{"id":74831,"date":"2025-05-01T03:15:10","date_gmt":"2025-05-01T03:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74831\/"},"modified":"2025-05-01T03:15:10","modified_gmt":"2025-05-01T03:15:10","slug":"maischberger-saskia-esken-als-ministerin-haette-ich-nichts-dagegen-sagt-franz-muentefering","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74831\/","title":{"rendered":"Maischberger: Saskia Esken als Ministerin? \u201eH\u00e4tte ich nichts dagegen\u201c, sagt Franz M\u00fcntefering"},"content":{"rendered":"<p>Bei Maischberger loben die Diskussionsteilnehmer die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag. Unverst\u00e4ndnis l\u00f6st allerdings die Aussicht auf einen Ministerposten f\u00fcr Saskia Esken aus \u2013 nur nicht bei Ex-Parteichef Franz M\u00fcntefering. Der beichtet daf\u00fcr ein privates Detail.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die SPD macht den Weg frei. Beim Mitgliederentscheid sprachen sich knapp 85 Prozent f\u00fcr den schwarz-roten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article256022926\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article256022926&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Koalitionsvertrag<\/a> aus. 56 Prozent der 358.000 Parteimitglieder hatten sich am Votum beteiligt. Am Mittwoch blickte Sandra Maischberger mit dem fr\u00fcheren Vizekanzler Franz M\u00fcntefering (SPD) auf den Zustand der Sozialdemokratie und die kommende Bundesregierung. <\/p>\n<p>Im Panel begr\u00fc\u00dfte sie die Journalisten Susanne Gaschke, Yasmine M\u2019Barek und Denis Scheck. Mit dem fr\u00fcheren Botschafter R\u00fcdiger von Fritsch und der Journalistin Gudrun Engel sprach sie zudem \u00fcber die j\u00fcngsten Friedensbem\u00fchungen um die Ukraine.<\/p>\n<p>Anders als Markus S\u00f6der, der den Koalitionsvertrag bereits auf dem Weg zum \u201eBestseller\u201c w\u00e4hnte, prognostizierte Literaturkritiker Denis Scheck diesem, ein \u201esicherer Ladenh\u00fcter\u201c zu werden. Dennoch r\u00fchmte er die SPD f\u00fcr ihre Zustimmung. \u201eMein Glauben an die deutsche Sozialdemokratie feiert fr\u00f6hliche Urst\u00e4nde \u2013 willkommen in der Wirklichkeit!\u201c, urteilte er irgendwo zwischen ironisch und euphorisch. In seiner Einsch\u00e4tzung der Parteif\u00fchrung zeigte er sich zwiegespalten. W\u00e4hrend er Lars Klingbeil f\u00fcr dessen \u201eMachtinstinkt\u201c lobte, sah er die Co-Vorsitzende Saskia Esken \u201eauf dem Weg ins Haus der Geschichte\u201c.<\/p>\n<p>Yasmine M\u2019Barek teilte Schecks kritischen Blick auf die SPD-Vorsitzende, die sich weder taktisch klug verhalte noch \u00fcber ein Netzwerk in ihrer Partei verf\u00fcge. Trotz alledem habe sich Esken in ihrem Amt \u201efestgebissen\u201c und k\u00f6nne nun von ihrem Zugriffsrecht Gebrauch machen, um das Umwelt- oder Entwicklungshilfeministerium zu \u00fcbernehmen. \u201eSo tragisch wie das klingt\u201c, kommentierte die Journalistin von \u201eZeit online\u201c. \u201eIch finde es ziemlich irre\u201c, bem\u00e4ngelte Susanne Gaschke, \u201edass man f\u00fcr so ein eklatantes Versagen an der Parteispitze auch noch mit einem Ministerposten belohnt wird.\u201c<\/p>\n<p>Einem derart deutlichen Urteil entzog sich Franz M\u00fcntefering. Ob er es als \u201egutes Signal\u201c sehe, \u201ewenn Frau Esken nichts\u201c werde, fragte Maischberger. \u201eDas m\u00fcsste sie selbst entscheiden.\u201c Offenkundig unzufrieden mit der Antwort wiederholte sie die Frage gleich mehrfach. \u201eWas soll sie denn eigentlich bekommen? Ich soll ihr jetzt was schenken, wo ich gar nicht wei\u00df, was das eigentlich sein soll. Was soll sie denn machen?\u201c Bevor das Gespr\u00e4ch weiter entgleiste, konkretisierte die Moderatorin doch noch ihre Frage: \u201eMinisterin im Kabinett zum Beispiel?!\u201c \u201eH\u00e4tte ich nichts dagegen\u201c, erwiderte der SPD-Politiker.<\/p>\n<p>M\u00fcntefering nahm die Parteif\u00fchrung in Schutz. Vor allem Olaf Scholz habe die Wahl verloren, beanstandete der fr\u00fchere SPD-Vorsitzende, \u201eauf jeden Fall mehr als Lars und Esken \u2013 ist doch klar\u201c. Nach dem schwachen Wahlergebnis habe er die Sorge gehabt, dass in der Partei \u201ePanik\u201c ausbreche. Umso enthusiastischer lobte er <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus256041640\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus256041640&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lars Klingbeil<\/a>. Er sei \u201esehr dankbar\u201c, dass der kommende Vizekanzler und Bundesfinanzminister gleich nach der Bundestagswahl Verantwortung \u00fcbernommen habe. \u201eDas ist auch richtig, sonst h\u00e4tte man gesagt, der ist mutlos\u201c, f\u00fchrte er aus. \u201eDie haben sich da reingeschmissen \u2013 alle beide.\u201c<\/p>\n<p>Im Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums sah M\u00fcntefering eine \u201eklare Botschaft\u201c dar\u00fcber, wie seine Partei denke. Zugleich warb er daf\u00fcr, die schwarz-roten Verhandlungsergebnisse nicht \u00fcberzubewerten. \u201eKoalitionsvertr\u00e4ge sind keine Pl\u00e4ne, die fix und fertig geschrieben sind und umgesetzt werden k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rte er, \u201esondern sie sind Ideen des Zusammengehens f\u00fcr bestimmte Ziele\u201c. Demzufolge sollten die Vertr\u00e4ge nur den \u201eKern\u201c, die \u201eEckpunkte\u201c enthalten, statt detailliert alle Vorhaben auszuformulieren. So habe etwa der rot-gr\u00fcne Koalitionsvertrag 1998 nur knapp 50 Seiten umfasst.<\/p>\n<p>Einen pers\u00f6nlichen Einblick gew\u00e4hrte M\u00fcntefering, als er zugab, Anfang des Jahres aus der katholischen Kirche ausgetreten zu sein. Auch die Pers\u00f6nlichkeit des j\u00fcngst verstorbenen Papstes Franziskus habe ihn nicht davon abhalten k\u00f6nnen? \u201eNein, das kann er auch gar nicht alleine machen. Das ist ein gro\u00dfes Gewebe, diese Kirche insgesamt\u201c, sagte der SPD-Politiker. Auf Hochzeiten oder Beerdigungen habe er zwar immer die Form gewahrt, doch in Wahrheit habe er schon mit Mitte 20 den Glauben verloren. Zudem habe ihn der Umgang mit Missbrauch gest\u00f6rt. \u201eDie Kirche wird einfach ihrer Verantwortung f\u00fcr die Gesellschaft nicht gerecht.\u201c<\/p>\n<p>Die Beerdigung von Papst Franziskus spielte auch eine Rolle im Gespr\u00e4ch mit R\u00fcdiger von Fritsch und Gudrun Engel. Im Petersdom waren Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj zusammengetroffen, wobei ein \u201espannendes\u201c, \u201eim gewissen Sinne ikonografisches Bild\u201c entstanden war, wie es der fr\u00fchere Diplomat bewertete. Wladimir Putin werde \u201esicher seine Lippenleser besch\u00e4ftigt haben\u201c, vermutete er. Gleichwohl d\u00fcrfe die Bedeutung nicht \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Das sah Engel \u00e4hnlich. Bei dem US-Pr\u00e4sidenten z\u00e4hle, wer zuletzt mit ihm gesprochen habe. So k\u00f6nne sich der Wind schnell wieder drehen.<\/p>\n<p>Mal unterst\u00fctze Trump den russischen Pr\u00e4sidenten, mal emp\u00f6re er sich \u00fcber diesen, erl\u00e4uterte R\u00fcdiger von Fritsch. Zuletzt habe er erkl\u00e4rt, Putin wolle wom\u00f6glich gar keinen Frieden. \u201eDa f\u00e4llt mir nur Loriot zu ein: Ach was?\u201c Erst Mittwoch habe Dmitri Peskow, Pressesprecher von Wladimir Putin, verlautbart: \u201eWir haben eine Verpflichtung, siegreich zu sein.\u201c Es gehe Russland ausschlie\u00dflich um den Sieg. \u201eUnd das wird nicht klar erkannt auf Seiten der republikanischen Administration. Man verfolgt nur seine Gesch\u00e4ftsinteressen und ist bereit daf\u00fcr, die Ukraine, traditionelle Werte, Alliierte und amerikanische Gr\u00fcndungsideale zu opfern.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/dominik-lippe\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/autor\/dominik-lippe\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dominik Lippe<\/a> berichtet f\u00fcr WELT regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die abendlichen Polit-Talkshows. Der studierte Biologe ist Absolvent der Axel Springer FreeTech Academy.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Maischberger loben die Diskussionsteilnehmer die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag. 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