{"id":74934,"date":"2025-05-01T04:13:09","date_gmt":"2025-05-01T04:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74934\/"},"modified":"2025-05-01T04:13:09","modified_gmt":"2025-05-01T04:13:09","slug":"kunst-in-leipzig-jubilaeum-in-der-baumwollspinnerei-20-jahre-kunst-rundgaenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/74934\/","title":{"rendered":"Kunst in Leipzig: Jubil\u00e4um in der Baumwollspinnerei &#8211; 20 Jahre Kunst-Rundg\u00e4nge"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Ein altes Fabrikareal zu einem Zentrum f\u00fcr K\u00fcnstler und Kreative umwandeln &#8211; diese Idee funktioniert in der Leipziger Baumwollspinnerei seit rund zwei Jahrzehnten. An diesem Wochenende wird auf dem Gel\u00e4nde <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/jubilaeum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jubil\u00e4um<\/a> gefeiert, seit 20 Jahren gibt es Galerien in der Spinnerei. Am Samstag und Sonntag \u00f6ffnen sie ihre T\u00fcren f\u00fcr einen Fr\u00fchjahrsrundgang.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2025\/18\/neo-rauch-maler-diskurs-gemaelde\" data-ct-label=\"Neo Rauch: &quot;Ich liege nachts mit geballten F\u00e4usten im Bett&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Neo Rauch:<br \/>\n                        &#8222;Ich liege nachts mit geballten F\u00e4usten im Bett&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2025-04\/dopamin-neurowissenschaft-sucht-rauchen-wolfram-schultz\" data-ct-label=\"Belohungssystem: &quot;Die Dopamin-Neuronen verlangen nach immer mehr&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Belohungssystem:<br \/>\n                        &#8222;Die Dopamin-Neuronen verlangen nach immer mehr&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/18\/cyprien-gaillard-performance-kuenstler-berlin-haus-der-kunst\" data-ct-label=\"Cyprien Gaillard: Und schaut mit den Augen einer Fliege \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Cyprien Gaillard:<br \/>\n                        Und schaut mit den Augen einer Fliege <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Unter anderem pr\u00e4sentiert die Galerie Eigen + Art unter dem Titel \u00abStille Reserve\u00bb Werke von <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/neo-rauch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neo Rauch<\/a>. In der Galerie Kleindienst sind Bilder von Rosa Loy zu sehen, ASPN pr\u00e4sentiert neue Arbeiten von Franziska Holstein.\n<\/p>\n<p>                Bertram Schultze: \u00abEs war wie ein Abenteuerspielplatz hier\u00bb        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bertram Schultze, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Spinnerei, kann sich noch gut daran erinnern als er das Fabrikgel\u00e4nde zum ersten Mal betrat. \u00abMan konnte von unseren Ateliers aus durch die langen Kellerg\u00e4nge gehen und stand pl\u00f6tzlich in der Produktionshalle, wo wirklich noch die Damen in der Kittelsch\u00fcrze an den Maschinen standen. Das gab es alles noch. Und dann war es auf der anderen Seite aber auch ein sehr ruhiger und verlassener Ort.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die 1907 erbaute Baumwollspinnerei war einst die gr\u00f6\u00dfte ihrer Art in ganz Kontinentaleuropa. Zu DDR-Zeiten arbeiteten hier bis zu 4.000 Menschen im Drei-Schicht-Betrieb, 2001 endete die Produktion. Dass in diese industriellen Hallen Kunst einziehen sollte, h\u00e4tten viele mit Skepsis verfolgt, sagt Schultze.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Entwicklung der Spinnerei ist eng verbunden mit dem Hype um die Malerei der Neuen Leipziger Schule, die einige Jahre nach dem Mauerfall begann. K\u00fcnstler wie Neo Rauch waren Mieter der ersten Stunde und zogen internationale Aufmerksamkeit auf die Spinnerei.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Heute sind laut Schultze alle verf\u00fcgbaren R\u00e4umlichkeiten belegt. Kunst und Kulturschaffende seien die st\u00e4rksten Mieter. Die Nachfrage vor allem nach Ateliers sei gro\u00df. In den \u00fcbrigen R\u00e4umen h\u00e4tten sich verschiedene Unternehmen wie ein Weinh\u00e4ndler, Architekten und sogar ein Callcenter angesiedelt. Die Ateliermieten sind laut Schultze nach wie vor g\u00fcnstig &#8211; sie bewegten sich zwischen vier und sechs Euro pro Quadratmeter.\n<\/p>\n<p>                        Galeristin der ersten Stunde: \u00abHier war alles so machbar\u00bb        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Arne Linde, Chefin der Galerie ASPN, ist von Anfang an dabei gewesen. Damals vor 20 Jahren war sie noch die einzige weibliche Galeristin und arbeitete auf kleinem Raum, der sich nach und nach vergr\u00f6\u00dferte. Linde sch\u00e4tzt vor allem den Zusammenhalt vor Ort, dass das Gel\u00e4nde nicht durchsaniert sei und die Mieter einen gro\u00dfen Gestaltungsspielraum h\u00e4tten. \u00abJede Galerie sieht innen anders aus. Wir haben nicht die gleichen T\u00fcren und nicht die gleichen Klosch\u00fcsseln.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Kunstmarkt ist aus Sicht von Linde sehr unbest\u00e4ndig. Die Auswirkungen der Pandemie, des Krieges in der Ukraine und der Inflation seien sp\u00fcrbar. Das Interesse an Kunst sei weiterhin gro\u00df, das Gesch\u00e4ft sei aber weniger kontinuierlich geworden. Junge Menschen interessierten sich weniger f\u00fcr das Kunstsammeln.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Baumwollspinnerei sei f\u00fcr Kunstliebhaber dennoch eine wichtige Adresse. In Lindes Galerie kommen Menschen mit vielf\u00e4ltigen Hintergr\u00fcnden: \u00abEs kommen Leute rein, die ganz genau Bescheid wissen und andere Leute, die mich fragen, ob ich alles selbst gemalt habe.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Fast jede internationale Zeitung habe schon \u00fcber die Baumwollspinnerei als Kunstzentrum berichtet, berichtet Schultze. Die britische Zeitung \u00abThe Guardian\u00bb bezeichnete im Jahr 2007 die Kunstfabrik als \u00abthe hottest place on earth\u00bb.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch wenn der Hype aus den 2000er Jahren abgeflaut ist, ist der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer zufrieden: \u00abWenn man das halten kann, dass man so eine starke Attraktion ist, dass man das noch weitere 10 oder 20 Jahre hinkriegt, w\u00e4re mir das Vision genug.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250501-930-485374\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein altes Fabrikareal zu einem Zentrum f\u00fcr K\u00fcnstler und Kreative umwandeln &#8211; diese Idee funktioniert in der Leipziger&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74935,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[32434,18944,32433,3364,29,32435,32432,30,3009,32430,71,20890,15,32431,859],"class_list":{"0":"post-74934","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-arne-linde","9":"tag-baumwollspinnerei","10":"tag-bertram-schultze","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-fabrikareal","14":"tag-franziska-holstein","15":"tag-germany","16":"tag-jubilaeum","17":"tag-kunst-in-leipzig","18":"tag-leipzig","19":"tag-neo-rauch","20":"tag-news","21":"tag-rosa-loy","22":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114430633785752920","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74934"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74934\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74935"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}