{"id":738786,"date":"2026-01-22T19:14:28","date_gmt":"2026-01-22T19:14:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738786\/"},"modified":"2026-01-22T19:14:28","modified_gmt":"2026-01-22T19:14:28","slug":"patrick-hahn-begeistert-mit-wagners-walkuere-das-publikum-in-der-historischen-stadthalle-wuppertal-das-opernmagazin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738786\/","title":{"rendered":"Patrick Hahn begeistert mit Wagners \u201eWalk\u00fcre\u201c das Publikum in der Historischen Stadthalle Wuppertal \u2013 DAS OPERNMAGAZIN"},"content":{"rendered":"<p>\t\t<a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/patrick-hahn-begeistert-mit-wagners-walkuere-das-publikum-in-der-historischen-stadthalle-wuppertal\/die_walkuere_20260118__c__sow_yannick_dietrich_9\/\" rel=\"attachment wp-att-32318 noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-32318\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Die_Walkuere_20260118__c__SOW_Yannick_Dietrich_9-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Sinfonieorchester Wuppertal \/DIE WALK\u00dcRE\/ Foto: Sinfonieorchester Wuppertal \/ Yannick Dietrich<\/p>\n<p><b>Nicht enden wollte der Beifall f\u00fcr das hervorragende Ensemble, das brillante st\u00e4dtische Sinfonieorchester Wuppertal, den charismatischen Wuppertaler GMD Patrick Hahn, die dezente Lichtregie von Pascal Sch\u00fcller und die geschickte Personenf\u00fchrung durch Fabio Rickenmann im beeindruckenden Saal der Historischen Stadthalle Wuppertal. Einen ungetr\u00fcbten Wagner-Genuss hatten sich nach dem \u201eRheingold\u201c in der ausverkauften Historischen Stadthalle Wuppertal Wagner-Begeisterte versprochen, die man sonst auch in Bayreuth trifft, und das Wuppertaler Abonnenten-Publikum, das die Qualit\u00e4t ihres GMD Patrick Hahn und ihres st\u00e4dtischen Sinfonieorchesters kennt. Als \u201e5. Sinfoniekonzert\u201c angek\u00fcndigt war die halbszenische Umsetzung der \u201eWalk\u00fcre\u201c. Bis dahin fremde Menschen waren derart begl\u00fcckt \u00fcber diese auf der ganzen Linie begeisternde semi-konzertante Auff\u00fchrung des ersten Tags von Richard Wagners \u201eRing des Nibelungen\u201c, dass sie hinterher einander spontan um den Hals fielen. (Rezension der Auff\u00fchrung v. 18. Januar 2026)<\/b><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der scheidende Wuppertaler Generalmusikdirektor <b>Patrick Hahn, <\/b>gerade mal 30 Jahre alt, war f\u00fcr mich der entscheidende Grund, den \u201eRing des Nibelungen\u201c in der Historischen Stadthalle Wuppertal zu besuchen. Er fiel mir zun\u00e4chst am 12. November 2023 auf durch ein ungeheuer spannungsreiches Dirigat von <a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/tristan-und-isolde-in-wuppertal-das-orchester-erzaehlt-alles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wagners \u201eTristan und Isolde\u201c<\/a>\u00a0 in der Oper Wuppertal. Am<a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/sie-ist-ein-ungeheuer-deine-tochter-bildstarke-salome-in-wuppertal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> 7. Februar 2025 erlebte ich eine musikalisch perfekte \u201eSalome\u201c<\/a> mit einem brillanten Orchestersound und hervorragenden Solisten.\u00a0<\/p>\n<p>In der \u201eWalk\u00fcre\u201c beweist Hahn erneut, dass er einen frischen und mitrei\u00dfenden Zugang zu Wagners Opern hat. Extreme Spannungsb\u00f6gen und straffe Tempi, so dass man, zum Beispiel im zweiten Bild des dritten Akts, wenn Wotan Br\u00fcnnhilde zurechtweist, zun\u00e4chst denkt: das ist aber schnell genommen, aber dann erweist sich das Tempo als genau richtig. <\/p>\n<p>Bereits im ersten Akt, wenn Siegmund zun\u00e4chst zu unruhigen Gewittereffekten der Lampen durch den Saal irrt, dann auf der B\u00fchne Sieglinde trifft und von Hunding als Feind erkannt wird, baute Hahn vom ersten Takt an eine intensive Spannung auf, die nach der Bergung des Wunderschwerts Nothung aus dem Eschenstamm in dem gloriosen \u201eSo bl\u00fche denn, W\u00e4lsungenblut\u201c mit der Zeugung Siegfrieds abrupt endete. Nat\u00fcrlich findet man es normal, dass Siegmund und Sieglinde einander erkennen. Dass es sich hier aber um eine inzestu\u00f6se Beziehung von Zwillingsgeschwistern handelt, findet man erstmal gar nicht schlimm. Es handelt sich hier ja um Halbg\u00f6tter. Wie Hahn die emotionale Komponente der Musik herausarbeitet, auch den jugendlichen \u00dcberschwang des W\u00e4lsungenpaars, gesungen von<b> Sarah Wegener<\/b> mit jugendlich-klarem lyrisch-dramatischem Sopran und <b>Maximilian Schmitt <\/b>mit einem sehr sch\u00f6n timbrierten jugendlichen Heldentenor, bei dem man in \u201eWinterst\u00fcrme wichen dem Wonnemond\u201c buchst\u00e4blich das Eis schmelzen h\u00f6rte, grenzt an Magie. Das Publikum spendete Riesenapplaus schon nach dem ersten Akt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/patrick-hahn-begeistert-mit-wagners-walkuere-das-publikum-in-der-historischen-stadthalle-wuppertal\/die_walkuere_20260118__c__sow_yannick_dietrich_13\/\" rel=\"attachment wp-att-32319 noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-32319\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Die_Walkuere_20260118__c__SOW_Yannick_Dietrich_13-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Sinfonieorchester Wuppertal \/DIE WALK\u00dcRE\/ Foto: Sinfonieorchester Wuppertal \/ Yannick Dietrich<\/p>\n<p>Der zweite Akt beginnt mit einem heroisch-\u00fcberw\u00e4ltigenden Vorspiel, bei dem man denkt, alles wird gut dank der Macht Wotans und seiner unehelichen T\u00f6chter, der Walk\u00fcren. Br\u00fcnnhilde soll Siegmund im Kampf gegen Hunding besch\u00fctzen. Aber Wotans legitime Gattin Fricka (<b>Jennifer Johnston<\/b>), G\u00f6ttin von Ehe und Gesetz, tritt, scheinbar als Spa\u00dfbremse, dazwischen. Der Ehestreit \u00fcber den Rettungsplan endet damit, dass Wotan klein beigibt und unwillig Br\u00fcnnhilde untersagt, den urspr\u00fcnglichen Plan auszuf\u00fchren. Fricka hat Wotan an seine Pflichten als Herrscher erinnert: Inzest und Ehebruch kann er sich in seiner Familie nicht erlauben. Allein mit Br\u00fcnnhilde erkl\u00e4rt er ihr seine Beweggr\u00fcnde. Wie <b>Michael Kupfer-Radecky<\/b> und <b>St\u00e9phanie M\u00fcther<\/b> diesen Disput gestalten, \u00fcberzeugt auf der ganzen Linie. Beide sangen mit hervorragender Textverst\u00e4ndlichkeit und so leidenschaftlich, als betr\u00e4fe es sie selbst. Direkte Emotion und Empathie! Als Gott m\u00fcsse er sich an seine eigenen Gesetze halten. Br\u00fcnnhilde versteht und verk\u00fcndet Siegmund seinen nahen Tod. Als der jedoch sagt, ohne Sieglinde wolle er nicht sterben, ist Br\u00fcnnhilde emotional ergriffen und \u00e4ndert ihren Plan. Sie entscheidet sich f\u00fcr das aus ihrer Sicht moralisch Richtige: sie beschlie\u00dft, Siegmund zu retten. Aber nun passiert die Katastrophe: Wotan selbst greift ein und zerschmettert mit seinem Speer Siegmunds Schwert und gibt Hunding die Chance, Siegmund zu t\u00f6ten. Br\u00fcnnhilde sammelt geistesgegenw\u00e4rtig die Tr\u00fcmmer Nothungs und flieht mit Sieglinde in Fafners Wald. Wutentbrannt nimmt Wotan die Verfolgung auf, nachdem er eher beil\u00e4ufig (\u201eGeh!\u201c) Hunding erschlagen hat. Eine szenische Andeutung sieht man auf der Empore \u00fcber dem Orchester. Wotan ist ein gebrochener Mann, aber er lenkt seinen Zorn auf seine ungehorsame Tochter Br\u00fcnnhilde. Mit dem Ausdruck seiner Wut durch brillante Blechbl\u00e4ser endet der zweite Akt. Der tosende Applaus \u00fcbertraf den ersten deutlich. <\/p>\n<p>Der Beginn des dritten Akts, der Walk\u00fcrenritt, entfaltete eine ungeheure dramatische Wucht, denn das durch keinen Orchestergraben ged\u00e4mpfte Orchester entfachte mit den starken Stimmen der acht Walk\u00fcren die \u00fcberw\u00e4ltigende Dynamik, die in Wagners Musik angelegt ist. Kein Wunder, dass Francis Ford Coppola mit dieser Musik in \u201eApocalypse Now\u201c amerikanische Hubschraubereins\u00e4tze im Vietnam-Krieg illustriert hat. Die acht Walk\u00fcren, alle erfahrene hochdramatische Wagner-S\u00e4ngerinnen, konnten das Orchester trotzdem \u00fcbert\u00f6nen. Es ist vermutlich Wagners bekannteste Melodie, die die Bestrafung der ungehorsamen Br\u00fcnnhilde, Wotans Lieblingstochter, einleitet. Es ist mit den stampfenden Hufen der R\u00f6sser und den martialischen Fanfaren der H\u00f6rner und Trompeten der Triumph der Kriegslogik. \u201eSie zeigt, wie \u00e4sthetische Faszination mit politischer und moralischer Problematisierung kollidieren kann\u201c, so Dramaturg <b>Fabio Rickenmann<\/b> in seinem scharfsinnigen Essay im Programmheft. Das System Wotan wird nicht von au\u00dfen zerschlagen, sondern es spaltet sich von innen durch den Widerspruch zwischen Emotion und Staatsr\u00e4son. Wotan entkleidet seine Lieblingstochter Br\u00fcnnhilde ihrer Walk\u00fcreninsignien und gibt sie schutzlos auf einem Felsen preis. Aber Br\u00fcnnhilde gelingt es, durch geschicktes Argumentieren zu erreichen, dass sie ein Feuerring umgibt, den nur einer durchdringen kann, der sich nicht f\u00fcrchtet. Dieser Mensch wird Siegfried sein, der Sohn Siegmunds und Sieglindes, der als freier Held, durch keine Konventionen gebunden, aufwachsen wird. Der dritte Akt schlie\u00dft mit dem Feuerzauber, bei dem die Streicher, Fl\u00f6ten und Perkussionsinstrumente noch einmal richtig auftrumpfen k\u00f6nnen. \u201eWer meines Speeres Spitze f\u00fcrchtet, durchschreite das Feuer nie\u201c, singt Wotan zum Abschluss. Es endet mit einem strahlenden H-Dur-Akkord, der im starken Kontrast zu den tragischen Ereignissen steht und eine optimistische Sicht auf Siegfrieds k\u00fcnftige Taten erzeugt. Der frenetische Beifall wollte nicht enden. <\/p>\n<p>Patrick Hahn ist wohl der interessanteste Dirigent (und Komponist) seiner Generation. Er wurde am 17. Juli 1995 in Graz geboren und begann seine musikalische Karriere als Knabensolist bei den Grazer Kapellknaben. Mit 26 wurde er j\u00fcngster Generalmusikdirektor Deutschlands bei den Wuppertaler B\u00fchnen und dem Wuppertaler Sinfonieorchester, das er seitdem geformt hat. Er wirkt parallel dazu als erster Gastdirigent beim M\u00fcnchner Rundfunkorchester und seit 2024 beim Royal Scottish National Orchestra. Gastdirigate f\u00fchrten ihn zu zahlreichen Spitzenorchestern wie den M\u00fcnchner Philharmonikern und dem G\u00fcrzenich-Orchester, K\u00f6ln, und zu Operndirigaten wie in M\u00fcnchen, Hamburg, Frankfurt und Dresden. Von Patrick Hahn existiert bereits jetzt eine f\u00fcr sein Alter umfangreiche Diskografie, \u00fcberwiegend mit Repertoire des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/patrick-hahn-begeistert-mit-wagners-walkuere-das-publikum-in-der-historischen-stadthalle-wuppertal\/die_walkuere_20260118__c__sow_yannick_dietrich_14\/\" rel=\"attachment wp-att-32320 noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-32320\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Die_Walkuere_20260118__c__SOW_Yannick_Dietrich_14-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Sinfonieorchester Wuppertal \/DIE WALK\u00dcRE\/ Foto: Sinfonieorchester Wuppertal \/ Yannick Dietrich<\/p>\n<p><b>St\u00e9phanie M\u00fcther<\/b> hat bereits <a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/o-goettliche-not-wagners-walkuere-in-dortmund-begeistert-auf-ganzer-linie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Dortmund mit gro\u00dfem Erfolg die Br\u00fcnnhilde<\/a> gesungen, ihr hochdramatischer Sopran gl\u00e4nzte jetzt noch intensiver. Sie ist eine Br\u00fcnnhilde mit warmer Ausstrahlung und singt bei internationalen Festivals wie in Kyoto, Japan und Oviedo, Spanien, die hochdramatischen Wagner-Partien. Sie \u00fcberzeugte auf der ganzen Linie. <b>Michael Kupfer-Radecky<\/b>, international gefragter Heldenbariton, lebte den Wotan in seinem eleganten Frack und zeigte ihn nicht als Kraftprotz, sondern als sensiblen, nachdenklichen Taktiker und emotionalen Vater. Die starken Gef\u00fchle, die er ausdr\u00fcckte, weckten Empathie. Er ist 2022 kurzfristig in Bayreuth im dritten Akt als Wotan f\u00fcr einen erkrankten Kollegen eingesprungen, was ihm sehr gute Kritiken einbrachte. Er ist dort seit Jahren als Heerrufer und als Gunther eingesetzt und wird im Bayreuther \u201eRienzi\u201c den Cecco del Vecchio singen. Jennifer Johnston (Fricka, Mezzosopran) wird bei der Er\u00f6ffnungspremiere der Bayreuther Festspiele 2026 den Adriano im \u201eRienzi\u201c singen. <\/p>\n<p><b>Maximilian Schmitt<\/b> ist ein international gefragter lyrischer Tenor, der jetzt das Heldenfach f\u00fcr sich erobert. <b>Sarah Wegener <\/b>hat bereits in der \u201eWalk\u00fcre\u201c unter Kent Nagano die Sieglinde interpretiert und zeichnet sich durch stilistische Vielseitigkeit, stimmliche Brillanz und intensive Ausdruckskraft aus. <b>Kurt Rydl<\/b>, seit 1999 Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, verlieh nach einer 50-j\u00e4hrigen Weltkarriere dem Hunding gef\u00e4hrlich wirkende Kontur. <\/p>\n<p>Auch die acht Walk\u00fcren bekamen gro\u00dfen Applaus. Das Ensemble hat wunderbar harmoniert und bot durchweg hervorragende gesangliche Interpretationsleistungen. Der Applaus steigerte sich noch, als Patrick Hahn mit seinem Dramaturg Fabio Rickenmann auf die B\u00fchne trat und auf das Orchester verwies. Wir haben eine sehr dynamische, emotionsgeladene und jugendlich-frische \u201eWalk\u00fcre\u201c erlebt, bei dem die voll ausgereizte Abstufung der Lautst\u00e4rke, aber auch der h\u00e4ufig flotten Tempi, gro\u00dfe Empathie mit den Protagonisten erzeugte. <\/p>\n<p>Wagners Opern kann man tats\u00e4chlich als Konversationsst\u00fccke, Programmmusik mit Accompagnato-Rezitativen, auffassen, denn das Orchester erz\u00e4hlt, interpretiert und kommentiert alles. Das Fluch-Motiv erkl\u00e4rt das Unheil, das Wotan und seiner Familie widerf\u00e4hrt. Eine szenische Umsetzung lenkt von der Musik und vor allem vom Text ab, ein Vergleich mit inszenierten Auff\u00fchrungen w\u00e4re daher unfair. <\/p>\n<p>Im Vergleich mit Kent Naganos konzertanter <a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/kent-nagano-dirigiert-wagners-die-walkuere-in-der-koelner-philharmonie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auff\u00fchrung in der K\u00f6lner Philharmonie am 24. M\u00e4rz 2023<\/a>, \u00a0bei der die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger ebenfalls vor dem Orchester platziert waren, f\u00e4llt auf, dass der heute \u00fcbliche Kammerton A mit 440 Hz einen deutlich brillanteren Klang hat als der historische mit 435 Hz. Au\u00dferdem nimmt Hahn die Tempi deutlich flotter als Nagano und hat eine gr\u00f6\u00dfere Dynamik, einfach, weil die heutigen modernen Instrumente pr\u00e4gnanter und lauter sein k\u00f6nnen, aber auch bez\u00fcglich der gew\u00e4hlten Tempi. Seine Interpretation wirkt einfach \u201ej\u00fcnger\u201c und gef\u00fchlsbetonter. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/patrick-hahn-begeistert-mit-wagners-walkuere-das-publikum-in-der-historischen-stadthalle-wuppertal\/die_walkuere_20260118__c__sow_yannick_dietrich_12\/\" rel=\"attachment wp-att-32317 noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-32317\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Die_Walkuere_20260118__c__SOW_Yannick_Dietrich_12-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Sinfonieorchester Wuppertal \/DIE WALK\u00dcRE\/ Foto: Sinfonieorchester Wuppertal \/ Yannick Dietrich<\/p>\n<p>Mit der dezenten Lichtregie von <b>Pascal Sch\u00fcller<\/b> und einer anschaulichen Personenf\u00fchrung von Fabio Rickenmann und dem hochkar\u00e4tigen Ensemble gelang eine halbszenische Umsetzung, die zusammen mit den \u00dcbertiteln das Verst\u00e4ndnis erleichterte. Patrick Hahn betonte die emotionale Komponente, und man ertappte sich selbst dabei, dass man sich mit einem inzestu\u00f6sen Liebespaar und mit kriegsverherrlichender Musik identifizierte und das Pl\u00e4doyer Frickas f\u00fcr Recht und Ordnung als l\u00e4stig empfand. Wagner war halt zeitweise ein Revolution\u00e4r und praktizierender Anarchist und hat die sch\u00f6nsten Liebesszenen geschrieben, und das stellte diese konzertante Auff\u00fchrung sehr gut heraus.<\/p>\n<p> Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf \u201eSiegfried\u201c am 22. Februar 2026 und die \u201eG\u00f6tterd\u00e4mmerung\u201c am 22. M\u00e4rz 2026. <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Rezension von Ursula Hartlapp-Lindemeyer \/ Red. DAS OPERNMAGAZIN<\/strong><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.sinfonieorchester-wuppertal.de\/konzerte\/der-ring-des-nibelungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sinfonieorchester Wuppertal \/ Ring des Nibelungen<\/a><\/li>\n<li>Titelfoto: Sinfonieorchester Wuppertal \/DIE WALK\u00dcRE\/ Foto: Sinfonieorchester Wuppertal \/ Yannick Dietrich<\/li>\n<li>\nBesetzung<\/p>\n<p>Michael\u00a0Kupfer-Radecky<br \/>Wotan<\/p>\n<p>St\u00e9phanie\u00a0M\u00fcther<br \/>Br\u00fcnnhilde<\/p>\n<p>Maximilian\u00a0Schmitt<br \/>Siegmund<\/p>\n<p>Sarah\u00a0Wegener<br \/>Sieglinde<\/p>\n<p>Kurt\u00a0Rydl<br \/>Hunding<\/p>\n<p>Jennifer\u00a0Johnston<br \/>Fricka<\/p>\n<p>Ann-Kathrin\u00a0Niemczyk<br \/>Helmwige<\/p>\n<p>Catharine\u00a0Woodward<br \/>Gerhilde<\/p>\n<p>Justyna\u00a0Bluj<br \/>Ortlinde<\/p>\n<p>Gundula\u00a0Hintz<br \/>Waltraute<\/p>\n<p>Ekaterina\u00a0Chayka-Rubinstein<br \/>Siegrune<\/p>\n<p>Hanna Larissa\u00a0Naujoks<br \/>Ro\u00dfwei\u00dfe<\/p>\n<p>Marta\u00a0Herman<br \/>Schwertleite<\/p>\n<p>Bettina\u00a0Ranch<br \/>Grimgerde<\/p>\n<p>Fabio\u00a0Rickenmann<br \/>Dramaturgie und Produktionsleitung<\/p>\n<p>Sinfonieorchester\u00a0Wuppertal<\/p>\n<p>Patrick\u00a0Hahn<br \/>Dirigent<\/p>\n<p>Patrick\u00a0Hahn,\u00a0Fabio\u00a0Rickenmann,\u00a0Pascal\u00a0Sch\u00fcller<br \/>Lichtdesign<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sinfonieorchester Wuppertal \/DIE WALK\u00dcRE\/ Foto: Sinfonieorchester Wuppertal \/ Yannick Dietrich Nicht enden wollte der Beifall f\u00fcr das hervorragende&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":738787,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[169272,3364,29,169273,169274,30,169275,169276,169277,169278,169279,1209,169280,38190,156916,169281,169282,169283,51332,38595,169284,4418],"class_list":{"0":"post-738786","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-das-opernmagazin-wuppertal","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-die-walkuere","12":"tag-fabio-rickenmann","13":"tag-germany","14":"tag-gmd-patrick-hahn","15":"tag-historische-stadthalle-wuppertal","16":"tag-kurt-rydl","17":"tag-maximillian-schmitt","18":"tag-michael-kupfer-radecky","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-pascal-schueller","21":"tag-richard-wagner","22":"tag-ring-des-nibelungen","23":"tag-sarah-wegener","24":"tag-sinfonieorchester-wuppertal","25":"tag-stadthalle-wuppertal","26":"tag-stephanie-muether","27":"tag-ursula-hartlapp-lindemeyer-das-opernmagazin","28":"tag-walkuere-in-wuppertal","29":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/738786","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=738786"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/738786\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/738787"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=738786"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=738786"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=738786"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}