{"id":745188,"date":"2026-01-25T07:28:13","date_gmt":"2026-01-25T07:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/745188\/"},"modified":"2026-01-25T07:28:13","modified_gmt":"2026-01-25T07:28:13","slug":"widerstand-in-besetzter-ukraine-die-russen-sollen-sich-nie-sicher-fuehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/745188\/","title":{"rendered":"Widerstand in besetzter Ukraine: &#8222;Die Russen sollen sich nie sicher f\u00fchlen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Widerstand in besetzter Ukraine&#8220;Die Russen sollen sich nie sicher f\u00fchlen&#8220;<\/p>\n<p>25.01.2026, 08:06 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(10:24 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_5994.webp.webp\" alt=\"IMG_5994\"\/>Aktivisten haben nach Angaben von &#8222;Yellow Ribbon&#8220; eine ukrainische Flagge auf dem h\u00f6chsten Punkt auf der russisch besetzten Halbinsel Krim gehisst. (Foto: Instagram-Profil &#8222;Yellow Ribbon&#8220;)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Mit gelb leuchtenden B\u00e4ndern, Graffiti und anonymen Online-Kampagnen setzen Zehntausende Ukrainer jeden Monat ein Zeichen gegen die russische Besatzung &#8211; und riskieren daf\u00fcr alles. Ein Gespr\u00e4ch mit dem Koordinator der Widerstandsbewegung &#8222;Yellow Ribbon&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Treffen findet nur unter Vorsichtsma\u00dfnahmen statt: online, anonym und ohne Video\u00fcbertragung. Der Stimme nach ist er jung, spricht ausgezeichnetes Englisch und wirkt gut gelaunt. Er nennt sich Iwan und sagt, er sei 25 Jahre alt. Sollten die Russen seine wahre Identit\u00e4t aufdecken, drohen ihm eine lange Gef\u00e4ngnisstrafe mit Hunger und Folter, m\u00f6glicherweise der Tod.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Denn Iwan ist Chef der gr\u00f6\u00dften zivilen Widerstandsbewegung der besetzten Ukraine ,&#8220;Yellow Ribbon&#8220;, zu Deutsch: gelbes Band. Zusammen mit einem Kollegen rief er diese kurz nach Beginn der russischen Gro\u00dfinvasion ins Leben. Damals marschierten die Russen in seine Heimatstadt Cherson ein. Als die Russen eine \u00f6ffentliche Demonstration gewaltsam zerschlugen, war die Widerstandsbewegung geboren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Iwan ist nach der Befreiung seiner Stadt freiwillig ins weiterhin russisch besetzte Gebiet gegangen. Wo genau er sich zum Zeitpunkt des Gespr\u00e4chs aufh\u00e4lt, m\u00f6chte er nicht verraten. Mit ntv.de spricht er \u00fcber das Leben im Widerstand &#8211; und was ihn und seine Mitstreiter antreibt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">ntv.de: Wie kamen Sie dazu, Widerstand gegen die russischen Besatzer zu leisten?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Iwan: Vor der Besetzung von Cherson war ich ein gew\u00f6hnlicher junger IT-Ingenieur, der aus Spa\u00df am Programmieren rund um die Uhr arbeitete. Als ich eines Morgens von Explosionen aufwachte, hielt ich das zun\u00e4chst f\u00fcr Provokationen. Doch bald begannen die Russen, ihre Besatzungsbeh\u00f6rden einzurichten und sogenannte Referenden zu organisieren. Da war klar: Wir m\u00fcssen dem entgegenwirken. \u00c4hnliches hatten wir acht Jahre zuvor in Charkiw und im Donbas erlebt. Unsere letzte gro\u00dfe Demo in Cherson fand am 27. April 2022 statt. Danach mussten wir \u00f6ffentliche Proteste einstellen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Warum?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Weil sie zu gef\u00e4hrlich wurden. Die Besatzer setzten Tr\u00e4nengas und Blendgranaten ein. Also gingen wir in den Untergrund, kommunizierten online und zeigten den Menschen, wie Widerstand sicher weitergehen kann.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Warum ist gewaltloser Widerstand so wichtig?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Er zeigt den Menschen, dass sie in der Besatzung nicht allein sind und dass es andere Ukrainer gibt, die auf die Befreiung ihrer Stadt warten. Denn Russland flutet unsere St\u00e4dte mit Propaganda und versucht, ein Informationsvakuum zu schaffen. \u00dcberall hei\u00dft es, es g\u00e4be keine Ukraine und die Ukraine habe euch &#8222;im Stich gelassen&#8220;. Zugleich richtet sich die Botschaft an die Besatzer: Sie zeigt, dass es nicht ihr Land ist und sie sich dort niemals sicher f\u00fchlen werden. Pro-ukrainische Flugbl\u00e4tter, Graffiti und Aufkleber sollen russische Soldaten verunsichern &#8211; als Zeichen daf\u00fcr, dass viele auf unsere Streitkr\u00e4fte warten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie kam es, dass Sie &#8222;Yellow Ribbon&#8220; gegr\u00fcndet haben?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wir wollten ein Symbol des ukrainischen Widerstands schaffen, das in die Geschichte eingehen wird. Viele Ukrainer wollten Haltung zeigen, brachten sich dabei aber in gro\u00dfe Gefahr. Sie handelten chaotisch, ohne Struktur &#8211; hier sahen wir unsere Aufgabe, denn nur der gut organisierte Widerstand kann funktionieren. Also haben wir eine Bewegung aufgebaut &#8211; mit klaren Botschaften, koordinierten Aktionen und konkreter Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen unter Besatzung. Wir haben den Menschen gezeigt, wie man sich und seine Familie sch\u00fctzt, zun\u00e4chst mit Leitf\u00e4den, sp\u00e4ter mit Sicherheitstrainings. Heute betreuen wir den gr\u00f6\u00dften Chatbot zum Thema gewaltloser Widerstand. Er bietet Anleitungen und Unterst\u00fctzung, von Cybersicherheit bis hin zu psychologischer Betreuung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Warum ausgerechnet ein gelbes Band als Symbol des Widerstands?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es war wichtig, dass das Symbol einfach, zug\u00e4nglich und gut sichtbar ist. Die Leute k\u00f6nnen einfach irgendein gelbes Material nehmen, es zuschneiden und irgendwo festbinden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wer beteiligt sich an den Aktionen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wir wissen es nicht, denn die Identit\u00e4t unserer Aktivisten ist gesch\u00fctzt. Wir wissen nichts \u00fcber sie, und sie kennen uns nicht. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie viele Menschen machen mit? <\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ich kann es nicht genau sagen, aber unseren Chatbot nutzen mehr als 15.000 Ukrainer. Um sie zu betreuen, haben wir etwa 20 Koordinatoren in verschiedenen St\u00e4dten. An manchen Aktionen nahmen 45.000 Menschen teil.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie verbreitet ist die Bewegung in den unterschiedlichen Regionen der Ukraine?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Unsere Aktivisten leben in den besetzten Gebieten von Cherson, Luhansk, Saporischschja, Donezk und nat\u00fcrlich auf der Krim. Es herrscht das Vorurteil, dort [auf der Krim] seien alle pro-russisch eingestellt. Aber zehntausende Menschen widersprechen Tag f\u00fcr Tag. Diese Menschen wollen, dass die Ukrainer in Lwiw oder Kiew von ihren Landsleuten wissen, die Widerstand leisten, nicht aufgeben und gef\u00e4hrliche Dinge unternehmen, damit die Ukraine diesen Krieg gewinnt. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Sie selbst haben die Besatzungszeit in Cherson erlebt, bis die Stadt im November 2022 befreit wurde. Sp\u00e4ter sind Sie ins besetzte Melitopol gezogen, dann in den besetzten Teil der Region Cherson. Wo sind Sie aktuell und warum haben Sie beschlossen, zur\u00fcckzugehen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wo ich bin, kann ich aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht sagen. Weil unsere Bewegung w\u00e4chst, versuchen wir, lokale Netzwerke von Aktivisten aufzubauen, die sich selbst versorgen k\u00f6nnen. Vor Ort ist es einfacher, alles zu organisieren, denn wir m\u00fcssen vertrauensw\u00fcrdige Leute finden. Sobald unsere Mission abgeschlossen ist, ziehen meine Kollegen und ich weiter.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Sie posten im Netz Aktionen, bei denen Ukrainer ukrainische Symbole oder eine Botschaft auf einem Zettel wie etwa &#8222;Die Krim geh\u00f6rt zur Ukraine&#8220; versteckt in der \u00d6ffentlichkeit fotografiert haben. Was wird sonst unternommen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wir haben zwei Arten von Aktivit\u00e4ten: offline und online. Offline ist definitiv gef\u00e4hrlicher. Im Moment ermutigen wir die Leute aber, mehr online zu arbeiten, zu ihrer eigenen Sicherheit. Das Verh\u00e4ltnis liegt etwa bei 60 Prozent offline und 40 Prozent online.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"IMG_5981\"\/>Ein Aktivist h\u00e4lt einen ukrainischen Pass und ein Band in den Farben der ukrainischen Flagge vor den Schriftzug am Ortseingang der besetzten Stadt Swerdlowsk, Oblast Luhansk. Um absolute Anonymit\u00e4t zu wahren, wurde die Hand unkenntlich gemacht. (Foto: Instagram-Profil &#8222;Yellow Ribbon&#8220;)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie sehen Offline-Kampagnen aus?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wir haben in den drei Jahren wirklich viele Aktionen durchgef\u00fchrt. Einmal haben wir ukrainische Flaggen auf den h\u00f6chsten Punkten, zum Beispiel auf den Bergen der Krim, gehisst. Ein anderes Mal synchronisierten wir Bluetooth-Lautsprecher, um die ukrainische Nationalhymne auf den Stra\u00dfen von Donezk und Luhansk zu spielen. Wir haben au\u00dferdem in allen besetzten Gebieten zahlreiche Graffitis angebracht. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie gef\u00e4hrlich ist das f\u00fcr die Aktivisten?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Jede dieser Aktionen ist ziemlich gef\u00e4hrlich, weil Russen die ukrainische Flagge und Symbole als terroristische Symbole betrachten. Wenn man ein blau-gelbes T-Shirt tr\u00e4gt oder nur die Fingern\u00e4gel blau-gelb lackiert hat, wird man als Terrorist angesehen. Man kann daf\u00fcr bis zu f\u00fcnf Jahre Haft bekommen, aber auch nur eine Geldstrafe. Das h\u00e4ngt von der Stadt oder der Region ab. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Kennen Sie F\u00e4lle, in denen jemand aus Ihrer Bewegung erwischt wurde?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ja, einige unserer Aktivisten haben Geldstrafen erhalten, weil sie unvorsichtig waren. Eine Kollegin wurde einmal von Sicherheitskameras gefilmt, wie sie &#8222;Ruhm der Ukraine&#8220; auf ein Geb\u00e4ude malte. Wenn jemand verhaftet wird, versuchen wir, ihnen mithilfe verschiedener Menschenrechtsorganisationen zu helfen. Die Kollegin konnten wir freibekommen.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie sch\u00fctzen Sie sich vor russischer Infiltration?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Von Anfang an war klar: Jeder Fehler kann Menschen ihre Freiheit oder gar ihr Leben kosten. Die Organisation arbeitet abgeschottet &#8211; ohne Teilnehmerlisten oder offene Treffen. Kontakte werden auf das N\u00f6tigste reduziert, jeder kennt nur die f\u00fcr eine Aktion relevanten Informationen. Das senkt das Risiko von Infiltrationen &#8211; doch eine absolute Garantie gibt es nicht. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Neben absoluter Anonymit\u00e4t setzen wir auf \u00dcberpr\u00fcfungen. Wir analysieren Aktivisten \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum und geben ihnen immer wieder unterschiedliche, voneinander unabh\u00e4ngige Aufgaben. Wenn ein Russe ein paar Plakate f\u00fcr uns aufh\u00e4ngt, bedeutet das nicht, dass wir ihm vertrauen. Die Russen haben anfangs auch systematisch versucht, unseren Chatbot zu hacken &#8211; jedoch vergeblich. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Was bewegt Sie und die Menschen denn, trotz aller Gefahren, in den besetzten Gebieten zu bleiben?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ich glaube, die russische Invasion 2022 hat gezeigt, dass die Russen besiegbar sind. W\u00e4hrend wir gewaltlosen Widerstand leisten, organisieren andere zusammen mit Beratern von ukrainischen Spezialeinheiten l\u00e4ngst den gewaltsamen Widerstand. Sie haben gesehen, dass die Russen scheitern und um ihre Gebiete f\u00fcrchten. Warum sollten sie die Besatzung also hinnehmen, wenn sich ihnen diese historische Chance bietet?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Haben Sie auch mal Angst?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Angst ist eine normale und menschliche Reaktion. Niemand lebt unter der Besatzung in einem Zustand permanenten Mutes. Es ist vielmehr eine st\u00e4ndige innere Anspannung. Man lebt im Bewusstsein, dass jede Kleinigkeit Konsequenzen haben kann. Gleichzeitig w\u00e4chst das Gef\u00fchl, nicht allein zu sein, und dass selbst kleine Handlungen z\u00e4hlen, um die Verbindung zur Ukraine aufrechtzuerhalten. Es erm\u00f6glicht, das Leben im Untergrund zu ertragen und trotz der Angst weiterzuleben. F\u00fcr mich als Koordinator ist noch ein anderes Gef\u00fchl entscheidend &#8211; in erster Linie trage ich Verantwortung f\u00fcr andere. Aber die Bewegung ist seit \u00fcber drei Jahren aktiv &#8211; man gew\u00f6hnt sich daran, lernt, passt sich an.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit &#8222;Iwan&#8220; sprach Kristina Thomas<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Widerstand in besetzter Ukraine&#8220;Die Russen sollen sich nie sicher f\u00fchlen&#8220; 25.01.2026, 08:06 Uhr Artikel anh\u00f6ren(10:24 min) Aktivisten haben&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":745189,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,661,13,5278,7226,14,15,16,307,12,317],"class_list":{"0":"post-745188","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-headlines","12":"tag-interviews","13":"tag-kriegsverbrechen","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115954562234105956","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/745188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=745188"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/745188\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/745189"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=745188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=745188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=745188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}