{"id":738802,"date":"2026-01-22T19:22:11","date_gmt":"2026-01-22T19:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738802\/"},"modified":"2026-01-22T19:22:11","modified_gmt":"2026-01-22T19:22:11","slug":"groenland-nato-militaerplaner-warten-auf-politische-weisung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/738802\/","title":{"rendered":"Gr\u00f6nland: NATO-Milit\u00e4rplaner warten auf politische Weisung"},"content":{"rendered":"<p>NATO-Milit\u00e4rplaner best\u00e4tigten am Donnerstagnachmittag, dass bislang keine Weisungen zu dem zwischen den USA und D\u00e4nemark vereinbarten Rahmenabkommen f\u00fcr Gr\u00f6nland vorl\u00e4gen. Man sei jedoch bereit, mit den Planungen zu beginnen, sobald entsprechende Anweisungen erteilt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&#8222;Wir befinden uns noch in einem sehr fr\u00fchen Stadium&#8220;, sagte Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des Milit\u00e4rausschusses der NATO, nach einer Sitzung der Generalstabschefs im NATO-Hauptquartier in Br\u00fcssel. &#8222;Wir warten noch auf eine politische Richtung. Sobald diese vorliegt, werden wir mit unserer eigentlichen Arbeit beginnen \u2013 der milit\u00e4rischen Planung&#8220;, erkl\u00e4rte er weiter.<\/p>\n<p>\u00dcber das Rahmenabkommen, das US-Pr\u00e4sident Donald Trump und NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte am Mittwochabend in Davos vereinbart haben, ist bislang nur wenig bekannt. <\/p>\n<p>F\u00fcr den US-Pr\u00e4sidenten war die Einigung jedoch offenbar zufriedenstellend genug, um von seiner Drohung abzur\u00fccken, ab dem 1. Februar zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle von zehn Prozent auf acht europ\u00e4ische Staaten zu verh\u00e4ngen, die in der vergangenen Woche Truppen nach Gr\u00f6nland entsandt hatten. <\/p>\n<p>Sowohl Rutte als auch die d\u00e4nische Ministerpr\u00e4sidentin Mette Frederiksen betonten, der Rahmen wahre die Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t der weitl\u00e4ufigen Insel, die zum K\u00f6nigreich D\u00e4nemark geh\u00f6rt. <\/p>\n<p>Frederiksen erkl\u00e4rte am Donnerstag, sie wolle den &#8222;konstruktiven Dialog&#8220; mit den NATO-Verb\u00fcndeten dar\u00fcber fortsetzen, wie die Sicherheit in der Arktis gest\u00e4rkt werden k\u00f6nne \u2013 auch im Zusammenhang mit dem von den USA vorgeschlagenen mehrschichtigen Raketenabwehrsystem Golden Dome, sofern dies &#8222;unter Wahrung unserer territorialen Integrit\u00e4t&#8220; geschehe.<\/p>\n<p>&#8222;Niemand sollte an unserer Bereitschaft zweifeln&#8220;<\/p>\n<p>Der Oberste Alliierte Befehlshaber Europa (SACEUR) der NATO erkl\u00e4rte unterdessen, dass bislang auch keine Planungen f\u00fcr einen m\u00f6glichen Einsatz in der Arktis aufgenommen worden seien. <\/p>\n<p>&#8222;Wir haben keine politische Weisung erhalten, auszur\u00fccken. Nat\u00fcrlich sind wir uns der laufenden Diskussionen bewusst, und deshalb \u00fcberlegen wir, wie man ein solches Vorgehen organisieren k\u00f6nnte&#8220;, sagte Alexus G. Grynkewich vor Reportern. <\/p>\n<p>&#8222;Aber nein, mit konkreten Planungen haben wir noch nicht begonnen&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. <\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che \u00fcber eine m\u00f6gliche Mission hatten eingesetzt, nachdem Donald Trump seine expansionistische Rhetorik mit Blick auf Gr\u00f6nland versch\u00e4rft hatte. Ziel der \u00dcberlegungen war es demnach, den US-Pr\u00e4sidenten durch ein Signal zu beruhigen, dass das B\u00fcndnis die Sicherheit des hohen Nordens und der Arktis ernst nehme. <\/p>\n<p>Der SACEUR verwies zugleich darauf, dass in den kommenden Monaten mehrere NATO-\u00dcbungen in der Arktis geplant seien \u2013 allerdings keine ausdr\u00fccklich in Gr\u00f6nland. Frankreich forderte die NATO am Mittwoch auf, eine gemeinsame \u00dcbung in Gr\u00f6nland zu pr\u00fcfen, und erkl\u00e4rte, bereit zu sein, sich daran zu beteiligen.<\/p>\n<p>Gleichwohl bem\u00fchte sich der SACEUR um einen beruhigenden Ton und betonte, dass &#8222;niemand an unserer Bereitschaft&#8220; im hohen Norden und in der Arktis zweifeln solle. <\/p>\n<p>&#8222;Die Schweden, die Finnen, alle n\u00f6rdlichen L\u00e4nder \u2013 Norwegen und D\u00e4nemark \u2013 verf\u00fcgen \u00fcber erhebliche F\u00e4higkeiten, die sie dort oben tagt\u00e4glich einsetzen&#8220;, sagte Grynkewich. <\/p>\n<p>Die Streitkr\u00e4fte der beiden j\u00fcngsten B\u00fcndnismitglieder, Finnland und Schweden, bef\u00e4nden sich zudem&#8220;\u201ein einer einzigartigen Position, um die Nordflanke der NATO und die Sicherheit der Arktis zu st\u00e4rken&#8220;. <\/p>\n<p>Mit Blick auf die F\u00e4higkeiten, die f\u00fcr eine weitergehende Absicherung der Region erforderlich seien, erkl\u00e4rte der SACEUR, das B\u00fcndnis m\u00fcsse langfristiger denken. <\/p>\n<p>&#8222;Einige der Ma\u00dfnahmen, die wir in der Arktis ergreifen m\u00fcssen, um unsere Sicherheit zu verbessern, haben lange Vorlaufzeiten \u2013 darunter die Installation neuer Sensoren und Detektionsf\u00e4higkeiten&#8220;, so Grynkewich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"NATO-Milit\u00e4rplaner best\u00e4tigten am Donnerstagnachmittag, dass bislang keine Weisungen zu dem zwischen den USA und D\u00e4nemark vereinbarten Rahmenabkommen f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":738803,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,1401,548,663,158,3934,3935,452,13,14,1159,15,12],"class_list":{"0":"post-738802","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-arktis","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-groenland","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-nato","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115940382975798680","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/738802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=738802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/738802\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/738803"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=738802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=738802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=738802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}