{"id":74595,"date":"2025-05-01T01:06:16","date_gmt":"2025-05-01T01:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74595\/"},"modified":"2025-05-01T01:06:16","modified_gmt":"2025-05-01T01:06:16","slug":"presse-zu-merz-kabinett-wadephul-glaubt-dass-russland-immer-deutschlands-feind-bleiben-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74595\/","title":{"rendered":"Presse zu Merz&#8216; Kabinett: \u201eWadephul glaubt, dass Russland \u201aimmer Deutschlands Feind bleiben wird\u2018\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Viel Expertise von au\u00dfen, darunter gar ein Topmanager: Die designierten Kabinettsmitglieder der Union sto\u00dfen bei den Kommentatoren auf verhaltenes Wohlwollen. Nun aber warte der politische Praxisschock. Eine Zeitung zieht einen Vergleich zur \u00c4ra Merkel.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">CDU und CSU haben den n\u00e4chsten Schritt zur Regierungsbildung mit der SPD absolviert: Der kleine Parteitag der CDU billigte am Montag mit gro\u00dfer Mehrheit den Koalitionsvertrag. CDU-Chef Friedrich Merz und der CSU-Vorsitzende Markus S\u00f6der pr\u00e4sentierten ihre <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus256023128\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus256023128&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">designierten Kabinettsmitglieder <\/a>f\u00fcr die angestrebte schwarz-rote Regierung. <\/p>\n<p>Neben erwarteten Namen gab es auch \u00dcberraschungen. So soll die ehemalige brandenburgische Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche Wirtschaftsministerin, der stellvertretende CDU\/CSU-Fraktionschef Johann Wadephul Au\u00dfenminister und der Vorstandschef der b\u00f6rsennotierten Ceconomy AG, Karsten Wildberger, Chef des neuen Digitalministeriums werden. Wie erwartet wird der bisherige CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt neuer Innenminister. Aus der Wirtschaft kamen \u00fcberwiegend positive Reaktionen, in den Medien gab es auch Kritik. <\/p>\n<p>\u201eHeilbronner Stimme\u201c <\/p>\n<p>\u201eFriedrich Merz hat bei der Auswahl der CDU-Minister in der Bundesregierung Mut zum Risiko bewiesen. Dass er mit Katherina Reiche und Karsten Wildberger gleich zwei Top-Positionen an Vertreter aus der Wirtschaft vergibt, ist bemerkenswert. Das Wirtschaftsministerium an die Energiemanagerin Reiche zu vergeben, macht Sinn \u2013 schlie\u00dflich ist die Energiewende weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben der Bundesregierung. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich der Chef von Mediamarkt-Saturn als Digitalminister schlagen wird. Vorstandschefs sind es gew\u00f6hnt, dass ihre Entscheidungen rasch umgesetzt werden. Nun wird sich Wildberger mit dem Berliner Politikkosmos mit seinen mitunter sehr langsam mahlenden M\u00fchlen anfreunden m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Rheinpfalz\u201c<\/p>\n<p>\u201eMerz vollf\u00fchrt bei seinen Ministern einen Balanceakt zwischen politischer Erfahrung und externer Expertise. Das birgt Chancen. Auf der einen Seite schart der k\u00fcnftige Kanzler loyale Mitstreiter um sich, etwa seinen langj\u00e4hrigen Vertrauen Thorsten Frei, der ihm als Kanzleramtsminister den R\u00fccken frei halten soll. Spannender wird es bei den externen Zug\u00e4ngen. Ein unerwarteter Schachzug etwa ist die Berufung des Konzernchefs Karsten Wildberger. Der promovierte Physiker besitzt keinerlei politische Erfahrung, daf\u00fcr aber Know-how aus diversen F\u00fchrungsfunktionen in der Elektronik- und Telekommunikationsbranche. Das k\u00f6nnte die Hoffnung n\u00e4hren, dass es bei der Digitalisierung merklich vorangeht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c<\/p>\n<p>\u201eFesthalten l\u00e4sst sich f\u00fcrs Erste, dass das Personaltableau der Union zumindest in Teilen unkonventionell ist. Die k\u00fcnftige Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat zwar langj\u00e4hrige politische Erfahrung, in den vergangenen Jahren aber hat sie in der Wirtschaft gearbeitet. Der k\u00fcnftige Digitalminister Karsten Wildberger, der nebenher auch noch den Staat als Ganzes modernisieren soll, ist sogar ein reiner Wirtschaftsmann, ohne berufspolitisches Kapitel im Lebenslauf. Ebenfalls von au\u00dfen kommt der k\u00fcnftige Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, wobei das auf diesem Posten schon \u00f6fter der Fall war. Das prestigetr\u00e4chtige Ausw\u00e4rtige Amt wiederum geht nicht an einen bekannten Parteipromi, sondern an den Fachpolitiker und Merz-Vertrauten Johann Wadephul. Bildungsministerin wird Karin Prien, die dieses Amt in Schleswig-Holstein schon innehat und daher ebenfalls als Fachfrau gelten darf.<\/p>\n<p>Die Botschaft, die Merz senden will, ist eindeutig: Seine Regierung soll eine \u201eArbeitskoalition\u201c sein, in der Leute sitzen, die es k\u00f6nnen. Doch nicht immer sind diejenigen die erfolgreichsten Minister, die von ihrem Fachgebiet viel verstehen \u2013 sondern jene, die viel davon verstehen, wie man eine gro\u00dfe Beh\u00f6rde f\u00fchrt und geschickt mit den Kabinetts- und L\u00e4nderkollegen verhandelt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Tageszeitung\u201c (taz)<\/p>\n<p>\u201eDas Unionsteam von Friedrich Merz ergibt ein ziemlich gemischtes Bild. Das Positive zuerst: Vier der zehn k\u00fcnftigen Minister*innen sind Frauen. Das ist noch keine Parit\u00e4t. Aber so h\u00e4misch, wie Merz sich \u00fcber ebendiese ge\u00e4u\u00dfert hat, h\u00e4tte es schlimmer kommen k\u00f6nnen. Der Druck, den die CDU-Frauen zuletzt entfaltet haben, hat zumindest ein bisschen Fr\u00fcchte getragen. Auch dass mit Karin Prien eine liberale Christdemokratin das Ministerium f\u00fcr Bildung, Familie und Frauen bekommt, das sich als Feld f\u00fcr gesellschaftliche Spaltung bestens eignet, ist gut. Prien hat Regierungserfahrung und ist die erste J\u00fcdin in einem Bundeskabinett.<\/p>\n<p>Doch eine Prien macht noch kein ausgewogenes CDU-Personal. Den Sozialfl\u00fcgel der CDU hat Merz \u00fcberhaupt nicht ber\u00fccksichtigt; es \u00fcberwiegt das wirtschaftsliberale und konservative Personal. Aus dem Osten stammt mit Katherina Reiche nur eine k\u00fcnftige Ministerin, und nur eine Staatssekret\u00e4rin, Serap G\u00fcler, hat nichtdeutsche Wurzeln. Der Kanzler in spe umgibt sich eben lieber mit Gleichgesinnten. Um wieder mehr Menschen f\u00fcr die CDU zu gewinnen, w\u00e4re eine gr\u00f6\u00dfere Vielfalt hilfreich gewesen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eRossijskaja Gaseta\u201c<\/p>\n<p>Zum designierten Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul schreibt die russische Regierungszeitung \u201eRossijskaja Gaseta\u201c:<\/p>\n<p>\u201eWadephul ist eher der Typus des deutschen Politikers, der sich f\u00fcr Russland interessierte, in der Hoffnung, es nach seinen eigenen Vorstellungen zu ver\u00e4ndern, und als das nicht klappte, desillusioniert wurde und eine antirussische Haltung einnahm. Er glaubt nun, dass Russland \u201eimmer Deutschlands Feind bleiben wird\u201c, unabh\u00e4ngig davon, wie der Ukraine-Konflikt ausgeht, und besteht darauf, die Waffenlieferungen an Kiew zu erh\u00f6hen, Taurus-Marschflugk\u00f6rper nicht ausgenommen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Herbst sprach sich Wadephul f\u00fcr eine diplomatische L\u00f6sung des Ukraine-Konflikts aus, allerdings nur zu den Bedingungen des Westens und der Ukraine: Verhandlungen sollten seiner Meinung nach erst dann aufgenommen werden, \u201ewenn Russland erkennt, dass es milit\u00e4risch nicht erfolgreich sein kann\u201c.<\/p>\n<p>Wadephul ist \u00fcberzeugt, dass die aktuelle weltpolitische Lage die EU zu politischem Zusammenhalt dr\u00e4ngen wird und dass Deutschland seine europ\u00e4ische F\u00fchrungsrolle zur\u00fcckgewinnen muss. Und dieser Zusammenhalt, so kann man Wadephuls Worten entnehmen, soll sich vor allem gegen Russland richten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u201c (NZZ)<\/p>\n<p>\u201eDie \u00c4ra der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel ist mit dieser Mannschaftsaufstellung endg\u00fcltig beendet. Von ihren CDU-Ministern ist im Merz-Kabinett keiner mehr dabei.<\/p>\n<p>Der einzige k\u00fcnftige Unionsminister, der schon unter Merkel gedient hat, ist Alexander Dobrindt (von 2013 bis 2017, als wenig erfolgreicher Verkehrsminister). Aber Dobrindt ist eines von drei CSU-Kabinettsmitgliedern, und die unterstehen in erster Linie ihrem M\u00fcnchner Schattenkanzler Markus S\u00f6der. Fehlen noch die sieben Minister der SPD. In deren Fall, das lehrt die Erfahrung, w\u00e4re die eine oder andere b\u00f6se \u00dcberraschung keine \u00dcberraschung. (\u2026)<\/p>\n<p>Der Kanzler in spe holt auch die ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und jetzige E.On-Managerin Katherina Reiche (Wirtschaft und Energie) und den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Ceconomy, Muttergesellschaft der Elektronikmarktketten Media Markt und Saturn, Karsten Wildberger (Digitalisierung und Staatsmodernisierung) in die Regierung.<\/p>\n<p>Beide sind Wirtschaftsfachleute mit CDU-Vergangenheit, spielen derzeit in der Bundespartei aber keine Rolle. Zu diesem Schritt geh\u00f6rt Mut, denn Schwarz und Rot haben bei der Kanzlerwahl am 6. Mai nur eine Mehrheit von 13 Stimmen im Parlament. Und manches Fraktionsmitglied der Union mag sich angesichts der vorliegenden Kabinettsliste \u00fcbergangen f\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNeue Osnabr\u00fccker Zeitung\u201c<\/p>\n<p>\u201eGerade weil der Koalitionsvertrag von Union und SPD an vielen entscheidenden Stellen so vage ist, wird es ja auf die handelnden Personen ankommen, ihn mit Leben zu f\u00fcllen. In dieser Hinsicht d\u00fcrfte etwa dem CSU-Mann Alexander Dobrindt eine entscheidende Rolle zukommen. Was zur Eind\u00e4mmung der illegalen Zuwanderung getan oder unterlassen wird, liegt schlie\u00dflich zu gro\u00dfen Teilen in seinem Ermessensspielraum als Innenminister. Und auch wenn sich Dobrindts Bilanz als Verkehrsminister ungef\u00e4hr so gut sehen lassen kann wie die Bilanz der Deutschen Bahn, f\u00fcr die er einst zust\u00e4ndig war: Mit ihm kann die CSU nun den Nachweis zu erbringen versuchen, dass sie das Mega-Thema Migration tats\u00e4chlich zielstrebiger managt als alle rot-gr\u00fcnen Alternativen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWeser Kurier\u201c<\/p>\n<p>\u201eIns Auge f\u00e4llt, dass Merz keine CDU-Politiker in sein Kabinett beruft, die bereits unter Merkel gedient haben. F\u00fcr die \u201eAltlasten\u201c, Alexander Dobrindt und Dorothee B\u00e4r, bleibt allein die CSU zust\u00e4ndig. Der k\u00fcnftige Kanzler setzt bewusst auf den Reiz des Neuen. Daher w\u00e4ren die B\u00fcrger gut beraten, die neue Bundesregierung erst mal ins Amt kommen und arbeiten zu lassen, bevor sie von interessierter Seite schlecht geredet wird. Diese Chance hat sie verdient.\u201c<\/p>\n<p>\u201eM\u00e4rkische Oderzeitung&#8220; <\/p>\n<p>\u201eEs gibt sie noch, die \u00dcberraschungen. Oder h\u00e4tten Sie den Manager Karsten Wildberger auf dem Zettel gehabt? Die Ex-Politikerin und Energiefachfrau Katherina Reiche? Au\u00dferdem im Angebot: Eine Landesministerin mit j\u00fcdischen und eine Au\u00dfenpolitikerin mit t\u00fcrkischen Wurzeln, die von Merz einst \u00f6ffentlich zusammengefaltet worden war. Von der Bef\u00fcrchtung, das Kabinett Merz werde aussehen wie zur Merkel-Zeit, ist nicht viel geblieben. Die Veteranen Julia Kl\u00f6ckner und Jens Spahn wurden ausgelagert, die Regierungsmannschaft umweht tats\u00e4chlich ein fr\u00fchlingshafter Hauch von Frische und Aufbruch. All die M\u00e4nner und gar nicht so wenigen Frauen haben jetzt die Chance verdient zu zeigen, was sie k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>krott<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viel Expertise von au\u00dfen, darunter gar ein Topmanager: Die designierten Kabinettsmitglieder der Union sto\u00dfen bei den Kommentatoren auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74596,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,31,774,183,13,32329,22434,32330,182,14,15,110,4433,4043,4044,850,307,12,45,30616,30283],"class_list":{"0":"post-74595","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-cdu","11":"tag-csu","12":"tag-friedrich-cdu","13":"tag-headlines","14":"tag-johann","15":"tag-karsten","16":"tag-katherina","17":"tag-merz","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-newsteam","21":"tag-reiche","22":"tag-russia","23":"tag-russian-federation","24":"tag-russische-foederation","25":"tag-russland","26":"tag-schlagzeilen","27":"tag-texttospeech","28":"tag-wadephul","29":"tag-wildberger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114429898649631835","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74595"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74595\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74596"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}