{"id":746842,"date":"2026-01-25T23:10:14","date_gmt":"2026-01-25T23:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/746842\/"},"modified":"2026-01-25T23:10:14","modified_gmt":"2026-01-25T23:10:14","slug":"neues-quartier-mit-1-000-wohnungen-rueckt-naeher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/746842\/","title":{"rendered":"Neues Quartier mit 1.000 Wohnungen r\u00fcckt n\u00e4her"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Berlin-Kreuzberg soll auf einem ehemaligen Gewerbeareal eines der gr\u00f6\u00dften innerst\u00e4dtischen Wohnungsbauprojekte der kommenden Jahre entstehen. Behala und WBM planen an der K\u00f6penicker Stra\u00dfe ein neues Quartier mit rund 1.000 Wohnungen und zus\u00e4tzlichen Arbeits- und Gewerbefl\u00e4chen. Streit k\u00f6nnte es allerdings um einen geplanten, \u00f6ffentlichen Uferweg geben.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/VIKTORIA-SPEICHER-KREUZBERG-\u00a9-Foto-Wikimedia-Commons.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84364\" class=\"lazyload wp-image-84364 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27904%27%20height%3D%27720%27%20viewBox%3D%270%200%20904%20720%27%3E%3Crect%20width%3D%27904%27%20height%3D%27720%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/VIKTORIA-SPEICHER-KREUZBERG-\u00a9-Foto-Wikimedia-Commons.jpg\" alt=\"\" width=\"904\" height=\"720\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-84364\" class=\"wp-caption-text\">Industriegeschichte Reloaded: In Kreuzberg soll auf einem ehemaligen Gewerbeareal eines der gr\u00f6\u00dften innerst\u00e4dtischen Wohnungsbauprojekte der kommenden Jahre entstehen. Behala und WBM planen an der K\u00f6penicker Stra\u00dfe ein neues Quartier mit rund 1.000 Wohnungen und zus\u00e4tzlichen Arbeits- und Gewerbefl\u00e4chen. \/ \u00a9 Foto: Wikimedia Commons, J\u00f6rg Z\u00e4gel (CC BY-SA 3.0)<\/p>\n<p>\u00a9 Foto Titelbild: <a href=\"https:\/\/www.imago-images.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IMAGO<\/a> \/ PEMAX<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>An der K\u00f6penicker Stra\u00dfe 21\u201329 in Berlin-Kreuzberg k\u00f6nnte in den kommenden Jahren eines der gr\u00f6\u00dften innerst\u00e4dtischen Wohnungsbauprojekte des Bezirks entstehen. Auf dem rund 41.000 Quadratmeter gro\u00dfen Areal planen die landeseigenen Unternehmen Behala und Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) ein neues Quartier mit bis zu 1.000 Wohnungen sowie erg\u00e4nzenden Gewerbefl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Das bislang als Lager- und Gewerbestandort genutzte Grundst\u00fcck gilt als eines der letzten gr\u00f6\u00dferen Entwicklungsareale in dieser zentralen Lage. Die Entwicklung des Gel\u00e4ndes war \u00fcber viele Jahre blockiert.<\/p>\n<p>K\u00f6penicker Stra\u00dfe in Kreuzberg: 1.000 Wohnungen sollen auf Behala-Gel\u00e4nde entstehen<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich hatte die Behala das Grundst\u00fcck bereits vor fast zwei Jahrzehnten verkaufen wollen. Ein Optionsvertrag aus dem Jahr 2011 kam jedoch nicht zum Tragen. Hauptgrund war ein Galvanisierungsbetrieb auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite, der als sogenannter St\u00f6rfallbetrieb galt.<\/p>\n<p>Nach EU-Recht gelten in dessen Umfeld strenge Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr sensible Nutzungen wie den Wohnungsbau. Mehrere Versuche, den Betrieb umzusiedeln, scheiterten. Erst im Juli 2024 gelang der Durchbruch: Mit dem Unternehmen wurde eine Vereinbarung zur Stilllegung der st\u00f6rfallrelevanten Betriebsbereiche erzielt.<\/p>\n<p>Durchbruch f\u00fcr Wohnungsbau: Benachbarter Galvanisierungsbetrieb stellt Betrieb ein<\/p>\n<p>Damit entfiel das zentrale Hindernis f\u00fcr die Wohnnutzung des Areals. Seitdem treiben Behala und WBM die planerischen Vorbereitungen f\u00fcr das Quartier voran. Im Juli 2025 best\u00e4tigte Senatsbaustaatssekret\u00e4r Alexander Slotty (SPD) gegen\u00fcber der Berliner Morgenpost, dass sich die beiden landeseigenen Gesellschaften in der Vorbereitung des Bebauungsplanverfahrens befinden.<\/p>\n<p>Nach aktuellen Zielsetzungen sehen Behala und WBM auf dem Grundst\u00fcck ein Entwicklungspotenzial von rund 120.000 Quadratmetern Geschossfl\u00e4che. Geplant sind etwa 1.000 Wohnungen sowie rund 40.000 Quadratmeter Gewerbefl\u00e4chen, die k\u00fcnftig von der Behala vermietet werden sollen.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte der 1.000 neuen Wohnungen sollen vom Land Berlin gef\u00f6rdert werden<\/p>\n<p>Die Wohnungen sollen zur H\u00e4lfte an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vergeben werden, die andere H\u00e4lfte ist als mietpreisged\u00e4mpfter Wohnraum vorgesehen. Wie bei gr\u00f6\u00dferen Projekten der WBM \u00fcblich, soll ein erheblicher Anteil aus Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen bestehen, erg\u00e4nzt durch gr\u00f6\u00dfere Wohnungen mit drei bis f\u00fcnf Zimmern.<\/p>\n<p>Der weitere Zeitplan sieht vor, dass ab M\u00e4rz 2026 ein st\u00e4dtebauliches Werkstattverfahren durchgef\u00fchrt wird. Eine \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentation der Ergebnisse ist f\u00fcr Juni dieses Jahres vorgesehen. Die Festsetzung des Bebauungsplans wird derzeit allerdings nicht vor Dezember 2028 erwartet. Der Baustart k\u00f6nnte dann im ersten Quartal 2029 erfolgen, erste Bauabschnitte w\u00e4ren ab 2031 realisierbar \u2013 wenn es keine unvorhergesehenen Verz\u00f6gerungen gibt.<\/p>\n<p>Kreuzberg: Wie soll das k\u00fcnftige Wohnquartier an der K\u00f6penicker Stra\u00dfe aussehen?<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren wurden unterschiedliche st\u00e4dtebauliche Konzepte diskutiert, von blockartigen Karrees bis zu hufeisenf\u00f6rmigen Strukturen. Offen ist weiterhin die genaue Anordnung der Bauk\u00f6rper.<\/p>\n<p>Klar ist jedoch, dass Behala und WBM dem Wohnungsbau Vorrang gegen\u00fcber einer m\u00f6glichst breiten \u00f6ffentlichen Uferzone einr\u00e4umen wollen. Hintergrund ist ein B\u00fcrgerentscheid aus dem Jahr 2008, der einen unbebauten 50-Meter-Streifen am Spreeufer vorsah.<\/p>\n<p>Konfliktpotenzial: Breite Uferzone oder mehr bezahlbarer Wohnraum an der Spree?<\/p>\n<p>Eine solche L\u00f6sung w\u00fcrde jedoch rund die H\u00e4lfte des Areals betreffen und aus Sicht der Projekttr\u00e4ger die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens gef\u00e4hrden. Stattdessen wird derzeit eine Uferzone von rund 30 Metern angestrebt.<\/p>\n<p>Mit dem geplanten Quartier an der K\u00f6penicker Stra\u00dfe k\u00f6nnte in Kreuzberg eines der bedeutendsten innerst\u00e4dtischen Wohnungsbauprojekte der kommenden Jahre entstehen. Ob und in welcher Form sich das Vorhaben realisieren l\u00e4sst, wird ma\u00dfgeblich vom weiteren Verlauf des Bebauungsplanverfahrens abh\u00e4ngen \u2013 und eventuell auch davon, ob die Initiatoren des B\u00fcrgerentscheids von 2008 auf ihrem 50 Meter breiten Uferweg beharren.<\/p>\n<p>Quellen: Otek, Berliner Morgenpost, Architektur Urbanistik Berlin, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Berliner Woche, Behala, Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Berlin-Kreuzberg soll auf einem ehemaligen Gewerbeareal eines der gr\u00f6\u00dften innerst\u00e4dtischen Wohnungsbauprojekte der kommenden Jahre entstehen. 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