{"id":74629,"date":"2025-05-01T01:23:17","date_gmt":"2025-05-01T01:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74629\/"},"modified":"2025-05-01T01:23:17","modified_gmt":"2025-05-01T01:23:17","slug":"zehntausende-in-hannover-steinmeier-kirchentag-ist-ort-fuer-die-draengenden-fragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74629\/","title":{"rendered":"Zehntausende in Hannover: Steinmeier: Kirchentag ist Ort f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Fragen"},"content":{"rendered":"<p>                    Zehntausende in Hannover<br \/>\n                Steinmeier: Kirchentag ist Ort f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Fragen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              30.04.2025, 20:00 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Mit bis zu 150.000 Menschen in Hannover hat der Evangelische Kirchentag begonnen. Bundespr\u00e4sident Steinmeier ermutigte die Teilnehmer zu intensiven gesellschaftlichen Debatten. Ein Thema d\u00fcrfte die Rolle der Kirchen sein, nachdem Bundestagspr\u00e4sidentin Kl\u00f6ckner \u00c4u\u00dferungen der Religionsverb\u00e4nde zur Tagespolitik ger\u00fcgt hatte.<\/strong><\/p>\n<p>Mit Zehntausenden Besuchern hat in Hannover der <a href=\"https:\/\/www.kirchentag.de\/\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">evangelische Kirchentag<\/a> begonnen. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier w\u00fcrdigte den Kirchentag als einen Ort, an dem alles zur Sprache kommen k\u00f6nne. &#8222;Er ist der Ort, an dem wir die Fragen stellen, die uns gerade auf den N\u00e4geln brennen&#8220;, sagte Steinmeier. Das gelte sowohl pers\u00f6nlich als auch gesellschaftlich. Der Kirchentag sei zudem eine &#8222;ganz, ganz seltene Chance, dass wir uns aus unseren ideellen Fertigh\u00e4usern herausbegeben&#8220;.<\/p>\n<p>Steinmeiers Rede folgte auf zwei parallel abgehaltene Er\u00f6ffnungsgottesdienste, zu denen jeweils rund 40.000 Menschen erwartet worden waren. Anschlie\u00dfend wollte sich das Staatsoberhaupt an einem &#8222;Abend der Begegnung&#8220; mit bis zu 150.000 Menschen in der Innenstadt beteiligen.<\/p>\n<p>Kirchentagspr\u00e4sidentin Anja Siegesmund hatte zuvor angesichts der von der CDU-Politikerin Julia Kl\u00f6ckner ausgel\u00f6sten Debatte \u00fcber die politische Rolle der Kirche angek\u00fcndigt: Haltung zu zeigen, sei eines der wichtigsten Themen des bis Sonntag geplanten Kirchenfests. &#8222;Ja, es braucht eine Kirche, die sich auch politisch \u00e4u\u00dfert und Haltung zeigt&#8220;, sagte die langj\u00e4hrige Gr\u00fcnen-Politikerin und fr\u00fchere Umweltministerin aus Th\u00fcringen.<\/p>\n<p>Christinnen und Christen h\u00e4tten nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, Haltung zu zeigen. &#8222;Christlicher Glaube ist politisch. Das, was uns Christinnen und Christen antreibt, das legen wir ja als Menschen im Miteinander nicht einfach wieder ab&#8220;, sagte Siegesmund. Auch die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesinnenministerin Nancy Faeser sagte: &#8222;Es ist wichtig, dass die Kirchen in Deutschland ihre Stimme f\u00fcr Menschlichkeit, Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt auch in politischen Debatten weiter erheben.&#8220;<\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner, inzwischen Bundestagspr\u00e4sidentin, hatte dagegen Mitte April gewarnt, die Kirche riskiere, beliebig zu werden, wenn sie st\u00e4ndig zu tagesaktuellen Themen Stellungnahmen abgebe und nicht mehr die grunds\u00e4tzlichen Fragen von Leben und Tod im Blick habe. Sie wird am Samstag am Kirchentag teilnehmen und mit Siegesmund sowie mit Anna-Nicole Heinrich, Pr\u00e4ses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), \u00fcber die Rolle der Kirche diskutieren.<\/p>\n<p>Kontroverse Debatten erwartet<\/p>\n<p>Zu den weiteren G\u00e4sten des Kirchentags z\u00e4hlen der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundeskanzler Olaf Scholz bei einem seiner wohl letzten Termine im Amt, dessen Vorg\u00e4ngerin Angela Merkel sowie der fr\u00fchere Bundespr\u00e4sident Christian Wulff. Vertreter von AfD und BSW wurden nicht eingeladen.<\/p>\n<p>Insgesamt umfasst der Kirchentag rund 1500 Events an mehr als 60 Orten. Bis zum Morgen des Er\u00f6ffnungstags wurden nach Angaben der Veranstalter rund 65.000 Tickets verkauft \u2013 das seien mehr als zum Start des Kirchentags 2023 in N\u00fcrnberg. Im Laufe der n\u00e4chsten Tage erwarten die Organisatoren bis zu 100.000 Teilnehmer am Hauptprogramm.<\/p>\n<p>Die Polizei stellt sich sogar auf rund 150.000 Besucher t\u00e4glich ein, denn die Veranstaltungen in der Innenstadt \u2013 darunter gro\u00dfe Konzerte etwa von Gentleman und Jupiter Jones \u2013 k\u00f6nnen auch ohne Ticket besucht werden. Zus\u00e4tzliche \u00dcberwachungskameras, Drohnenverbote, Stra\u00dfensperrungen und Poller sollen die Sicherheit gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Kontroverse Diskussionen wird es auf dem Kirchentag unter anderem \u00fcber deutsche Waffenlieferungen, den Nahostkonflikt und die Klimakrise geben. Auch sexualisierte Gewalt wird ausdr\u00fccklich thematisiert. So wird die K\u00fcnstlerin Julia Krahn Frauen portr\u00e4tieren, die sexualisierte Gewalt erfahren haben. <\/p>\n<p>Die evangelische Kirche z\u00e4hlt derzeit knapp 18 Millionen Mitglieder in Deutschland. Die Mitgliederzahl ist allerdings seit Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig. Wegen dieser sinkenden Bedeutung gibt es Kritik an den \u00f6ffentlichen Zusch\u00fcssen in Millionenh\u00f6he f\u00fcr das Event. Das Budget des Kirchentags liegt bei rund 24 Millionen Euro. Darin enthalten sind Zusch\u00fcsse des Landes Niedersachsen von sieben Millionen Euro und der Stadt Hannover von vier Millionen Euro. Der Bund steuert 800.000 Euro bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zehntausende in Hannover Steinmeier: Kirchentag ist Ort f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Fragen 30.04.2025, 20:00 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74630,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,31712,28631,30,46,984,28296,1411],"class_list":{"0":"post-74629","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-evangelische-kirche-deutschland","11":"tag-evangelischer-kirchentag","12":"tag-germany","13":"tag-hannover","14":"tag-international","15":"tag-julia-kloeckner","16":"tag-niedersachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114429965621181248","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74629\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}