{"id":744180,"date":"2026-01-24T21:29:11","date_gmt":"2026-01-24T21:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/744180\/"},"modified":"2026-01-24T21:29:11","modified_gmt":"2026-01-24T21:29:11","slug":"gropiusstadt-supernova-siegt-bei-filmfest-max-ophuels-preis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/744180\/","title":{"rendered":"\u00abGropiusstadt Supernova\u00bb siegt bei Filmfest Max Oph\u00fcls Preis"},"content":{"rendered":"<p>Saarbr\u00fccken (dpa) &#8211; Der deutsche Film \u00abGropiusstadt Supernova\u00bb ist der Gewinner des 47. Filmfestivals Max Oph\u00fcls Preis. Der erste Langfilm des aus Erfurt stammenden Ben Voit (Regie und Buch) gewann den mit 36.000 Euro dotierten Hauptpreis f\u00fcr den besten Spielfilm. Insgesamt wurden Preise in einem Gesamtwert von 123.500 Euro verliehen. Durch den Abend f\u00fchrten Schauspieler und Choreograph Eugene Boateng sowie Moderatorin Simin Sadeghi.<\/p>\n<p>\u00abGropiusstadt Supernova\u00bb (DE 2026) spielt in einer Plattenbausiedlung in Berlin und erz\u00e4hlt von drei jungen Menschen, die vor einem Wendepunkt stehen. Bei der Preisverleihung in Saarbr\u00fccken lobte die Jury die gro\u00dfe filmische Intensit\u00e4t und urteilte: \u00abDie Figuren sind lebendig und so glaubw\u00fcrdig interpretiert, dass wir gar nicht mehr wegschauen wollen. Man hofft mit ihnen und f\u00fcrchtet um sie.\u00bb<\/p>\n<p>Gleich vier Filme wurden zweimal ausgezeichnet\u00a0<\/p>\n<p>Sowohl den Preis f\u00fcr das beste Drehbuch als auch f\u00fcr den gesellschaftlich relevanten Film erhielt Ali Tamim (Regie und Drehbuch) f\u00fcr sein Langfilmdeb\u00fct \u00abNoah\u00bb (DE 2025). Er erz\u00e4hlt von vier Schicksalen, die sich nach dem Tod des jungen Arabers Noah nach einer Polizeikontrolle verschr\u00e4nken. \u00abEin Film, der Betroffene rassistischer Gewalt konsequent zentriert und zugleich die Ambivalenzen ihrer Erfahrungen sp\u00fcrbar macht\u00bb, urteilten die Juroren. Auch mit dem Deutschen Drehbuchpreis war \u00abNoah\u00bb bereits ausgezeichnet worden.<\/p>\n<p>Der Publikumspreis Spielfilm und der Preis der \u00f6kumenischen Jury ging an \u00abWovon sollen wir tr\u00e4umen\u00bb (DE 2025) von Milena Aboyan und Constantin Hatz. Nach Meinung der Jury lade der Film \u00fcber die Schicksale dreier Frauen \u00abmit klaren Bildern\u00bb dazu ein, genauer hinzusehen: auf Gewalterfahrung, Ausgrenzung, innere und \u00e4u\u00dfere K\u00e4mpfe. \u00abAm Ende steht die leise Hoffnung, dass Heilung m\u00f6glich wird, wo jemand den Mut hat, aus dem Schicksalhaften auszubrechen.\u00bb<\/p>\n<p>Doppel-Gewinner aus \u00d6sterreich und der Schweiz<\/p>\n<p>Auch \u00abDie gemeinen Kleinigkeiten\u00bb (AT 2026) des \u00d6sterreichers Florian Moses Bayer (Regie und Buch) sahnte doppelt ab, weil sich Kritiker und Besucher einig waren: Der Film \u00fcber Josef, der sich von seinem eigenen Gewicht erdr\u00fcckt f\u00fchlt, bis er Rapper Monobrother trifft, wurde als bester Kurzfilm ausgezeichnet und erhielt zudem den Publikumspreis Kurzfilm. \u00abMit scharfem Blick f\u00fcr die leisen Momente zeigt uns dieser Film, wie oft manche von uns erniedrigt, verletzt und angegriffen werden &#8211; weil sie nicht der vermeintlichen Norm entsprechen\u00bb, kommentierte die Jury.\u00a0<\/p>\n<p>Der Schweizer Jonas Ulrich erhielt f\u00fcr seinen ersten Langfilm \u00abWolves\u00bb (CH 2025) \u00fcber die 23-j\u00e4hrige Luana, die eine Black-Metal-Band begleitet, ebenfalls zwei Auszeichnungen: den Preis der Jugendjury und den Preis der Filmkritik f\u00fcr den besten Spielfilm. \u00abIn Bildern von gro\u00dfer Sch\u00f6nheit erz\u00e4hlt dieses Drama von Grenzen, die sich verschieben, und Abgr\u00fcnde, die sich auftun, wobei die kleine auf die gro\u00dfe Welt verweist\u00bb, hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Auch Auszeichnungen f\u00fcr Schauspielnachwuchs<\/p>\n<p>Der Filmpreis der saarl\u00e4ndischen Ministerpr\u00e4sidentin f\u00fcr die beste Regie ging an Magdalena Chmielewska f\u00fcr \u00abTeresas K\u00f6rper\u00bb (AT 2026). Als bester mittellanger Film wurde \u00abHarika\u00bb (DE 2026) von Beran Erg\u00fcn (Regie, Buch, Montage) ausgezeichnet. Bester Dokumentarfilm wurde \u00abDie noch unbekannten Tage\u00bb (AT 2026) von Jola Wieczorek (Regie und Buch) \u00fcber Migration und Identit\u00e4t und einen Prozess des Sich-Erinnerns.\u00a0<\/p>\n<p>Als bester Schauspielnachwuchs wurden Tommes Diallo in \u00abChampions und wir\u00bb (DE 2026) und Emilia Warenski in \u00abBleistiftstriche\u00bb (AT 2026) ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Wichtiges Sprungbrett f\u00fcr deutschsprachige Film-Talente<\/p>\n<p>Das MOP gilt als das wichtigste Festival f\u00fcr deutschsprachige Film-Talente aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. Nach l\u00e4ngerer Zeit wurde mit dem Dokumentarfilm \u00abTerre rouge &#8211; Topographie du po\u00e8te\u00bb (LU 2025) von Fr\u00e4nz Hausemer (Regie, Buch, Montage, Musik) auch wieder ein Beitrag aus Luxemburg geehrt. \u00abEin filmisches Denkmal \u00fcber Verf\u00e4nglichkeit und Lebenskunst, das tief ber\u00fchrt\u00bb, urteilte die Jury.<\/p>\n<p>Insgesamt waren in den vier Wettbewerbskategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm 57 Filme ins Rennen gegangen &#8211; darunter 46 Urauff\u00fchrungen. Nach Angaben der Veranstalterinnen erz\u00e4hlten sie sehr offen und sehr pers\u00f6nlich zu Themen wie Arbeitswelten, Klimawandel, mentale Gesundheit, Selbstverwirklichung, Reality TV und M\u00e4nnlichkeitsbilder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Saarbr\u00fccken (dpa) &#8211; Der deutsche Film \u00abGropiusstadt Supernova\u00bb ist der Gewinner des 47. Filmfestivals Max Oph\u00fcls Preis. 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