{"id":738701,"date":"2026-01-22T18:27:16","date_gmt":"2026-01-22T18:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738701\/"},"modified":"2026-01-22T18:27:16","modified_gmt":"2026-01-22T18:27:16","slug":"architektur-spaziergang-stuttgart-der-stuttgarter-marktplatz-ein-schwieriger-ort-mit-neuem-aufreger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738701\/","title":{"rendered":"Architektur-Spaziergang Stuttgart: Der Stuttgarter Marktplatz? Ein schwieriger Ort \u2013 mit neuem Aufreger"},"content":{"rendered":"<p>Zu den baulichen Spezialit\u00e4ten in dieser Stadt geh\u00f6ren neben dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/gallery.fernsehturm-stuttgart-eine-kurze-geschichte-des-turms.e6c09dc4-8975-4c9b-aff9-25bcd94346fb.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fernsehturm,<\/a> der Staatsgalerie, den St\u00e4ffele und dem unfertigen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-neue-bahnchefin-palla-erstmal-im-lenkungskreis-was-sind-die-ergebnisse.07b1146b-87d3-430d-9086-1dec830db503.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bahnhofsneubau<\/a> die ewige Diskussion um die architektonische Qualit\u00e4t des <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/gallery.stuttgart-album-zum-rathausvorplatz-debatte-um-den-marktplatz-ist-neu-entflammt-wie-sah-er-frueher-aus.fe81780a-249d-4661-8430-28058185b335.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marktplatzes<\/a>. Denn anders als in anderen Gro\u00dfst\u00e4dten wirkt der zentrale Platz und das Geb\u00e4udeensemble vor dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Rathaus\" title=\"Rathaus\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rathaus<\/a> alles andere als repr\u00e4sentativ oder gar prachtvoll. Und aktuell sorgt eine <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.zu-besuch-auf-der-baustelle-das-markante-eckhaus-am-stuttgarter-marktplatz-will-hoch-hinaus.6d314268-feb6-4630-b86f-a3ec6cef5fb5.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aufstockung eines Eckhauses <\/a>am Platz f\u00fcr Aufregung. Das hat gute und weniger gute Gr\u00fcnde. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.dbb9e9f5-9aad-4155-9751-0166123c7d3a.original1024.media.jpeg\"\/>     Kurz, aber sehenswert: der 300 Meter lange   <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Architektur\" title=\"Architektur\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Architektur<\/a>-Spaziergang im Herzen Stuttgarts.    Foto: STZN\/Yann Lange    <\/p>\n<p>Also gilt: Wenn drei Stuttgarter <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.haus-des-tourismus-in-stuttgart-marktplatz-im-neuen-look-die-debatte-ueber-die-optik-startet.c2d15b49-c553-4d6f-935f-72552dd44eef.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber ihren Marktplatz sprechen<\/a>, gibt\u2019s am Ende mindestens vier Meinungen. Immerhin: niemanden l\u00e4sst der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.neuer-blickfang-in-stuttgart-wasserspiele-sprudeln-jetzt-vor-dem-rathaus.16e21fee-9742-4fe8-ab57-4c0d136d0a20.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Platz<\/a> kalt. Und weil es frische, wenn auch noch im Bau befindliche Neuzug\u00e4nge gibt, f\u00fchrt dieser Architekturspaziergang mitten hinein in die gute Stube Stuttgarts.<\/p>\n<p>1. Stuttgarter Rathaus <\/p>\n<p>Da steht man dann wieder einmal vor dem Geb\u00e4ude mit der Adresse Marktplatz 1 und denkt sich lediglich wie so oft: Muss ich rein oder kann ich weg? Das Staunen h\u00e4lt sich angesichts des n\u00fcchtern-sachlichen Fassadenanmutung in Grenzen. Seit dem 4. Mai 1956 steht das neue Rathaus an der Stelle des alten, das bei einer n\u00e4chtlichen Bombardierung im Juli 1944 erheblich besch\u00e4digt wurde. <\/p>\n<p>Die Zerst\u00f6rungen des Zweiten Weltkrieges sind an dieser Stelle Stuttgarts immer noch deutlich sicht- und sp\u00fcrbar, weil den Planern und Erbauern des<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/gallery.von-zeit-zu-zeit-stuttgarts-rathaeuser-prachtstuecke-aus-vergangenen-zeiten.1796a0d9-62ec-469f-a7bc-d3a778e4010e.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Rathauses<\/a> aus den 50er Jahren eben nicht gelungen ist, wonach sie sich sehnten: das Vergessen der alten, belastenden Zeiten. Zweifel gab es seinerzeit schon. Es k\u00f6nne sehr wohl sein, dass das neue Rathaus nicht jedem B\u00fcrger gefalle, r\u00e4umte der damalige Oberb\u00fcrgermeister Arnulf Klett in seiner Festrede ein. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.3268b4cc-763c-40d9-9836-8dd75b781f3c.original1024.media.jpeg\"\/>     Das Stuttgarter Rathaus.    Foto: LICHTGUT\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Eine Rekonstruktion des Vorg\u00e4ngerbaus stand dennoch nicht zur Debatte. Also wurde 1950 ein Wettbewerb ausgelobt &#8211; und 1956 war es nach dreij\u00e4hriger Bauzeit vollbracht. Die Architekten Hans Paul Schmohl und Paul Stohrer wollten just am Marktplatz <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> mit der Moderne vers\u00f6hnen, der Marktplatzfl\u00fcgel war eine schw\u00e4bische Hommage an den Internationalen Stil. <\/p>\n<p>Dar\u00fcber kann man trefflich streiten, denn der besagte Internationale Stil ist nicht leicht zu fassen und viele herausragende Beispiele dieser Architekturschule sind Hochh\u00e4user, etwa das aus den Nachrichten hinl\u00e4nglich bekannte 39-st\u00f6ckige Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York \u2013 ein funkelnder Riesenquader aus Glas, Stahl und Beton. <\/p>\n<p>Der Turm des Stuttgarter Rathauses misst hingegen nur 60 Meter. Die Vermeidung jeglicher Ornamentik, die Wiederholung und Regelm\u00e4\u00dfigkeit der schlichten Fassaden- und Fenstermodule m\u00f6gen manchen gefallen und den demokratischen Aufbruch im Nachkriegsdeutschland symbolisieren. F\u00fcr andere aber besitzt der Marktplatzfl\u00fcgel den prickelnden Charme eines Regals voller Leitzordner. <\/p>\n<p>Wer die alten Fotos und Postkarten kennt, wei\u00df: Das alte Rathaus im Stil der fl\u00e4mischen Sp\u00e4tgotik \u2013 von 1899 und 1905 nach Pl\u00e4nen von Heinrich Jassoy und Johannes Vollmer erbaut \u2013 war ein echter Hingucker gewesen. Die Stuttgarter liebten ihr Rathaus, von dem auch nach dem Bombardement noch die Mauern standen, was auch f\u00fcr die Seitenfl\u00fcgel galt, die man teilweise retten konnte und wollte. <\/p>\n<p>Doch das war keine wirkliche Auseinandersetzung mit dem baulichen Erbe. Man wollte vergessen oder wenigstens verdr\u00e4ngen, die Stuttgarter Stadtplaner hatten nach dem Krieg keinerlei Sinn mehr f\u00fcr das Historische und vollendeten mit den Abrissbirnen, was die Bomben nicht geschafft hatten \u2013 und zwar noch Jahrzehnte nach dem Krieg. Das gilt auch f\u00fcr das Rathaus. Heutzutage h\u00e4tte man so viel wie m\u00f6glich von der urspr\u00fcnglichen Bausubstanz erhalten und durch neue Aufbauten gewisserma\u00dfen architektonisch repariert. <\/p>\n<p> 2. Haus des Tourismus <\/p>\n<p>Stichwort Reparieren: wo einst lange Zeit das Modehaus Breitling stand, hei\u00dft nun das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-in-stuttgart-diskussion-ueber-stuttgarts-haus-des-tourismus-und-das-kunstgebaeude.7a40e1e3-62ba-4f63-b9de-99a4684c0b1c.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Haus des Tourismus<\/a> Besucher willkommen. Nach der Schlie\u00dfung des Kaufhauses Ende 2020 hat das Geb\u00e4ude ein neues Gesicht erhalten. Beim Umbau des dunklen, recht abweisenden Klotzes mit dem seitlich versteckten Eingang blieb lediglich das grobe Ger\u00fcst aus Beton stehen. Alle konstruktiven Erg\u00e4nzungen wurden hingegen in Holz errichtet. Aus \u00f6kologischer Sicht ist es fast immer sinnvoll, ein Bestandsgeb\u00e4ude zu erhalten und energetisch zu sanieren, statt es f\u00fcr einen energieeffizienteren Neubau abzurei\u00dfen. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.56013e26-5ed7-4c22-ba6c-919131e46126.original1024.media.jpeg\"\/>     Marktstra\u00dfe 2 in Stuttgart. Einst Bekleidungsgesch\u00e4ft, nun Haus des Tourismus.    Foto: Pavlovic    <\/p>\n<p>Die Umsetzung verantwortete das B\u00fcro asp Architekten. F\u00fcr die Gestaltung der Innenr\u00e4ume zeichnen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architekt-peter-ippolito-und-sein-stuttgart-stuttgart-tut-sich-schwer-mit-seiner-architektur.1c6be7c1-7067-4fa7-9b0c-bd9e89465bc6.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ippolito Fleitz Group <\/a>verantwortlich. Beide sind bekannterma\u00dfen in Stuttgart ans\u00e4ssig. Umbau statt Abriss war die eine Herausforderung, die andere die formal-\u00e4sthetische Umsetzung in dieser schwierigen Nachbarschaft. Auch wenn die jetzige Marktplatzbebauung mit ihrem Versuch, mit modern anmutenden Stilmitteln der 50er Jahre eine b\u00fcrgerlich-identit\u00e4tsstiftende Kulisse zu schaffen, gescheitert ist, musste das B\u00fcro asp Architekten darauf reagieren. <\/p>\n<p>Und das ist tats\u00e4chlich auf eine angemessene, unpr\u00e4tenti\u00f6se, auch farblich zur\u00fcckhaltende Weise gelungen. Nun gibt es gro\u00dfe Fensterfl\u00e4chen, freie Sichtachsen und Blickbeziehungen zu den aufgestellten Flachdachschachteln rund um den Platz. Der Eingang zum Haus des Tourismus befindet sich auf der Marktplatzseite, das Haus ist im besten Sinne einladend. <\/p>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.neues-restaurant-in-stuttgart-mitte-im-knitz-trifft-sich-die-stadt-und-isst-maultaschen.19b1c49d-aaaa-4f10-9629-899f9b25146d.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Restaurant und Caf\u00e9 im Erdgeschoss <\/a>bieten auch den Einheimischen einen Mehrwert, die schon alles \u00fcber Stadt zu wissen glauben. Und wer noch ein wenig Geduld hat, kann demn\u00e4chst von der Rooftopbar auf dem Dach des umgebauten Breitling-Baus den sich wandelnden Marktplatz be\u00e4ugen.<\/p>\n<p> 3. Eckhaus-Aufstockung <\/p>\n<p>Aber man muss gar nicht auf ein Dach steigen, um den eigentlichen Aufreger am Marktplatz zu identifizieren. Gemeint ist das Eckhaus mit der Nummer 14 vis \u00e0 vis des Rathauses. Im Haus befand sich \u00fcber hundert Jahre lang e<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architekt-martin-elsaesser-funktion-und-gefuehl-der-architekt-der-wichtige-stuttgarter-bauten-entwarf.f12542d1-b4f9-4396-be26-da4be4a3cb42.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in gediegenes Schuhgesch\u00e4ft<\/a>, die \u00c4lteren werden sich erinnern. Jetzt ist nach der Kernsanierung und Umgestaltung der Gro\u00dfteil des Ger\u00fcsts entfernt worden \u2013 und der H\u00f6henunterschied zu den Nachbargeb\u00e4uden ist markant. Der Zugewinn an H\u00f6he? Mehr als sieben Meter. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.266c18b1-74a1-4788-acd3-ca970dff2c90.original1024.media.jpeg\"\/>     Aufgestocktes Eckhaus, Marktplatz 14. In der Bildergalerie findet sich eine historische Ansicht zum Vergleich.    Foto: LICHTGUT\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Doch allen, die jetzt eine neuerliche Baus\u00fcnde vermuten, sei gesagt: Sowohl das Satteldach als auch die H\u00f6he sind zumindest im Sinne einer historischen Wiederaufnahme korrekt. Denn das Geb\u00e4ude war das einzige, das den Zweiten Weltkrieg ohne gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den \u00fcberstanden hat \u2013 samt Satteldach. Die Dachaufstockung wiederum ist aus Holz, was \u2013 wie beim Haus des Tourismus \u2013 einer zeitgem\u00e4\u00dfen Bauphilosophie folgt. <\/p>\n<p>Es stimmt schon: Das hell get\u00fcnchte Eckgeb\u00e4ude von 1908 mit der denkmalgesch\u00fctzten Hans-Sachs-Figur an der Fassade schaut schon recht selbstbewusst drein, im Vergleich zu den gedrungenen, tiefergelegten Schachtelh\u00e4usern rundum hat es Signalwirkung und baut eine Spannung auf. <\/p>\n<p>Es zitiert ja mit seiner Dachaufstockung nicht nur den historischen Kontext vor den Verheerungen des Zweiten Weltkrieg, sondern bringt den Marktplatz auch mit dem in der Stadt nicht minder umstrittenen, aber auch von vielen Tagestouristen gut besuchten von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-in-stuttgart-stuttgarter-architekten-glaenzen-mit-innovativen-bauten.623d2df4-fcc2-4640-8ef7-fb0aab9f7f92.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Behnisch Architekten <\/a>geplanten Dorotheenquartier um die Ecke in Beziehung. Eigentlich ein interessanter <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architekt-stefan-behnisch-und-sein-stuttgart-die-stadt-ist-ein-bisschen-langweilig-aber-man-lebt-unheimlich-gut-hier.f2887133-3bcb-4a16-9052-4eb602679ba1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">architektonischer Dialog<\/a>, der um das Thema Vergessen und Erinnern kreist. Der Entwurf kommt von dem Stuttgarter Architekturb\u00fcro g2o.<\/p>\n<p> 4. Haus Eppli <\/p>\n<p>Von dem Eckgeb\u00e4ude mit den Einr\u00fcstungen im Erdgeschoss geht es nun in die M\u00fcnzstra\u00dfe in Richtung <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Markthalle\" title=\"Markthalle\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Markthalle<\/a>, die heute als sch\u00f6nste ihrer Art in Deutschland gilt. Der Bau entstand 1911 bis 1914 nach den Pl\u00e4nen und unter Leitung von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architekt-martin-elsaesser-funktion-und-gefuehl-der-architekt-der-wichtige-stuttgarter-bauten-entwarf.f12542d1-b4f9-4396-be26-da4be4a3cb42.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Martin Elsaesser<\/a>, einem herausragenden Architekten, dem Stuttgart einige sch\u00f6ne Bauten zu verdanken hat. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.a9b79ebd-b92b-4d6d-99e1-aca6d74274fa.original1024.media.jpeg\"\/>     W\u00e4re beinahe abgerissen worden \u2013 dis Stuttgarter Markthalle.    Foto: LICHTGUT\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Doch wie auch beim Marktplatz wehte in den Nachkriegsjahrzehnten in Sachen \u201eWiederaufbau\u201c ein anderer Wind. Im Krieg wurde der Jugendstilbau besch\u00e4digt. Anfang der 70er Jahre stand dann ein Komplett-Abriss der Markthalle zur Debatte, man wollte stattdessen eine Multifunktionshalle an dieser Stelle hochziehen. Unfassbar. <\/p>\n<p>Nur einer wehrhaften, engagierten B\u00fcrgerinitiative ist es zu verdanken, dass dieser st\u00e4dteplanerische Frevel zuletzt abgewendet werden konnte \u2013 aber nur ganz knapp: Der Gemeinderat beschloss nach heftigen Protesten mit einer Stimme Mehrheit den Erhalt der Markthalle. Seit 1973 ist sie denkmalgesch\u00fctzt. Man geht nun an beiden Eing\u00e4ngen der Markthalle in der Sporerstra\u00dfe vorbei, um beim Geb\u00e4ude linkerhand mit der Hausnummer 8 anzukommen. F\u00fcr alt gewordene Stuttgarter Kinder ist der Anblick ein wenig traurig, denn hier befand sich einst der legend\u00e4re Spielwaren Kurtz. Hier bekam man gro\u00dfe Augen. <\/p>\n<p>Nun gibt es keine Spielsachen mehr, daf\u00fcr gibt es einen ambitionierten architektonischen Umbau von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.jutta-blocher-und-ihr-stuttgart-eine-innenarchitektin-die-wohlfuehlorte-fuer-stuttgart-gestaltet.4fffb183-8b68-47b9-8bbc-ec17c3ee0a75.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blocher Partners aus Stuttgart <\/a>zum Schauen. Nach der Schlie\u00dfung des Spielwarengesch\u00e4fts mit gro\u00dfer Tradition <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.auktionshaus-startet-in-stuttgart-kaiser-dose-taucht-nach-25-jahren-auf-eppli-feiert-eroeffnung-mit-geschichte.f8b23b9b-4510-4970-9943-7333d65051b4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">er\u00f6ffnete hier vergangenes Jahr das Familienunternehmen Eppli sein Stammhaus<\/a>. Mehrere Gesch\u00e4ftsbereiche mit Ladeneinheiten sowie die B\u00fcros des Auktionsspezialisten residieren in der Sporerstra\u00dfe 8, wo sich auch der barrierefreie Eingang zur Galerie bis zum Marktplatz befindet. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.9032bc02-cafe-49c1-913a-4ff86e26f60a.original1024.media.jpeg\"\/>     Schick umgebaut f\u00fcr Second Hand Luxus \u2013 Eppli Haus, Sporerstra\u00dfe 8 in Stuttgart.    Foto: Pavlovic    <\/p>\n<p>Auch hier geht es um die Reparatur und Umwidmung der vorhandenen, kleinteiligen Bausubstanz. Auff\u00e4llig sind die lang gezogenen vier Fensterb\u00e4nder, die das Volumen klar strukturieren und optisch strecken. Auch mit diesem Umbau gelingt der Stadt eine behutsame Aufwertung der komplizierten Hauszeilen im sogenannten venezianischen Stil, allesamt mit diesen eigent\u00fcmlichen Flachd\u00e4chern. Die j\u00fcngsten architektonischen Eingriffe haben der Stadt und ihrem zentralen Platz eindeutig gutgetan. <\/p>\n<p> <b>In der Bildergalerie finden sich auch historische Ansichten des Marktplatzes.<\/b> <\/p>\n<p>  Info  <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Route<\/strong><br \/>Der Spaziergang ist weniger als einen Kilometer lang und ohne nennenswerte Steigung, wer mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln anreist, steigt an der Stadtbahnhaltestelle Charlottenplatz oder am Rathaus aus.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Einkehren<\/strong><br \/>Die Dachterrassenbar bietet einen tollen Ausblick, das Knitz, ebenfalls im Haus des Tourismus, serviert schw\u00e4bische Spezialit\u00e4ten. Wer es international liebt \u2013 in der Markthalle gibt es Obst, K\u00e4se, Wurst, Gem\u00fcse aus aller Welt, Kuchen- und Brotst\u00e4nde \u2013 und eine Austernbar. Im Dorotheenquartier lieben Syltfans die Sansibar (im Breuninger).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zu den baulichen Spezialit\u00e4ten in dieser Stadt geh\u00f6ren neben dem Fernsehturm, der Staatsgalerie, den St\u00e4ffele und dem unfertigen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":738702,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[2250,48714,1634,3364,29,30,8781,169263,6597,42768,2218,1441,5329],"class_list":{"0":"post-738701","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-architektur","9":"tag-architektur-spaziergang","10":"tag-baden-wuerttemberg","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-grafik","15":"tag-hais-des-tourismus","16":"tag-infografik","17":"tag-markthalle","18":"tag-rathaus","19":"tag-stuttgart","20":"tag-video"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115940167086378579","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/738701","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=738701"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/738701\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/738702"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=738701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=738701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=738701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}