{"id":748639,"date":"2026-01-26T16:31:13","date_gmt":"2026-01-26T16:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/748639\/"},"modified":"2026-01-26T16:31:13","modified_gmt":"2026-01-26T16:31:13","slug":"pressemitteilung-europaeischer-rechnungshof-agrarfoerderung-fuer-uebersee-regionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/748639\/","title":{"rendered":"(Pressemitteilung) Europ\u00e4ischer Rechnungshof: Agrarf\u00f6rderung f\u00fcr \u00dcbersee-Regionen &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">26.01.2026 \u2013 17:00<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Europ\u00e4ischer Rechnungshof - European Court of Auditors\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/111458\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ischer Rechnungshof &#8211; European Court of Auditors<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/d1215930-4af1-4bdc-b75b-841764651ba9\/SR%20post%20long.jpg.jpg\" data-description=\"\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"69778f89270000fd2c8af556\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/-pressemitteilung-europ-ischer-rechnungshof-agrarf-rderung-f-r-bersee-regionen-der-eu-muss-auf-den-p.jpeg\"   alt=\"(Pressemitteilung) Europ\u00e4ischer Rechnungshof: Agrarf\u00f6rderung f\u00fcr \u00dcbersee-Regionen der EU muss auf den Pr\u00fcfstand\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><b>Pressemitteilung<\/b><\/p>\n<p><b>Luxemburg, 26. Januar 2026<\/b><\/p>\n<p><b>Europ\u00e4ischer Rechnungshof: Agrarf\u00f6rderung f\u00fcr \u00dcbersee-Regionen der EU muss auf den Pr\u00fcfstand<\/b><\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li>Nur in einigen Bereichen wie der Bananen- oder Milcherzeugung halfen die EU-Gelder den Landwirten, wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben.<\/li>\n<li>Die Diversifizierung bei Ackerbau und Viehhaltung ist kaum vorangekommen.<\/li>\n<li>\u00d6kologische Herausforderungen und die \u00dcberalterung der Bauern gef\u00e4hrden die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>EU-Mittel sind nach wie vor wichtig, um die Landwirtschaft in den entlegensten Gebieten Europas zu erhalten. Inwiefern diese Gelder zu mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Diversifizierung f\u00fchren, h\u00e4ngt jedoch von der Region und dem Agrarbereich ab. Dies geht aus einem neuen Bericht des Europ\u00e4ischen Rechnungshofs hervor. Die EU stellt durch ihr sogenanntes POSEI-Programm j\u00e4hrlich bis zu 653 Millionen Euro bereit, um den besonderen Bed\u00fcrfnissen ihrer &#8222;Gebiete in \u00e4u\u00dferster Randlage&#8220; gerecht zu werden. Das POSEI wird dabei durch Finanzhilfen aus T\u00f6pfen au\u00dferhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erg\u00e4nzt, etwa aus den Bereichen Koh\u00e4sion, staatliche Beihilfen oder Handelspolitik.<\/b><\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der Herausforderungen, mit denen die EU-Gebiete in \u00e4u\u00dferster Randlage konfrontiert sind \u2013 vor allem ihre Abgelegenheit, ihre Insellage und ihre Abh\u00e4ngigkeit von Einfuhren \u2013, wurde Anfang der 1990er-Jahre das Finanzierungsinstrument POSEI eingef\u00fchrt, um die lokale Landwirtschaft zu unterst\u00fctzen und die Versorgung dieser Gebiete mit lebenswichtigen Agrarprodukten sicherzustellen. Das Instrument kommt in drei EU-L\u00e4ndern zur Anwendung: in Frankreich (Guadeloupe, Martinique, Franz\u00f6sisch-Guayana, R\u00e9union, St. Martin und Mayotte), Spanien (Kanarische Inseln) und Portugal (Azoren und Madeira). Die wichtigsten traditionellen Agrarzweige in diesen Regionen sind Bananen, Zucker und Zuckerrohr, Milch- und Fleischerzeugung sowie Tomaten.<\/p>\n<p>&#8222;Das POSEI-Programm der EU f\u00fcr ihre Gebiete in \u00e4u\u00dferster Randlage hat wichtige Unterst\u00fctzung geleistet und einigen Bereichen der Landwirtschaft geholfen, wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben. Die Nachhaltigkeit wurde dabei aber vernachl\u00e4ssigt&#8220;, so Klaus-Heiner Lehne, das f\u00fcr die Pr\u00fcfung zust\u00e4ndige Mitglied des Rechnungshofs. &#8222;Die EU-Hilfe f\u00fcr die traditionelle Landwirtschaft muss neu bewertet, die Diversifizierung der Ackerkulturen und des Viehbestands verst\u00e4rkt und der Nutzen f\u00fcr Endverbraucher von mit EU-Geldern unterst\u00fctzten Importen eingehender untersucht werden.&#8220;<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der POSEI-Unterst\u00fctzung komme den traditionellen Sektoren zugute, damit diese sich weiterentwickeln und bei Erzeugung, Qualit\u00e4t und Preis wettbewerbsf\u00e4higer werden k\u00f6nnen. So habe das POSEI zum Erhalt der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Bananenanbaus im Allgemeinen und der Milchproduktion auf den Azoren beigetragen. Allerdings sei es mit dem Programm nicht gelungen, Tomaten von den Kanarischen Inseln oder Zucker aus den franz\u00f6sischen Gebieten in \u00e4u\u00dferster Randlage wettbewerbsf\u00e4hig zu halten. Beide h\u00e4tten aufgrund starker Konkurrenz aus Nicht-EU-L\u00e4ndern Marktanteile verloren. <\/p>\n<p>Im Bananengesch\u00e4ft, in das mit 42 % (277 Millionen Euro im Jahr 2023) die meisten POSEI-Gelder flie\u00dfen w\u00fcrden, konzentrierten sich die EU-Mittel auf einige wenige gro\u00dfe Erzeuger in den franz\u00f6sischen \u00dcberseegebieten. In einigen Regionen in \u00e4u\u00dferster Randlage der EU w\u00fcrden bei der F\u00f6rderung sogar Produktionsverluste oder vom Markt genommene Mengen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Obwohl auf dem EU-Markt f\u00fcr in der EU erzeugte Bananen h\u00f6here Einzelhandelspreise als f\u00fcr Bananen aus Drittl\u00e4ndern erzielt werden k\u00f6nnten, k\u00e4men die meisten Gewinne im Einzelhandel den Zwischenh\u00e4ndlern und nicht den Erzeugern zugute, deren Einnahmen h\u00e4ufig nicht kostendeckend seien. <\/p>\n<p>Im Zucker- und Zuckerrohrsektor \u2013 ein Schl\u00fcsselbereich f\u00fcr die Wirtschaft der franz\u00f6sischen \u00dcberseegebiete \u2013 w\u00fcrden zwar Aspekte der Sozial- und Kreislaufwirtschaft ber\u00fccksichtigt, doch seien die finanzielle Tragf\u00e4higkeit und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Branche weiterhin schwach. Bei Tomaten \u2013 einst ein wichtiger traditioneller Agrarzweig auf den Kanarischen Inseln \u2013 sei trotz der EU-Hilfen ein starker R\u00fcckgang der Produktion und der Ausfuhren zu verzeichnen. Hingegen habe das POSEI dazu beigetragen, den Milchsektor der Azoren wettbewerbsf\u00e4hig zu halten und eine stabile Erzeugung sicherzustellen. <\/p>\n<p>Dennoch sei die langfristige Zukunft dieser Bereiche durch die \u00f6kologischen, klimatischen und demografischen Herausforderungen der isolierten Gebiete bedroht. Gro\u00dfe landwirtschaftliche Fl\u00e4chen mit Dauerkulturen stellten aufgrund mangelnder Anbaudiversifizierung und Fruchtfolge eine Belastung f\u00fcr die Bodenqualit\u00e4t dar. Die Pr\u00fcfer stellen fest, dass die POSEI-Programme der Anpassung an den Klimawandel nicht ausreichend Rechnung tragen, obwohl die Gefahr extremer Wetterereignisse wie Wirbelst\u00fcrme und lang anhaltende D\u00fcrren zunehme. Diese Probleme w\u00fcrden durch die \u00dcberalterung der in der Landwirtschaft t\u00e4tigen Bev\u00f6lkerung noch verst\u00e4rkt. <\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfer fordern die EU-Kommission auf, die finanziellen Hilfen f\u00fcr die traditionelle Landwirtschaft in den Gebieten in \u00e4u\u00dferster Randlage zu \u00fcberpr\u00fcfen, die Diversifizierung der Anbaukulturen und des Viehbestands zu erh\u00f6hen und besser zu bewerten, ob die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Einfuhren tats\u00e4chlich den Endverbrauchern zugutekommt.<\/p>\n<p><b>Hintergrundinformationen<\/b><\/p>\n<p>Seit der letzten Wirtschaftlichkeitspr\u00fcfung des Rechnungshofs zum POSEI, deren Ergebnisse im  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.eca.europa.eu\/Lists\/ECADocuments\/SR10_10\/SR10_10_DE.PDF\">Sonderbericht 10\/2010<\/a> &#8222;Sonderma\u00dfnahmen zugunsten der Landwirtschaft der Regionen in \u00e4u\u00dferster Randlage und der kleineren Inseln des \u00c4g\u00e4ischen Meeres&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurden, sind mehr als 15 Jahre vergangen. In dem Bericht hatte der Rechnungshof anerkannt, dass Sonderma\u00dfnahmen wirksam und \u00e4u\u00dferst wichtig f\u00fcr die Landwirtschaft sind, hatte jedoch auch Schwachstellen bei ihrer Verwaltung festgestellt.<\/p>\n<p>Die neue Pr\u00fcfung des Rechnungshofs konzentriert sich auf POSEI-Programme in Frankreich, Spanien und Portugal im Zeitraum 2019\u20132023. Die Pr\u00fcfungsergebnisse sollen der Europ\u00e4ischen Kommission und den betreffenden EU-L\u00e4ndern dabei helfen, ihren Ansatz zu optimieren und sicherzustellen, dass mit den EU-Mitteln konkrete Ergebnisse erzielt werden, n\u00e4mlich dass die lokale Landwirtschaft gest\u00e4rkt und die Ern\u00e4hrungssicherheit in den entlegensten Gebieten der EU gew\u00e4hrleistet wird.<\/p>\n<p>Der Sonderbericht 03\/2026 &#8222;Sonderma\u00dfnahmen zur Unterst\u00fctzung der Landwirtschaft in den Gebieten in \u00e4u\u00dferster Randlage der EU: Tragen dazu bei, dass die Landwirtschaft wettbewerbsf\u00e4hig bleibt, doch ist die langfristige Entwicklung unsicher&#8220; sowie ein Kurztext mit den wichtigsten Fakten und Feststellungen stehen auf der  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.eca.europa.eu\/de\/\">Website des Europ\u00e4ischen Rechnungshofs<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><b>Contact: <\/b><\/p>\n<p>ECA press office:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/111458\/mailto:press@eca.europa.eu\">press@eca.europa.eu<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"26.01.2026 \u2013 17:00 Europ\u00e4ischer Rechnungshof &#8211; European Court of Auditors Pressemitteilung Luxemburg, 26. 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