{"id":749155,"date":"2026-01-26T21:18:14","date_gmt":"2026-01-26T21:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749155\/"},"modified":"2026-01-26T21:18:14","modified_gmt":"2026-01-26T21:18:14","slug":"langlebige-chemikalien-60-prozent-weniger-pfas-im-walgewebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749155\/","title":{"rendered":"Langlebige Chemikalien: 60 Prozent weniger PFAS im Walgewebe"},"content":{"rendered":"<p>Langlebige Chemikalien: 60 Prozent weniger PFAS im Walgewebe &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a id=\"top\" class=\"jump-to-content\" href=\"#main\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Langlebige Chemikalien: Wale weniger mit PFAS belastet<\/p>\n<p>Zur Abwechslung mal gute Nachrichten: Die PFAS-Altlasten in Ozeanen gehen offenbar zur\u00fcck, seitdem man einige der h\u00e4ufigsten dieser langlebigen Chemikalien aus dem Verkehr gezogen hat. So ist die Konzentration der Schadstoffe im K\u00f6rper von Pilotwalen im Nordatlantik um 60\u00a0Prozent gesunken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eine Gruppe von Walen schwimmt nahe der Wasseroberfl\u00e4che in einem ruhigen Meer. Im Hintergrund sind verschwommene Berge unter einem bew\u00f6lkten Himmel zu sehen. Die Wale bewegen sich in dieselbe Richtung, und ihre R\u00fcckenflossen sind deutlich sichtbar. Die Szene vermittelt ein Gef\u00fchl von Ruhe und nat\u00fcrlicher Sch\u00f6nheit.\" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GettyImages-579474138.jpg\" title=\"Eine Gruppe von Walen schwimmt nahe der Wasseroberfl\u00e4che in einem ruhigen Meer. Im Hintergrund sind verschwommene Berge unter einem bew\u00f6lkten Himmel zu sehen. Die Wale bewegen sich in dieselbe Richtung, und ihre R\u00fcckenflossen sind deutlich sichtbar. Die Szene vermittelt ein Gef\u00fchl von Ruhe und nat\u00fcrlicher Sch\u00f6nheit.\"\/><\/p>\n<p> \u00a9 PetziProductions \/ Getty Images \/ Moment (Ausschnitt) <\/p>\n<p> Pilotwale vor der K\u00fcste Norwegens. <\/p>\n<p>Zur Abwechslung mal gute Nachrichten: Die PFAS-Altlasten in Ozeanen gehen offenbar zur\u00fcck. So ist die Konzentration der Schadstoffe im K\u00f6rper von Pilotwalen im Nordatlantik um 60\u00a0Prozent gesunken. Das zeigen Gewebeproben der Meeress\u00e4uger aus den Jahren 1986\u00a0bis 2023. Die Ergebnisse belegen, wie wirkungsvoll die Begrenzung der PFAS-Produktion ab Anfang der 2000er Jahre war,<a href=\"https:\/\/www.pnas.org\/doi\/10.1073\/pnas.2524513123\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\"> schreibt das Team der Harvard University im Fachjournal \u00bbPNAS\u00ab.<\/a><\/p>\n<p>PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) werden seit den sp\u00e4ten 1940er Jahren hergestellt. <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/pfas-ewigkeitschemikalien-sogar-in-vermeintlich-reinster-luft\/2234737\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Mittlerweile gibt es tausende chemische Stoffe<\/a>, die zu dieser Klasse geh\u00f6ren. W\u00e4hrend sie sich in ihrer Struktur teils stark unterscheiden, tragen sie alle ein Ger\u00fcst aus l\u00e4ngeren oder k\u00fcrzeren Kohlenstoffketten, die ganz oder teilweise von Fluoratomen umgeben sind. Weil die Fluor-Kohlenstoff-Bindungen extrem stabil sind, spricht man auch von \u00bbEwigkeitschemikalien\u00ab.\u00a0PFAS werden f\u00fcr zahlreiche industrielle Anwendungen genutzt und kommen in Kosmetika, Kochutensilien, Textilien, in Pflanzenschutzmitteln, L\u00f6schsch\u00e4umen und elektronischen Ger\u00e4ten zum Einsatz.Fachleute haben Reste solcher Substanzen \u00fcberall gefunden: i<a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/pfas-trifluoressigsaeure-ein-kleines-molekuel-als-endgegner\/2262589\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">n Seen, in Fl\u00fcssen, im Boden, in Lebensmitteln und im menschlichen K\u00f6rper.<\/a> Die Daten zur Konzentration in den Ozeanen sind jedoch begrenzt.<\/p>\n<p>Wirksame Ma\u00dfnahme zur Reduktion von PFAS<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/sixcms\/admin\/content\/?area_id=590&amp;id=2242145\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Wegen ihrer sch\u00e4dlichen Wirkung auf Menschen und Umwelt wurde eine Reihe von PFAS<\/a>, insbesondere solche mit Ketten von acht oder mehr Kohlenstoffatomen, seit Anfang der 2000er Jahre schrittweise verboten. Seither stellt die Industrie zunehmend Alternativen mit k\u00fcrzeren Ketten oder anderen Atomgruppen her. Im Vergleich zu den \u00e4lteren Chemikalien sind neuere Generationen schwieriger nachzuweisen.<\/p>\n<p>Die Forschenden um Jennifer Sun und Elsie Sunderland verzichteten daher darauf, einzelne PFAS zu messen. Stattdessen analysierten sie die Gesamtmenge an organischen Fluorverbindungen im Leber- und Muskelgewebe von Pilotwalen (Globicephala melas). Sie untersuchten dazu archivierte Gewebeproben, die zwischen 1986\u00a0und 2023\u00a0von Tieren im Nordatlantik genommen wurden. <\/p>\n<p>Wale, insbesondere Zahnwale, stehen ganz oben in der Nahrungskette und gelten als Indikatoren f\u00fcr die Meeresverschmutzung. Wie das Team herausfand, machten nur vier PFAS der alten Generation rund Dreiviertel der Gesamtkonzentration an Fluorverbindungen im Gewebe aus. In Proben des Jahres 2011\u00a0erreichten die PFAS-Mengen ihren H\u00f6chststand und gingen bis 2023\u00a0um mehr als 60\u00a0Prozent zur\u00fcck. Der R\u00fcckgang erfolgte damit etwa zehn Jahre nach dem Verbot der alten, langkettigen Variante. Laut Modellierungen ist diese Verz\u00f6gerung auf marine Transportprozesse zur\u00fcckzuf\u00fchren.\u00a0<\/p>\n<p>\u00bbDie Einstellung der Produktion, die zun\u00e4chst freiwillig erfolgte und sp\u00e4ter durch Vorschriften vorangetrieben wurde, hat sich als sehr wirksam erwiesen, um die Konzentrationen dieser Chemikalien in N\u00e4he der Quellen sowie in weiter entfernten \u00d6kosystemen zu reduzieren\u00ab, sagt Erstautorin Sun laut einer Pressemeldung.<\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> ist promovierte Neurobiologin und Redakteurin f\u00fcr Hirnforschung und Neuromedizin. <\/p>\n<ul class=\"columns kiosk__bar__categories medium-3 no-bullet small-12\">\n<li class=\"active kiosk__bar__category__digital\">Digitalausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__print\">Printausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__topseller\">Topseller <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__bundle show-for-medium\">Bundles<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/b451134dc5bb45059f0ae5abd0e20d19.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Langlebige Chemikalien: 60 Prozent weniger PFAS im Walgewebe &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltLanglebige Chemikalien: Wale weniger mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":749156,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[137],"tags":[72740,5199,14195,29,30,141,232,73769,86287,171143,24024,171144,16218,6470,16202],"class_list":["post-749155","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-pfas","tag-biologie","tag-chemikalien","tag-deutschland","tag-germany","tag-gesundheit","tag-health","tag-kohlenstoff","tag-meeressaeuger","tag-meeresschutz","tag-ozeane","tag-pilotwale","tag-schadstoffe","tag-umweltverschmutzung","tag-wale"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115963488762623647","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/749155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=749155"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/749155\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/749156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=749155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=749155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=749155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}