{"id":742990,"date":"2026-01-24T10:18:18","date_gmt":"2026-01-24T10:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/742990\/"},"modified":"2026-01-24T10:18:18","modified_gmt":"2026-01-24T10:18:18","slug":"kommentar-kanada-und-die-eu-sollten-allianz-bilden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/742990\/","title":{"rendered":"Kommentar: Kanada und die EU sollten Allianz bilden"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/kanada-eu-101.jpg\" alt=\"Flaggen Kanadas und der EU\" title=\"Flaggen Kanadas und der EU | dpa\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>kommentar<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 24.01.2026 09:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Kanadas Premier Carney hat in Davos Donald Trump die Stirn geboten. Daran sollten sich die Europ\u00e4er ein Beispiel nehmen. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass die EU und Kanada enger zusammenr\u00fccken.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/martin-ganslmeier-110.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Martin Ganslmeier\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/martin-ganslmeier-109.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mittlerweile d\u00fcrfte allen klar sein, dass die Strategie der Schmeicheleien gegen\u00fcber Donald Trump gr\u00fcndlich gescheitert ist. Im vergangenen Jahr gab es viele peinliche Antrittsbesuche von Staats- und Regierungschefs im Wei\u00dfen Haus. Manche hatten goldene Geschenke im Gep\u00e4ck. Einige sind Trump fast schon unter der T\u00fcrspalte entgegen gekrochen, um ihn nur ja nicht zu ver\u00e4rgern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einer der wenigen, der mit aufrechtem Gang kam und sich nicht verbiegen lie\u00df, ist der kanadische Premierminister Mark Carney. Kanada sieht sich seit mehr als einem Jahr \u00e4hnlichen Attacken auf seine nationale Souver\u00e4nit\u00e4t ausgesetzt wie zuletzt Gr\u00f6nland und D\u00e4nemark. Trotzdem lie\u00df sich Carney nie einsch\u00fcchtern. Gleich bei seinem Antrittsbesuch erteilte Carney Trumps Annexionsgel\u00fcsten eine Abfuhr. Dem fr\u00fcheren Immobilienunternehmer sagte Carney mit Verweis auf das Wei\u00dfe Haus: &#8222;Manche Orte stehen nun mal nicht zum Verkauf.&#8220; Die Eigent\u00fcmer Kanadas h\u00e4tten ihn wissen lassen, dass auch Kanada nicht zu kaufen sei. Und dies niemals sein werde.<\/p>\n<p>    Es gibt keinen besseren Verb\u00fcndeten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch in Davos hat Kanadas Premierminister eine mutige &#8211; einige sagen sogar eine historische &#8211; Rede gehalten. Carney warb daf\u00fcr, dass Kanada und andere mittelgro\u00dfe Staaten eine engere Allianz schmieden. Das war auch ein Aufruf an die Europ\u00e4er: Lasst uns enger zusammenr\u00fccken! Es gibt keinen besseren Nachbarn und Verb\u00fcndeten als Kanada. Das Land ist so reich an Rohstoffen wie Russland. Aber im Unterschied zu Russland teilen die Kanadier europ\u00e4ische Wertvorstellungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kanada stand stets zuverl\u00e4ssig an der Seite der USA &#8211; in zwei Weltkriegen, wie auch nach den Terroranschl\u00e4gen vom 11. September 2001. Doch seit einem Jahr f\u00fchlt sich Kanada ziemlich allein gelassen. Viele Kanadier waren entt\u00e4uscht, dass die EU im Handelskonflikt mit Trump so schnell nachgab.<\/p>\n<p>    Es braucht mehr Wumms<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU sollte ihre Zusammenarbeit mit Kanada dringend vertiefen. Zumal Kanada eine gemeinsame Geschichte mit Europa und eine gemeinsame Grenze mit der EU hat. Ja, es gibt das kanadisch-europ\u00e4ische Freihandelsabkommen CETA. Aber noch immer ist es nicht von allen EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert. Ja, es gibt verst\u00e4rkte Zusammenarbeit bei Verteidigung und R\u00fcstung. Aber ist das der kommunikative Wumms, der in diesen Zeiten n\u00f6tig w\u00e4re?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Warum Kanada nicht ein Assoziationsabkommen mit der EU anbieten, so wie es das mit den nordischen Nachbarn Norwegen und Island gibt? Oder warum Kanada nicht sogar eine EU-Mitgliedschaft anbieten? Das sei v\u00f6llig unrealistisch, hei\u00dft es immer wieder. Warum eigentlich? In Zeiten, in denen Trump einen von ihm auf Lebenszeit gef\u00fchrten Friedensrat schafft, sollte auch die EU mehr Mut zu symboltr\u00e4chtigen Schritten beweisen. Nur diese Sprache versteht Trump. Und nur so wird den US-B\u00fcrgern klar, dass nicht alle im Ausland die Politik ihres Pr\u00e4sidenten toll finden.<\/p>\n<p>Redaktioneller Hinweis<\/p>\n<p>        Kommentare geben grunds\u00e4tzlich die Meinung des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin wieder und nicht die der Redaktion.<\/p>\n<p>\n                Mehr von Martin Ganslmeier\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"kommentar Stand: 24.01.2026 09:22 Uhr Kanadas Premier Carney hat in Davos Donald Trump die Stirn geboten. 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