{"id":749438,"date":"2026-01-26T23:55:14","date_gmt":"2026-01-26T23:55:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749438\/"},"modified":"2026-01-26T23:55:14","modified_gmt":"2026-01-26T23:55:14","slug":"yayoi-kusama-im-museum-ludwig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749438\/","title":{"rendered":"Yayoi Kusama im Museum Ludwig"},"content":{"rendered":"<p class=\"u-text-justify\"><strong>Im Jahr 2026 widmet das Museum Ludwig in K\u00f6ln anl\u00e4sslich seines 50-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der legend\u00e4ren japanischen K\u00fcnstlerin Yayoi Kusama eine gro\u00dfe Ausstellung.<\/strong><\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">Kusama (*1929, Matsumoto) z\u00e4hlt zu den bekanntesten K\u00fcnstler*innen unserer Zeit. Ihre ikonischen Polka Dots, ihre K\u00fcrbisskulpturen und ihre verspiegelten Infinity Rooms sind zu einer Art Markenzeichen geworden und tauchen millionenfach in den Sozialen Medien auf. Die Ausstellung nimmt die Besucher*innen mit auf eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit \u00fcber 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung von ca. 1934 bis heute, und durch eine Vielzahl k\u00fcnstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur.<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">\u00dcber die gesamte Wechselausstellungsfl\u00e4che des Museum Ludwig hinaus wird die gro\u00df angelegte Ausstellung auch weitere Bereiche des Hauses wie die Dachterrasse mit Domblick bespielen. Eine neue, eigens f\u00fcr die Ausstellung konzipierte immersive Rauminstallation mit integriertem Infinity Mirror Room wird den gr\u00f6\u00dften Saal des Museums f\u00fcllen. Dar\u00fcber hinaus werden fr\u00fche ikonische Arbeiten, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show\u00a0zu sehen sein.<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">Im Zentrum von Kusamas Werk stehen die Natur in ihrem st\u00e4ndigen Wandel, Werden und Vergehen sowie die Unendlichkeit des Universums, in der alles Existierende sich letztlich aufl\u00f6st. Die Punktemuster (Polka Dots), mit denen die K\u00fcnstlerin Gegenst\u00e4nde und Menschen \u00fcberzieht, sind ebenso Ausdruck dieser Weltsicht wie ihre Unendlichkeits-Spiegelr\u00e4ume.<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">Erlebnisse ihrer Kindheit, darunter Halluzinationen, in denen sie den eigenen K\u00f6rper und die Umgebung von Punkten, Bl\u00fcten und anderen Wiederholungsmustern \u00fcberwuchert wahrnahm, durchziehen Kusamas gesamtes Schaffen. Fragilit\u00e4t und Ausl\u00f6schung sind gleicherma\u00dfen Teil dieser Erfahrungen wie die Teilhabe und Verschmelzung mit einem gro\u00dfen Ganzen. Ihre Kunst ist f\u00fcr Kusama Lebensnotwendigkeit, jedes ihrer Werke auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst.<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">Nach Kindheit und Jugend im l\u00e4ndlichen, patriarchalisch gepr\u00e4gten Japan der Nachkriegszeit entflieht Kusama der Enge und geht in den 1960er Jahren ins New York der Flower Power-Bewegung und des Vietnamkriegs; dort bezieht sie politisch Stellung und macht Schlagzeilen mit provokanten Happenings. 1973 kehrt Kusama nach Japan zur\u00fcck und verarbeitet ihre existentiellen \u00c4ngste in oft schonungslosen Romanen und Gedichten. In ihrem kraftvollen Alterswerk erschafft sie wiederum lebensvolle und farbenpr\u00e4chtige Bilderzyklen.<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">Ihren roten Faden beschreibt Kusama, wenn sie sagt: \u201eIn meinen mehr als siebzig Jahren als K\u00fcnstlerin habe ich immer Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens gehabt. Mehr als alles andere hat mich dieser starke Sinn f\u00fcr die Lebenskraft im k\u00fcnstlerischen Ausdruck unterst\u00fctzt und mir Kraft gegeben, Gef\u00fchle von Depression, Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit zu \u00fcberwinden. Ich habe mich von meinem Glauben an diese Kraft leiten lassen.\u201c<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">Yayoi Kusama wird vom Museum Ludwig in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler, Riehen\/Basel (12. Oktober 2025 \u2013 25. Januar 2026) und dem Stedelijk Museum Amsterdam (12. September 2026 \u2013 17. Januar 2027) organisiert.\u00a0<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">In der K\u00f6lner Station der Ausstellung werden einige gro\u00dfe installative Arbeiten gezeigt, die nicht Teil der Ausstellung in Basel sind, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show,\u00a0das Environment I\u2019m Here but Nothing\u00a0(2000 bis heute), ein in Schwarzlicht getauchter Wohnraum mit zahllosen fluoreszierenden Klebepunkten\u00a0und die imposanten bunt bemalten Bronze-Blumen Flowers, die auf der Dachterrasse des Museum Ludwig installiert werden.<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\"><strong>Kurator:<\/strong> Stephan Diederich<\/p>\n<p class=\"u-text-justify\">Die Ausstellung in K\u00f6ln wird erm\u00f6glicht durch das Engagement des Leading Partners des Museum Ludwig, der Peter und Irene Ludwig Stiftung, dem Excellence Partner Mazda, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Gesellschaft f\u00fcr Moderne Kunst am Museum Ludwig e.V.. Au\u00dferdem dankt das Museum Ludwig der Japan Foundation, der Sparkasse K\u00f6lnBonn, dem Superior Partner des Hauses RIMOWA, seinem Zukunftspartner OSMAB und der Stadt K\u00f6ln f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung der Ausstellung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Jahr 2026 widmet das Museum Ludwig in K\u00f6ln anl\u00e4sslich seines 50-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der legend\u00e4ren japanischen K\u00fcnstlerin Yayoi&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":413119,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,109059,39100,30,1420,2075,1794,14036,2264,215,2393],"class_list":{"0":"post-749438","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-fotographie","12":"tag-gegenwartskunst","13":"tag-germany","14":"tag-koeln","15":"tag-kunst","16":"tag-kunst-und-design","17":"tag-moderne-kunst","18":"tag-museum","19":"tag-unterhaltung","20":"tag-zeitgenoessische-kunst"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115964105359950696","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/749438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=749438"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/749438\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/413119"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=749438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=749438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=749438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}