{"id":742646,"date":"2026-01-24T07:07:12","date_gmt":"2026-01-24T07:07:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/742646\/"},"modified":"2026-01-24T07:07:12","modified_gmt":"2026-01-24T07:07:12","slug":"knollen-fuer-beduerftige-warum-die-meisten-spendenkartoffeln-nach-grimma-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/742646\/","title":{"rendered":"Knollen f\u00fcr Bed\u00fcrftige: Warum die meisten Spendenkartoffeln nach Grimma gehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nDie Erd\u00e4pfel stammen von der Osterland-Agrar-Gesellschaft aus Frohburg, die zuvor <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/borna-geithain\/frohburg-osterland-kartoffeln-tafel-100.html\" title=\"Landwirt in Frohburg: Vor unverwertbaren Kartoffelbergen zu stehen ist sehr emotional\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf 4.000 Tonnen Kartoffeln sitzengeblieben war<\/a>. Die Bauern s\u00fcdlich von Leipzig starteten zun\u00e4chst eine Verteilaktion in Berlin, gemeinsam mit der &#8222;Berliner Morgenpost&#8220; und der Internet-Suchmaschine Ecosia.\n<\/p>\n<p>Sachsen-Kartoffeln nach Berlin? &#8222;Das kann ja nicht sein&#8220;<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas rief die Zeitungskollegen in Leipzig auf den Plan: &#8222;Als wir die Nachricht geh\u00f6rt haben, dass in unserem Verbreitungsgebiet Kartoffeln \u00fcbrig sind und die nach Berlin gehen sollen, da haben wir bei der LVZ gedacht, das kann ja nicht sein, s\u00e4chsische Kartoffeln sollen doch auch in Sachsen Gutes tun&#8220;, erz\u00e4hlt Hannah Suppa, die Chefredakteurin der &#8222;Leipziger Volkszeitung&#8220;, \u00fcber den Beginn der Aktion. Auch die &#8222;S\u00e4chsische Zeitung&#8220; in Dresden wurde ins Boot geholt.\n<\/p>\n<p>Elf Tafeln im Freistaat beteiligt<\/p>\n<p class=\"text\">\nAls Abnehmer fanden sich die Tafeln in Sachsen. Der Landesvorsitzende Stephan Trutschler berichtet von &#8222;zwei Tagen gef\u00fchlter Standleitungen quer durch den Freistaat&#8220;, um das Ganze zu organisieren: &#8222;Elf Tafeln sind insgesamt mit dabei, das finde ich sehr sch\u00f6n.&#8220; F\u00fcr ihn ist der Besuch in Leipzig seine letzte Amtshandlung, bevor er den Staffelstab bei den Tafeln \u00fcbergibt.\n<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfte Menge geht nach Grimma<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Mindestmenge bei der Annahme betrage eine Tonne. Mit vier Tonnen ginge die h\u00f6chste Menge nach Grimma. Dort seien genug Lagerm\u00f6glichkeiten vorhanden. &#8222;Die gro\u00dfe Herausforderung war ja nicht nur, wer will Kartoffeln, sondern wer ist auch in der Lage, so gro\u00dfe Mengen abzunehmen und so zu lagern, dass es der Kartoffel nicht schadet&#8220;, sagte Hannah Suppa MDR SACHSEN.<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr Transport und Logistik \u00fcbernahm in Sachsen die Stiftung &#8222;Lichtblick&#8220; der LVZ und der SZ.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nIn Leipzig hievte ein Gabelstapler gro\u00dfe wei\u00dfe S\u00e4cke, die einem \u00fcberdimensionierten Kopfkissen \u00e4hneln, aus dem Anh\u00e4nger eines gro\u00dfen Lkw. Darin waren die wertvollen Kartoffeln.<\/p>\n<p>Auch Osterland-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Joachim von Massow packte beim Ausladen in der Zentrale der Leipziger Tafel in Lindenau mit an: &#8222;Viele Bauern haben 2025 eine Rekordernte eingefahren. Wir haben 4.000 Tonnen, die nicht mehr vertraglich gebunden sind, und die wollen wir so nutzen, dass m\u00f6glichst viele Menschen daran Freude haben.&#8220;\n<\/p>\n<p>Rund 500 Tonnen sind weg<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach Auskunft seines Mit-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers Markus Wiggert seien bislang 500 Tonnen weg. Man wolle die Kartoffeln &#8222;nicht irgendwohin schmei\u00dfen&#8220;, sondern suche Sponsoren, um sie zu verschenken. Denn das Packen der Erd\u00e4pfel sowie die Fahrten und das Ausliefern kosteten Geld: &#8222;Die Tafel wollen eine deutschlandweite Sache daraus machen und suchen ebenfalls Sponsoren&#8220; berichtet Wiggert MDR SACHSEN.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEiner Anfrage f\u00fcr die Ukraine stehe die Firma &#8222;extrem wohlwollend&#8220; gegen\u00fcber. Allerdings sei es bei Transporten in das Nicht-EU-Ausland nicht so einfach. Da gehe es zum Beispiel um Unbedenklichkeiten in Sachen Sch\u00e4dlingen. Bei den aktuellen Frosttemperaturen w\u00fcrden die Kartoffeln auch keine Drei-Tages-Tour im Lkw \u00fcberstehen: &#8222;Es darf nur minimal \u00fcber Null sein.&#8220;\n<\/p>\n<p>Sorte &#8222;Agria&#8220; vor allem f\u00fcr Pommes angebaut<\/p>\n<p class=\"text\">\nBei der Sorte handele es sich um &#8222;Agria. Das ist eine sehr universelle Kartoffel, die haben wir angebaut, um daraus Pommes machen zu lassen. Aber wir k\u00f6nnen sie auch sehr gut in den K\u00fcchen als Speisekartoffel nutzen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Erd\u00e4pfel stammen von der Osterland-Agrar-Gesellschaft aus Frohburg, die zuvor auf 4.000 Tonnen Kartoffeln sitzengeblieben war. 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