{"id":748386,"date":"2026-01-26T14:09:12","date_gmt":"2026-01-26T14:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/748386\/"},"modified":"2026-01-26T14:09:12","modified_gmt":"2026-01-26T14:09:12","slug":"petition-gegen-stuttgart-sign-jetzt-reichts-stuttgarterin-sammelt-10-000-unterschriften-gegen-schriftzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/748386\/","title":{"rendered":"Petition gegen Stuttgart-Sign: \u201eJetzt reicht\u2019s!\u201c \u2013 Stuttgarterin sammelt 10.000 Unterschriften gegen Schriftzug"},"content":{"rendered":"<p>H\u00f6here Hunde- und Kitasteuern, K\u00fcrzungen \u00fcberall, aber 470.000 Euro f\u00fcr ein Stuttgart-Sign? Britta O\u00dfwald ist \u00fcber denBeschluss der Stadt so sauer, dass sie eine Petition startete.<\/p>\n<p>Denn Britta O\u00dfwald (53) hatte genau verfolgt, wie die Stadt, die 800 Millionen in 2026 und 2027 sparen muss, \u00fcberall Zusch\u00fcsse k\u00fcrzt und Geb\u00fchren erh\u00f6ht. So m\u00fcssen etwa soziale und kulturelle Einrichtungen mit weniger Geld auskommen, Hundesteuer, Kitageb\u00fchren und Gewerbesteuer wurden angehoben. <\/p>\n<p>Als Hundebesitzerin ist Britta O\u00dfwald direkt betroffen,<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.sparen-in-stuttgart-stimmung-ist-unterirdisch-beschaeftigte-enttaeuscht-vom-arbeitgeber-stadt.57354e32-0e1f-4653-ad72-e7b7b7ce6bf5.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> ihr Mann arbeitet au\u00dferdem im \u00f6ffentlichen Dienst und bekommt nur noch 70 statt 150 Euro monatlich Stuttgart-Zulage<\/a> \u2013 ebenfalls ein Beschluss im Gemeinderat am 19. Dezember. Zwar h\u00e4tten sie keine finanziellen Probleme, aber die Stuttgarterin, die in einem Rechenzentrum arbeitet, denkt an Menschen, die weniger Geld haben und Hilfe brauchen. Sie w\u00fcrden nun keine oder weniger Unterst\u00fctzung finden. <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/stoppen-sie-den-%C3%BCberteuerten-schriftzug-in-stuttgart?source_location=search\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ihren \u00c4rger goss Britta O\u00dfwald am 13. Januar in eine Petition auf Change.org mit dem Titel \u201eStoppen Sie den \u00fcberteuerten Schriftzug in Stuttgart\u201c.<\/a> Dazu schrieb sie: \u201eIn Zeiten, in denen viele soziale Einrichtungen und kommunale Projekte um ihre Finanzierung k\u00e4mpfen, wirkt diese Ausgabe v\u00f6llig unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Schulen, Kinderg\u00e4rten und Seniorenheime ben\u00f6tigen dringend finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Renovierungen und den Ausbau von Einrichtungen. Anstatt Geld in ein rein \u00e4sthetisches Projekt zu investieren, sollte die Stadt <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> Priorit\u00e4ten bei ihren Ausgaben setzen, die den B\u00fcrgern direkt zugutekommen.\u201c <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.3748409a-97b7-4b51-b2da-1b3a5d51c1cc.original1024.media.jpeg\"\/>     Auf der K\u00f6nigstra\u00dfe steht bereits ein kleinerer Stuttgart-Schriftzug. Das nun geplante Sign soll erheblich aufw\u00e4ndiger gestaltet sein.    Foto: Lichtgut    <\/p>\n<p>Und weiter: \u201eWir fordern die Verantwortlichen in Stuttgart auf, das Budget \u00fcber 470.000 Euro zu \u00fcberdenken und die Priorit\u00e4ten zugunsten der Allgemeinheit zu \u00e4ndern. Es muss eine Diskussion \u00fcber wichtige Ausgaben und nachhaltige Investitionen gef\u00fchrt werden.\u201c<\/p>\n<p>Eine Meinung, die offenbar viele teilen. Bis zum 26. Januar unterschrieben fast 10.800 Menschen die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Petition\" title=\"Petition\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Petition<\/a>. Britta O\u00dfwald f\u00fchlt sich best\u00e4tigt. Sie hat nun Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper (CDU) um eine Stellungnahme gebeten. Au\u00dferdem hat sie die Petition am vergangenen Wochenende online beim Landtag zur Ver\u00f6ffentlichung eingereicht, damit dort auch Menschen f\u00fcr ihr Anliegen unterzeichnen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Vom Petitionsausschuss des Landtags hei\u00dft es, dass nach Eingang einer Petition zun\u00e4chst deren Zul\u00e4ssigkeit gepr\u00fcft werde. Anschlie\u00dfend entschieden die Obleute des Ausschusses mit dem Vorsitzenden, ob die Petition \u00fcber das Portal des Landtags online ver\u00f6ffentlicht wird, so dass dann im Laufe von sechs Wochen Unterschriften gesammelt werden k\u00f6nnen. Sammelt eine Petition mehr als 10.000 Unterschriften ein, muss der Petitionsausschuss in der Regel innerhalb von sechs Monaten eine \u00f6ffentliche Anh\u00f6rung durchf\u00fchren.<\/p>\n<p> Land pr\u00fcft nur rechtliche Seite <\/p>\n<p> \u201eGrunds\u00e4tzlich kann der Petitionsausschuss nur Themen \u00fcberpr\u00fcfen, die in die Zust\u00e4ndigkeit der Landesregierung und seiner Beh\u00f6rden f\u00e4llt\u201c, hei\u00dft es auf Anfrage. Bei Angelegenheiten der kommunalen Selbstverwaltung werde nur \u00fcberpr\u00fcft, ob kommunales Handeln rechtm\u00e4\u00dfig sei. \u201eDie Zweckm\u00e4\u00dfigkeit ist in solchen Angelegenheiten nicht vom Landtag \u00fcberpr\u00fcfbar.\u201c <\/p>\n<p> Stuttgart-Sign <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Idee<\/strong><br \/>Der CDU, die den Antrag auf das Stuttgart-Sign gestellt hatte, schwebt ein \u201epersonenhoher\u201c Schriftzug vor, der auf dem Marktplatz \u2013 und sp\u00e4ter beim Hauptbahnhof \u2013 stehen k\u00f6nnte. Er soll mit LEDs ausgestattet sein und in verschiedenen Farben leuchten k\u00f6nnen. Auch Projektionen sollen darauf m\u00f6glich sein. Vorbild ist ein \u00e4hnliches Exemplar im kanadischen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Toronto\" title=\"Toronto\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Toronto<\/a>, das 760.000 kanadische Dollar (470.000 Euro) gekostet hat. Die Planung in Stuttgart hat allerdings noch nicht begonnen. Der Doppelhaushalt 2026\/27 muss vom Regierungspr\u00e4sidium genehmigt werden. Wann das der Fall sein k\u00f6nnte, ist noch nicht klar.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Abstimmung<\/strong><br \/>In der Sitzung zur Verabschiedung des Doppelhaushalts am 19. Dezember 2025 stimmte eine knappe Ratsmehrheit samt Oberb\u00fcrgermeister f\u00fcr das Stuttgart-Sign: 30 Stimmen gab es daf\u00fcr, 27 dagegen, 3 Gemeinderatsmitglieder enthielten sich. Daf\u00fcr stimmten Gr\u00fcne, CDU, Frank Nopper und zwei Mitglieder der Freien W\u00e4hler. Dagegen stimmten SPD\/Volt, Linksb\u00fcndnis, FDP, AfD, Gruppe Puls sowie der Einzelstadtrat Thomas Rosspacher. Drei R\u00e4te der Freien W\u00e4hler enthielten sich.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Diskussion <\/strong><br \/>Seither wird diskutiert, ob so eine Ausgabe in Zeiten knapper Haushaltskassen sinnvoll und vermittelbar sei. Zumal es in Stuttgart bereits auf der K\u00f6nigstra\u00dfe und vor dem Stadtpalais zwei Stadtschriftz\u00fcge gibt, allerdings in kleinerer Variante als der jetzt anvisierten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"H\u00f6here Hunde- und Kitasteuern, K\u00fcrzungen \u00fcberall, aber 470.000 Euro f\u00fcr ein Stuttgart-Sign? 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