur im privaten Kreis, sagte einer von ihnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gezeigt werden sollten im Vortragsraum zwei Filme Basma al-Sharifs. Die 43-J\u00e4hrige war im Zuge der von Studierenden betreuten Veranstaltungsreihe \u201eSparta\u201c eingeladen worden. Auf ihrer Webseite hatte die Akademie zuvor betont, die Veranstaltung stelle \u201ekeine institutionelle Positionierung der Kunstakademie D\u00fcsseldorf\u201c dar, werde moderiert und finde in einem \u201einstitutionell verantworteten Rahmen\u201c statt. Ebenso, dass \u201eantisemitische, rassistische oder strafrechtlich relevante \u00c4u\u00dferungen\u201c nicht geduldet w\u00fcrden. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der vergangenen Woche hatte auch NRW-Hochschulministerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ina-brandes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ina Brandes<\/a> die Akademie zum \u201e\u00dcberdenken\u201c der Veranstaltung aufgefordert. An diese \u2013 sowie an die NRW-Staatskanzlei \u2013 richtet sich ein Schreiben des J\u00fcdischen Forums, in dem nun die Absetzung der Rektorin der Kunstakademie gefordert wird, sagte am Mittwochabend Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der j\u00fcdischen Gemeinde. Er wie auch sein Vorstandskollege Alon Dorn sowie Bert R\u00f6mgens, Verwaltungsdirektor der J\u00fcdischen Gemeinde, verurteilten ebenfalls aufs Sch\u00e4rfste, dass die Kunstakademie die \u00d6ffentlichkeit ausgeschlossen habe. Er, so Horowitz, h\u00e4tte sich gerne ein pers\u00f6nliches Bild gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Plakaten, Reden und wehenden Israel-Flaggen haben am Mittwochabend rund 100 Menschen vor der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie gegen den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":736243,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[15910,17883,12690,168247,3364,29,3405,3679,30,28974,4819,12824,1209,39572,168873,3699,33067],"class_list":{"0":"post-736242","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-abend","9":"tag-akademie","10":"tag-auftritt","11":"tag-basma","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-duesseldorf","15":"tag-duesseldorfer","16":"tag-germany","17":"tag-kunstakademie","18":"tag-kuenstlerin","19":"tag-mittwochabend","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-palaestinensischen","22":"tag-umstrittenen","23":"tag-veranstaltung","24":"tag-veranstaltungsreihe"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115934716634734576","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/736242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=736242"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/736242\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/736243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=736242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=736242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=736242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}