{"id":747457,"date":"2026-01-26T05:24:11","date_gmt":"2026-01-26T05:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/747457\/"},"modified":"2026-01-26T05:24:11","modified_gmt":"2026-01-26T05:24:11","slug":"sydney-australia-day-umstrittener-feiertag-sorgt-fuer-proteste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/747457\/","title":{"rendered":"Sydney | \u00abAustralia Day\u00bb: Umstrittener Feiertag sorgt f\u00fcr Proteste"},"content":{"rendered":"<p>Sydney (dpa) &#8211; Der umstrittene Nationalfeiertag \u00abAustralia Day\u00bb hat in vielen australischen St\u00e4dten wieder Proteste von Ureinwohnern und Aktivisten ausgel\u00f6st. Zehntausende Menschen versammelten sich nach Medienberichten trotz gro\u00dfer Sommerhitze unter anderem in den Metropolen Sydney, Melbourne, Brisbane und der Hauptstadt Canberra. Auch in Hobart auf der Insel Tasmanien gingen Menschen auf die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Mit dem Tag gedenkt das Land der Ankunft der ersten britischen Flotte in Sydney Cove am 26. Januar 1788. Es war der Auftakt zur Kolonisierung &#8211; die in der Folgezeit durch Gr\u00e4ueltaten und die Unterdr\u00fcckung der indigenen Bev\u00f6lkerung gepr\u00e4gt war. Kritiker bezeichnen den Feiertag deshalb als \u00abInvasion Day\u00bb oder auch \u00abSurvival Day\u00bb.<\/p>\n<p>Viele Demonstrantinnen und Demonstranten trugen die Flagge der Aborigines &#8211; eine gelbe Sonne vor schwarzem und rotem Hintergrund. Auf Schildern war unter anderem zu lesen \u00abDies ist kein Tag zum Feiern\u00bb oder \u00abDies war und wird immer das Land der Aborigines sein\u00bb. Es gab jedoch auch kleinere Gegendemos, bei denen Teilnehmer die australische Flagge schwenkten. Traditionell begehen viele Australier den Feiertag mit Familie und Freunden beim Grillen oder am Strand.<\/p>\n<p>Indigene bis heute benachteiligt<\/p>\n<p>Die Zahl der indigenen Australier wird Regierungsangaben zufolge auf etwa eine Million gesch\u00e4tzt, die im Vergleich zu den restlichen 26 Millionen Australiern vielfach benachteiligt werden. Erst Ende 2023 hatte sich eine deutliche Mehrheit der Australier bei einem historischen Referendum dagegen ausgesprochen, den Ureinwohnern ein gr\u00f6\u00dferes politisches Mitspracherecht einzur\u00e4umen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Organisation Antar, die sich f\u00fcr die Rechte der Ureinwohner einsetzt, schrieb auf ihrer Webseite, beim \u00abSurvival Day\u00bb m\u00fcsse es vor allem darum gehen, dem Widerstand der indigenen Bev\u00f6lkerung angesichts systematischer und andauernder Ungerechtigkeit und Verweigerung ihrer Rechte Respekt zu zollen.<\/p>\n<p>Was fordern die Gegner?<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Vorschl\u00e4ge. Dazu geh\u00f6rt, das Datum des Nationalfeiertags zu \u00e4ndern &#8211; m\u00f6glichst auf einen Tag, der symbolisch die Vielfalt der australischen Bev\u00f6lkerung widerspiegelt. Andere w\u00fcnschen sich eine vollst\u00e4ndige Abschaffung.\u00a0<\/p>\n<p>Viele Jahrzehnte lang wurden fr\u00fcher Aborigine-Kinder ihren Eltern entrissen und mussten in Heimen oder bei wei\u00dfen Familien aufwachsen. In Australien werden sie als \u00abStolen Generation\u00bb (gestohlene Generation) bezeichnet. F\u00fcr das Leid der Ureinwohner gab es erst 2008 eine offizielle Entschuldigung durch den damaligen Premierminister Kevin Rudd, der um Vergebung f\u00fcr das erlittene Unrecht bat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sydney (dpa) &#8211; Der umstrittene Nationalfeiertag \u00abAustralia Day\u00bb hat in vielen australischen St\u00e4dten wieder Proteste von Ureinwohnern und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":747458,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1912,1605,3364,507,29,2415,30,1209],"class_list":{"0":"post-747457","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-australien","9":"tag-bielefeld","10":"tag-de","11":"tag-demonstration","12":"tag-deutschland","13":"tag-feiertag","14":"tag-germany","15":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115959736704596430","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/747457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=747457"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/747457\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/747458"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=747457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=747457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=747457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}