{"id":738014,"date":"2026-01-22T12:12:20","date_gmt":"2026-01-22T12:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738014\/"},"modified":"2026-01-22T12:12:20","modified_gmt":"2026-01-22T12:12:20","slug":"stan-wawrinka-mit-emotionalem-sieg-gegen-arthur-gea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738014\/","title":{"rendered":"Stan Wawrinka mit emotionalem Sieg gegen Arthur Gea"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/wawrinka-112.jpg\" alt=\"Stan Wawrinka bei seinem Zweitrunden-Match \" title=\"Stan Wawrinka bei seinem Zweitrunden-Match  | Imago Images\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 22.01.2026 11:35 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Stan Wawrinka hat noch mal die Zeit zur\u00fcckgedreht. In der zweiten Runde der Australian Open bietet er den Fans noch einmal eine gro\u00dfartige Show. Ende 2026 soll Schluss sein. Doch der Schweizer tut alles daf\u00fcr, dass der Abschied allen schwerfallen wird.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Andreas Thies, aus Melbourne\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch mal hatte Stan Wawrinka alles aus seinem inzwischen 40-j\u00e4hrigen K\u00f6rper herausgeholt. Noch einmal breitete er bei spektakul\u00e4ren Punkten die Arme aus, um die Liebe der Zuschauerinnen und Zuschauer einzufangen. Noch einmal versetzte er das Publikum mit seiner gleichzeitig wuchtigen, gleichzeitig so eleganten R\u00fcckhand in Verz\u00fccken. Au\u00dferhalb der 5.000 Zuschauer Platz bietenden KIA Arena bildeten sich im Laufe des Matches an allen Eing\u00e4ngen mehrere Hundert Meter lange Schlangen. Niemand wollte den vielleicht letzten Auftritt Wawrinkas in Melbourne verpassen.<\/p>\n<ul class=\"buttongroup buttongroup--copytext\">\n<li class=\"buttongroup__item\">\n<p>    <a class=\"btn btn--text btn--standard-secondary btn--fullwidth\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/live-und-ergebnisse\/tennis\/atp-australien-australian-open\/se109447\/2026\/ro295060\/2-runde\/spiele-und-ergebnisse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        2. Runde, M\u00e4nner<br \/>\n        Pfeil rechts<\/p>\n<p>    <\/a>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch der Schweizer lieferte noch einmal eine der ganz gro\u00dfen Geschichten dieses Turniers. Er besiegte den franz\u00f6sischen Qualifikanten Arthur Gea, mit 21 Jahren halb so alt, nach mehr als viereinhalb Stunden im Tiebreak des f\u00fcnften Satzes und verl\u00e4ngerte damit die letzten Australian Open seiner Karriere um mindestens zwei Tage. Sein franz\u00f6sischer Gegner wurde am Ende von Oberschenkelkr\u00e4mpfen geplagt. Wawrinka hielt durch.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Stan Wawrinka (l.) nach seinem Sieg gegen Arthur Gea\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;The Last Dance&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr hatte der Schweizer angek\u00fcndigt, dass die jetzige seine letzte Saison sein w\u00fcrde. &#8222;Jedes Buch braucht ein Ende. Es ist Zeit, das letzte Kapitel meiner Karriere als Tennisprofi zu schreiben&#8220;, schrieb er auf Instagram. Die Australian Open vergeudeten keine Zeit und gaben dem Sieger von 2014 bereitwillig eine der Wild Cards f\u00fcr das Hauptfeld.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit &#8222;The Last Dance&#8220;, dem letzten Tanz, \u00fcberschrieben die Organisatoren seinen und Gael Monfils\u2018 letzten Auftritt. Auch der Franzose beendet Ende des Jahres seine Laufbahn. Sportlich gesehen h\u00e4tte sich Wawrinka durch die Qualifikation k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Sie war eine Verbeugung des Turniers vor den Gro\u00dftaten Wawrinkas in der Vergangenheit. Dass die Wild Card berechtigt war, sah man an diesem Donnerstagabend.<\/p>\n<p>    &#8222;Stan the Man&#8220; &#8211; Teil der &#8222;Big 5&#8220;?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Karriere von Wawrinka und die Australian Open sind untrennbar miteinander verbunden. Im Januar 2014 gewann der heute 40-j\u00e4hrige, der seit Jahren hier liebevoll &#8222;Stan the Man&#8220; genannt wird, seinen ersten Titel bei einem der vier Major-Turniere. Siege gegen Novak Djokovic im Viertelfinale und Rafael Nadal im Finale kr\u00f6nten eine Leistung, die kaum jemand f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hatte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wawrinka gewann drei Majors. Zu einer Zeit, in der Djokovic, Nadal und Roger Federer noch auf dem H\u00f6hepunkt ihrer Schaffenskraft standen. Bei jedem seiner drei Siege, 2014 in Australien, 2015 in Paris und 2016 in New York, besiegte er die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste. Nur Andy Murray, der auch drei Grand Slams gewann, brach regelm\u00e4\u00dfiger in diese Phalanx ein.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        &#8222;Stan the Man&#8220; &#8211; Wawrinkas Spitzname\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Djokovic, Nadal und Federer wurden die &#8222;Big 3&#8220; getauft, in Murrays bester Zeit wurden daraus die &#8222;Big 4&#8220;. Wawrinka, der die gleiche Anzahl an Majors wie Murray gewann, z\u00e4hlte sich jedoch nie dazu. Eine &#8222;Big 5&#8220;? Nein, das w\u00e4re vermessen. &#8222;Sie sind Meilen von mir entfernt. Es ist ein bisschen respektlos ihnen gegen\u00fcber und vor allem gegen\u00fcber Andy (Murray). Er hat 46 Titel gewonnen und stand 20 Jahre in den Top 10&#8220;, wie er dem &#8222;Nothing Major&#8220;-Podcast 2025 verriet.<\/p>\n<p>    Die rot karierte Hose war sein einziger Anflug von Extravaganz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wawrinka hat in die Riege der drei bestimmenden Spieler der letzten 20 Jahre auch nie richtig hineingepasst. Das Charisma von Djokovic, Nadal und Federer geht ihm ab, er spricht leise und ist auch sonst kein Mann f\u00fcr die gro\u00dfen Auftritte. Extravaganz leistete er sich wohl nur 2015 bei den French Open: Seine rot karierte Hose fand auch in der Knopfleiste seiner Shirts in diesem Jahr eine Reminiszenz.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Stan Wawrinka in seiner ber\u00fchmten roten Hose w\u00e4hrend der French Open 2015\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Bilanz der Karriere von Stanislas, genannt Stan Wawrinka, kommt nat\u00fcrlich nicht ohne die W\u00fcrdigung des Schlages aus, der die Karriere und zum Teil auch die Beliebtheit des in Lausanne geborenen Schweizers erkl\u00e4rt. Die R\u00fcckhand, einh\u00e4ndig. In alten Zeiten ein Standardschlag ist die einh\u00e4ndige R\u00fcckhand in den vergangenen Jahren zu einer Seltenheit geworden. Von den Topprofis wird sie bis auf wenige Ausnahmen &#8211; Lorenzo Musetti zum Beispiel &#8211; nicht mehr gespielt. Wawrinka erhob sie zur Kunstform.<\/p>\n<p>    &#8222;Tennis ist immer noch mein Hauptfokus&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das kompetitive Feuer ist im Schweizer noch immer nicht erloschen. Auch wenn er wei\u00df, dass er keinen Grand Slam mehr gewinnen wird. &#8222;Ich empfinde immer noch Leidenschaft f\u00fcr dieses Spiel. Tennis ist immer noch mein Hauptfokus&#8220;, hatte er schon nach seinem Erstrundensieg gesagt. Er freut sich auf das Jahr 2026. &#8222;Ein Jahr ist lang und ich werde nicht j\u00fcnger, ich bin aber gl\u00fccklich, noch wettbewerbsf\u00e4hig zu sein und gut spielen zu k\u00f6nnen.&#8220; Dass er es immer noch draufhat, zeigte er am Anfang des Jahres beim United Cup. Er gewann zwar nur eins von f\u00fcnf Matches, bot seinen deutlich j\u00fcngeren Gegnern aber durch die Bank die Stirn und zeigte bemerkenswert gutes Tennis.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Schweizer wird nicht mehr h\u00e4ufig auf der gro\u00dfen B\u00fchne zu sehen sein. Sicher: Viele Turniere werden ihm eine Wild Card anbieten, eine automatische Spielberechtigung, aber man kann sich sicher sein, dass man ihn auch auf den kleineren Events unterhalb der ATP-Tour sehen wird. Daf\u00fcr liebt er das Spiel zu sehr.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Stan Wawrinka bei seinem Zweitrunden-Match\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Karriere wird Ende 2026 zu Ende gehen. Stan Wawrinka hat w\u00e4hrend seiner aktiven Zeit sichergestellt, dass man sich auch weit \u00fcber dieses Jahr hinaus an ihn erinnern wird. Mit drei Grand Slams, einer Olympia-Goldmedaille im Doppel, dem Sieg im Davis Cup an der Seite von Roger Federer. Ganz sicher auch mit diesem Sieg am Donnerstag im Melbourne Park. Und mit dieser wundersch\u00f6nen R\u00fcckhand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.01.2026 11:35 Uhr Stan Wawrinka hat noch mal die Zeit zur\u00fcckgedreht. 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