{"id":743249,"date":"2026-01-24T12:42:11","date_gmt":"2026-01-24T12:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/743249\/"},"modified":"2026-01-24T12:42:11","modified_gmt":"2026-01-24T12:42:11","slug":"berlin-bundesinstitut-kuehlstoffe-in-e-zigaretten-sind-schaedlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/743249\/","title":{"rendered":"Berlin | Bundesinstitut: K\u00fchlstoffe in E-Zigaretten sind sch\u00e4dlich"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Die in E-Zigaretten verwendeten K\u00fchlstoffe k\u00f6nnen dem Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) zufolge der Gesundheit schaden. Alle bisher gepr\u00fcften K\u00fchlstoffe k\u00f6nnen demnach unter anderem Leber und Nieren nachhaltig sch\u00e4digen.\u00a0<\/p>\n<p>Von der Verwendung solcher K\u00fchlstoffe in E-Liquids sei abzuraten, da bereits bei mittlerem Konsum &#8211; f\u00fcnf Milliliter pro Tag &#8211; von einem langfristigen Gesundheitsrisiko auszugehen sei. V\u00f6llig unklar sei derzeit noch, wie das Risiko f\u00fcr Lungensch\u00e4den einzusch\u00e4tzen ist.<\/p>\n<p>Diverse chemische Substanzen genutzt<\/p>\n<p>K\u00fchlstoffe &#8211; auch Cooling Agents genannt &#8211; werden den Liquids von E-Zigaretten beigemischt, um ein k\u00fchlendes und erfrischendes Mund- und Rachengef\u00fchl zu erzeugen. Dabei werden dem BfR zufolge diverse chemische Substanzen genutzt &#8211; viele seien geschmacksneutral und geruchlos.<\/p>\n<p>\u00a0Andere wie Menthol seien mit einem charakteristischen Geruch und Geschmack verbunden. Die Konzentration der h\u00e4ufig synthetisch hergestellten K\u00fchlstoffe in E-Liquids variiere stark, teils seien die Konzentrationen hoch.<\/p>\n<p>Bisher kaum \u00f6ffentlich einsehbare Daten zu Risiken<\/p>\n<p>Daten zur gesundheitlichen Wirkung beim Inhalieren in die Lunge l\u00e4gen bisher \u00f6ffentlich kaum vor, hie\u00df es. Das BfR hat nach ersten vorangegangenen Analysen weitere neun K\u00fchlstoffe wie Menthol, Menthylacetat und Eucalyptol bewertet.\u00a0<\/p>\n<p>Genutzt wurden Daten aus Studien zur oralen Aufnahme der Stoffe bei Tieren wie Ratten oder M\u00e4usen. F\u00fcr einige K\u00fchlstoffe, f\u00fcr die keine Daten verf\u00fcgbar waren, wurden Studiendaten von struktur\u00e4hnlichen Stoffen verwendet, wie es hie\u00df.<\/p>\n<p>Gesundheitssch\u00e4den teils schon bei wenig Konsum\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDie Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr die Allgemeinbev\u00f6lkerung ist beim Dampfen von E-Zigaretten mit k\u00fchlenden Substanzen gegeben, im Besonderen bei mittlerem und starkem Konsum\u00bb, schlie\u00dfen die BfR-Experten. F\u00fcr die Stoffe WS-12, Frescolat MGA und Menthyllactat k\u00f6nnten Gesundheitssch\u00e4den schon bei niedrigem Konsum (1 Milliliter\/Tag) nicht ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Bei der Bewertung seien die K\u00fchlstoffe jeweils separat betrachtet worden. \u00abIn der realen Anwendung k\u00f6nnte die Gesamt-Exposition gegen\u00fcber K\u00fchlstoffen jedoch h\u00f6her ausfallen, da viele E-Liquids Mischungen mehrerer K\u00fchlstoffe enthalten.\u00bb Mischungen mit bis zu acht solchen Substanzen seien bekannt.<\/p>\n<p>Noch keine Grenzwerte festgelegt<\/p>\n<p>Festgelegte Richtwerte f\u00fcr die maximale Stoffmenge, bei der keine gesundheitlichen Risiken abzusehen sind, gibt es bei K\u00fchlstoffen noch nicht. Das BfR nutzte darum f\u00fcr seine Bewertung den sogenannten NOAEL-Wert f\u00fcr die h\u00f6chste getestete Dosis eines Stoffes, bei der in Versuchen keine gesundheitlichen Sch\u00e4den feststellbar waren. In Tierversuchen wurden demnach vor allem Sch\u00e4digungen der Leber und Niere beobachtet.<\/p>\n<p>Das BfR gibt zu bedenken, dass die Risiken unter- oder \u00fcbersch\u00e4tzt sein k\u00f6nnen, weil es bisher kaum gute Daten gebe. \u00abEs fehlen vor allem Daten dazu, wie die Stoffe wirken, wenn sie eingeatmet werden.\u00bb Vor allem zur Wirkung auf die Lunge sei daher derzeit keine Aussage m\u00f6glich. Verbrauchern r\u00e4t das BfR, auf Liquids mit K\u00fchlstoffen zu verzichten.<\/p>\n<p>Liquids f\u00fcr E-Zigaretten enthalten in der Regel das stark s\u00fcchtig machende Nikotin und verschiedene Aroma- und Geschmacksstoffe. Die Fl\u00fcssigkeit wird \u00fcber ein Heizelement verdampft und \u00fcber ein Mundst\u00fcck eingeatmet. Die Liquids sind sehr unterschiedlich zusammengesetzt.<\/p>\n<p>Langfristige Folgen sind noch weitgehend unbekannt<\/p>\n<p>Gesundheitsrisiken gehen dem BfR zufolge vom Nikotin, den Verneblungs-, Wirk- und Zusatzstoffen sowie m\u00f6glichen Verunreinigungen aus. Zudem k\u00f6nnen durch die Hitzeeinwirkung weitere sch\u00e4digende Stoffe entstehen. \u00dcber die langfristigen gesundheitlichen Folgen von E-Zigaretten ist derzeit noch wenig bekannt.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Zigaretten &#8211; allein in Deutschland pro Jahr f\u00fcr den vorzeitigen Tod von mehr als 120.000 Menschen verantwortlich &#8211; sind E-Zigaretten nach BfR-Angaben deutlich weniger gef\u00e4hrlich. Das Institut empfiehlt aber, zum Schutz der eigenen Gesundheit grunds\u00e4tzlich auch auf E-Zigaretten zu verzichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die in E-Zigaretten verwendeten K\u00fchlstoffe k\u00f6nnen dem Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) zufolge der Gesundheit schaden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":743250,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,10915,30,141,1940,1938,14343,193],"class_list":["post-743249","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","tag-aktuelle-news-aus-berlin","tag-berlin","tag-berlin-news","tag-deutschland","tag-e-zigaretten","tag-germany","tag-gesundheit","tag-nachrichten-aus-berlin","tag-news-aus-berlin","tag-rauchen","tag-wissenschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115950134746312442","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/743249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=743249"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/743249\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/743250"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=743249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=743249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=743249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}