{"id":737960,"date":"2026-01-22T11:43:13","date_gmt":"2026-01-22T11:43:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/737960\/"},"modified":"2026-01-22T11:43:13","modified_gmt":"2026-01-22T11:43:13","slug":"schmierereien-und-zerstoerungen-vandalismus-in-stuttgart-wie-gehen-stadt-und-land-dagegen-vor-startseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/737960\/","title":{"rendered":"Schmierereien und Zerst\u00f6rungen: Vandalismus in Stuttgart \u2013 wie gehen Stadt und Land dagegen vor? &#8211; Startseite"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr das Jahr 2024 dokumentierte die <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Polizei\" title=\"Polizei\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei<\/a> Stuttgart insgesamt 173 F\u00e4lle von sogenannter \u201egemeinsch\u00e4dlicher Sachbesch\u00e4digung\u201c, unter die etwa besagte Schmierereien, unrechtm\u00e4\u00dfig angebrachte Graffiti, Sachbesch\u00e4digungen durch Feuer und sonstige Besch\u00e4digungen fallen. F\u00fcr das Jahr 2025 kann die Polizei noch keine Zahlen vorlegen. Als Schwerpunkt-Gebiete nennt eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage jedoch den Bezirk Stuttgart-Mitte. Das best\u00e4tigt auch die Untere Denkmalschutzbeh\u00f6rde der Stadt. Das Amt nimmt nach eigenen Angaben eine starke Belastung durch Graffiti besonders an Geb\u00e4uden in der Hohenheimer Stra\u00dfe wahr. Was wird gegen diese Art der <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Zerst%C3%B6rung\" title=\"Zerst\u00f6rung\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zerst\u00f6rung<\/a> getan?<\/p>\n<p>Polizeipr\u00e4senz und legale Sprayfl\u00e4chen in Stuttgart <\/p>\n<p>Pr\u00e4ventiv werde gegen Sachbesch\u00e4digung dieser Art mit verst\u00e4rkter Polizeipr\u00e4senz in der Innenstadt, etwa in Form von Streifen, vorgegangen, hei\u00dft es seitens der Stuttgarter Polizei. Was illegale Graffiti angeht, verweist eine Sprecherin der Stadt Stuttgart zudem auf die drei legalen Sprayfl\u00e4chen der \u201eHall of Fame\u201c in Stuttgart-Bad Cannstatt. Zudem gestalte die kommunale Kriminalpr\u00e4vention in Zusammenarbeit mit Stuttgarter K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern der Szene geeignete \u00f6ffentliche Fl\u00e4chen mit Graffiti. \u201eDabei wird versucht, thematisch und gestalterisch auf die jeweiligen Eigenheiten der Umgebung einzugehen\u201c, hei\u00dft es seitens der Stadt. Ein Beispiel ist etwa die S-Bahn-Haltestelle Sommerrain, die der Graffiti-K\u00fcnstler Jeroo gestaltet hat \u2013 auch um andere, illegale Schmierereien zu vermeiden.<\/p>\n<p> Denkm\u00e4ler in Stuttgart immer wieder Ziel von Vandalismus <\/p>\n<p>Im Fall der beschmierten Brezelk\u00f6rble auf der K\u00f6nigstra\u00dfe muss die Familie Frank, die die B\u00e4ckerei-Verkaufsstellen in der Stadtmitte betreibt, selbst ran und die Schmierereien entfernen, doch in vielen anderen F\u00e4llen sind der \u00f6ffentliche Raum und damit die Stadt Stuttgart beziehungsweise das Land Baden-W\u00fcrttemberg verantwortlich daf\u00fcr \u2013 etwa im Bereich der Denkm\u00e4ler in Stuttgart, die ebenfalls h\u00e4ufig Ziel von Vandalismus werden. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.599015e2-40e5-47c7-9c7b-6ba2c25eb28c.original1024.media.jpeg\"\/>     Die Brezelk\u00f6rble auf der K\u00f6nigstra\u00dfe sind immer wieder Ziel von Vandalismus. Erst Anfang Januar wurde die H\u00fctte nahe dem Hauptbahnhof beschmiert.    Foto: Scheffel\/StZN    <\/p>\n<p>Wie gehen diese Stellen damit um? Das Finanzministerium Baden-W\u00fcrttemberg, das f\u00fcr die Denkmalpflege unter anderem am Schlossplatz und im Schlossgarten zust\u00e4ndig ist, gibt an, Sch\u00e4den \u201ein Abstimmung mit fachkundigen Restauratoren schnellstm\u00f6glich\u201c zu beheben. \u201eDamit soll auch Nachahmungen vorgebeugt werden\u201c, so eine Sprecherin auf Anfrage. Das Verfahren zur Schadensbeseitigung werde je nach Material abgestimmt. \u201eOb bei Verlust eine Replik angefertigt werden soll, wird im jeweiligen Einzelfall mit den zust\u00e4ndigen Denkmalschutzbeh\u00f6rden entschieden\u201c, hei\u00dft es. <\/p>\n<p>Dass es auch F\u00e4lle gibt, in denen man sich dagegen entscheidet, zeigt der Fall der Brunnenputte \u201eKocher\u201c am Brunnen auf dem Schlossplatz, die im Jahr 2022 besch\u00e4digt wurde. Damals verwies das Finanzministerium auf \u201eAuthentizit\u00e4t\u201c als \u201ebesonderes Merkmal\u201c eines Kulturdenkmals. Deshalb w\u00fcrden besch\u00e4digte Kunstdenkmale weltweit im Normalfall nicht erg\u00e4nzt, hie\u00df es damals. Das Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege verwies zudem darauf, dass die Besch\u00e4digung das Erscheinungsbild des Brunnens nicht beeintr\u00e4chtige. <\/p>\n<p>\u201eIm Fall der Brunnenputte ,Kocher\u2019 auf dem Schlossplatz war es so, dass der Schaden nicht unmittelbar, sondern erst sp\u00e4ter im Rahmen einer Brunnenreinigung festgestellt wurde\u201c, erkl\u00e4rt Sebastian Engelmann, Sprecher des Finanzministeriums, auf Nachfrage. Zu diesem Zeitpunkt seien die fehlenden Teile nicht mehr auffindbar gewesen. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz habe man auf eine Rekonstruktion verzichtet \u2013 zum Unmut vieler Stuttgarter sowie der Stiftung Stuttgarter Br\u00fcnnele, die sich f\u00fcr den Erhalt der Wasserspiele einsetzt.<\/p>\n<p> Welche Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen ergreifen die Stadt Stuttgart und das Land?   <\/p>\n<p>Doch k\u00f6nnte man Zerst\u00f6rungen wie diese nicht vermeiden? Was wird seitens des Landes pr\u00e4ventiv gegen die Zerst\u00f6rung oder Besch\u00e4digung von Kulturdenkm\u00e4lern getan? \u201eTeilweise bestehen an landeseigenen Liegenschaften unter anderem aufgrund der Verkehrssicherungspflicht Absperrungen und Beleuchtungsanlagen, die auch pr\u00e4ventiv gegen Vandalismus wirken\u201c, hei\u00dft es dazu seitens des Finanzministeriums. In Ausnahmef\u00e4llen erfolge zudem eine Kamera\u00fcberwachung. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Liegenschaften w\u00fcrden zudem teils private Sicherheitsdienste beauftragt, etwa auf der Solitude oder im Bereich des Rosensteinschlosses. <\/p>\n<p> Was k\u00f6nnen Privatleute tun?  <\/p>\n<p>In Bereichen, die nicht unter Denkmalschutz stehen, sieht das anders aus. In der Regel m\u00fcssen sich Eigent\u00fcmer selbst um die Behebung der Sch\u00e4den k\u00fcmmern. Die Untere Denkmalschutzbeh\u00f6rde der Stadt Stuttgart merkt an, dass es M\u00f6glichkeiten gibt, Fassaden mit einem Graffiti-Schutz zu versehen. \u201eDiese Ma\u00dfnahme liegt in der Verantwortung der Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmer\u201c, hei\u00dft es. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.158d9d76-fe94-4680-94e2-0f56a82640c4.original1024.media.jpeg\"\/>     Kommunistische Parolen sind an zahlreiche H\u00e4userw\u00e4nde in Bad Cannstatt gespr\u00fcht worden. In diesem Fall ermittelt der Staatsschutz.    Foto: STZN    <\/p>\n<p>Schmierereien und Parolen an Hausfassaden wie besagte in Bad Cannstatt sind in Stuttgart l\u00e4ngst keine Einzelf\u00e4lle mehr. Auch in anderen Stadtteilen haben Anwohner damit zu k\u00e4mpfen. Ein Leser berichtet unserer Zeitung etwa von Schmierereien und linken Parolen an Hausfassaden in Heslach, darunter auch F\u00e4lle, bei denen Flusss\u00e4ure involviert war. Auch an einer <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/inhalt.einsatz-am-killesberg-in-stuttgart-feuerwehr-beseitigt-saeure-graffiti.13be6f51-08c2-4d3d-95f7-c7a7d5396e5d.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stadtbahnhaltestelle am Killesberg<\/a> sowie am Marienplatz hatte es solche Vorf\u00e4lle bereits gegeben. <\/p>\n<p>\u201eUm Graffiti auf \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen m\u00f6glichst schnell zu entfernen, arbeitet die kommunale Kriminalpr\u00e4vention unter anderem mit dem Schulverwaltungsamt oder dem Garten-, Forst-, und Friedhofsamt zusammen\u201c, hei\u00dft es seitens der Stadt Stuttgart auf Anfrage. Auch Gelbe Karten lieferten Hinweise auf neue Graffiti. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger seien angehalten, ihre Anliegen auf diesem Weg bei der Stadtverwaltung zu melden.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Verschmutzung und Besch\u00e4digung privater Fl\u00e4chen arbeite die Stadt eng mit dem F\u00f6rderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart e.V. zusammen, hei\u00dft es. Die Stadt verweist auf <a href=\"https:\/\/sichersauberstuttgart.de\/graffiti-informationen-geschadigte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einen Flyer mit Entfernungsm\u00f6glichkeiten und einem kostenfreien Beratungsangebot<\/a>, der den betroffenen Hausbesitzern Hinweise gibt, wie sie vorgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p> Sauberkeitsoffensive f\u00fcr Stuttgart umfasst auch Graffiti <\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus soll betroffenen Privatleuten k\u00fcnftig auch \u00fcber neue Investitionen der Stadt unter die Arme gegriffen werden. Erst k\u00fcrzlich hatte Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper (CDU) eine neue <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/inhalt.sauberkeitsplaene-fuer-stuttgart-illegale-muellberge-graffiti-unrat-ob-nopper-setzt-auf-muell-sheriffs.60b83553-ff54-43da-bccb-c6294ba2a3eb.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sauberkeitsoffensive f\u00fcr Stuttgart<\/a> vorgestellt, die k\u00fcnftig neben Ma\u00dfnahmen gegen die Beseitigung von Abfall auch Abhilfe gegen illegale Graffiti schaffen soll. F\u00fcr die Jahre 2026 und 2027 plant die Stadt demnach jeweils Investitionen von 2,5 Millionen Euro, um Stuttgart sauberer zu machen. 100.000 Euro sollen \u00fcber die kommunale Kriminalpr\u00e4vention bereitgestellt werden, um die Entfernung illegaler Schmierereien an Privatgeb\u00e4uden zu f\u00f6rdern und Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen voranzutreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr das Jahr 2024 dokumentierte die Polizei Stuttgart insgesamt 173 F\u00e4lle von sogenannter \u201egemeinsch\u00e4dlicher Sachbesch\u00e4digung\u201c, unter die etwa&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":737961,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,30,12530,46336,121,27341,61665,1441,85897,9026,8934],"class_list":{"0":"post-737960","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-graffiti","13":"tag-parolen","14":"tag-polizei","15":"tag-schmierereien","16":"tag-sprayer","17":"tag-stuttgart","18":"tag-textmanager","19":"tag-vandalismus","20":"tag-zerstoerung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115938578121428053","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/737960","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=737960"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/737960\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/737961"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=737960"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=737960"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=737960"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}