{"id":740473,"date":"2026-01-23T11:05:15","date_gmt":"2026-01-23T11:05:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/740473\/"},"modified":"2026-01-23T11:05:15","modified_gmt":"2026-01-23T11:05:15","slug":"sexueller-uebergriff-und-sexuelle-noetigung-ehemaliger-rabbiner-der-juedischen-gemeinde-berlin-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/740473\/","title":{"rendered":"Sexueller \u00dcbergriff und sexuelle N\u00f6tigung: Ehemaliger Rabbiner der J\u00fcdischen Gemeinde Berlin verurteilt"},"content":{"rendered":"<p>In Berlin ist ein ehemaliger Rabbiner der J\u00fcdischen Gemeinde zu Berlin des sexuellen \u00dcbergriffs und der sexuellen N\u00f6tigung schuldig gesprochen worden. Der Angeklagte erh\u00e4lt 10 Monate Freiheitsstrafe auf Bew\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Das Amtsgericht Tiergarten stellte anhand von Zeugenaussagen fest, dass der Mann im Rahmen seiner T\u00e4tigkeit als Rabbiner der J\u00fcdischen Gemeinde zu Berlin eine Frau zu einem vermeintlichen \u00bbPers\u00f6nlichkeitstraining\u00ab einlud, sie bat, sich mit dem R\u00fccken zur Wand zu stellen und sie dann unter Ausnutzung eines \u00dcberraschungsmoments auf die Lippen k\u00fcsste und seine Zunge in ihren Mund einf\u00fchrte. Die Frau sei zu keinem Zeitpunkt mit dieser Handlung einverstanden gewesen.<\/p>\n<p>Das Gericht hatte bereits im Februar 2021 Strafbefehl erhoben. Der Rabbiner hatte zun\u00e4chst Einspruch eingelegt, diesen am Dienstag aber zur\u00fcckgenommen, und den Strafbefehl akzeptiert. Damit ist das Urteil nun rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>Ein Rechtsmittel vonseiten des Mannes ist nicht mehr m\u00f6glich, da die Entscheidung abschlie\u00dfend ist. Sollte er in den n\u00e4chsten zwei Jahren erneut straff\u00e4llig werden, w\u00fcrde die gesamte Freiheitsstrafe in Kraft treten.<\/p>\n<p class=\"u-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Der Fall war im Juni 2023 \u00fcber einen Bericht in der amerikanischen \u00bbJewish Telegraphic Agency\u00ab ans Licht gekommen. Damals hatten mehrere Frauen Angaben \u00fcber sexuelle \u00dcbergriffe des Rabbiners gemacht. Schon im Jahr 2018 war ein Fall in Berlin zur Anzeige gebracht worden, der wiederum 10 Jahre zur\u00fccklag.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin gab damals an, der Angeklagte habe sie unter Druck gesetzt und mit \u00bbHeilsversprechen\u00ab zu sexuellen Handlungen gebracht. Es gebe \u00bbweitere Opfer\u00ab. Das Verfahren wurde allerdings eingestellt, da es keinen hinreichenden Tatverdacht gegeben hatte.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die Berliner Gemeinde hatte dem Rabbiner nach den Vorw\u00fcrfen im Mai 2023 fristlos gek\u00fcndigt. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Berliner Gemeinde hatte dem Rabbiner nach den Vorw\u00fcrfen im Mai 2023 fristlos gek\u00fcndigt. Mit dem Urteil vom Dienstag ist der auf unterschiedlichen Wegen beschuldigte Rabbiner jetzt zum ersten Mal rechtskr\u00e4ftig im Zusammenhang mit einem sexuellen \u00dcbergriff verurteilt worden.<\/p>\n<p>Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) begr\u00fc\u00dfte die die rechtskr\u00e4ftige Verurteilung des Angeklagten. Auf Anfrage der J\u00fcdischen Allgemeinen teilte die ORD mit: \u00bbUnser tief empfundenes und uneingeschr\u00e4nktes Mitgef\u00fchl gilt der betroffenen Frau. Als Rabbiner sehen wir uns in einer besonderen moralischen und religi\u00f6sen Verantwortung. Wir k\u00f6nnen und d\u00fcrfen nicht schweigen, wenn im Namen des Judentums oder unter dem Deckmantel religi\u00f6ser Autorit\u00e4t sexuelle \u00dcbergriffe, Gewalt oder Amtsmissbrauch begangen werden.\u00ab<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbSolches Verhalten widerspricht in eklatanter Weise den ethischen Grunds\u00e4tzen der Tora sowie den Werten von W\u00fcrde, Achtung und Verantwortung gegen\u00fcber jedem Menschen\u00ab, betont die ORD.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Und weiter: \u00bbSolches Verhalten widerspricht in eklatanter Weise den ethischen Grunds\u00e4tzen der Tora sowie den Werten von W\u00fcrde, Achtung und Verantwortung gegen\u00fcber jedem Menschen. Das Beit Din (j\u00fcdisches Rabbinatsgericht) der ORD sowie die Rabbiner der ORD verurteilen jede Form von Bel\u00e4stigung, Grenz\u00fcberschreitung und Missbrauch aufs Sch\u00e4rfste.\u00ab <\/p>\n<p>Dies gelte in besonderem Ma\u00dfe, wenn Taten aus einer Macht- oder Abh\u00e4ngigkeitsposition heraus begangen werden \u2013 insbesondere in den sensiblen Bereichen von Bildung, Seelsorge und Religion, betonten die orthodoxen Rabbiner. \u00bbEine Person, die andere Menschen bel\u00e4stigt oder missbraucht, ist ungeeignet, ein Rabbineramt auszu\u00fcben. Sie darf weder religi\u00f6se, rabbinische noch p\u00e4dagogische Funktionen innehaben.\u00ab  ja<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Berlin ist ein ehemaliger Rabbiner der J\u00fcdischen Gemeinde zu Berlin des sexuellen \u00dcbergriffs und der sexuellen N\u00f6tigung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":740474,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[573,296,574,29,30,411,570,576,572,80,14,16,575,571],"class_list":{"0":"post-740473","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berichte","9":"tag-berlin","10":"tag-blogs","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-israel","14":"tag-juedische-allgemeine","15":"tag-juedisches-leben","16":"tag-kommentare","17":"tag-kultur","18":"tag-nachrichten","19":"tag-politik","20":"tag-religion","21":"tag-wochenzeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115944090824196211","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/740473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=740473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/740473\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/740474"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=740473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=740473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=740473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}