{"id":737575,"date":"2026-01-22T08:04:13","date_gmt":"2026-01-22T08:04:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/737575\/"},"modified":"2026-01-22T08:04:13","modified_gmt":"2026-01-22T08:04:13","slug":"hype-um-heated-rivalry-wie-queere-serien-im-streaming-boomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/737575\/","title":{"rendered":"Hype um &#8222;Heated Rivalry&#8220;: Wie queere Serien im Streaming boomen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/szene-heated-rivalry-100.jpg\" alt=\"Connor Storrie als Ilya Rozanov und Hudson Williams als Shane Hollander in der Serie &quot;Heated Rivalry&quot;.\" title=\"Connor Storrie als Ilya Rozanov und Hudson Williams als Shane Hollander in der Serie &quot;Heated Rivalry&quot;. | picture alliance\/dpa\/HBO Max\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 22.01.2026 06:48 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Schwule Liebesgeschichten werden bei Streaminganbietern immer beliebter. Aktuell liegt die queere Sportserie &#8222;Heated Rivalry&#8220; aus Kanada im Trend, die vor allem ein weibliches Publikum erreicht.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Dominic Konrad, SWR Kultur\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf dem Eis sind Shane Hollander und Ilya Rozanov erbitterte Rivalen. Sie sind Hockey-Profis, zwei der prominentesten Gesichter der fiktiven Major Hockey League und Teamkapit\u00e4ne der Mannschaften von Boston und Montreal. Doch was niemand wissen darf: Heimlich treffen sich die beiden Star-Athleten \u00fcber Jahre<strong> <\/strong>f\u00fcr Sex, wenn sie in der gleichen Stadt sind &#8211; vor allem, wenn ihre Teams gegeneinander spielen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die kanadische Online-Serie &#8222;Heated Rivalry&#8220; hat das Internet im Sturm erobert. Sie basiert auf der sechsb\u00e4ndigen Romanreihe &#8222;Game Changer&#8220; der kanadischen Autorin Rachel Reid. Ende November erschienen die ersten Folgen beim kanadischen Streamingdienst Crave, international wird die Serie bei US-Anbieter HBO Max vertrieben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf den g\u00e4ngigen Social-Media-Plattformen finden sich derzeit unz\u00e4hlige Clips und Fan-Videos mit den leidenschaftlichsten Momenten der Hauptfiguren und Interviewausschnitten ihrer Darsteller Hudson Williams und Connor Storrie.<\/p>\n<p>    Queere Figuren als bewusste Entscheidung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So \u00fcberraschend der Erfolg einer Serie \u00fcber schwule Liebe unter Hockeyspielern erscheinen mag &#8211; er kommt nicht von ungef\u00e4hr. Die Unterhaltungsbranche der vergangenen zehn Jahre hat mehrere Beispiele von queeren Inhalten, die \u00fcber die<strong> <\/strong>LGBTQ-Community hinaus erfolgreich liefen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einflussreiche Produzentinnen und Produzenten wie Ryan Murphy (unter anderem &#8222;American Horror Story&#8220;, &#8222;Glee&#8220;, &#8222;9-1-1&#8220;), Shonda Rhimes (&#8222;Bridgerton&#8220;, &#8222;Grey\u2019s Anatomy&#8220;) oder Greg Berlanti (&#8222;Dawson&#8217;s Creek&#8220;, &#8222;Riverdale&#8220;) schreiben bewusst queere Hauptfiguren und Storylines in ihre Serien und Filme.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Berlanti f\u00fchrte 2018 auch beim Kinofilm &#8222;Love, Simon&#8220; Regie, dem ersten Film eines gro\u00dfen Hollywood-Studios, der das Coming-Out eines Highschool-Sch\u00fclers zum zentralen Thema machte. 2020 folgte mit &#8222;Love, Victor&#8220; eine Fortsetzung im Serienformat auf Disney+.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Landeten 2022 einen ersten gro\u00dfen Erfolg mit schwuler Romantik: Joe Locke und Kit Connor in der Netflix-Serie &#8222;Heartstopper&#8220;.\n                    <\/p>\n<p>    Erste Erfolge mit &#8222;Heartstopper&#8220; und &#8222;Royal Blue&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch andere Streaming-Anbieter feiern mit queeren Inhalten gro\u00dfe Erfolge: 2022 ging die Comic-Adaption &#8222;Heartstopper&#8220; von Netflix viral, ebenfalls eine romantische Coming-of-Age-Geschichte \u00fcber zwei verliebte Jungs und ihren diversen Freundeskreis. 2026 wird sie nach drei Staffeln mit einem Film abgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Royal Blue&#8220; war 2023 auf Prime Video die meistgestreamte romantische Kom\u00f6die des Jahres. Noch immer z\u00e4hlt der Film zu den erfolgreichsten Genretiteln des US-Streaming-Giganten. &#8222;Royal Blue&#8220; folgt der geheimen Beziehung zwischen dem Sohn der US-Pr\u00e4sidentin und dem j\u00fcngeren Bruder des britischen Thronfolgers. Eine Fortsetzung wird derzeit gedreht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gerade zwischen &#8222;Heated Rivalry&#8220; und &#8222;Royal Blue&#8220; lassen sich Parallelen erkennen. Beide behandeln schwule Liebesbeziehungen in einer hypermaskulinen oder aber konservativ gepr\u00e4gten \u00d6ffentlichkeit, in der sich die Protagonisten vor der medialen Ausschlachtung und den Vorurteilen ihres Umfelds verstecken m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Sohn der US-Pr\u00e4sidentin trifft britischen Prinzen: Taylor Zakhar Perez und Nicholas Galitzine in &#8222;Rot, wei\u00df und k\u00f6niglich blau&#8220;.\n                    <\/p>\n<p>    Frauen reagieren auf &#8222;zug\u00e4ngliche M\u00e4nnlichkeit&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In beiden F\u00e4llen handelt es sich um Verfilmungen von Romanen weiblicher Autorinnen, die in den sozialen Medien viral gingen. Beide wurden an ein prim\u00e4r weibliches Publikum vermarktet, nicht an eine queere Zuschauerschaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei den Golden Globes am 11. Januar pr\u00e4sentierten die bislang relativ unbekannten Hauptdarsteller von &#8222;Heated Rivalry&#8220;, Hudson Williams und Connor Storrie, einen der Schauspielpreise. Dabei scherzten sie dar\u00fcber, dass das Publikum sie nackt kennengelernt habe, zumindest die Frauen im Publikum.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass &#8222;Heated Rivalry&#8220; gerade Frauen an die Bildschirme lockt, erkl\u00e4ren sich die beiden Schauspieler in Interviews so: Die Serie sei sehr stark auf den einen weiblichen Blick ausgelegt. Im Gegensatz zu den g\u00e4ngigen Handlungsmustern heterosexueller Liebesfilme zeige &#8222;Heated Rivalry&#8220; keine emotional verschlossenen M\u00e4nner, die durch eine Frau &#8222;geknackt&#8220; werden m\u00fcssen. Die Serie pr\u00e4sentiere eine &#8222;zug\u00e4ngliche Form der M\u00e4nnlichkeit&#8220;, wie es Storrie formuliert.<\/p>\n<p>    Befeuert &#8222;Heated Rivalry&#8220; das Genre?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bedeutet der Erfolg von &#8222;Heated Rivalry&#8220;, dass k\u00fcnftig auch in Haupt-Storylines mehr queere Figuren auf den Fernsehbildschirmen zu sehen sein werden? Die Hemmschwelle f\u00fcr die Finanzierung solcher Film- und Serienprojekte k\u00f6nnten weiter sinken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So r\u00fcckte unl\u00e4ngst die geplante Serie &#8222;Cleat Cute&#8220; als lesbisches Pendant von &#8222;Heated Rivalry&#8220; in den Fokus des Interesses. Sie spielt im Profifu\u00dfball. Auch in Deutschland haben insbesondere die \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender zuletzt vermehrt queere Themen im Serienformat umgesetzt, so die ZDF-Serie &#8222;House of Bellevue&#8220; oder die <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/serie\/schwarze-fruechte\/staffel-1\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3NjaHdhcnplLWZydWVjaHRl\/1\" title=\"ARD Serie &quot;Schwarze Fr\u00fcchte&quot;\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ARD-Produktion &#8222;Schwarze Fr\u00fcchte&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p>    Gegenwind durch die Trump-Regierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zeitgleich stehen die gro\u00dfen US-Filmstudios durch die Politik der Trump-Regierung unter Druck, die ihr Weltbild auch in den Medien wiedergegeben sehen m\u00f6chte. So setzte Netflix unl\u00e4ngst trotz gro\u00dfem Publikumserfolg und hervorragender Kritiken nach nur einer Staffel einen erfolgreichen queeren Titel ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Serie &#8222;Boots&#8220; basiert auf den Memoiren von Greg Cope White, der sich als schwuler Teenager trotz Verbots bei den US-Marines verpflichtete und in der toxischen, hypermaskulinen Umgebung des Bootcamps die Enttarnung f\u00fcrchtete. Das US-Kriegsministerium kritisierte die Serie in einer Stellungnahme als &#8222;woken M\u00fcll&#8220;. Es fragt sich, ob Netflix vor der geplanten \u00dcbernahme von Warner Bros. m\u00f6glichst wenig Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr ideologische Auseinandersetzungen bieten m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        &#8222;Woker M\u00fcll&#8220;: Das US-Kriegsministerium attackierte die Serie &#8222;Boots&#8220; mit Angus O&#8217;Brien und Miles Heizer.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dessen ungeachtet setzt sich der Siegeszug von &#8222;Heated Rivalry&#8220; im Internet weiter fort. Eine zweite Staffel wurde bereits im Dezember bestellt, die Produktion soll im Sommer starten. Im September erscheint zudem Band sieben der Romanreihe. F\u00fcr das Publikum hierzulande beginnt die<strong> <\/strong>Serie mit dem Deutschland-Release am 6. Februar bei HBO Max.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.01.2026 06:48 Uhr Schwule Liebesgeschichten werden bei Streaminganbietern immer beliebter. 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