{"id":749207,"date":"2026-01-26T21:46:11","date_gmt":"2026-01-26T21:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749207\/"},"modified":"2026-01-26T21:46:11","modified_gmt":"2026-01-26T21:46:11","slug":"russlands-krieg-putin-eskaliert-kaelte-terror-gegen-die-ukraine-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749207\/","title":{"rendered":"Russlands Krieg: Putin eskaliert K\u00e4lte-Terror gegen die Ukraine | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Berlin\/Kiew \u2013 <b>Fast 1700 Wohnblocks ohne Heizung. Temperaturen bis minus 15 Grad. Familien und Senioren, die nachts frieren, weil Russlands Raketen und Drohnen ihnen die W\u00e4rme rauben. Die ukrainische Hauptstadt Kiew steht im Januar 2026 mitten im K\u00e4ltekrieg \u2013 und der Aggressor zielt nicht nur auf Soldaten, sondern vor allem auf W\u00e4rmekraftwerke und die Stromversorgung. Das vermutete Ziel von Russlands Diktator Wladimir Putin: das Leben der Ukrainer unertr\u00e4glich machen, sie zur Kapitulation und Flucht zwingen.<\/b><\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>\u201eDies sind gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur. Es hat nichts mit milit\u00e4rischer Infrastruktur oder milit\u00e4rischen Unternehmen zu tun. Es ist reiner Terror gegen unser Volk\u201c, sagt Maxim Timtschenko, Chef des gr\u00f6\u00dften privaten Energieversorgers der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/ukraine\/thema-ukraine-alle-infos-80028690.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a>, DTEK, zu BILD.<\/p>\n<p>Der Energieriese versorgt auch die Hauptstadt Kiew mit Strom und W\u00e4rme. Und steht seit Beginn des Krieges unter Dauerbeschuss. Mehr als 220 einzelne Raketen- und Drohnenangriffe haben die Kraftwerke des Unternehmens seit Februar 2022, dem Beginn der russischen Vollinvasion, getroffen. Allein seit Beginn der aktuellen Heizsaison im Herbst 2025 waren es acht Angriffe auf die DTEK-Werke.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Ein besonders schwerer Schlag traf die Ukraine am 20. Januar 2026. In nur einer Nacht feuerte <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/russland\/russland-alle-infos-79315672.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> ballistische Raketen, Marschflugk\u00f6rper und mehr als 300 Kamikaze-Drohnen auf das Land. Besonders heftig traf es die Hauptstadt: Viele Heizsysteme, die erst kurz zuvor repariert wurden, fielen erneut aus. Die gesamte linke Seite der Stadt verlor zeitweise auch die Wasserversorgung.<\/p>\n<p>5 Raketen und 26 Drohnen gegen ein einziges Kraftwerk<\/p>\n<p>Gegen die gezielten und massiven russischen Attacken sei eine effektive Verteidigung kaum m\u00f6glich, sagt Timtschenko und erz\u00e4hlt von einem besonders brutalen Angriff: \u201eErst letzte Woche wurde eines unserer Kraftwerke mit f\u00fcnf ballistischen Raketen und 26 Drohnen angegriffen. Kein einziges unserer Verteidigungssysteme kann unsere Infrastruktur vor Angriffen dieser Intensit\u00e4t sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Die Zahlen zeigen die Dimension der Zerst\u00f6rung: Allein im Jahr 2024 verlor die Ukraine 10 Gigawatt Stromerzeugungskapazit\u00e4t. Dabei liegt der Bedarf des Landes im Winter bei mindestens 18 Gigawatt. Die H\u00e4lfte konnte bislang wiederhergestellt werden.<\/p>\n<p>Ingenieure arbeiten unter Lebensgefahr<\/p>\n<p>Besonders verletzlich sind die zentralen Heizwerke der Hauptstadt: \u201eEtwa 45 Prozent der W\u00e4rmeversorgung sind zentralisiert. Sie kommen aus drei KWK-Anlagen (Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen), die ein leichtes Ziel f\u00fcr die Russen sind\u201c, erkl\u00e4rt Timtschenko.<\/p>\n<p>DTEK arbeitet t\u00e4glich im Ausnahmezustand: 629 Einsatzteams arbeiten rund um die Uhr, um Sch\u00e4den zu reparieren und so viele Menschen wie nur m\u00f6glich mit Strom und W\u00e4rme zu versorgen. Seit Beginn des \u00dcberfalls wurden sieben Mitarbeiter im Einsatz get\u00f6tet, mehr als 100 verwundet. Insgesamt beklagt das Unternehmen 406 get\u00f6tete und 1306 verletzte Besch\u00e4ftigte seit 2022.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Ingenieure k\u00e4mpfen um die W\u00e4rmeversorgung ukrainischer Zivilisten\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/929343b67f2a11885d32ed7acfc98143,55484114.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Ingenieure k\u00e4mpfen um die W\u00e4rmeversorgung ukrainischer Zivilisten<\/p>\n<p>Foto: Mykola Tys\/AP\/dpa<\/p>\n<p>Besonders gef\u00e4hrlich: Selbst w\u00e4hrend der russischen Angriffe muss eine kleine Gruppe von Spezialisten immer in den Kontrollr\u00e4umen der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/kraftwerke\/news-fotos-videos-17003046.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kraftwerke<\/a> bleiben und geht nicht in die Luftschutzbunker, um im Ernstfall sofort notwendige Systemanpassungen vorzunehmen.<\/p>\n<p>Timtschenko bittet den Westen um Hilfe: \u201eErstens brauchen wir mehr diplomatischen Druck. Wir m\u00fcssen einen Weg finden, sie (die Russen, d. Red.) zumindest zu einem Waffenstillstand im Energiesektor zu zwingen.\u201c<\/p>\n<p>Doch auch milit\u00e4rische Hilfe sei unverzichtbar: \u201eZweitens brauchen wir Luftverteidigung. Es gibt L\u00f6sungen, mit denen wir unsere Kraftwerke sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Wir brauchen davon einfach mehr.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Berlin\/Kiew \u2013 Fast 1700 Wohnblocks ohne Heizung. Temperaturen bis minus 15 Grad. 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