{"id":745969,"date":"2026-01-25T15:00:11","date_gmt":"2026-01-25T15:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/745969\/"},"modified":"2026-01-25T15:00:11","modified_gmt":"2026-01-25T15:00:11","slug":"mietenwahnsinn-blaupause-fuer-mieten-wahlen-aus-marzahn-hellersdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/745969\/","title":{"rendered":"Mietenwahnsinn \u2013 Blaupause f\u00fcr Mieten-Wahlen aus Marzahn-Hellersdorf"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img317311\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/317311.jpeg\" alt=\"Blick \u00fcber Marzahn\"\/><\/p>\n<p>Blick \u00fcber Marzahn<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Paul Zinken<\/p>\n<p>\u00bbWir wissen jetzt, wo die Geb\u00e4ude stehen, die vergesellschaftet werden sollen. Wir wissen jetzt, wo wir als Erstes an den Haust\u00fcren klingeln k\u00f6nnen. Wir wissen jetzt schon, wie wir die n\u00e4chsten Mieterversammlungen organisieren\u00ab, sagt Katalin Gennburg zufrieden und auch etwas triumphierend beim Neujahrsempfang der Linke Marzahn-Hellersdorf vor einigen Tagen. Die Bundestagsabgeordnete ist bei der Wahl 2025 als Direktkandidatin f\u00fcr den Berliner Bezirk aufgestellt worden. In den Bundestag eingezogen ist sie allerdings \u00fcber die Landesliste der Linke.<\/p>\n<p>\u00bbWem geh\u00f6rt Marzahn-Hellersdorf?\u00ab, lautet der Name des von Gennburg gestarteten Projekts, das sie selbst so begeistert. Drei Monate lang liefen zwei Projektmitarbeiterinnen rund 6000 zu DDR-Zeiten errichtete Plattenbauten im Nordostbezirk ab, um festzustellen, wem die H\u00e4user heute geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Im bundesweiten Vergleich w\u00fcrde eine Quote von fast 80 Prozent kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungen eigentlich als Traumsituation f\u00fcr Mieterinnen und Mieter gelten. Doch Katalin Gennburg sieht das anders: \u00bbWenn man aus dem Westen kommt, dann mag man da mit rosaroter Brille draufschauen, aber f\u00fcr die Ossis ist ja wirklich Volkseigentum im gro\u00dfen Umfang verloren gegangen\u00ab, sagt sie im Gespr\u00e4ch mit \u00bbnd\u00ab.<\/p>\n<p>Wem geh\u00f6rt Marzahn-Hellersdorf?<\/p>\n<ul>\n<li>48 Prozent geh\u00f6ren demnach den Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Stadt und Land (1284 H\u00e4user), Degewo (965 H\u00e4user) und Howoge (221 H\u00e4user).<\/li>\n<li>30 Prozent der H\u00e4user stehen in genossenschaftlichem Eigentum. Platzhirsch mit 265 Geb\u00e4uden ist dabei die Wohnungsgenossenschaft Friedenshort, die 1954 als Arbeiterwohnungsgenossenschaft des Berliner Bauwesens gegr\u00fcndet worden ist.<\/li>\n<li>21 Prozent Anteil haben Privateigent\u00fcmer, an der Spitze der Wohnkonzern Vonvia, der zusammen mit dem 2021 \u00fcbernommenen Tochterunternehmen Deutsche Wohnen 672 H\u00e4user kontrolliert.<\/li>\n<li>Ein Prozent der H\u00e4user ist nach der Wende aufgeteilt worden. Hier finden sich nun Eigentumswohnungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Denn die H\u00e4user seien schlie\u00dflich zur Zeit ihrer Errichtung zu 100 Prozent volkseigen gewesen, entweder direkt in staatlicher Hand oder in genossenschaftlichem Eigentum. Die Privatisierungen erfolgten zum Teil in Folge des Altschuldenhilfegesetzes. Dieses Bundesgesetz zwang kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen im Gegenzug f\u00fcr den Erlass eines Gro\u00dfteils der DDR-Altschulden zum Verkauf von 15 Prozent ihrer Best\u00e4nde. Nicht wenige sind der Ansicht, dass die Altschulden aus DDR-Zeiten auch <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1197051.stadtentwicklung-bowling-in-berlin-hellersdorf-die-letzten-kegel-fallen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einfach so h\u00e4tten gestrichen werden k\u00f6nnen<\/a>.<\/p>\n<p>Weitere Privatisierungen folgten in den 1990er und 2000er Jahren, als Berlin schrumpfte und zeitweise bis zu 100\u2009000 Wohnungen in der Stadt leerstanden. Mehrere Tausend Plattenbauwohnungen sind in jenen Jahren sogar abgerissen worden.<\/p>\n<p>Vorbild f\u00fcr die Marzahn-Hellersdorfer Eigentumserfassung war das 2018 gestartete Projekt \u00bbWem geh\u00f6rt Berlin?\u00ab, das federf\u00fchrend vom Finanzexperten Christoph Trautvetter vom Netzwerk Steuergerechtigkeit betreut worden ist. Auch hier stand er beratend zur Seite.<\/p>\n<p>\u00bbWir machen jetzt eine kleinr\u00e4umliche Analyse, um zun\u00e4chst zu sehen, wem die Best\u00e4nde geh\u00f6ren, aber auch, um die n\u00e4chste Stufe des Voksbegehrens \u203aDeutsche Wohnen &amp; Co enteignen\u2039 zu unterst\u00fctzen\u00ab, sagt Gennburg. \u00bbAber nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die politische Arbeit vor Ort\u00ab, erg\u00e4nzt sie. Au\u00dferdem sei das ein Beitrag \u00bbf\u00fcr die gro\u00dfe Frage \u203aTax the Rich\u2039, wenn wir sagen: Die Wohnungskonzerne enteignen die Leute durch Wuchermieten.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbWenn Menschen abgezockt werden durch Mietenwahnsinn und das Geld in der Tasche von Eigent\u00fcmern oder Wohnungskonzernen landet, dann ist das ja eine Form der Enteignung auch der Volkswirtschaft, weil das Geld dann eben nicht woanders landet\u00ab, unterstreicht Katalin Gennburg.<\/p>\n<p>Das Projekt \u00bbWem geh\u00f6rt Marzahn-Hellersdorf?\u00ab beschr\u00e4nkt sich nicht auf die Feststellung der Eigent\u00fcmerschaft der H\u00e4user. Zwei Standorte sind ausgew\u00e4hlt worden, um mit Haust\u00fcrgespr\u00e4chen und einem Austausch bei Gl\u00fchwein mehr <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1189972.der-osten-von-berlin-marzahn-hellersdorf-gutes-leben-in-der-platte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber die Wohnverh\u00e4ltnisse dort herauszufinden.<\/a><\/p>\n<p>Man orientierte sich dabei an den Haustypen. Zum einen wurde das Modell WHH GT18 ausgew\u00e4hlt, ein 18-geschossiger Plattenbau mit 144 Wohnungen, den es 18 mal im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und 41 mal in Berlin gibt. In Marzahn-Mitte geh\u00f6ren vier Exemplare der Deutsche Wohnen, drei der landeseigenen Degewo und eines dem weniger bekannten Immobilienkonzern Grand City Properties.<\/p>\n<p>Stichprobenartig konnten dabei auch Mieten erfragt werden. Grand City Properties verlangte dabei warm f\u00fcr 75 bis 80 Quadratmeter gro\u00dfe Drei-Zimmer-Wohnungen bei Mietvertragsschluss vor zwei bis vier Jahren zwischen 1100 und 1200 Euro. Von \u00bbWuchermieten\u00ab spricht dabei das Team von Katalin Gennburg. Die Deutsche Wohnen langte bei vergleichbaren Konstellationen etwas weniger zu. In der Regel waren es teils deutlich unter 1000 Euro. Die Mieten werden als \u00bb\u00fcberh\u00f6ht\u00ab charakterisiert. Die Degewo ruft selbst f\u00fcr eine erst 2025 vermietete Wohnung warm nur rund 600 Euro auf, laut Auswertung handelt es sich dabei um \u00bbleicht \u00fcberh\u00f6hte\u00ab Mieten.<\/p>\n<p>Vermietervergleich 18-Geschosser in Marzahn-Mitte<\/p>\n<ul>\n<li>F\u00fcr jeweils eines der H\u00e4user der drei Eigent\u00fcmer wurden systematische Vergleiche angestellt:<\/li>\n<li><strong>Deutsche Wohnen und Degewo<\/strong> hatten eine recht gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung der Mietdauer von durchschnittlich zw\u00f6lf und zehn Jahren. Bei <strong>Grand City Properties<\/strong> ist ein gro\u00dfer Bruch zwischen Altmietern und erst in den vergangenen f\u00fcnf Jahren eingezogenen Mietern beobachtet worden. Die Mieth\u00f6he zwischen den beiden Gruppen unterscheidet sich demnach extrem.<\/li>\n<li>Mieterinnen und Mieter der beiden Privatkonzerne attestieren \u00bbgro\u00dfe Probleme mit Sauberkeit und Instandhaltung\u00ab, eine generell \u00bbschlechte Erreichbarkeit der Hausverwaltung\u00ab, im Haus der Deutsche Wohnen werden auch Wassersch\u00e4den und Schimmelprobleme sowie nicht nachvollziehbare Betriebskostenabrechnungen moniert.<\/li>\n<li>Doch auch bei der <strong>Degewo <\/strong>herrscht nicht eitel Sonnenschein bei der Wohnzufriedenheit. Kritisiert werden mangelnde Sauberkeit sowie h\u00e4ufige Aufzugsst\u00f6rungen.<\/li>\n<li>Ein <strong>Mieter von Grand City Properties<\/strong> berichtet: \u00bbMein Vater geh\u00f6rt zu den Erstbeziehern des Hauses, h\u00e4ngt an der Wohnung und m\u00f6chte hier gerne bleiben. Trotzdem halte ich die Zust\u00e4nde f\u00fcr untragbar. Unserer 91-j\u00e4hrigen Nachbarin wurde die Miete seit Einzug verdoppelt \u2013 ansonsten wurde ihr mit K\u00fcndigung gedroht. Sie muss nun Wohngeld beantragen, um in ihrer Wohnung bleiben zu k\u00f6nnen.\u00ab<\/li>\n<li>Eine Stimme aus dem Haus im Eigentum der <strong>Deutsche Wohnen<\/strong>: \u00bbF\u00fcr mich ist die Wohnsituation hier unhaltbar und ich habe auch schon versucht, mich deswegen an die Medien zu wenden. Die Aufz\u00fcge fallen aus, mein Nachbar hatte einen Wasserschaden, der nicht repariert wird, und mittlerweile Schimmel. T\u00e4tig geworden ist die Hausverwaltung jedoch gleich, als ich eine Regenbogenfahne ins Fenster geh\u00e4ngt habe.\u00ab<\/li>\n<li>Zitat eines <strong>Degewo-Mieters<\/strong>: \u00bbNervig ist, dass der Fahrstuhl immer wieder kaputt ist. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen in privatisierten H\u00e4usern mehr Probleme haben.\u00ab <\/li>\n<\/ul>\n<p>Aufmerksam geworden ist das Team von Katalin Gennburg auch auf einen Privatvermieter, der bisher nicht im Fokus der \u00d6ffentlichkeit steht. Der D.V.I. Investment GmbH geh\u00f6ren rund 500 Wohnungen<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188716.marzahn-hellersdorf-marzahner-platte-leben-zwischen-tuermen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> in Sechsgeschossern am Naumburger Ring in Hellersdorf mit Erstbezug 1988<\/a>.<\/p>\n<p>\u00bbModerne Wohnanlagen in Berlin bilden das Fundament der Gruppe\u00ab, hei\u00dft es auf der Homepage der D.V.I., der in der Stadt und im Umland demnach fast 11\u2009000 Wohnungen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist an der Hellersdorfer Anlage allein schon die gro\u00dfe Spreizung zwischen Alt- und Neumietern. 41 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner leben 20 Jahre und l\u00e4nger in den H\u00e4usern, 34 Prozent maximal f\u00fcnf Jahre. Von Neumietern w\u00fcrden \u00bbWuchermieten\u00ab verlangt, hei\u00dft es. Allerdings habe sich rund ein Viertel der Betroffenen dagegen gewehrt.<\/p>\n<p>Zudem lehne D.V.I., die Mieterinnen und Mietern gegen\u00fcber vor allem als Hausverwaltung \u00bbWohn-Union Immobilienmanagement GmbH\u00ab auftritt, den Mietspiegel ab. \u00bbBei Mieterh\u00f6hungen legt die D.V.I. eigene Gutachten vor, in dem eigene Vergleichsmieten aufgef\u00fchrt werden\u00ab, berichtet das Team von Katalin Gennburg.<\/p>\n<p>\u00bbWir konnten erneut feststellen, dass die Wohnungsgenossenschaften hier im Osten der Stadt wirklich eine sehr gute Arbeit machen und sehr zufriedene Mieter haben. Weil sie stabile Mieten garantieren, aber auch f\u00fcr Instandhaltung und Wohnzufriedenheit sorgen\u00ab, berichtet Katalin Gennburg \u00fcber ein weiteres Ergebnis des Screenings. Im Vergleich zu den Genossenschaften stiegen die Mieten bei den Landeseigenen st\u00e4rker, au\u00dferdem lie\u00dfen bei den \u00f6ffentlichen Unternehmen Instandhaltung und Wohnumfeldpflege zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/p>\n<p>\u00bbEs liegt eigentlich auch auf der Hand, dass man viel mehr Unterst\u00fctzung und auch Ansprechbarkeit von Service vor Ort haben m\u00fcsste, weil so gro\u00dfe H\u00e4user einfach in die H\u00f6he gebaute St\u00e4dte sind. Da ist es logisch, dass wir da kleine B\u00fcrgermeister*innen brauchen und Quartiersr\u00e4te, die das gut versorgen\u00ab, lautet ihre Schlussfolgerung.<\/p>\n<p>Wer Katalin Gennburg kennt, wei\u00df, dass sie es mit dem Projekt nicht bewenden l\u00e4sst. Bereits ihren fr\u00fcheren Sitz im Abgeordnetenhaus konnte sie ma\u00dfgeblich durch Haust\u00fcrwahlkampf und eine intensive Vernetzung mit der Zivilgesellschaft erreichen. Ihren damaligen Direktwahlkreis in Treptow hatte die Linke eigentlich schon aufgegeben \u2013 weswegen ihr die Kandidatur dort \u00fcberhaupt damals \u00fcberlassen worden ist. Inzwischen setzt die Linke mit gro\u00dfem Erfolg fl\u00e4chendeckend auf diesen US-amerikanischen Wahlkampfansatz.<\/p>\n<p>Sie sieht gute M\u00f6glichkeiten, in Marzahn-Hellersdorf an ihre bisherigen Wahlerfolge anzukn\u00fcpfen. Die Parteiorganisation sei nach ihrem Erleben berlinweit am Besten: \u00bbEs gibt hier klare Verteilerstrukturen, klare Zust\u00e4ndigkeiten. Das ist f\u00fcr mich als Abgeordnete wirklich ein Traum.\u00ab Daf\u00fcr erreiche man aber \u00bbbisher nicht ultraviele neue Leute\u00ab. Ihr Plan: \u00bbWenn ich das jetzt als Abgeordnete schaffe, auch mit den Haust\u00fcrgespr\u00e4chen und mit einer organisierenden politischen Praxis von unten Leute zu erreichen, kann das eine sehr gute Symbiose von beiden Politikwelten sein.\u00ab<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbDie Wohnungskonzerne enteignen die Leute durch Wuchermieten.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nKatalin Gennburg (Linke)\u2003Bundestagsabgeordnete<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr Gennburg ist der in Marzahn-Hellersdorf gew\u00e4hlte Ansatz mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September \u00bbeine neue Idee davon, wie wir die Eigentumsfrage f\u00fcr den gesamten Osten stellen k\u00f6nnen. Denn die Umverteilungsmaschinerie, die mit der Treuhandpolitik nach 1990 im gesamten Osten gefahren wurde, stellt sich nicht nur in Marzahn-Hellersdorf.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch werde deswegen die Bundestagsfraktion einladen, dass wir gemeinsam so ein Projekt auch f\u00fcr den gesamten Osten ausrollen\u00ab, k\u00fcndigt sie auf dem Neujahrsempfang an. \u00bbWir haben aber jetzt schon die R\u00fcckmeldung von ganz vielen Abgeordneten und Politikern aus dem Westen, die sagen: Klar, in Duisburg und Dortmund muss das auch gemacht werden\u00ab, erg\u00e4nzt sie im Gespr\u00e4ch mit \u00bbnd\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbWir haben jetzt im Prinzip das Pilotprojekt gemacht, beschrieben, aufgeschrieben und werden die Grundlage zum Kopieren liefern\u00ab, sagt die Bundestagsabgeordnete.<\/p>\n<p>\u00bbIch freue mich darauf, dass wir in dieser Weise mit einer radikalen Idee von einer Eigentumspolitik, die eben nicht Reiche immer noch reicher macht und die Armen immer noch \u00e4rmer, als Linke erkennbar sind, dass wir st\u00e4rker gew\u00e4hlt werden\u00ab, so Gennburg.<\/p>\n<p>Sie verbindet damit nicht nur eine Ambition f\u00fcr die Partei, sondern auch f\u00fcr sich, wenn sie sagt: \u00bbIch glaube, so k\u00f6nnen wir auch Marzahn-Hellersdorf zur\u00fcckholen.\u00ab Denn bei der Bundestagswahl 2025 ging das Direktmandat mit 29,5 Prozent der Stimmen erstmals an die AfD. Nur knapp war CDU-Kandidat Mario Czaja mit 29,2 Prozent unterlegen. Mit 16,8 Prozent der Erststimmen errang Katalin Gennburg nur den dritten Platz. Diese Scharte m\u00f6chte sie auswetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Blick \u00fcber Marzahn Foto: dpa\/Paul Zinken \u00bbWir wissen jetzt, wo die Geb\u00e4ude stehen, die vergesellschaftet werden sollen. 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