{"id":740390,"date":"2026-01-23T10:19:16","date_gmt":"2026-01-23T10:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/740390\/"},"modified":"2026-01-23T10:19:16","modified_gmt":"2026-01-23T10:19:16","slug":"organisationsuntersuchung-fuer-das-wuppertaler-auslaenderamt-kostet-64-000-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/740390\/","title":{"rendered":"Organisationsuntersuchung f\u00fcr das Wuppertaler Ausl\u00e4nderamt kostet 64\u2005000 Euro"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">64\u2005000 Euro soll das externe Gutachten kosten, das das Ausl\u00e4nderamt genauer unter die Lupe nimmt. Erstellen soll es die \u201eKommunale Gemeinschaftsstelle f\u00fcr Verwaltungsmanagement\u201c (KGSt). Am Montag sollen die Politiker im Stadtrat offiziell den Auftrag erteilen. Eine Menge Arbeit wurde aber auch schon in der Beh\u00f6rde selbst geleistet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Ansto\u00df zu der externen Untersuchung kam im Juli 2025. Nach einem Antrag von SPD und CDU beauftragte der Rat die Stadtverwaltung, eine solche Untersuchung in die Wege zu leiten. Vorausgegangen waren anhaltende Diskussionen \u00fcbers Ausl\u00e4nderamt: Mitarbeiter seien schwer erreichbar, die Bearbeitung der Anliegen dauere lange. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Unabh\u00e4ngig von der Untersuchung wurde 2025 auch der Stellenplan f\u00fcr die Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde weiter aufgestockt: In 60 zus\u00e4tzliche Stellen f\u00fcr die Stadtverwaltung waren 13 f\u00fcr das Ausl\u00e4nderamt. Die Besetzung ist erfolgt, die neuen Mitarbeiter werden ab Februar ihre Stellen antreten, m\u00fcssen aber noch eingearbeitet werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die externe Untersuchung hat die Verwaltung den Auftrag der Politik konkretisiert auf die Bereiche Einb\u00fcrgerung, R\u00fcckkehrmanagement und Fachkr\u00e4ftezuwanderung. Und Vorgespr\u00e4che mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle f\u00fcr Verwaltungsmanagement (KGSt) gef\u00fchrt. Diese ist ein Fachverband f\u00fcr kommunales Management, der Kommunen ber\u00e4t. Weil Wuppertal Mitglied ist, kann der Auftrag ohne Ausschreibung vergeben werden. Die KGSt hat nun ein Angebot gemacht. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In einer ersten Phase will die KGSt die Organisation des Ausl\u00e4nderamts analysieren, Empfehlungen zu kurzfristig umsetzbaren Optimierungen (\u201eQuick Wins\u201c) geben und darstellen, welche Aspekte eine vertiefte Untersuchung brauchen. Nicht untersucht werden soll in dieser Phase der Stellenbedarf. Dieser oder vertiefte Untersuchungen k\u00f6nnten Gegenstand einer zweiten Phase sein, \u00fcber die der Rat neu entscheiden m\u00fcsste und die zus\u00e4tzliches Geld kosten w\u00fcrde. F\u00fcr die erste Phase sind 64\u2005000 Euro bereitgestellt. Bei einem positiven Beschluss am Montag will die KGSt im M\u00e4rz beginnen, das Projekt soll vier Monate dauern. Die Verwaltung will die Politik im zweiten Halbjahr \u00fcber die Ergebnisse informieren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit der Beschlussvorlage legt die Stadtverwaltung zudem einen Bericht zum Ausl\u00e4nderamt vor, der auf 19 Seiten die aktuelle Situation, bereits umgesetzte und noch geplante Ma\u00dfnahmen darstellt. Denn mit \u00dcbernahme der Leitung des Ressorts Zuwanderung und Integration 2022 hat Suna Lenz schon Ma\u00dfnahmen auf den Weg gebracht. Schon kurz nach ihrem Antritt hatte sie erkl\u00e4rt, \u00fcber weitere Stellen zu verhandeln und die Organisation zu optimieren. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was seither passiert ist, listet der Bericht auf: Das Ausl\u00e4nderamt wurde umstrukturiert, Teams zusammengelegt, andere aufgeteilt, das Team Einb\u00fcrgerung zu einem Sachgebiet mit drei Teams ausgebaut. Organisatorische Aufgaben wie Stellenbesetzungen, Optimierung von Abl\u00e4ufen, Vergabeverfahren, IT-Betreuung oder Arbeitssicherheit wurden aus den Fachbereichen in eine zentrale Steuerung zusammengef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wissensmanagement, Digitalisierung und Kennzahlen      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Digitalisierung der Akten ist erfolgt, jetzt geht es um Digitalisierung von Abl\u00e4ufen und der Kommunikation mit den Kunden, etwa durch Kontaktformulare und erste M\u00f6glichkeiten, Antr\u00e4ge digital zu stellen. An einem Chatbot wird gearbeitet. Ein Online-Termintool k\u00f6nnte bald starten. Wegen der hohen Fluktuation und des Fachkr\u00e4ftemangels wurden Konzepte entwickelt, Wissen weiterzugeben, neue Fachkr\u00e4fte einzuarbeiten, Gesetzes\u00e4nderungen zu vermitteln, etwa mit Checklisten, Leitf\u00e4den und Online-Tools.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die Kommunikation wurden klare Regeln eingef\u00fchrt, damit Informationen sowohl intern als auch bei den Antragstellern ankommen, etwa, wie mit dringenden F\u00e4llen wie drohendem Arbeitsplatzverlust umgegangen wird. Es gibt umfangreiche Angaben auf der Homepage, regelm\u00e4\u00dfige interne Besprechungen und Berichte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Derzeit wird daran gearbeitet, Kennzahlen zu erfassen, um die Leistungsf\u00e4higkeit beurteilen und Ziele formulieren zu k\u00f6nnen. Ein ressorteigenes \u201eDashboard\u201c (digitale \u00dcbersichtsgrafik) zu strategischen Themen, um Krisentendenzen fr\u00fch zu erkennen, ist in Arbeit.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Einige Zahlen am Ende des Berichts machen die Problemstellen deutlich. Die Zahl der Menschen ohne Pass in Wuppertal hat sich seit 2010 von 47\u2005000 auf 95\u2005000 verdoppelt, unerledigt sind aktuell fast 17\u2005000 Antr\u00e4ge auf Aufenthaltserlaubnis, 12\u2005000 Antr\u00e4ge auf Einb\u00fcrgerung. Zur Einb\u00fcrgerung laufen 400 Klageverfahren. Im Vergleich zu anderen St\u00e4dten hat Wuppertal ein schlechtes Verh\u00e4ltnis von Mitarbeitern und Kunden: In K\u00f6ln betreut ein Mitarbeiter 523 Menschen, in Wuppertal sind es 941.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Bericht solle den Ausgangspunkt f\u00fcr die Untersuchung der KGSt markieren, so sei nicht nur eine Bestandsaufnahme m\u00f6glich, sondern auch eine \u00dcberpr\u00fcfung der Ma\u00dfnahmen, hei\u00dft es in dem Bericht. Das erkl\u00e4rt auch Sozialdezernentin Annette Berg: \u201eWir glauben, dass wir mit der KGSt noch mal einen Blick von au\u00dfen bekommen und noch weitere Optimierungsm\u00f6glichkeiten finden.\u201c Sie verweist auf schon Erreichtes, unter anderem die 13 zus\u00e4tzlichen Stellen. Auch die M\u00f6glichkeit, Antr\u00e4ge online stellen zu k\u00f6nnen, sei ein wichtiger Schritt \u2013 wenn das auch nicht helfe, den R\u00fcckstau aufzuarbeiten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Arif Izgi (SPD), Vorsitzender des Integrationsausschusses des Stadtrats, ist positiv \u00fcberrascht von dem Bericht: \u201eDass sich ein Amt selbst so engagiert, die Abl\u00e4ufe zu verbessern, das ist nicht \u00fcblich, deshalb lobe ich das sehr.\u201c Das sei \u201eein guter Ausgangspunkt f\u00fcr die Untersuchung\u201c. Diese werde der Integrationsausschuss begleiten. Er ist zuversichtlich: \u201eWir werden einen Weg finden, dass das Amt besser funktioniert.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"64\u2005000 Euro soll das externe Gutachten kosten, das das Ausl\u00e4nderamt genauer unter die Lupe nimmt. 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