{"id":748276,"date":"2026-01-26T13:10:10","date_gmt":"2026-01-26T13:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/748276\/"},"modified":"2026-01-26T13:10:10","modified_gmt":"2026-01-26T13:10:10","slug":"smartwatches-frueherkennung-am-handgelenk-so-schlagen-smartwatches-alarm-bei-vorhofflimmern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/748276\/","title":{"rendered":"Smartwatches: Fr\u00fcherkennung am Handgelenk \u2013 so schlagen Smartwatches Alarm bei Vorhofflimmern"},"content":{"rendered":"<p>Vorhofflimmern ist die weltweit h\u00e4ufigste Herzrhythmusst\u00f6rung. Eine neue Studie zeigt, dass es eine M\u00f6glichkeit gibt, Symptome fr\u00fchzeitiger als bisher zu erkennen und damit lebensgef\u00e4hrliche Folgen zu verhindern.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Oft gelten sie mehr als Gadgets denn ernsthaftes medizinisches Equipment. Doch eine handels\u00fcbliche Smartwatch kann gef\u00e4hrliche Herzrhythmusst\u00f6rungen offensichtlich h\u00e4ufiger und zuverl\u00e4ssiger erkennen als herk\u00f6mmliche medizinische Standarduntersuchungen. Das berichten Forscher der Amsterdamer Universit\u00e4tsklinik im Fachmagazin \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.jacc.org\/doi\/10.1016\/j.jacc.2025.11.032#:~:text=In%20this%20randomized%20controlled%20trial,time%20to%20diagnosis%20compared%20with\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.jacc.org\/doi\/10.1016\/j.jacc.2025.11.032#:~:text=In%20this%20randomized%20controlled%20trial,time%20to%20diagnosis%20compared%20with&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Journal of the American College of Cardiology<\/a>\u201c. <\/p>\n<p>Die Forscher  hatten sich in ihrer Analyse vor allem auf das Vorhofflimmern konzentriert, die weltweit h\u00e4ufigste Herzrhythmusst\u00f6rung. Sie tritt oft unregelm\u00e4\u00dfig auf und viele Betroffene sp\u00fcren nichts davon. Das Team um den Kardiologen Michiel Winter hat nun untersucht, ob tragbare Ger\u00e4te, sogenannte \u201eWearables\u201c, wie eine Smartwatch dabei helfen k\u00f6nnen, solche St\u00f6rungen fr\u00fcher zu entdecken als bisherige Methoden. <\/p>\n<p>Beim Vorhofflimmern schlagen die Vorh\u00f6fe des Herzens unregelm\u00e4\u00dfig. Dies kann dazu f\u00fchren, dass sich Blutgerinnsel im Herzen bilden. \u201eWenn diese Gerinnsel in das Gehirn wandern, k\u00f6nnen sie einen Schlaganfall verursachen\u201c, erkl\u00e4rte Winter. Da das Flimmern oft nur zeitweise auftritt oder der Patient keine Beschwerden hat, bleibt es bei Routineuntersuchungen beim Arzt oft unentdeckt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Studie, an der insgesamt 437 Patienten \u00fcber 65 Jahre mit erh\u00f6htem Schlaganfallrisiko teilnahmen, nutzte das Team Smartwatches. Die H\u00e4lfte der Teilnehmer trug sie sechs Monate lang t\u00e4glich mindestens zw\u00f6lf Stunden, die andere H\u00e4lfte erhielt die medizinische Standardversorgung ohne digitale \u00dcberwachung.<\/p>\n<p>Zwei Funktionen der Smartwatch wurden verwendet: die optische Pulsmessung PPG (Photoplethysmographie) und ein einfaches EKG (Elektrokardiogramm) zur Aufzeichnung der elektrischen Herzstr\u00f6me. W\u00e4hrend die Pulsmessung die Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten nur vermuten l\u00e4sst, ist das EKG notwendig, um die Diagnose Vorhofflimmern medizinisch zu best\u00e4tigen. Smartwatches mehrerer Hersteller bieten diese Funktionen.<\/p>\n<p>In der Gruppe mit Smartwatch wurde Vorhofflimmern viermal h\u00e4ufiger entdeckt als in der Kontrollgruppe. Konkret wurde bei 21 Patienten mit Smartwatch eine Erkrankung diagnostiziert und behandelt. In der Vergleichsgruppe ohne Uhr waren es f\u00fcnf. <\/p>\n<p>Es gibt aber auch Fehlalarme<\/p>\n<p>In der Gruppe ohne Uhr hatten alle f\u00fcnf Patienten, bei denen ein Vorhofflimmern diagnostiziert wurde, bereits sp\u00fcrbare Symptome. Sie gingen also zum Arzt, weil sie sich unwohl f\u00fchlten. In der Smartwatch-Gruppe war gut die H\u00e4lfte der Patienten, genauer 57 Prozent, asymptomatisch \u2013 sie hatten keine Beschwerden und h\u00e4tten ohne den Alarm, den ihre Smartwatch ausgel\u00f6st hatte, vermutlich nicht erfahren, dass ihr Herz aus dem Takt geraten ist.<\/p>\n<p>Die Technik erwies sich in der Studie allerdings als nicht unfehlbar. Es habe auch eine Reihe von Fehlalarmen gegeben, berichten die Forscher. Von den 72 Patienten, bei denen die Uhr anschlug, hatte sich nur bei etwa der H\u00e4lfte der Verdacht auf Vorhofflimmern bei weiteren Untersuchungen auch tats\u00e4chlich best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Dennoch zeigte sich Studienleiter Winter optimistisch. Vor dem Hintergrund eines zunehmend \u00fcberlasteten Gesundheitssystems erm\u00f6glichten solche tragbaren Ger\u00e4te, gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsgruppen medizinisch zu \u00fcberwachen, ohne dass diese st\u00e4ndig zum Facharzt oder ins Krankenhaus m\u00fcssten. <\/p>\n<p>\u201eWir erwarten, dass wir definitiv weniger Schlaganf\u00e4lle aufgrund von Vorhofflimmern sehen werden, wenn wir auf diese Weise in gro\u00dfem Stil untersuchen, da wir Patienten in einem sehr fr\u00fchen Stadium ihrer Krankheit behandeln k\u00f6nnen\u201c, sagte Winter.<\/p>\n<p>dpa, dia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vorhofflimmern ist die weltweit h\u00e4ufigste Herzrhythmusst\u00f6rung. 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